Ausland

Netanjahu fordert von Europäern Anerkennung Jerusalems

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat die EU-Staaten aufgefordert, dem US-Beispiel zu folgen und Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. „Grundlage für Frieden ist, die Realität anzuerkennen“, sagte Netanjahu heute zum Auftakt eines Treffens mit den EU-Außenministern in Brüssel. „Jerusalem ist die Hauptstadt Israels, und niemand kann das verneinen.“

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini machte hingegen deutlich, dass eine einseitige Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt für die Europäische Union nicht infrage komme.

Eine Lösung des Konflikts könne nur durch direkte Verhandlungen erreicht werden, sagte sie. Ziel müsse aus Sicht der EU eine Zweistaatenlösung sein, bei der Jerusalem Hauptstadt beider Seiten sein kann.

Mogherini: Gewalteskalation wäre am schlimmsten

Mit Blick auf die europäischen Forderungen nach einer Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit den Palästinensern verwies Netanjahu auf die US-Vorbereitungen für einen neuen Vorschlag. „Wir sollten uns anschauen, was präsentiert wird und ob wir das voranbringen können“, sagte er.

Mogherini rief zu Gesprächen und einem Verzicht auf Gewalt auf. „Das Schlimmste, das jetzt passieren kann, ist eine Eskalation der Spannungen, der Gewalt“, nicht nur um die heiligen Stätten in Nahost, sondern auch „in der Region und darüber hinaus“, sagte Mogherini. „Erhöhte Spannungen und Gewalt können die Region in Flammen setzen und wären ein Geschenk an Extremisten.“

Prozess gegen Angreifer auf Istanbuler Club beginnt

Knapp ein Jahr nach dem Terrorangriff auf den Istanbuler Club Reina in der Silvesternacht beginnt heute in der Türkei der Prozess gegen den mutmaßlichen Attentäter. Der Usbeke Abdulkadir Mascharipow muss sich vor dem Gericht beim Gefängnis in Silivri nahe Istanbul unter anderem wegen 39-fachen Mordes und des Versuchs, die verfassungsmäßige Ordnung zu stürzen, verantworten.

Mascharipow wird verdächtigt, kurz nach Mitternacht den Nachtclub gestürmt und 39 Menschen erschossen zu haben. Die meisten der Opfer waren Touristen, die dort das neue Jahr feierten.

Anschließend tauchte der Angreifer unter. Der Polizei gelang es erst nach zwei Wochen, den mutmaßlichen Täter in einer Wohnung am Rande von Istanbul zu fassen. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu der Tat. Es besteht der Verdacht, dass Mascharipow den Anschlag für Geld verübte.

Mazedonischer Ex-Premier legt Amt als Parteichef nieder

Der langjährige starke Mann der mazedonischen Politik, Ex-Premier Nikola Gruevski, zieht sich nun auch von der Spitze der nationalkonservativen VMRO-DPMNE zurück. Medienberichten zufolge soll am 22. und 23. Dezember ein neuer Parteichef gewählt werden. Gruevski war seit 2003 Parteichef, zwischen 2006 und 2016 war er Regierungschef.

Gruevski musste sein Amt damals wegen einer Korruptionsaffäre niederlegen. Bei der vorgezogen Parlamentswahl im Dezember 2016 konnte sich seine Partei zwar als stärkste Kraft behaupten, doch wurde sie von einer Allianz der Sozialdemokraten mit mehreren Albanerparteien in die Opposition gedrängt.

Offene Diskussion über Führungswechsel

Im Oktober erlitt die VMRO-DPMNE, deren Anhänger den Machtwechsel mit einem Sturm aufs Parlament aufhalten wollten, bei Kommunalwahlen eine schwere Niederlage. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wurde in der Partei offen über einen Führungswechsel diskutiert.

Als potenzielle Kandidaten auf die Nachfolge von Gruevski gelten die beiden früheren Außenminister Nikola Poposki und Antonio Milososki sowie der Generalsekretär der VMRO-DPMNE, Hristijan Mickovski.

