Inland

Amon: Kurz als Spitzenkandidat eine „Möglichkeit“

ÖVP-Generalsekretär Werner Amon hält eine Spitzenkandidatur von Außenminister Sebastian Kurz bei der Nationalratswahl für möglich. „Ja, das ist eine Möglichkeit. Aber ich gehe einmal davon aus, dass der jetzige Vizekanzler und Wirtschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner der Spitzenkandidat ist“, sagte Amon heute in der Ö1-Reihe „Im Journal zu Gast“.

Kritik übte Amon am SPÖ-nahen Verfassungsrichter Johannes Schnizer wegen dessen Aussagen zur Aufhebung der Bundespräsidentenstichwahl. Damit sei dem Verfassungsgericht kein guter Dienst erwiesen worden. „Ich halte es nicht für hilfreich, wenn einzelne Richter an die Öffentlichkeit gehen und Privatmeinungen äußern.“

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Schittenhelm gegen „gscheite Zurufe“ für Mitterlehner

ÖVP-Frauenchefin Dorothea Schittenhelm lehnt „gscheite Zurufe“ aus der Partei für Obmann Reinhold Mitterlehner ab. Mitterlehner nehme entsprechende Ablösegerüchte jedenfalls „gelassen und kühl“. Über den neuen Generalsekretär Werner Amon zeigte sie sich glücklich.

Schittenhelm ist „froh“, dass die ÖVP Mitterlehner an der Parteispitze habe, auch wenn es dieser oft nicht leicht habe. Der Obmann sei „korrekt und fachlich versiert“, er setze sich dafür ein, „dass in der Sache was weitergeht“. „Gscheite Zurufe“ hingegen seien überflüssig und würden nur „zehren“: „Das ist nicht sehr fein“. „Personalgeschichten“ lasse Mitterlehner aber ohnehin nicht an sich heran.

Kurz wiederum bezeichnete die Frauenchefin als „Naturtalent“ und „ausgezeichneten“ Außenminister: „Alles hat seine Zeit“, so Schittenhelm angesprochen auf Aussagen etwa vom steirischen Landesparteichef Hermann Schützenhöfer. Dieser hatte den JVP-Chef unlängst als „Trumpf-Ass“ der ÖVP bezeichnet.

Ausland

NGO: Krankenhaus in Aleppo von Fassbomben getroffen

Bei einem Luftangriff auf die umkämpfte syrische Stadt Aleppo ist nach Angaben einer medizinischen Hilfsorganisation erneut ein Krankenhaus getroffen worden. Im Krankenhaus M10, der größten Klinik im von den Rebellen kontrollierten Ostteil der Stadt, seien mindestens zwei Fassbomben eingeschlagen, teilte die in den USA ansässige Syrian American Medical Society (Sams) mit. Es gebe zudem Berichte über eine Streubombe.

Das Krankenhaus M10 und die ebenfalls von der Hilfsorganisation unterstützte Klinik M2 waren bereits am Mittwoch bombardiert worden. Ärzten zufolge ist die Klinik nun vollkommen außer Betrieb. Die Angriffe hatten für große Empörung gesorgt, UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon stufte sie als Kriegsverbrechen ein.

USA: Syrien-Dialog mit Russland auf der Kippe

Die Gespräche von US-Außenminister John Kerry mit Russland über eine erneute Waffenruhe für Syrien sind laut seinem Sprecher „auf der Intensivstation“, aber noch nicht tot. Kerry telefonierte gestern den dritten Tag in Folge mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow, doch gab es keine konkreten Ergebnisse.

Kerry hatte am Vortag mit dem Abbruch der Gespräche gedroht, sollte Russland nicht seine Luftangriffe auf Aleppo einstellen, Moskau schloss jedoch einen Stopp des Bombardements aus.

Vergebener Glaube an diplomatische Lösung?

