Ausland

Mutmaßlicher ETA-Militärchef in Frankreich festgenommen

In Frankreich ist gestern der mutmaßliche Militärchef der baskischen Terror-Organisation ETA festgenommen worden. Wie das spanische Innenministerium mitteilte, wurde bei der Operation auch sein mutmaßlicher Stellvertreter verhaftet. Die Festnahmen seien in einer Gemeinschaftsoperation der französischen und der spanischen Polizei in dem Dorf Cauna bei Mont-de-Marsan im Südwesten Frankreichs erfolgt.

Die beiden Männer seien in einem gestohlenen Auto mit gefälschtem Kennzeichen unterwegs gewesen. Sie waren mit Pistolen bewaffnet, leisteten aber keinen Widerstand. Die Ermittler vermuteten, dass die beiden Verdächtigen in der Gegend neue ETA-Mitglieder anwerben wollten. Die ETA, die für einen unabhängigen baskischen Staat kämpft, hatte zwar im Oktober 2011 der Gewalt abgeschworen, aber ihre Waffen nicht abgeliefert.

Der mutmaßliche Militärchef Oroitz Gurruchaga Gogorza hatte sich nach Erkenntnissen der spanischen Ermittler 2008 der ETA angeschlossen und war rasch in die Spitze der Organisation aufgestiegen. Nach diesen Angaben war der 30-Jährige zuletzt der Chef des militärischen Apparats der ETA und für die Anwerbung neuer Mitglieder zuständig. Sein mutmaßlicher Stellvertreter, der 32 Jahre alte Javier Aramburu Sagarminaga, soll für zahlreiche Anschläge im Jahr 2008 mitverantwortlich sein.

Irischer Premier wirbt für EU-Fiskalpakt

Der irische Ministerpräsident Enda Kenny hat die Bevölkerung zur Unterstützung des EU-Fiskalpakts für mehr Budgetdisziplin aufgerufen. Irland ist das einzige europäische Land, in dem per Volksentscheid über den Fiskalpakt zur Ratifizierung abgestimmt wird. Abgehalten wird das Referendum am Donnerstag.

Ein deutliches Ja würde eine weltweite Botschaft aussenden, dass sich Irland zur Reduzierung seines Haushaltsdefizits verpflichtet habe, sagte Kenny in einer landesweit ausgestrahlten Fernsehansprache. „Dieser Pakt wird nicht alle unsere Probleme lösen, aber er ist ein Teil der Lösung“, sagte der Ministerpräsident.

Umfragen prophezeien Zustimmung

Der besonders von Deutschland geforderte Pakt sieht eine striktere Budgetdisziplin und verpflichtende Schuldenbremsen vor. Dadurch sollen Schuldenkrisen in Zukunft vermieden werden. Anfang März unterzeichneten 25 der 27 EU-Staaten die Vereinbarung, Großbritannien und Tschechien beteiligen sich nicht daran.

Der Vertrag kann auch ohne ein Ja aus Irland in Kraft treten; nur zwölf der 17 Euro-Länder müssen den Fiskalpakt ratifizieren, damit er im Herbst in Kraft treten kann. Irland musste im Herbst 2010 unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen und erhielt Finanzhilfen in Höhe von 85 Milliarden Euro. Umfragen sehen die Befürworter des Fiskalpakts in Irland in der Mehrheit.

Suu Kyi macht erste Auslandsreise seit 24 Jahren

Die burmesische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi bricht heute zu ihrer ersten Auslandsreise seit 24 Jahren auf. Die Friedensnobelpreisträgerin reist zu einem Wirtschaftsforum nach Bangkok. Suu Kyi hatte fast zwei Jahrzehnte unter Hausarrest in Rangun verbracht.

Ende 2010 wurde die heute 66-Jährige freigelassen und zog bei Nachwahlen Anfang April erstmals ins Parlament ein. Nachdem Burma jahrzehntelang von einer Militärjunta regiert worden war, wurde vor einem Jahr eine formal zivile Regierung unter Präsident Thein Sein eingesetzt.

Der Westen lockerte daraufhin seine Sanktionen. Für Mitte Juni plant Suu Kyi eine Europareise. Dabei will sie in Oslo mit 21 Jahren Verspätung ihre Dankesrede zur Verleihung des Friedensnobelpreises halten.