Guterres fordert Ende des „dummen Krieges“ im Jemen

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hat in ungewöhnlich scharfen Worten erneut ein Ende des Krieges im Jemen gefordert. „Ich halte das für einen dummen Krieg“, sagte Guterres gestern dem Nachrichtensender CNN. Der Krieg sei „nicht im Interesse Saudi-Arabiens, der Emirate und der Menschen im Jemen“. Nötig sei eine politische Lösung.

Guterres zeigte sich hoffnungsvoll, dass die USA weiter Druck auf Saudi-Arabien ausüben könnten, die humanitäre Krise im Jemen zu mildern. US-Präsident Donald Trump hatte vergangene Woche erklärt, die USA hätten Saudi-Arabien aufgefordert, der jemenitischen Bevölkerung vollständig humanitäre Hilfe zukommen zu lassen. Guterres zufolge hat sich die Lage seither leicht entspannt.

Humanitäre Krise durch Blockade verschärft

Im Jemen kämpfen die vom Iran unterstützten schiitischen Huthi-Rebellen gegen die Truppen des nach Saudi-Arabien geflohenen sunnitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi. Riad führt eine Militärkoalition in dem Konflikt an. Die schwere humanitäre Krise im Jemen wurde zuletzt durch eine von Saudi-Arabien verhängte Blockade weiter verschärft.

Gestern wurden nach Angaben aus Sicherheitskreisen mindestens 26 Huthi-Kämpfer bei Luftangriffen getötet, für welche die Militärkoalition unter Führung Riads verantwortlich gemacht wird.

Maduro droht Opposition mit Ausschluss von Wahl 2018

Die wichtigsten Oppositionsparteien in Venezuela würden von der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr ausgeschlossen. Das bekräftigte der amtierende Staatschef Nicolas Maduro gestern. Zur Begründung nannte Maduro den Boykott der Bürgermeisterwahlen durch die Parteien gestern.

„Jede Partei, die heute nicht teilgenommen und zum Wahlboykott aufgerufen hat, kann nicht mehr (an der Präsidentenwahl 2018) teilnehmen“, sagte der Linkspolitiker auf einer Pressekonferenz. Er bezog sich dabei auf eine Regelung der verfassungsgebenden Versammlung, die fast nur aus Anhängern des Präsidenten und seiner Sozialisten besteht.

Machtkampf zwischen Linksnationalisten und Opposition

In dem lateinamerikanischen Land tobt seit Monaten ein erbitterter Machtkampf zwischen der linksnationalistischen Regierung Maduros und der Mitte-rechts-Opposition. Mindestens 125 Menschen wurden bei den Unruhen seit Anfang April getötet, nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurden mehr als 5.000 Menschen festgenommen.

Die Opposition erkennt die im Juli eingesetzte verfassungsgebende Versammlung, die sich über das von der Opposition dominierte Parlament gestellt hat, nicht an.

Sie macht den Staatschef für die wirtschaftliche Misere in dem ölreichen Land und für autoritäre Tendenzen verantwortlich. Die Bürgermeisterwahlen boykottiert hatten insbesondere die drei Parteien des Oppositionsbündnisses Tisch der demokratischen Einheit (MUD).

Jerusalem: Abbas trifft ägyptischen Staatschef Sisi

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ist zu dringenden Gesprächen über die Jerusalem-Krise nach Ägypten gereist. Abbas werde heute in Kairo mit dem ägyptischen Staatschef Abdel Fattah al-Sisi zusammentreffen, berichteten palästinensische Medien.

Die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt durch US-Präsident Donald Trump hat eine schwere Krise in den Beziehungen zwischen den USA und den Palästinensern ausgelöst. Abbas will den US-Vizepräsidenten Mike Pence bei dessen bevorstehendem Besuch im Westjordanland nicht treffen.