US-Außenamtssprecher Mark Toner gab zu, dass sich die US-Regierung irgendwann fragen müsse, ob der Glaube an eine diplomatische Lösung nicht umsonst sei, doch sei man noch nicht ganz an diesem Punkt.

Das russische Außenministerium warnte indes vor möglichen US-Angriffen auf die syrischen Truppen. „Wenn eine direkte Aggression der USA gegen Damaskus und die syrische Armee beginnt, bringt das schreckliche tektonische Verschiebungen nicht nur für dieses Land, sondern für die ganze Region“, sagte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa im russischen Fernsehen. Ein Sturz des Machthabers Baschar al-Assads bedeute ein Machtvakuum.

Neue Angriffe nach Ende der Waffenruhe

Die USA und Russland streben eigentlich in ihren Verhandlungen eine Rückkehr zu der Waffenruhe an, die am 19. September nach nur einer Woche wieder zerbrochen war. Seitdem fliegt die russische Luftwaffe mit den syrischen Regierungstruppen heftige Luftangriffe auf Aleppo.

Lawrow warf den USA vor, sich nicht an die Vereinbarungen für ein gemeinsames Vorgehen gegen die Dschihadisten zu halten. Dem britischen Sender BBC sagte er, die US-Regierung halte sich nicht an ihr Versprechen, die gemäßigten Rebellen von der extremistischen Al-Nusra-Front zu trennen. Sobald sie dafür sorge, dass die moderaten Rebellen ihre Verbindungen zu der Gruppe, die sich seit Juli Fateh-al-Scham-Front nennt, kappen, werde Russland auf dem Stopp der Kämpfe bestehen.

Diskussion über UNO-Resolutionsentwurf

Die fünf UNO-Vetomächte diskutierten indes über einen Resolutionsentwurf, der eine neue Waffenruhe in Aleppo fordert. Der von Frankreich eingebrachte Text sieht vor, dass die von den USA und Russland Anfang September ausgehandelte Feuerpause wiederaufgenommen wird, damit die eingeschlossene Bevölkerung mit humanitären Hilfen versorgt werden kann. Außerdem sollen alle syrischen und russischen Kampfflugzeuge am Boden bleiben.

Nach Angaben von Diplomaten sollten die Gespräche nach der ersten Diskussion auf Expertenebene fortgesetzt werden. Frankreich will die Pläne am Montag allen Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrats präsentieren.

Mindestens drei Tote bei Anschlag in Mogadischu

Bei der Explosion einer Autobombe in Somalias Hauptstadt Mogadischu sind heute mindestens drei Menschen getötet und sieben weitere verletzt worden. Unter den Verletzten sollen sich auch Sicherheitsbeamte befinden, sagte ein Polizist der dpa kurz nach der Explosion, die gegen Mittag stattfand.

Brennendes Autowrack in Mogadischu

APA/AP/Farah Abdi Warsameh

Die Terrorgruppe al-Schabab bekannte sich über den ihr nahestehenden Sender Radio Andalus zu dem Anschlag. Ziel seien somalische Sicherheitskräfte gewesen, teilte die al-Schabaab mit. Augenzeugen berichteten von schweren Schäden an dem beliebten Blue Sky Restaurant. Die sunnitischen Extremisten versuchen seit Jahren, am Horn von Afrika einen Gottesstaat zu errichten.

EU-Kommissarin Georgiewa sieht Chancen für Ban-Nachfolge

Die Bulgarin Kristalina Georgiewa rechnet sich trotz ihrer späten Kandidatur Chancen auf die Nachfolge von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon aus. „Ich hoffe, dass ich nach meiner Leistung und nicht nach der Dauer meiner Kampagne beurteilt werde“, sagte die Vizepräsidentin der EU-Kommission.

Die 63-jährige Ökonomin war unter anderem als Vizepräsidentin der Weltbank und als EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe tätig. 2014 übernahm sie den Posten der EU-Haushaltskommissarin. Am Montag stellt sich Georgiewa der UNO-Vollversammlung zu einer zweistündigen Fragerunde.

