Inland

Neue E-Mails zu Causa Eurofighter veröffentlicht

Die „Kronen Zeitung“ (Samstag-Ausgabe) berichtet von weiteren E-Mails, die einen Betrugsverdacht beim Ankauf der Eurofighter erhärten sollen. Der Rechtsberater des seinerzeitigen Verteidigungsministers Norbert Darabos (SPÖ), Helmut Koziol, soll mit dem Rechtsberater der Firma Eurofighter, Meinhard Lukas, in einem Schriftverkehr gestanden sein.

Zu öffentlicher Debatte „nichts (..) beitragen“

Konkret berichtet die „Krone“ von einem E-Mail vom 10. Juli 2007, in dem Koziol seinen „Presse“-Gastkommentar über den neuen, von Darabos ausgehandelten Vertrag, von Lukas lesen und absegnen habe lassen. Weitere Gastkommentare von Koziol hätten die Eurofighter-Manager untersagt. „Wir sollten nichts dazu beitragen, dass dieses Thema weiter in der Öffentlichkeit diskutiert wird“, heißt es in einem weiteren E-Mail des Head of Legal Affairs vom 10. Juli 2007.

Bereits gestern hatte die „Krone“ von firmeninternen E-Mails des Eurofighter-Herstellers berichtet, die untermauern sollen, dass Eurofighter im Frühjahr 2007 eine Vertragsveränderung anstrebte, weil der Hersteller die ursprünglich bestellten 18 Jets der besser aufrüstbaren Tranche nicht rechtzeitig liefern habe können. Konkret habe der „Chef-Testpilot“ des Kampfflugzeug-Herstellers im April 2007 dem EADS-Militärflugzeuge-Leiter Johann Heizmann über ein aktuelles Treffen mit den „Ösis“ per E-Mail berichtet.

Hofer droht „Aula“-Autoren in der FPÖ

Der stellvertretende FPÖ-Bundesparteichef und Infrastrukturminister Norbert Hofer droht Funktionären in seiner Partei mit dem Ende ihrer politischen Karriere, wenn sie weiter in der rechtsradikalen Zeitschrift „Aula“ schreiben.

„Jeder, der dort weiter publiziert, hat die Chance auf eine weitere Karriere in der FPÖ verwirkt“, wird Hofer in der Tageszeitung „Österreich“ zitiert.

Dem dritten steirischen Landtagspräsidenten Gerhard Kurzmann, der in der „Aula“ geschrieben hat, stellt Hofer nach der nächsten Wahl ein Ende seiner Funktion in Aussicht: „Er wird bei der nächsten Wahl nicht mehr antreten.“

Ärger über Bezeichnung „Quotenmohr“

Dass Österreichs Song-Contest-Teilnehmer in der „Aula“ als „Quotenmohr“ bezeichnet wurde, empört Hofer. „Sampson (Cesar, Anm.) ist ein sympathischer Mensch und großer Künstler. Ich möchte mit niemandem anstreifen, der so einen Unsinn schreibt.“ Zuvor hatte bereits Parteichef Heinz-Christian Strache angekündigt, dass er Sampson zu einem Kaffee einladen und sich entschuldigen wolle.

FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky war zuletzt davon ausgegangen, dass der Name „Aula“ vom Markt verschwinden werde, weil die Marke so beschädigt sei, dass sie keine Zukunft habe. Am Donnerstag hatten die Eigentümervertreter bereits angekündigt, dass sich die „Aula“ im Juni inhaltlich und personell komplett neu aufstellen wolle. Ende April waren bereits die Eigentumsverhältnisse neu aufgestellt worden.

Die Zeitschrift fällt immer wieder mit rassistischen und antisemitischen Artikeln auf. So wurden vor Jahren die 1945 aus dem KZ Mauthausen befreiten Häftlinge als „Landplage“ und „Kriminelle“ bezeichnet.

Schlechte Mathezentralmatura: Faßmann will evaluieren

Nach einer offenbar deutlich schlechter als im Vorjahr ausgefallenen Zentralmatura im Fach Mathematik hat ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann gestern vor Journalisten nach drei (BHS) bzw. vier Jahren (AHS) eine Evaluierung der neuen Reifeprüfung angekündigt. Das betreffe sowohl die Zentralmatura als auch die mündliche Matura und die vorwissenschaftliche Arbeit.

Bei der Zentralmatura wolle man sich das Beurteilungsschema und den Erstellungsprozess der Aufgaben sowie die Resultate an ausgewählten Einzelstandorten ansehen, so Faßmann. Derzeit werden die Aufgaben der Zentralmatura von mehreren Lehrern des jeweiligen Fachs bzw. der jeweiligen Schulart erstellt.