Britischer Ex-Premier Blair vor U-Ausschuss

Der ehemalige britische Regierungschef Tony Blair soll heute vor einer zur Aufklärung der Abhöraffäre um die britische Boulevardzeitung „News of the World“ eingerichteten Untersuchungskommission aussagen.

Für die Befragung des 59-Jährigen durch den Ausschuss unter Vorsitz von Richter Brian Leveson ist ein ganzer Tag eingeplant. Hauptsächlich dürfte es um Verbindungen zwischen Blairs Regierung und dem Murdoch-Konzern gehen, der die inzwischen eingestellte „News of the World“ herausgab.

Blair ist Patenonkel eines Kinds von Rupert Murdoch. Die ebenfalls dem Medienmogul gehörende Boulevardzeitung „Sun“ hatte Blair in mehreren Wahlkämpfen unterstützt.

Zehntausende in Tiflis bei Demo gegen Saakaschwili

In der georgischen Hauptstadt Tiflis haben gestern Zehntausende Menschen gegen Präsident Michail Saakaschwili protestiert. Bei den Demonstranten handelte es sich hauptsächlich um Anhänger von Bidsina Iwanischwili, dem im vergangenen Jahr in die Politik eingestiegenen reichsten Mann des Landes. Er will mit seinem Oppositionsbündnis Georgischer Traum bei der Parlamentswahl im Oktober Saakaschwili herausfordern.

Die Veranstaltung in Tiflis bildete den Wahlkampfauftakt von Iwanischwili. Es war die größte Demonstration der georgischen Opposition seit dem Jahr 2009. „Dieser Kampf wird mit unserem Sieg enden“, verkündete Iwanischwili vor einer frenetisch jubelnden Menge. Er hat laut Berechnungen des US-Wirtschaftsmagazins „Forbes“ ein Vermögen von umgerechnet 4,8 Milliarden Euro.

Iwanischwili verspricht den Georgiern als Politiker ein Ende der Armut und eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union und der NATO. Umfragen zufolge liegt seine Partei Georgischer Traum derzeit hinter der Regierungspartei von Saakaschwili, der im Jahr 2004 nach der sogenannten Rosenrevolution an die Macht kam. Der pro-westliche Präsident wird von seinen Gegnern als autoritär kritisiert.

Inland

Kritik an Demokratiereform-Skepsis von Fischer

Die Skepsis von Bundespräsident Heinz Fischer gegenüber einem Ausbau der direkten Demokratie ärgert FPÖ, BZÖ und Grüne und findet auch keinen Gefallen bei der Jungen ÖVP. Deren Chef Sebastian Kurz sagte, man werde unbeirrt an den Plänen zur Aufwertung der direkten Demokratie festhalten. FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl nannte Fischer einen „musealen Gralshüter“, BZÖ-Bündniskoordinator Markus Fauland sagte, der Bundespräsident agiere teilweise „wie ein selbstherrlicher Kaiser“.

Laut Daniela Musiol von den Grünen muten Fischers Aussaugen arrogant an. ÖVP-Klubchef Karlheinz Kopf ist zwar im Gegensatz zu Fischer für einen Ausbau der direkten Demokratie, verteidigt das Staatsoberhaupt aber gegen Angriffe der Opposition. Denn Fischer habe Recht, wenn er davor warne, das Parlament als Gesetzgeber zu schwächen. Selbstverständlich könne ein Initiativrecht der Bevölkerung nicht alle Gesetzesmaterien umfassen. EU-Primärrecht und Sekundärrecht müssten ebenso ausgenommen bleiben wie menschenrechtswidrige Inhalte.

Warnung vor zu hohen Erwartungen

Zu der seit Wochen schwelenden Debatte über mehr direkte Demokratie hatte sich Fischer gestern zu Wort gemeldet: Er warnte die Österreicher davor, sich von einer solchen Veränderung zu viel zu erwarten und hegt Bedenken, dass dadurch ein wichtiger Pfeiler der Demokratie - das Parlament - geschwächt werden könnte.

Fischer sieht das Problem ganz woanders: Die Politiker müssten ihre Verantwortung wahrnehmen, anstatt sie „an ihre Auftraggeber, also die Wählerinnen und Wähler, zurückzugeben“.