Sie verfüge über eine „breite Erfahrung in den Bereichen internationale Entwicklung und humanitäre Hilfe“, sagte Georgiewa der AFP. Die international erfahrene Kandidatin veröffentlichte ein kurzes Konzept für die Neuorientierung der Weltorganisation. Darin ruft sie zur Suche nach neuen Quellen zur Finanzierung von Friedenseinsätzen und Flüchtlingshilfe auf. Die Vermeidung von Konflikten und die Bekämpfung des Klimawandels sind weitere Schwerpunkte Georgiewas.

Kandidatin kurzfristig ausgetauscht

Die bulgarische Regierung hatte in dieser Woche mitten im Verfahren ihre bisherige Kandidatin ausgetauscht und schickt anstelle der UNESCO-Generalsekretärin Irina Bokowa nun Georgiewa ins Rennen. Zur Begründung hieß es, die Erfolgsaussichten Georgiewas würden höher eingeschätzt. Bokowa hatte in der fünften Wahlrunde für die Nachfolge Bans am Montag lediglich Platz sechs belegt.

Angesichts der Forderungen, erstmals einer Frau den höchsten UNO-Posten zu übertragen, gilt Georgiewa als aussichtsreiche Bewerberin. Zudem stammt sie aus Osteuropa, der einzigen Region, die bisher keinen UNO-Generalsekretär stellte. Es sei an der Zeit, dass eine Frau den Job übernehme, sagte Georgiewa. Als Favorit gilt derzeit der frühere Chef des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR), Antonio Guterres. Der ehemalige portugiesische Regierungschef lag bisher in allen Runden vorn, allerdings wurde zuletzt über ein mögliches Veto Russlands gegen ihn spekuliert.

Merkel verteidigt Flüchtlingspolitik als stringent

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre seit Sommer vergangenen Jahres verfolgte Flüchtlingspolitik als stringent verteidigt. „Ich habe meine Politik nicht geändert, sondern Politik gemacht“, sagte sie der „Sächsischen Zeitung“ (Samstag-Ausgabe).

Ein Kurswechsel sei weder nötig noch bereits vollzogen worden: „Ich sehe keinen Kurswechsel, sondern eine in sich schlüssige Arbeit seit vielen, vielen Monaten“, sagte die Kanzlerin.

Merkel hatte sich kürzlich als Reaktion auf das schlechte Abschneiden der CDU bei mehreren Landtagswahlen selbstkritisch zu ihrer Politik geäußert. So sagte sie, sie wolle ihre Flüchtlingspolitik künftig besser erklären. Zudem räumte sie Versäumnisse und einen zeitweiligen Kontrollverlust in der Flüchtlingskrise ein. Besonders die CSU dringt aber auf einen Kurswechsel und fordert eine „Obergrenze“ für die Aufnahme von Schutzsuchenden.

Video von tödlichem Polizeieinsatz in USA veröffentlicht

Nach tagelangen Protesten gegen den Tod eines Schwarzen durch Polizeischüsse in Kalifornien hat die Polizei nun Videoaufnahmen von dem Vorfall veröffentlicht. Auf den Bildern eines Handys und einer Überwachungskamera ist die Tötung des 38-jährigen Alfred Olango auf einem Parkplatz in El Cajon, einem Vorort von San Diego, zu sehen.

Die Polizei wolle mit der Veröffentlichung „Falschinformationen“ über den tödlichen Polizeieinsatz widerlegen, wie Polizeichef Jeff Davis sagte.

E-Zigarette auf Polizisten gerichtet

Bei dem Vorfall in der Nacht auf Mittwoch hatte Olango, dessen Familie vor 25 Jahren aus Uganda in die USA geflohen war, laut Polizeiangaben einen „Gegenstand“ aus der Tasche gezogen und wie eine Waffe auf die Beamten gerichtet. Die zwei Polizisten eröffneten daraufhin das Feuer. Später stellte sich heraus, dass es sich bei dem Objekt lediglich um eine E-Zigarette handelte. Eine Schusswaffe hatte Olango nicht bei sich.