Eine Sprecherin von Pence teilte gestern mit, es sei „sehr bedauerlich, dass die Palästinensische Autonomiebehörde wieder auf eine Gelegenheit verzichten will, über die Zukunft der Region zu sprechen“. Die US-Regierung werde die Bemühungen um eine Friedenslösung zwischen Israel und den Palästinensern dennoch fortsetzen, hieß es in der Mitteilung von Alyssa Farah. „Unser Friedensteam arbeitet weiter hart an einem Plan.“

Putin bei Erdogan

Russlands Präsident Wladimir Putin wird heute zu Gesprächen über Syrien und Jerusalem in Ankara erwartet. Bei dem Treffen mit seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan wird es um die Bemühungen zur Beilegung des Syrien-Konflikts sowie die Entscheidung der USA zur Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels gehen. Auch die Gaspipeline „Turkstream“ unter dem Schwarzen Meer soll Thema sein. Später am Tag soll der russische Staatschef nach Ägypten fliegen.

Trump hatte am Mittwoch trotz aller Warnungen in einem Alleingang erklärt, dass die USA Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen und die Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen werden. Israel beansprucht ganz Jerusalem als seine unteilbare Hauptstadt. Dieser Anspruch wird international nicht anerkannt. Die Palästinenser wollen in Ostjerusalem die Hauptstadt eines unabhängigen Staates ausrufen.

Inland

Sport

Bundesliga: Salzburg büßt Tabellenführung ein

In der vorletzten Runde vor der Winterpause hat Red Bull Salzburg die Bundesliga-Tabellenführung eingebüßt. Der Serienmeister kam gestern zum Abschluss des 19. Spieltages beim WAC in Wolfsberg nicht über ein torloses Remis hinaus und liegt nun zwei Punkte hinter Sturm. Die Grazer hatten am Samstag einen 3:2-Heimsieg gegen Schlusslicht St. Pölten gefeiert und kehrten nach vier Runden an die Spitze zurück.

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Ski alpin: Hirscher triumphiert nach Aufholjagd

Mit einem Traumlauf bei schwierigen Bedingungen im Finale hat ÖSV-Superstar Marcel Hirscher gestern den Slalom in Val d’Isere noch klar für sich entschieden. Der Salzburger, nach dem ersten Lauf nur auf dem achten Platz, setzte sich letztlich noch sicher vor dem Norweger Henrik Kristoffersen und dem Schweden Andre Myhrer durch. Der Halbzeitzweite Michael Matt dagegen rutschte im Finale aus den Podesträngen.

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Chronik

Saudi-Arabien hebt Anfang 2018 Kinoverbot auf

Saudi-Arabien hat das seit Jahrzehnten geltende Verbot von Kinos aufgehoben. Kommerzielle Kinos sollten ab Anfang 2018 öffnen dürfen, teilte das Kultur- und Informationsministerium des erzkonservativen Landes heute in Riad mit. Lizenzen sollten ab sofort ausgestellt werden.

Saudi-Arabien ist vom Wahhabismus geprägt, einer besonders strengen und traditionellen Lesart des Islam. Kinos sind in dem Land seit mehr als 35 Jahren verboten.

Der neue Kronprinz Mohammed bin Salman kündigte nach seiner Ernennung im Juni einen Modernisierungskurs an. Ende September gab König Salman das Ende des Fahrverbots für Frauen bekannt.

Christbaum stürzte in Deutschland auf Ringelspiel

Auf einem Christkindlmarkt in Eschweiler in Nordrhein-Westfalen (Deutschland) ist ein rund 15 Meter hoher Tannenbaum auf ein Kinderkarussell gestürzt. Nach Angaben der Polizei verletzten sich bei dem Unglück fünf Erwachsene. Ein Mann im Alter von 49 Jahren musste stationär im Krankenhaus aufgenommen werden.

Den Angaben zufolge war der Stamm des Christbaumes gebrochen, woraufhin dieser auf das benachbarte Ringelspiel kippte. Bei den Verletzten handelte es sich um Eltern, die sich vor dem Fahrgeschäft aufhielten.