Zentralmatura „ein Fortschritt“

Anschließend werden sie an mehreren Schulen etwa auf ihre Lösungshäufigkeit getestet und von Fachdidaktikern analysiert. Die Matheaufgaben werden zudem von der Österreichischen Mathematischen Gesellschaft auf ihre mathematische Korrektheit überprüft.

An der Zentralmatura selbst will Faßmann jedenfalls festhalten. Diese sei „ein Fortschritt“. Als Sofortmaßnahme für die Schüler mit Nicht genügend will das Ministerium nun Schulleitungen und Prüfer gezielt auf die Übungsmöglichkeiten für die Kompensationsprüfungen am 5. und 6. Juni aufmerksam machen. Die - ebenfalls zentral vorgegebenen - Beispiele für die Kompensationsprüfungen werden aber nicht mehr verändert.

Hohe Durchfallsraten

Nach einem vom Bildungsministerium veröffentlichten ersten Zwischenstand sind sowohl an den AHS als auch an den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) jeweils rund 18 Prozent der angetretenen Schülerinnen und Schüler durchgefallen.

Eingelangt sind allerdings erst die Ergebnisse von rund zehn Prozent der AHS und von rund 15 Prozent der BHS. Vergleicht man die Ergebnisse dieser Schulen mit den jeweiligen Resultaten der Vorjahre, liegen die Fünfer an den AHS damit zwischen jenen der Jahre 2016 (21 Prozent) und 2017 (elf Prozent). An den HTLs blieben die Resultate konstant.

Mehr Antritte als Grund?

An den jeweiligen BHS sind dagegen mehr als doppelt so viele wie 2016 (acht Prozent) bzw. 2017 (sieben Prozent) durchgefallen. Besonders schlecht waren die Resultate an den Handelsakademien und den humanberuflichen Schulen. Der Sektionschef für das berufsbildende Schulwesen im Bildungsministerium, Christian Dorninger, sieht die Antrittsraten an diesen Schulen als möglichen Grund. Dort muss nicht in Mathe maturiert werden - heuer hätten sich aber um sieben Prozent mehr Schüler und Schülerinnen als im Vorjahr angemeldet. Ansonsten hat er vorerst keine Erklärungen.

Auch heuer seien wieder alle Teilaufgaben feldgetestet worden. Bestimmte Fähigkeiten müsse man aber voraussetzen: „Ich muss Maturanten zutrauen können, dass Fragen richtig gelesen werden.“ Offenbar spiele bei den Ergebnissen aber die Schulkultur bzw. konkret die Art der Vorbereitung eine große Rolle.

Zu textlastig?

Bundesschulsprecher Harald Zierfuß monierte, dass es bei der Matura diesmal offenbar „einige Überraschungen“ gegeben habe. „Es wurden Themengebiete abgeprüft, die an manchen Schulen nur am Rande vorkamen und die ein mathematisches Grundverständnis voraussetzten.“ Schüler, die aufgeregt seien und sich ein solches erst erarbeiten mussten, seien deshalb vor Problemen gestanden. Außerdem solle man die „Textlastigkeit der Beispiele überdenken“: „Es soll ja keine zweite Deutschmatura werden.“ Auch die Art der Beispiele sollte bereits im Vorhinein feststehen.

Programm fertig: SPÖ will „neue Antworten“ geben

Die SPÖ will die Zeit in der Opposition nutzen, um sich inhaltlich und organisatorisch zu erneuern. Der Entwurf für ein neues Programm ist bereits fertig und wurde gestern präsentiert. Für die aktuellen Herausforderungen brauche es „neue Antworten“, heißt es darin.

Mit Schlagworten wie „soziale Gerechtigkeit“ erfindet die Partei das Rad nicht neu, will sich aber verstärkt auf die „politischen Fundamente“ der SPÖ besinnen, wie Parteichef Christian Kern meinte. Zudem verpasst sich die Partei eine deutlich grünere Note. „Integration vor Zuwanderung“ lautet das Motto beim heiklen Thema Migration. Diesem Punkt will man sich noch genauer widmen.