Nach dem Vorfall war es in El Cajon zu Protesten gekommen, die zunächst friedlich verlaufen waren. Am Donnerstag besetzten die Demonstranten dann jedoch eine Straßenkreuzung und bewarfen Autos und Polizisten mit Steinen und Glasflaschen. Die Polizei setzte Tränengas ein, es gab mehrere Festnahmen.

US-Verteidigungsminister kritisiert Dutertes Hitler-Vergleich

US-Verteidigungsminister Ashton Carter hat die jüngsten verbalen Entgleisungen des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte kritisiert. Er halte den Vergleich des Anti-Drogen-Kampfes auf den Philippinen mit dem NS-Massenmord an den Juden für „zutiefst verstörend“, sagte Carter.

Der Pentagon-Chef äußerte sich am Rande eines Treffens mit Verteidigungsministern Südostasiens, an dem auch die Philippinen teilnahmen. Duterte hatte zuvor vor Journalisten gesagt, Hitler habe „drei Millionen Juden massakriert“.

Derzeit gebe es drei Millionen Drogenabhängige auf den Philippinen, fuhr Duterte fort. „Ich wäre froh, sie abzuschlachten.“ Statt von sechs Millionen Juden, die von den Nazis ermordet worden waren, sprach der 71-jährige Staatschef dabei von drei Millionen Todesopfern.

Sport

Fußball: Liverpool vermeidet Patzer

Der FC Liverpool hat in der siebenten Runde der englischen Premier League einen Patzer vermieden und sich zumindest bis Sonntag etwas näher an Tabellenführer Manchester City geschoben. Die „Reds“ erkämpften sich nach Pausenrückstand noch einen 2:1-Sieg bei Swansea City. Dabei war es nach acht Minuten 1:0 für die walisischen Gastgeber gestanden. In der zweiten Hälfte drehte Liverpool jedoch die Partie um.

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Bundesliga: Admira bündelt Kräfte gegen Schlusslicht

Admira will den Aufwärtstrend in der tipico-Bundesliga fortsetzen. Nach dem Erfolg gegen die Austria soll in der zehnten Runde heute gegen Schlusslicht Mattersburg der nächste Sieg her. Für Optimismus sorgt auch die direkte Bilanz, warten die Burgenländer gegen die Admira doch seit sieben Spielen auf einen Sieg. Dennoch gab sich Trainer Ivica Vastic zuversichtlich. Denn die Leistung seiner Mannschaft sei bisher besser gewesen, als es die Punkte aussagten.

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Wirtschaft

Erstmals deutsches Kohlekraftwerk im Reservemodus

Zum ersten Mal ist heute ein deutsches Braunkohlekraftwerk stillgelegt und in die Sicherheitsreserve überführt worden. Die Anlage Buschhaus in Niedersachsen kann damit in den nächsten vier Jahren wieder hochgefahren werden, wenn das für die Sicherheit der Stromversorgung nötig werden sollte. Danach wird das Kraftwerk endgültig stillgelegt, wie das deutsche Wirtschaftsministerium mitteilte.

Wirtschaftsstaatssekretär Rainer Baake erklärte, mit der vorläufigen Stilllegung des Kraftwerks Buschhaus werde „eine zentrale Maßnahme zur Erreichung unserer Klimaziele bis 2020 umgesetzt“. Die Anlage stoße jetzt kein Kohlendioxid mehr aus - deutlich früher als ursprünglich geplant. Die Betreiber wollten Buschhaus bis mindestens 2030 laufen lassen.

VW legt Streit mit US-Händlern bei

Wegen des Abgasskandals zahlt Volkswagen seinen gut 650 US-Händlern insgesamt 1,2 Milliarden Dollar Entschädigung. Der Autohersteller bestätigte laut Gerichtsunterlagen von gestern eine entsprechende Einigung mit den Händlern.