Größtes Feuer in Südkalifornien wächst wieder

Kalifornien kämpft weiter gegen die Flammen: Das Feuer mit dem Namen Thomas im Bezirk Ventura County hat sich Medienberichten zufolge gestern wieder ausgebreitet. Wie die „Los Angeles Times“ berichtete, wuchs das Feuer um 200 Quadratkilometer und ist damit der fünftgrößte Flächenbrand in der neueren Geschichte des US-Staates.

5.000 weitere Menschen wurden aufgefordert, die Gegend zu verlassen. Nur zehn Prozent des Feuers seien unter Kontrolle, schrieb die Zeitung unter Berufung auf Behördenangaben.

Brände in Südkalifornien

Reuters/Santa Barbara County Fire Department/Mike Eliason

Das Feuer nördlich von Los Angeles sei nur zu 15 Prozent eingedämmt, teilten die Behörden gestern mit. Es bedrohe inzwischen die nordwestlich von Los Angeles gelegene Universitätsstadt Santa Barbara und den nahe gelegenen Küstenort Carpinteria. Einige der Viertel dort erhielten bereits mitten in der Nacht Evakuierungsanordnungen.

Seit Dienstag breiten sich die Brände in Südkalifornien aus. Aus den Brandgebieten wurde bisher ein Todesopfer gemeldet. Eine 70-jährige Frau war auf der Flucht vor den Flammen mit ihrem Auto bei einem Unfall ums Leben gekommen. Mehrere Feuerwehrleute und Anrainer erlitten Verletzungen.

Dreifachjackpot bei Lotto „6 aus 45“

Bei der aktuellen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ hat erneut kein Spielteilnehmer die richtigen sechs Zahlen getippt. Im Topf für die nächste Runde liegen daher rund 2,9 Mio. Euro.

Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

7 11 21 22 25 37/Zusatzzahl 3

Die Gewinnzahlen bei LottoPlus lauten:

2 20 24 26 29 39

Auch beim Joker hatte keine Spielteilnehmerin die richtigen Zahlen auf dem Spielschein, im Topf bleiben rund 435.000 Euro.

Der richtige Joker lautet:

1 5 5 5 7 1

Alle Angaben ohne Gewähr

Betrunkener Fußgänger auf A1 von Auto erfasst

In der Nacht auf heute ist ein 53-jähriger Mann zu Fuß auf der Abfahrt der Westautobahn (A1) unterwegs gewesen. Dabei wurde er von einer Autofahrerin gestreift und schwer verletzt. Ein Alkoholtest bei dem Mann ergab fast zwei Promille.

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Betrunkener Autolenker verursachte Serienunfall

In Scheifling (Steiermark) verursachte ein 48 Jahre alter Autolenker einen Verkehrsunfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen und Verletzten. Ein Alkoholtest bei dem Steirer verlief laut Polizei positiv.

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Föhn bringt Sturm und Wärme nach Österreich

Die Woche beginnt in Teilen Österreichs stürmisch, aber mit recht hohen Temperaturen. Am Alpenostrand soll der Wind heute lebhaft bis stark werden, entlang der Nordseite stürmisch. In Föhngebieten muss man sich auf schweren Sturm einstellen. An der Alpensüdseite sind große Regenmengen zu erwarten, die Temperaturen erreichen sechs bis 14 Grad.

In Innsbruck gab es bereits gestern zahlreiche Feuerwehreinsätze. Das Land Tirol warnt vor dem Aufenthalt in Wäldern und im Hochgebirge.

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Der Lawinenwarndienst in Vorarlberg rät heute von Touren und Variantenabfahrten ab.

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Wirtschaft

Monsanto: Prämie für US-Bauern für Einsatz von Herbizid

Monsanto bietet US-Bauern eine Prämie für den Einsatz des umstrittenen Unkrautvernichters Dicamba. Wer die gentechnisch veränderte Sojabohnenart XtendiMax mit dem Dicamba-Herbizid VaporGrip einsetzt, erhält vom US-Agrarriesen mehr als die Hälfte des Kaufpreises zurück - sechs Dollar je Acre (etwa 1.260 Euro je Quadratkilometer) bei einem Preis von etwa elf Dollar (9,4 Euro) je Acre.