Mehr dazu in Keine großen Überraschungen

Ausland

Südkorea begrüßt Aussicht auf Treffen Trump - Kim

Südkorea hat die neue Ankündigung von US-Präsident Donald Trump begrüßt, wonach das Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un doch wie geplant stattfinden könnte. „Wir sind glücklich, dass die Glut der Gespräche zwischen Nordkorea und den USA neu entfacht wird“, teilte ein Sprecher des südkoreanischen Präsidialamtes am Samstag in Seoul mit. „Wir beobachten die Entwicklungen sorgfältig.“

Absage der Absage

Am Donnerstag hatte Trump das für den 12. Juni in Singapur geplante Gipfeltreffen mit Kim wegen der „offenen Feindseligkeit“ Pjöngjangs abgesagt. Weniger als 24 Stunden nach seiner Absage stellte er gestern aber eine Begegnung mit Kim am ursprünglich geplanten Termin am 12. Juni erneut in Aussicht. Nordkorea zeige sich in gegenwärtigen Gesprächen „sehr“ interessiert an dem Treffen. „Es könnte sogar der 12. Juni sein“, fügte er hinzu. „Sie würden es sehr gerne tun. Wir würden es gerne tun. Wir werden sehen, was passiert.“

Mehr dazu in „Jeder spielt Spiele“

Neuer Vorschlag soll EU-Asylstreit lösen

Zur Beilegung des Streits über die geplante Reform der europäischen Asylpolitik setzt die bulgarische EU-Ratspräsidentschaft auf einen neuen Kompromissvorschlag. Nach Angaben der bulgarischen Europaministerin Liljana Pawlowa sieht er vor, Flüchtlinge nur dann automatisch in der EU umzuverteilen, wenn es wie 2015 zu einem sehr starken Zustrom kommt.

Bei einem weniger starken Zustrom würde ein System aktiviert werden, das den betroffenen Ländern an den EU-Außengrenzen eine intensive Unterstützung garantiert. Gleichzeitig könnten Länder sich freiwillig bereiterklären, Flüchtlinge aufzunehmen und dafür auch Geld aus EU-Töpfen bekommen.

„Einigung im Juni wichtig“

„Länder wie Italien und Griechenland haben immer noch das Gefühl, im Stich gelassen zu werden“, sagte Pawlowa in einem Interview mit der dpa. Deswegen sei es so bedeutsam, beim EU-Gipfel Ende Juni zu einer Einigung zu kommen. Bis dahin solle es über den Vorschlag Gespräche auf den unteren politischen Ebenen geben. Wichtig sei, dass die Umverteilung nur ein einzelner Punkt der Vorschläge sei, ergänzte Pawlowa. Schwerpunkt seien Punkte wie ein guter Grenzschutz und die schnelle Rückführung von Menschen, die nach EU-Regeln nicht schutzbedürftig sind.

Wegen des Streits über eine mögliche Quotenregelung zur Umverteilung von Flüchtlingen in der EU kommt die geplante Reform der EU-Asylpolitik seit 2016 nicht voran. In der Auseinandersetzung geht es vor allem um die Frage, wie vom Flüchtlingszustrom besonders stark betroffene Staaten entlastet werden können.

15 Menschen bei Fluchtversuch in Libyen getötet

Bei einem Fluchtversuch aus der Gefangenschaft von Menschenhändlern in Libyen sind einer Hilfsorganisation zufolge bereits am Mittwoch mindestens 15 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Sie seien von den Geiselnehmern angeschossen worden, als diese sie wieder einfangen wollten, berichtete die NGO Ärzte ohne Grenzen (MSF) gestern Abend.

Bis zu drei Jahre in Geheimgefängnissen

Mehr als 100 Menschen seien zuvor aus einem Geheimgefängnis der Menschenhändler nahe der Stadt Bani Walid im Nordwesten des Landes ausgebrochen. 25 Verletzte würden in einem Krankenhaus betreut. Die Überlebenden, vor allem Teenager, stammten den Angaben zufolge hauptsächlich aus Eritrea, Äthiopien und Somalia. Sie strebten Asyl in Europa an. Einige von ihnen berichteten laut Ärzte ohne Grenzen, sie seien bis zu drei Jahren gefangen gehalten worden.

Dabei seien sie in der Gegend um Bani Walid und der nahen Stadt Nesma mehrfach verkauft worden. Viele von ihnen hatten sichtbare Narben, Brandflecken und infizierte Wunden. Bis zu 40 Menschen, vor allem Frauen, seien in dem Gefängnis zurückgelassen worden.

In zwei Tagen knapp 1.500 Flüchtlinge gerettet

Europäische Grenzschützer und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) retteten unterdessen bei einem gemeinsamen Einsätzen am Donnerstag und gestern knapp 1.500 Flüchtlinge auf dem zentralen Mittelmeer. Nach Angaben von Italiens Küstenwache von gestern waren an den Einsätzen die italienische Marine, Schiffe von NGOs sowie der EU-Grenz- und Küstenschutzbehörde Frontex beteiligt. Die italienische Küstenwache koordinierte den Einsatz. Allein gestern wurden bei sieben Einsätzen 1.050 Flüchtlinge gerettet.