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Sport

Radsport: Hesjedal feiert Giro-Gesamtsieg

Ryder Hesjedal hat als erster Radprofi aus Kanada den Giro d’Italia gewonnen. Auf der letzten Etappe, einem Zeitfahren in Mailand, machte der ehemalige Mountainbiker gestern den 31-Sekunden-Rückstand zum bisher führenden Spanier Joaquim Rodriguez wett und holte sich das Rosa Trikot. In der Endabrechnung trennten Hesjedal und Rodriguez nur 16 Sekunden. Das ist der viertknappste Vorsprung in der bisherigen Giro-Geschichte.

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ÖFB-„Nichtraunzerzone“ trotz Absagen

Marcel Koller wird alle Hände voll zu tun haben, um das Bestmögliche aus dem fast zweiwöchigen Trainingslager der österreichischen Nationalmannschaft in Tirol zu machen. Zahlreiche Leistungsträger haben dem Schweizer ÖFB-Teamchef schon abgesagt, der eine oder andere Ausfall könnte noch folgen.

Motivationsmangel, nach einer anstrengenden Saison nach Seefeld zu kommen, ortet Koller aber nicht. „Wir werfen keinem Spieler vor, dass er eine Verletzung vortäuscht“, sagte er. Arbeit und konkrete Ziele gebe es auch so mehr als genug.

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Wirtschaft

Starbucks will Kaffeekapseln auf den Markt bringen

Vom Siegeszug der Kaffeekapsel will auch die US-Kaffeehauskette Starbucks profitieren: Noch vor dem Weihnachtsgeschäft sollen Kaffeemaschinen für Einzelportionen und Kapseln mit Starbucks-Logo verkauft werden, sagte der Juniorchef der mit der Produktion beauftragten deutschen Firma Krüger, Marc Krüger, der „Welt“ (Sonntag-Ausgabe).

Krüger stellt Instantgetränke her und baut laut der Zeitung derzeit eine Produktion für Kaffeekapseln an ihrem Stammsitz in Bergisch Gladbach auf. Krüger hat laut Bericht bereits für Aldi Süd ein Kapselsystem erfolgreich eingeführt - und zwar in Australien. Für die Produktion in Bergisch Gladbach investiere die Firma bis zu 40 Millionen Euro, wird laut „Welt“ in der Branche geschätzt.

Die Maschinen ließ Krüger demnach zunächst in China fertigen, inzwischen in der Schweiz. Die Kaffeemaschinen namens Verismo und die Starbucks-Kapseln sollen in Europa und in den USA verkauft werden. Ziel ist, beides über alle 17.000 Starbucks-Filialen weltweit zu vertreiben.

Chronik

Vater schoss: Bub erlag Verletzungen

Der achtjährige Bub, dem Freitagfrüh von seinem Vater in einer Volksschule in St.-Pölten-Wagram (Niederösterreich) in den Kopf geschossen wurde, hat den Kampf ums Überleben verloren. Er erlag gestern Nachmittag seiner schweren Verletzung im Landesklinikum St. Pölten.

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Kanufahrer auf Donau gekentert - tot geborgen

Ein Kanu-Unfall auf der Donau hat gestern ein tödliches Ende genommen: Ein etwa 60-jähriger Mann, der mit seinem Boot offenbar gekentert war, konnte nach einer Suche bei Bad Deutsch-Altenburg in Niederösterreich nur tot geborgen werden.

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Auf der Steyr in Hinterstoder, im oberösterreichischen Bezirk Kirchdorf kam es gestern zu einem Kajak-Unfall, bei dem zwei chinesische Studenten verunglückten. Sie gerieten mit ihrem aufblasbaren Boot in einen Strudel und kenterten. Die beiden Männer im Alter von 25 und 31 Jahren wurden schließlich von Einsatzkräften gerettet und leicht verletzt ins Spital gebracht, so die Pressestelle der Polizei Oberösterreich.