Die US-Umweltschutzbehörde EPA schreibt nach einer Reihe von Problemen mit Dicamba inzwischen eine Sonderausbildung für Landwirte vor, die das Mittel einsetzen. Zudem müssen sie genau Buch führen. „Wegen dieser Änderungen werden die Kosten für den Einsatz der Technologie steigen“, sagte der Pflanzenschutzexperte Andrew Thostenson von der North Dakota University.

Farmer: Dicamba für Pflanzenkrise verantwortlich

Farmer in den USA machen Dicamba für eine Pflanzenkrise in diesem Jahr verantwortlich. Mehrere Bundesstaaten haben Auflagen für den Einsatz erlassen oder prüfen sie. Das Mittel wird neben Monsanto auch von BASF sowie von DowDuPont unter anderem Namen hergestellt.

BASF betont, dass sein Mittel sicher sei, ebenso wie der US-Rivale Monsanto, der gegenwärtig vor der Übernahme durch den Leverkusener Bayer-Konzern steht. Monsanto wirft den Landwirten vor, der 4.550 Wörter starken Anleitung des Herbizids nicht genau gefolgt zu sein und Dicamba unsachgemäß aufgetragen zu haben.

Bitcoin debütierte an Chicagoer Optionsbörse CBOE

Die Internetwährung Bitcoin hat ihr Debüt an einer wichtigen Börse hingelegt: Die Optionsbörse Chicago Board Options Exchange (CBOI) bot gestern erste Terminkontrakte (Futures) für die Kryptowährung an. Der Kurs lag zu Beginn bei 15.000 Dollar (12.775 Euro), stieg dann kurzzeitig auf 16.600 Dollar (14.137 Euro) und lag nach 20 Minuten bei 15.940 Dollar (13.575 Euro).

Terminkontrakte sind ein Finanzprodukt, mit dem Investoren auf steigende und fallende Kurse der Währung setzen können. In den ersten Minuten nach Handelsbeginn wurden rund 150 Transaktionen abgeschlossen, wie Futures-Manager Bob Fitzsimmons der Nachrichtenagentur AFP sagte. „Es ist ruhig“, sagte er.

Bitcoin als Antwort auf Finanzkrise

Bitcoin war 2009 auch als Antwort auf die Finanzkrise erfunden worden, um eine von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung zu erschaffen. Befürworter sagten, dass Bitcoins vor allem in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit attraktiver werden könnten.

Der Kurs vn Bitcoin hatte zuletzt stark zugelegt. Der Anstieg wird vor allem durch die Ankündigung der renommierten Chicagoer Terminbörse CME befeuert, ab dem 18. Dezember Terminkontrakte für Bitcoins anzubieten.

Bitcoin Schweizer Finanzwort 2017

Indes wurde Bitcoin zum Schweizer Finanzwort des Jahres 2017 gekürt. Unter Federführung des Finanzportals Finews.ch und der Migros Bank wählte eine fünfköpfige Jury diesen Begriff aus Publikumsvorschlägen aus.

Das Schweizer Finanzwort des Jahres wurde 2017 zum vierten Mal bestimmt. Die in den Vorjahren gekürten Wörter waren „Negativzinsen“, „Nullzinspolitik“ und „Frankenschock“.

IT

UNICEF: Drittel der Internetnutzer weltweit unter 18

Einer von drei Internetnutzern weltweit ist heute ein Kind oder Jugendlicher unter 18 Jahren. „Die Digitalisierung eröffnet jungen Menschen Chancen für Lernen, Bildung und Jobs“, heißt es in einem aktuellen UNICEF-Bericht zur „Situation der Kinder in der Welt 2017“.