89 Rechtsextremisten seit 2011 bei der Bundeswehr

Die deutsche Bundeswehr hat einem Bericht zufolge seit dem Jahr 2011 in ihren Reihen 89 Rechtsextremisten und 24 Islamisten überführt. In drei Fällen laufen noch Verfahren, alle anderen Verdächtigen wurden vorzeitig entlassen oder schieden aus dem Dienst aus, wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe von heute unter Berufung auf das Bundesverteidigungsministerium schreiben.

Mit der Aussetzung der Wehrpflicht 2011 sei sowohl die Zahl der Verdachtsfälle als auch die der erkannten Rechtsextremisten in der Bundeswehr „deutlich zurückgegangen“, erklärte der Vizepräsident des Militärischen Abschirmdienstes (MAD), Flottillenadmiral Michael Kulla, den Funke-Zeitungen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums halbierte sich die Zahl der Verdachtsfälle mit rechtsextremem Hintergrund von ursprünglich 600 im Jahr auf durchschnittlich 300.

Sicherheitsüberprüfung seit einem Jahr

Der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels (SPD) sagte den Funke-Zeitungen, „die Bundeswehr will keine Nazis in ihren Reihen. Wenn man sie von vornherein rausfischen kann, umso besser.“ Die Bundeswehr schaue genauer hin als viele andere staatliche Organisationen.

Seit Juli 2017 führt der MAD dem Zeitungsbericht zufolge erstmals bei allen Bewerbern der Bundeswehr vor Einstellungen eine Sicherheitsüberprüfung durch, laut Ministerium in mehr als 15.000 Fällen. Im Ergebnis sei mehreren Personen aufgrund eines extremistischen Hintergrundes der Eintritt in die Bundeswehr - und damit auch der Zugang zur Ausbildung an Kriegswaffen - verwehrt worden.

300 Verdachtsfälle von Islamismus

Insgesamt gab es dem Bericht zufolge seit 2011 rund 300 Verdachtsfälle von Islamismus bei der Bundeswehr, von denen sich 200 nicht bestätigt hätten. In 76 Fällen verließen die Verdächtigen die Truppe, bevor der Verdacht zweifelsfrei geklärt werden konnte. Als Linksextremisten wurden von 2008 bis 2018 nur 15 Bundeswehrangehörige bewertet, seit 2011 sogar nur in einem einzigen Fall.

Madagaskar: Oberstes Gericht ordnet Einheitsregierung an

Der Oberste Gerichtshof von Madagaskar hat zur Lösung der anhaltenden politischen Krise in dem Land die Bildung einer Einheitsregierung angeordnet. Zudem verlangte das Verfassungsgericht in einem Beschluss gestern eine Vorziehung der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen auf die Trockenzeit zwischen Mai und September. Bisher waren die Wahlen für November und Dezember geplant.

„Konsensregierungschef“ innerhalb einer Woche

Präsident Hery Rajaonarimampianina müsse die bestehende Regierung entlassen und innerhalb einer Woche einen „Konsensregierungschef“ ernennen, erklärten die Richter. Dabei müssten die Ergebnisse der vergangenen Parlamentswahlen vom Jahr 2013 berücksichtigt werden. Zugleich räumte das Gericht Regierung und Opposition eine Frist von zehn Tagen ein, um doch noch zu einer „politischen Einigung“ zu gelangen. Andernfalls würden die gerichtlichen Anordnungen greifen.

Ursprünglich waren die Richter wegen eines Antrags zur Absetzung von Präsident Rajaonarimampianina angerufen worden. Gestern nahmen sie dazu jedoch nicht Stellung. Bereits Anfang des Monats hatte das Verfassungsgericht Teile eines umstrittenen neuen Wahlgesetzes gekippt. Hunderte Oppositionsanhänger hatten gegen das Wahlgesetz demonstriert und einen zentralen Platz im Zentrum der Hauptstadt Antananarivo besetzt gehalten.

Der Inselstaat im Indischen Ozean an der Ostküste Afrikas zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Armut und die Zerstörung der berühmten Tier- und Pflanzenwelt der Insel zählen zu den drängendsten Problemen.

Oettinger warnt Italien vor Euro-Krise

EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger hat die künftige italienische Regierung davor gewarnt, eine neue Euro-Krise auszulösen. „Der Rettungsmechanismus ESM könnte eine so große Volkswirtschaft wie Italien kaum stabilisieren. Daher hoffe ich sehr, dass die Regierungsparteien eine große Lernkurve machen“, sagte Oettinger den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag-Ausgaben).

Hintergrund ist die Sorge vor Mehrausgaben der neuen Regierung aus den populistischen Parteien Lega und Fünf Sterne - trotz der hohen Verschuldung des Landes. Schon die Pläne der Koalition für Steuersenkungen, ein Mindesteinkommen und andere teure Vorhaben sowie die antieuropäische Rhetorik hatten die EU und die Finanzmärkte beunruhigt.