Im Schnitt erhalten diese jeweils 1,85 Millionen Dollar. Eine entsprechende Grundsatzvereinbarung hatten beide Seiten bereits im August getroffen. Ein Bundesrichter muss der Vereinbarung noch grünes Licht geben. Die Händler waren nach dem Bekanntwerden des Abgasskandals vor fast einem Jahr auf den Dieselautos sitzengeblieben.

Die Vereinbarung sieht unter anderem vor, dass VW unverkäufliche Dieselautos von den Händlern zurückkauft, an Bonuszahlungen festhält und zudem auf geforderte Umbauten für zwei Jahre verzichtet. Zudem sollen keine Dieselfahrzeuge der Modelljahre 2016 und 2017 in den USA verkauft werden, wie die Anwälte der Händler weiter mitteilten.

Airbus erfindet sich neu

Der europäische Luftfahrtriese Airbus hat gestern den nächsten Schritt seiner Frischzellenkur angekündigt: Mit Jänner 2017 sollen die Zentralholding und die Passagierjetsparte, größte Einnahmenlieferantin der Airbus Group, zusammengelegt werden.

Auf diese Weise will Konzernchef Tom Enders Doppelstrukturen abschaffen und den Boeing-Konkurrenten beweglicher machen, womit Debakel wie Triebwerksprobleme beim Militärtransporter A400M und Produktionsschwierigkeiten beim Langstreckenjet A350 wettgemacht werden sollen. Mit dem Umbau droht allerdings erneut vielen Beschäftigten der Verlust ihres Jobs.

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Chronik

Hurrikan „Matthew“ bedroht die Karibik

Ein Hurrikan der höchsten Kategorie bedroht die Karibik. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Stundenkilometern könne der Wirbelsturm „Matthew“ der schlimmste Hurrikan seit 2007 werden, teilte das US-Hurrikan-Zentrum in der Nacht auf heute mit. Der Sturm, der gestern vor der Nordküste Kolumbiens und Venezuelas wütete, bewegt sich auf Jamaika, Haiti und Kuba zu.

„Matthew“ befand sich gestern Abend noch 125 Kilometer nordwestlich von Punta Gallinas an der Nordwestküste Kolumbiens und sollte nach Nordwesten weiterziehen. Vor allem Jamaika und der Süden Haitis müssen den Warnungen der US-Meteorologen zufolge am Wochenende mit sintflutartigen Regenfällen, lebensgefährlichen Überschwemmungen und Erdrutschen rechnen. An einigen Orten könnten mehr als 60 Zentimeter Regen fallen.

Wird „starker“ Sturm bleiben

Der Sturm wurde von der vierten in die fünfte Hurrikan-Kategorie hochgestuft, kurz darauf wieder um einen Grad zurückgestuft. Es seien noch weitere Schwankungen in der Intensität des Sturms möglich, es sei aber zu erwarten, dass „Matthew“ bis morgen ein „starker“ Hurrikan bleiben werde, teilte das US-Hurrikan-Zentrum mit.

Haiti bereitete sich auf heftigen Wind und Regen vor. Wie der Zivilschutz mitteilte, sollen vor allem die Bewohner südlicher Inseln ihre Häuser absichern und Wasser- und Lebensmittelvorräte anlegen. Auf Jamaika ordnete Ministerpräsident Andrew Holness die Einrichtung von Notunterkünften für rund 2.000 Menschen an. Am Montagabend oder Dienstagfrüh dürfte „Matthew“ dann Kuba erreichen.

Aber auch an den Küsten von Puerto Rico, Venezuela, Kolumbien und der Dominikanischen Republik sowie auf den Inseln Aruba, Bonaire und Curacao wurde vor Springfluten und gefährlichen Strömungen gewarnt.