Aber die Digitalisierung verschärft auch Ungleichheiten: Zugleich hätten nämlich 29 Prozent der jungen Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren - vor allem in Afrika und arabischen Staaten - keinen Internetzugang. Das Netz erleichtere zudem sexuellen Missbrauch von Buben und Mädchen und habe neue Wege des Kinderhandels eröffnet, warnte das UNO-Kinderhilfswerk (UNICEF).

Science

Kultur

Rockmusiker Josh Homme trat Fotografin bei Konzert

Der Frontmann der Rockband Queens of the Stoneage, Josh Homme, hat bei einem Konzert einer Fotografin gegen den Kopf getreten. Homme entschuldigte sich gestern bei der Fotografin Chelsea Lauren und sagte, er sei während des Auftritts so versunken gewesen, dass er gar nicht bemerkt habe, was er tue.

Videoaufnahmen zeigen, wie der 44-Jährige beim Auftritt mit seiner Band am Samstag in Los Angeles der Fotografin vor der Bühne einen Tritt gibt, während er wie im Rausch seine Gitarre bearbeitet. Lauren berichtete, sie habe die ganze Nacht im Krankenhaus verbracht.

Homme: „Niemals absichtlich jemanden verletzt“

„Tätlichkeiten sind in keiner Form okay, was auch immer der Grund ist“, schrieb sie im Onlinedienst Instagram. „Ich habe nur versucht, meinen Job zu machen.“ Lauren, die für die Fotoagentur Shutterstock arbeitet, mutmaßte, der Gitarrist könnte betrunken oder im Drogenrausch gewesen sein.

Homme betonte im Kurzbotschaftendienst Twitter, er würde bei einem Konzert „niemals absichtlich jemandem Verletzungen zufügen“. Er hoffe, Lauren werde seine „aufrichtige Entschuldigung“ akzeptieren.

Der Gründer von Queens of the Stone Age und Mitgründer der Band Eagles of Death Metal ist für seine raue Spielweise bekannt. Seine Äußerungen sorgten dennoch für scharfe Kritik in Sozialen Netzwerken. Einzelne Nutzer forderten Ermittlungen gegen Homme.

Trickfilm „Coco“ bleibt Nummer eins in Nordamerika

Disney hat es mit dem Zeichentrickfilm „Coco - Lebendiger als das Leben“ auch am dritten Wochenende auf den ersten Platz der nordamerikanischen Kinocharts geschafft. Der Film über einen mexikanischen Buben, der auf der Suche nach einem Familiengeheimnis im Reich der Toten landet, verdiente nach Schätzungen gestern weitere 18 Millionen Dollar dazu.

Damit spielte er in den USA und Kanada schon rund 135 Millionen Dollar (115 Mrd. Euro) ein. Auf Platz zwei hielt sich der Actionfilm „Justice League“ mit Ben Affleck, Henry Cavill und Amy Adams. Mit weiteren Einnahmen von knapp zehn Millionen an seinem vierten Wochenende liegt das Superhelden-Spektakel allein in Nordamerika jetzt bei einem Ergebnis von 212 Millionen Dollar.

Dritter Platz für „Wunder“

Der dritte Platz ging an die mit Julia Roberts und Owen Wilson besetzte Jugendbuchverfilmung „Wunder“. An seinem dritten Wochenende legte der Film gut acht Millionen zu und kletterte damit über die 100-Millionen-Dollar-Hürde.

James Franco schaffte es als Regisseur und Hauptdarsteller mit seiner Tragikomödie „The Disaster Artist“ auf den vierten Rang (rund 6,4 Mio. Dollar), knapp vor der Götter-Saga „Thor: Tag der Entscheidung“, die auf Platz fünf 6,3 Millionen Dollar dazuverdiente. Nach sechs Wochen in den nordamerikanischen Kinos brachte es der Disney-Marvel-Blockbuster auf insgesamt mehr als 300 Millionen Dollar.