„‚Italexit‘ überhaupt nicht wahrscheinlich“

„Ich rate dazu, nicht allein auf die Koalitionstexte der beiden italienischen Regierungsparteien zu schauen“, sagte Oettinger. „Entscheidend ist, wie Fünf Sterne und Lega tatsächlich regieren.“

Die Regeln innerhalb der Währungsunion seien glasklar, sagte Oettinger. „Die Kriterien der Neuverschuldung und der Gesamtverschuldung sind einzuhalten. Geschieht dies nicht, werden wir ernsthafte Gespräche führen.“ Auf die Frage, ob es zu einem Austritt Italiens aus der Euro-Zone kommen könne, sagte der EU-Kommissar: „Ein ‚Italexit‘ ist überhaupt nicht wahrscheinlich.“

Auftragsmörder „Popeye“ in Kolumbien festgenommen

Zwei Tage vor der Präsidentschaftswahl in Kolumbien hat die Polizei einen der wichtigsten Auftragsmörder des früheren Drogenbarons Pablo Escobar festgenommen. Jhon Jairo Velasquez alias „Popeye“ sei gestern in Medellin wegen mutmaßlicher Erpressung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung festgenommen worden, teilte die Polizei mit.

Der 56-Jährige saß 23 Jahre seines Lebens im Gefängnis und kam 2014 frei. Wegen Drohungen gegen den linken Präsidentschaftskandidaten Gustavo Petro und dessen Anhänger auf seinem Twitter-Account wurde Velasquez bereits überwacht. Festgenommen worden sei er aber wegen „Erpressung“, verlautete aus dem Büro der Staatsanwaltschaft, das auf den Kampf gegen das organisierte Verbrechen spezialisiert ist.

„Hackerangriff auf Twitter-Account“

Nach seiner Haftentlassung wurde Velasquez zu einem aktiven Nutzer Sozialer Netzwerke wie Twitter. Der linksgerichtete Senator Ivan Cepeda informierte kürzlich die Polizei über Drohungen gegen Petro und dessen Unterstützer. „Wir haben eine formelle Beschwerde in diesem Fall erhalten“, sagte Chefankläger Nestor Humberto Martinez. „Verdammte Petristen. Ich hasse sie. Wenn ich mich nicht äußern kann, wird mein Gewehr für mich sprechen“, soll Velasquez auf Twitter geschrieben haben. Dieser erklärte, sein Twitter-Account sei von Hackern angegriffen worden.

Escobars Kartell von Medellin war in den 1980er und 1990er Jahren eines der mächtigsten Drogenkartelle Kolumbiens. Es kontrollierte die gesamte Drogenschmuggelkette vom Kokaanbau bis zum Verkauf der Drogen auf den Straßen von New York. Am 2. Dezember 1993 wurde er in seiner Heimatstadt Medellin von einem Elitekommando der kolumbianischen Polizei erschossen.

Sicherheitschef des Medellin-Kartells

„Popeye“ war der Sicherheitschef von Escobars Medellin-Kartell. Nach eigenen Angaben hat er zwischen 250 und 300 Menschen getötet. Wegen seiner Taten saß er über 20 Jahre in Haft. Heute versteht er sich als politischer Aktivist und wettert immer wieder gegen linke Politiker.

Eine kolumbianische Nichtregierungsorganisation macht Escobar für etwa 50.000 Todesopfer verantwortlich. Zudem habe er die Ermordung von 3.000 weiteren Menschen befohlen, sagte Velasquez in Zeitungsinterviews.

Wirtschaft

Moody’s bestätigt Österreich-Rating mit „Aa1“

Die Ratingagentur Moody’s hat in ihrer jährlichen Kreditanalyse auch heuer das Rating für die Republik Österreich mit „Aa1“ mit stabilem Ausblick bekräftigt. Als Begründung verweist die Agentur auf die sehr hohe Wirtschaftskraft Österreichs, eine hohe finanzpolitische sowie eine sehr hohe institutionelle Stärke.

Stabiler Ausblick

Der stabile Ausblick für das „Aa1“-Rating spiegelt laut Moody’s die Einschätzung wider, dass die Risiken für Österreichs Kreditprofil ausbalanciert sind, erklärte die Ratingagentur gestern. Positive Trends im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen und fiskalischen Stärke würden jedoch durch ein niedrigeres Trendwachstum und ein im Vergleich zum „Aaa“-Median höheres Schuldenniveau ausgleichen.