Weil sie sich zwar im Internet über ihre geplante Tour informiert hatten, aber sonst keinerlei Ortskenntnis besaßen, erwischten die zwei Chinesen den falschen Einstieg in den Fluss. Anstatt wie vorgesehen unterhalb eines gefährlichen Wasserfalls starteten sie oberhalb. In der starken Strömung kam das Boot in einen Strudel und kippte um. Der 31-Jährige konnte sich mit letzter Kraft auf einen Felsen in der Mitte des Flusses retten.

Der 25-Jährige wurde den Wasserfall hinuntergerissen und unter Wasser gezogen. Er verlor dabei kurz das Bewusstsein. Weil er aber eine Schwimmweste trug, wurde er wieder nach oben gespült und kam zu sich. Es gelang ihm, sich ans Ufer zu retten, dort saß er allerdings im steilen Gelände fest. Augenzeugen, die den Unfall beobachtet hatte, schlugen Alarm. Sechs Männer des Bergrettungsdienstes Hinterstoder und ein Alpinpolizist bargen die beiden leicht verletzten Kajakfahrer.

Mann in Wiener Stiegenhaus zu Tode geprügelt

Aus Rache ist in Wien-Favoriten ein Mann zu Tode geprügelt worden. Weil er bei einer früheren Schlägerei als Zeuge bei der Polizei ausgesagt hatte, wurde der 48-Jährige von den Beschuldigten attackiert. Die Polizei nahm den Verdächtigen fest.

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Heißluftballon in der Steiermark notgelandet

In Gamling im Bezirk Weiz (Steiermark) ist gestern einem 24-jährigen Heißluftballonfahrer eine einwandfreie Notlandung geglückt. Er sowie die sechs Passagiere des Ballons blieben unverletzt.

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Biker beinahe von Kabel stranguliert

Ein über die Fahrbahn hängendes Fernsehkabel hat Samstagabend in St. Georgen im Attergau (Oberösterreich) einen 30-jährigen Motorradfahrer beinahe stranguliert.

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Motorradfahrer tödlich verunglückt

Jener 23 Jahre alte Motorradfahrer, der am Samstag in St. Marein im Mürztal im Bezirk Mürzzuschlag (Steiermark) frontal in ein Auto geprallt war, erlag gestern noch während einer Notoperation seinen schweren Kopfverletzungen.

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Weniger Unfälle durch Section Control

Vor zehn Jahren ist mit der Section Control eine spezielle Art der Geschwindigkeitskontrolle eingeführt worden. Seither werden damit risikoreiche Straßenabschnitte überwacht. Die Bilanz fällt positiv aus: Es gibt weniger Unfälle und weniger Verletzte.

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Die Südautobahn feiert ihren 50er

Nur drei Jahre nach dem Spatenstich wurde im Mai 1962 das erste Teilstück der Südautobahn (A2) zwischen Vösendorf und Leobersdorf (Niederösterreich) eröffnet. 37 weitere Jahre dauerte es, bis bei Klagenfurt die letzte Lücke geschlossen wurde.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Jackpot bei Lotto „6 aus 45“

Die Ziehung von Lotto „6 aus 45“ hat gestern folgende Gewinnzahlen ergeben. Kein Spielteilnehmer hat die „sechs Richtigen“ getippt. Im Jackpot für die nächste Runde bleiben fast 870.000 Euro.

Folgende Gewinnzahlen wurden gezogen:

13 19 22 30 42 45 / Zusatzzahl 23

Auf einem Spielschein fand sich die richtige „Joker“-Kombination. Der Spielteilnehmer bekommt dafür fast 210.000 Euro.

Der aktuelle Joker lautet:

2 1 1 3 7 1

Alle Angaben ohne Gewähr

Kairo: Waffenschmuggel-Prozess gegen Burgenländer vertagt

Der Prozess gegen den 32-jährigen Burgenländer Hannes F., dem in Ägypten Waffenschmuggel vorgeworfen wird, ist gestern erneut vertagt worden. Als Termin für die nächste Verhandlung wurde der 23. Juni festgesetzt, teilten das österreichische Außenministerium und die Ehefrau des Burgenländers, der sich seit 2. November des Vorjahres in Kairo in Untersuchungshaft befindet, mit.

Ursache für die Vertagung war diesmal die kürzlich stattgefundene Präsidentenwahl. Der Richter informierte die Anwälte, dass der Prozess vertagt wird, so Nikolaus Lutterotti, Sprecher im Außenministerium. Die Gerichtssäle hätten bei der Präsidentenwahl als Wahllokale gedient und seien versiegelt.