Weihnachtshit „Fairytale of New York“ ist 30

Wenn im Advent die Dauerbeschallung mit süßlichen Weihnachtsliedern die Gehörgänge verklebt, gibt es zumindest einen Song, der seit genau 30 Jahren in zeitloser Manier heraussticht: „Fairytale of New York“ der britischen Folkpunk-Band The Pogues mit Gastsängerin Kirsty MacColl.

Mit einer traurigen Beziehungsgeschichte und einigen eher derben Zeilen bricht der Song mit fast allen Weihnachtsklischees. Dabei dauerte es Jahre, bis er fertig wurde. Und das Schicksal von Pogues-Sänger Shane MacGowan und vor allem von Sängerin MacColl ist im richtigen Leben mehr als tragisch.

Mehr dazu in Song mit bewegter Geschichte

Nominierungen für Golden Globes werden verkündet

In Hollywood werden heute die Nominierungen für die 75. Golden Globe Awards bekanntgegeben. Die Auszeichnungen des kleinen Verbands der Auslandspresse in 25 Film- und Fernsehkategorien gelten nach den Oscars als die wichtigsten Filmpreise der USA.

Zu den Filmfavoriten zählen unter anderem der Kriegsfilm „Dunkirk“, Steven Spielbergs Politdrama „The Post“ („Die Verlegerin“), der Indie-Film „Lady Bird“ und das Fantasymärchen „Shape of Water“ des Mexikaners Guillermo del Toro. Die Trophäen in Form einer goldfarbenen Weltkugel werden am 7. Jänner in Beverly Hills verliehen.

Religion

Leute

Johnny Hallydays Sarg auf Karibik-Insel eingetroffen

Der Sarg mit der verstorbenen französischen Rockikone Johnny Hallyday ist gestern Abend auf der Karibik-Insel Saint-Barthelemy eingetroffen, wo der Sänger heute begraben werden soll.

Hallyday hatte ein Anwesen auf der Insel. Trauernde Fans empfingen den weißen, mit Blumen geschmückten Sarg, um sich von ihrem Idol zu verabschieden. Von den Hunderten Fans waren einige eigens von Frankreich aus angereist.

„Ich wollte bis zum Ende bei ihm sein, weil er immer alles gegeben hat“, sagte Fan Fred Bouton. „Auch wenn es teuer war, haben wir nicht gezögert“, sagten die in Johnny-T-Shirts gekleideten Fans Jean Pierre und Chantal, die einen achtstündigen Flug von Paris hinter sich hatten.

In Frankreich regte sich über die Bestattung in der Karibik vereinzelt Unmut. Viele Fans hatten auf eine Bestattung in der Nähe gehofft, um leichter zum Grab ihres Idols pilgern zu können. Viele Prominente sind auf Pariser Friedhöfen wie Pere Lachaise und Montparnasse beerdigt, die ein Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt sind.

Mehr dazu Bis zu eine Million Teilnehmer

Panorama

Mount Hope zum höchsten Berg Großbritanniens ernannt

Der Mount Hope in der Antarktis ist zum höchsten Berg Großbritanniens ernannt worden. Das gab das Polarforschungsprogramm von Großbritannien (BAS) bekannt. Bisher galt der Mount Jackson als höchster Berg. Bei einer neuen Vermessung stellte sich aber heraus, dass Hope um etwa 50 Meter höher ist. Insgesamt misst er 3.239 Meter.

Karte der Antarktis

Grafik: APA/ORF.at

Die Forscher beschlossen eine neue Vermessung der Berge, da immer wieder Bedenken zur Sicherheit von Piloten geäußert wurden, die regelmäßig über die Antarktis fliegen.

„In der Antarktis gibt es keine Straßen, um herumzureisen, muss man also fliegen“, sagte der Experte Peter Fretwell gegenüber der BBC. Die Piloten sollten über Lage und Höhe der Berge aber genau Bescheid wissen. „Es gab Flugzeugabstürze auf dem Kontinent, und wir glauben, dass viele aufgrund schlechter Karten passiert sind“, so Fretwell.