Österreichs Wirtschaft sei gesund und hoch kompetitiv, so Moody’s. Mit einem Pro-Kopf-BIP von 49.869 US-Dollar im Jahr 2017 habe Österreich zum wohlhabendsten Zehntel der Länder gezählt. Zudem sei die Wirtschaft gut diversifiziert und profitiere von einer beträchtlichen industriellen Basis mit hoher Wertschöpfung.

Trendwachstum im Vergleich schwächer

Andererseits sei das Trendwachstum in Österreich schwächer als das Medianwachstum von Ländern mit „Aaa“-gerateten Staatsbonds - und als offene Wirtschaft sei das Land externen Schocks ausgesetzt. Moody’s erkenne die BIP-Wachstumsbeschleunigung auf 3,0 Prozent im Vorjahr an, rechne aber, dass sich das Wachstum 2021/22 auf 1,7 Prozent abschwächt. „Das ist unsere Schätzung für Österreichs Potenzialwachstum“, heißt es.

Eingeschränkt seien die mittelfristigen Wachstumsaussichten Österreichs durch strukturelle Hindernisse, etwa eine hohe Abgabenbelastung der Arbeit, eine relativ niedrige Erwerbsbeteiligung und die Alterung der Bevölkerung. Die von der ÖVP-FPÖ-Regierung angekündigte Steuerreform samt Neuerungen zur Einkommensteuer berge ein gewisses Aufwärtsrisiko für die mittelfristige Prognose.

Moody’s würdigt die - insbesondere durch die Heta-Aufarbeitung mögliche - Absenkung der Verschuldung Österreichs auf 78,4 Prozent des BIP Ende 2017, nach einem Spitzenwert von 84,6 Prozent Ende 2015. Die Agentur rechnet, dass sich der Schuldenstand Österreichs bis 2022 auf rund 63 Prozent verringern wird.

Sport

Darts: Suljovic triumphiert bei German Masters

Mensur Suljovic hat in der Nacht auf heute bei den zur Darts-World-Series zählenden German Masters in Gelsenkirchen das Finale gewonnen und damit seinen ersten Turniersieg 2018 gefeiert.

Auf seinem Weg zum Triumph schaltete der 46-jährige Wiener Weltmeister Rob Cross, Titelverteidiger Peter Wright und im erst um 0.35 Uhr beginnenden Endspiel Überraschungsmann Dimitri Van den Bergh aus.

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Leichtathletik: Götzis versammelt wieder die Weltklasse

Götzis ist heute und morgen erneut Treffpunkt der internationalen Mehrkampf-Elite. Als Favoriten gehen die belgische Olympiasiegerin Nafissatou Thiam und der Olympiadritte Damian Warner aus Kanada in die Bewerbe. Thiam wird sogar eine Verbesserung des Europarekordes zugetraut.

Aus heimischer Sicht hofft in Abwesenheit von Ivona Dadic und Dominik Distelberger ein Siebenkämpferinnen-Trio auf ein gutes Ergebnis.

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Tennis: Thiem greift nach zehntem Titel

Dominic Thiem greift nach seinem zehnten Einzeltitel auf der ATP-Tour. Der 24-jährige Niederösterreicher zog gestern in zwei Etappen ins Endspiel des Sandplatzturniers von Lyon ein: Zuerst beendete Thiem sein am Vortag abgebrochenes Viertelfinale gegen den Spanier Guillermo Garcia-Lopez erfolgreich, danach setzte sich Österreichs Nummer eins im Semifinale gegen Dusan Lajovic aus Serbien durch. Beide Male hatte Thiem bei der French-Open-Generalprobe aber mehr Mühe, als ihm lieb war.

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Hinweis

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Die nun in Kraft tretende EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wird auch eine Verbesserung in ORF.at mit sich bringen. Das betrifft die Nutzung von Inhalten aus Sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook, Instagram und YouTube in ORF.at-Berichten.

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Social-Media-Hinweis auf ORF.at

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Rund um das Inkrafttreten der DSVGO gibt es im ORF.at-Netzwerk zahlreiche weitere Verbesserungen, etwa umfangreichere und besser auffindbare Informationen zum Datenschutz.

Chronik

Mädchen starb durch Zyklon im Oman

Im Sultanat Oman ist ein Kind durch den Tropensturm „Mekunu“ ums Leben gekommen. Ein zwölfjähriges Mädchen wurde gestern von einer Sturmböe erfasst und gegen eine Wand geschleudert, wie die königliche Polizei des Landes auf Twitter mitteilte. Das Unglück habe sich im Süden des Landes in der Stadt Salalah in der Küstenprovinz Dhofar ereignet.

Zuvor hatte der Zyklon das Land mit sintflutartigen Regenfällen und starken Böen erreicht. Als Zyklone werden tropische Wirbelstürme im Indischen Ozean und im südlichen Pazifik bezeichnet. Es wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 Stundenkilometern erwartet. Die Behörde für zivile Sicherheit teilte mit, es seien 19 durch Wassermassen eingeschlossene Menschen befreit worden. Der zweitgrößte Flughafen des Landes bleibe auch heute geschlossen.