Hängebrücke in Laos eingestürzt: Zwei Tote, drei Vermisste

Beim Einsturz einer Hängebrücke im südostasiatischen Laos sind mindestens zwei Schulkinder ums Leben gekommen. Drei weitere Kinder würden noch vermisst, berichtete die Zeitung „Vientiane Times“ (Samstag-Ausgabe).

Die Kinder waren gestern auf dem Weg in die Schule gewesen, als mehrere Befestigungsseile der Holzbrücke über dem Xeng-Fluss rissen. Mehr als 50 Kinder, ein Lehrer und ein Motorradfahrer stürzten ins Wasser. 52 Menschen wurden bisher gerettet, sagte ein Behördenvertreter aus dem Bezirk Viengkham der Zeitung. Rettungskräfte suchten mit Booten nach den Vermissten.

Die Brücke aus Holzlatten war den Angaben zufolge im Jahr 2013 gebaut worden. Die Befestigungsseile seien aber seit mehr als einem Jahr nicht mehr überprüft worden. Die örtlichen Behörden boten an, die Krankenhauskosten für die Verletzten zu übernehmen.

250.000 Rentieren droht Abschuss

Im Nordwesten Sibiriens droht einer Viertelmillion Rentieren der Abschuss. Grund ist die Angst vor einer Milzbrandepidemie. Im August waren Hunderte Tiere an der Krankheit verendet, ein zwölfjähriger Bub infizierte sich und starb. In der Region leben die weltweit größten Rentierherden, Nomaden ziehen mit ihnen umher, was die Angst vor dem Ausbreitungsrisiko noch verstärkt. Fast wie aus einem Katastrophenfilm klingt die vermutete Ursache für die „Zombie“-Krankheit: Quelle könnte ein jahrtausendealter Kadaver oder ein Friedhof sein.

Mehr dazu in Bakterium kann Jahrhunderte überleben

IT

Nach Rückruf verkauft Samsung wieder Galaxy Note 7

Knapp einen Monat nach dem weltweiten Rückruf seines neuen Vorzeige-Smartphones Galaxy Note 7 wegen Brandgefahr hat Samsung in Südkorea das Modell wieder auf den Markt gebracht. Die neuen Geräte sind auch mit neuen Akkus ausgestattet. In Europa solle der Verkauf am 28. Oktober starten, sagte heute ein Sprecher des Smartphone-Marktführers.

Samsung hatte Anfang September die Brandgefahr infolge von Akkuproblemen bei dem Phablet - eine Mischung aus Smartphone und Tablet-Computer - eingeräumt und eine weltweite Austauschaktion angekündigt. Nach Angaben des Unternehmens waren 2,5 Millionen Geräte betroffen, allein in Südkorea und den USA sollen etwa 1,4 Millionen Geräte verkauft worden sein.

Die US-Verbraucherschutzbehörde hatte von 92 gemeldeten Zwischenfällen gesprochen, bei denen sich ein Note 7 überhitzte oder Feuer fing. Das Modell war nach der Markteinführung am 19. August wochenlang in mehreren Ländern verkauft worden.

Science

Kultur

ORF-Bestenliste im Oktober

Zum dritten Mal in Folge steht Sabine Grubers Kriegsreporter-Roman „Daldossi oder Das Leben des Augenblicks“ an der Spitze der Bestenliste, gefolgt von zwei Jungautorinnen, die sich in die erste Reihe der deutschen Gegenwartsliteratur geschrieben haben: Anna Weidenholzer ist mit ihrem Buch „Weshalb die Herren Seesterne tragen“ über einen Glücksforscher in der Alpen-Region auf Platz zwei vertreten. Platz drei belegt „Oh Schimmi“, eine affenartige Verwandlungsgeschichte der mehrfach ausgezeichneten Schriftstellerin Teresa Präauer.

