Er bezog sich damit auf einen Ausspruch des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider (BZÖ), wonach es im Dritten Reich eine "ordentliche Beschäftigungspolitik" gegeben habe. Hier eine Chronologie:
13.6.1991: Haider (damals FPÖ) sagt im Landtag Richtung SPÖ: "Im Dritten Reich haben sie ordentliche Beschäftigungspolitik gemacht, was nicht einmal Ihre Regierung in Wien zusammenbringt."
Nach Wiederaufnahme der wegen zahlreicher Proteste unterbrochenen Landtagssitzung nimmt Haider seine Äußerung schließlich mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück.
18.6.: Der Ministerrat und damit die Bundesregierung sprechen erstmals in der Geschichte der Zweiten Republik einem amtierenden Landeshauptmann das Misstrauen aus. Die Regierung nehme gegen Haiders Äußerung "in aller zu Gebote stehenden Schärfe und mit ebensolchem Nachdruck" Stellung, heißt es. Haiders Äußerung lasse sich nicht mit dem österreichischen Selbstverständnis vereinbaren.
21.6.: Haider wird mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP als Kärntner Landeshauptmann abgewählt. Der Misstrauensantrag war von der SPÖ eingebracht worden.
Zu seinem Ausspruch meint Haider, das sei kein schwerer Fehler gewesen, "es war eine Fehleinschätzung, indem ich eine Replik zu einem sensiblen Thema machte, das man nicht mit einem Satz abhandeln kann".
Er sei Repräsentant einer Generation, die "viel offener und unbefangener an das Thema herangeht und daher die Gefahren nicht wittert, die bei einer sensiblen Diskussion dazu drinnen sind".
15.9.2006: Vor der Nationalratswahl erklärt BZÖ-Obmann Peter Westenthaler in einem TV-Duell im ORF: "Das ist doch schon längst erklärt, planiert. Das können Sie doch nicht mit rechtskräftigten Verurteilungen vergleichen. Das ist eine politische Diskussion im Landtag gewesen."
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