Schulen geschlossen, Flughafen gesperrt

Der inzwischen in die Kategorie zwei hochgestufte „Mekunu“ ist der erste Tropensturm der diesjährigen Saison im Indischen Ozean. Die Behörden erklärten, sie hätten Schulen und Regierungsgebäude evakuiert, vor allem im 200.000 Einwohner zählenden Salalah, der Hauptstadt der Provinz Dhofar. Die Schulen in Oman sollten wegen des Sturms bis Montag geschlossen bleiben. Der Flughafen von Salalah strich für 24 Stunden sämtliche Flüge. Die Behörden riefen die Menschen auf, zu Hause zu bleiben.

Auf der zum Jemen gehörende Insel Sokotra hatte „Mekunu“ zuvor große Schäden angerichtet. Mindestens 17 Menschen gelten nach Angaben der Behörden als vermisst. Landesweit kam es zu Überschwemmungen. Die Regionalregierung von Sokotra, ein Biosphärenreservat des UNESCO-Welterbes, rief den Naturkatastrophenzustand aus.

Genua: Eltern von kleinem Benito Mussolini vor Gericht

Ärger für die Eltern des kleinen Benito Mussolini aus Italien: Ein Gericht in Genua hat sie einem Medienbericht zufolge vorgeladen, um mit ihnen über einen Wechsel des Vornamens ihres 14 Monate alten Sohnes zu sprechen. Einer in Italien üblichen Tradition folgend hatte das Paar sein Kind nach einem Großvater benannt.

Weil die Familie Mussolini heißt, ist der Name des kleinen Buben aber identisch mit dem des faschistischen Diktators, der Italien bis 1943 regierte. Das rief das Gericht auf den Plan, wie die Zeitung „Gazzetta di Parma“ berichtete. Die Richter sorgen sich um das Wohlergehen des Kindes.

Weinstein bleibt auf freiem Fuß

Der frühere Hollywood-Produzent Harvey Weinstein ist erstmals wegen sexueller Übergriffe angeklagt worden. Dem 66-Jährigen werden Vergewaltigung und erzwungener Oralsex vorgeworfen, teilte die Bezirksstaatsanwaltschaft von Manhattan gestern mit.

Die Taten in den Jahren 2004 und 2013 richteten sich gegen zwei verschiedene Frauen. Weinsteins Anwalt kündigte an, sein Mandant werde auf nicht schuldig plädieren. Gegen eine Kaution von einer Million Dollar bleibt dieser jedenfalls vorerst auf freiem Fuß.

Mehr dazu in „Wir haben dich, Harvey Weinstein“

Medien

ORF: Channelmanager und Chefredakteure bestellt

Die beiden Hauptsender des ORF-TV haben jetzt offiziell neue Channelmanager und Chefredakteure. Lisa Totzauer ist Senderchefin von ORF eins, Alexander Hofer leitet ORF2. Wolfgang Geier wird Chefredakteur von ORF eins, Matthias Schrom von ORF2. Überraschung sind diese Namen keine, sie galten als fix. Gestern am späten Nachmittag verkündete nun ORF-General Alexander Wrabetz ihre Bestellung.

Die Organisationsanweisung für die neue Struktur der Fernsehinformation steht bereits seit Mai, die Channelmanager und Chefredakteure unterstehen direkt dem Generaldirektor. Auf die Namen für die neuen Positionen hieß es aber bis jetzt warten. Dabei waren sie schon monatelang ventiliert worden - auch, weil die Gerüchtebörse zu wissen vermeinte, dass es sich um ein politisch (also mit den Regierungsparteien ÖVP und FPÖ) akkordiertes Paket handle.

Fest im ORF verankert

Alle vier blicken auf eine lange berufliche Vergangenheit im ORF zurück. Totzauer (47) war bisher Informationschefin von ORF eins, Hofer (46) zeichnete unter anderem für die Redaktionsleitung der Gesellschaftsmagazine („Seitenblicke“) verantwortlich und war bis Sommer 2017 Sendungsverantwortlicher von „Guten Morgen Österreich“. Geier (52) und Schrom (44) sind lang gediente Redakteure in der TV-Information.

Bei der Abstimmung der Redakteure hatten sich diese allerdings nur im Fall Totzauers den Plänen des ORF-Generaldirektors angeschlossen. Hofer hatte sich Chefentwickler Stefan Ströbitzer geschlagen geben müssen, Geier dem bisherigen Stellvertreter Totzauers Thomas Faustmann und Schrom dem nun scheidenden Chefredakteur Fritz Dittlbacher. Bindend war dieses Votum der Belegschaft für Wrabetz freilich nicht.