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Religion

Leute

Schwarzenegger radelte durch Münchner Hauptbahnhof

Actionheld und Ex-Politiker Arnold Schwarzenegger hat sich in München Ärger mit der deutschen Polizei eingehandelt: Er fuhr gemeinsam mit einem Bodyguard per Fahrrad durch den Hauptbahnhof, wie die Bundespolizeidirektion heute mitteilte.

Ein Beamter wies den prominenten Besucher darauf hin, dass das Fahrradfahren im Bahnhof verboten ist. „‚Arnie‘ sah es ein“, berichtete die Polizei. Dem Beamten sei zunächst nur aufgefallen, dass zwei Fahrradfahrer „eher slalom- als rennmäßig die vielen Reisenden umkurvten“.

Einen der Männer sprach er daraufhin an. Dieser rechtfertigte sich damit, er sei der „Bodyguard vom Arnold Schwarzenegger“. Der Polizist glaubte den Angaben zufolge an einen schlechten Scherz - bis der andere Radfahrer sich näherte und sich tatsächlich als der Schauspieler entpuppte. Auf sein Fehlverhalten angesprochen erklärte Schwarzenegger laut Polizei, „dass er momentan schlecht zu Fuß sei“. Als „kleine Entschädigung“ bot er dem Beamten an, ein Foto mit ihm zu machen.

Medien: „Brangelina“ fanden Übergangslösung für Kinder

Das einstige Hollywood-Traumpaar Angelina Jolie und Brad Pitt hat sich Medienberichten zufolge auf eine Übergangslösung für die Betreuung der gemeinsamen Kinder geeinigt. Wie das US-Promiportal TMZ gestern berichtete, stimmten die Schauspieler einer von den Behörden in Los Angeles vorgelegten Vereinbarung zu, wonach die Kinder in der Obhut von Jolie bleiben und Pitt ein Besuchsrecht bekommt.

Beide sollen eine psychologische Beratung erhalten, Pitt muss sich außerdem regelmäßigen Alkohol- und Drogentests unterziehen. TMZ zufolge machte er bereits freiwillig einen Test - der war negativ. Der erste Besuch bei den Kindern soll nun gemeinsam mit einem Therapeuten erfolgen, der über das weitere Vorgehen entscheidet.

„Freiwillige Vereinbarung“

Die Vereinbarung gilt den Berichten zufolge bis 20. Oktober. In der Zeit soll Jolie mit den Kindern in einem gemieteten Haus in Los Angeles wohnen. Das Paar hat drei leibliche und drei adoptierte Kinder. Das Magazin „People“ zitierte eine anonyme Quelle mit den Worten, es handle sich um eine „vollkommen freiwillige Vereinbarung“ und nicht um eine Anordnung.

Die 41-jährige Jolie hatte vor Kurzem die Scheidung von ihrem 52-jährigen Mann eingereicht und das alleinige Sorgerecht für die sechs Kinder beantragt. Unmittelbarer Auslöser der Trennung soll Medienberichten zufolge ein Ausraster Pitts während eines Fluges aus Frankreich nach Los Angeles gewesen sein. Das Paar hatte im August 2014 nach zehnjähriger Beziehung geheiratet.

Panorama

Londoner Tower Bridge wird für Monate geschlossen

Londons berühmte Tower Bridge ist seit heute für Restaurierungsarbeiten geschlossen. Die 122 Jahre alte Zugbrücke soll erst am 30. Dezember wieder für den Autoverkehr geöffnet werden. Die Brücke, eines der Wahrzeichen der britischen Hauptstadt, wird normalerweise täglich von rund 21.000 Fahrzeugen und 40.000 Passanten überquert.

Diese Belastung habe Folgen für die hölzerne Fahrbahndecke, erklärte die City of London Corporation. Die Fahrbahndecke sei seit 1970 nicht erneuert worden.

Fußgänger können die Brücke während der Arbeiten weiterhin nutzen. Zudem werden die beiden Arme der Zugbrücke auch weiterhin gehoben und gesenkt, um Schiffe auf der Themse durchzulassen.