Wrabetz: „Hervorragend qualifiziert“

Wrabetz begründete die Entscheidung mit den fachlichen Qualitäten der Bestellten. Alle vier seien „langjährige und bewährte ORF-Profis“. Sie seien „hervorragend qualifiziert, die programmlichen Herausforderungen der kommenden Jahre selbstbewusst anzunehmen und die Relevanz österreichischer Inhalte nachhaltig sicherzustellen“.

Wrabetz verteidigte in einer Aussendung auch die neu geschaffene Struktur des ORF: „Mit der Einführung der Channel-Struktur, wie sie unsere Radioangebote Ö1 und Ö3 sowie die TV-Spartensender ORF III und ORF SPORT + seit Jahren erfolgreich praktizieren, schafft der ORF in den beiden Hauptsendern ORF eins und ORF2 nun die Voraussetzungen, unserem Publikum das vielfältige öffentlich-rechtliche Angebot aus Information, Kultur, Sport und österreichischer Unterhaltung noch zielorientierter und umfassender präsentieren zu können.“

Neue Ideen angekündigt

Totzauer zeigte „großen Respekt“ vor ihrer neuen Aufgabe. Auch Hofer will „mit großem Respekt und viel Engagement“ seinen neuen Job angehen. Als Ziel formulierte er, ORF2 als Lieblingssender des Publikums weiterzuentwickeln und erfolgreich zu halten. Gleichzeitig will er das Stammpublikum auch mit neuen Ideen überraschen.

Geier bezeichnete es als „besonderes Privileg“, im „jungen, innovativen und unglaublich engagierten Team“ von ORF eins Chefredakteur zu sein. Er kündigte an, dass die kommenden Wochen und Monate nicht nur für ihn, sondern auch für das Publikum spannend werden. Schrom will mit seinem Team „weiterhin eine unabhängige, ausgewogene und objektive Berichterstattung sicherstellen“. Eine seiner Hauptaufgaben sieht er darin, „die Informationssendungen von ORF2 weiterzuentwickeln und diese für die Herausforderungen, die uns vor allem durch den digitalen Wandel in unserer Gesellschaft vermehrt begegnen, zu rüsten.“

Leute

Königshaus präsentierte Meghans Wappen

Meghan Markle, die frisch angetraute Frau von Prinz Harry, hat ihr neues offizielles Wappen erhalten. Knapp eine Woche nach der Heirat des Paares veröffentlichte das britische Königshaus das für die neue Herzogin von Sussex entworfene Emblem, das unter anderem mehrere Bezüge zu Meghans Herkunft aus dem US-Bundesstaat Kalifornien aufweisen soll.

So wird ein in das Wappen integriertes Schild nach Angaben des Palastes von goldenen Strahlen verziert, die „symbolisch für den Sonnenschein im Heimatstaat der Herzogin“ stehen. Der blaue Hintergrund der Krone stehe „für den Pazifik vor der kalifornischen Küste“ und der auf dem Rasen unter dem Schild abgebildete Kalifornische Mohn sei dessen Symbolpflanze.

Symbole für Kommunikation

Daneben arbeiteten die königlichen Wappengestalter zahlreiche Hinweise auf Offenheit und kommunikative Fähigkeiten ein. Auf dem Schild fänden sich drei Federn, die für „die Macht des Wortes“ stehen. Auch eines der Wappentiere - ein Singvogel mit geöffnetem Schnabel - sei ein Symbol für die große Kraft der Kommunikation.

Prinz Harry und die US-Schauspielerin Meghan Markle hatten am Samstag auf Schloss Windsor geheiratet. Die Trauung sorgte weltweit für Begeisterung. Der Gottesdienst vereinte anglikanische Tradition und afroamerikanische Elemente und würdigte damit die Braut, die eine afroamerikanische Mutter hat. Mit der Hochzeit bekam das Paar die Titel Herzog und Herzogin von Sussex.

Gesundheit

Kultur

Festwochen: „2001“ trifft auf Roboterhund Aibo

Ein Roboterhund im Gespräch mit „2001: Odyssee im Weltraum“-Computer HAL 9000: In „Deep Present“ unterhalten sich vier künstliche Intelligenzen (KI) auf der Bühne und befassen sich mit den fundamentalen Fragen menschlichen Lebens. Während die Kernbotschaft der südkoreanischen Künstlerin Jisun Kim am Premierenabend im Wiener Museumsquartier schnell klar war, bleiben die KIs viele Antworten schuldig.

Mehr dazu in news.ORF.at/festwochen18

Panorama