Als sie am Vormittag ins Gerichtsgebäude gekommen sei, war der Verhandlungssaal versperrt, davor seien Polizisten gestanden, schilderte Ehefrau Lisa F. der APA. Zunächst habe es geheißen, die Verhandlung finde woanders statt, weil im Saal Wahlurnen aufbewahrt würden. Nach eineinhalb bis zwei Stunden habe man dann die Auskunft erhalten, der Prozess werde vertagt.

Religion

Schönborn für Versöhnung und Vergebung

Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn hat gestern beim Pfingstgottesdienst im Wiener Stephansdom bedauert, dass heutzutage bei vielen Menschen der Eindruck vorherrsche, der Kirche gehe es „zuerst um Verurteilung und Ablehnung“ und sie seien „in der Kirche nicht willkommen“. In der Bibel heiße es aber, wo der Geist Gottes am Werk sei, herrschten Versöhnung und Vergebung, so der Wiener Erzbischof laut „Kathpress“.

„Unterscheidung der Geister“

Die Kirche brauche daher immer wieder die Unterscheidung zwischen dem eigenen „Kleingeist“ und dem wahren „Geist Gottes“, erläuterte Schönborn. Die Kirche müsse sich dabei die Frage stellen, wieso ihr Vergebung manchmal so schwer falle. Dabei gelte es, den Weg zwischen einem „Laissez faire“, dem „alles gleichgültig“ und relativ sei, und einem abweisenden Rigorismus zu finden. Dafür gebe es keine Patentrezepte, diese Aufgabe sei der Kirche und jedem einzelnen Gläubigen immer wieder aufgetragen.

Die „Unterscheidung der Geister“, welcher Weg im Lichte Gottes der richtige und welcher der Irrweg sei, stelle sich auch angesichts der Krise in Politik und Öffentlichkeit, wie sie heute zu finden sei. Und auch das, was derzeit in den Medien „aus dem Herzen der Kirche“ berichtet werde, bereite Sorge, so Schönborn laut „Kathpress“ in Anspielung auf die jüngsten Entwicklungen im Vatikan, wo zuletzt der persönliche Kammerdiener des Papsts, Paolo Gabriele, festgenommen worden war, da er vertrauliche Informationen an die Öffentlichkeit gebracht haben soll.

Weiteren Wirbel gibt es um die Vatikanbank IOR („Istituto per le Opere di Religione“), deren Präsident, Ettore Gotti Tedeschi, am Donnerstag entlassen worden war.

IT

Nächste Dimension für Android-Smartphones

Mit der dritten Auflage seines Topmodells, dem Galaxy S III, bringt Samsung demnächst sein erstes Quad-Core-Handy auf den heimischen Markt. Wie auch HTC bei seinem One X setzt Samsung auf ein möglichst großes Display, eine verbesserte und schnellere Kamera und die aktuelle Android-Version 4.0. Im direkten Vergleich können beide Geräte punkten - in unterschiedlichen Bereichen.

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Kultur

75 Jahre „unmögliche“ Golden Gate Bridge

Was der Eiffelturm für Paris und die Tower Bridge für London sind, ist für San Francisco die Golden Gate Bridge. Seit 1937 überspannt sie in filigraner Schönheit den Eingang der Bucht von San Francisco. Vor genau 75 Jahren wurde die inzwischen vermutlich meistfotografierte Hängebrücke als bautechnisches Wunder eröffnet und gefeiert. Die grandiose Konstruktion war unter schwierigsten Bedingungen in nur vier Jahren gebaut worden. Und das allen Unkenrufen zum Trotz. Denn die Ingenieurszunft hatte den Bau zuvor einhellig für unmöglich befunden.

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„Men in Black 3“ vertreibt „Avengers“ von US-Kinospitze

Die Männer in Schwarz haben die Marvel-Superhelden in die Flucht geschlagen: Nach drei Wochen an der US-Kinospitze ist der Action-Film „The Avengers“ von seinem Spitzenplatz verdrängt worden. „Men in Black 3“ mit Will Smith und Tommy Lee Jones als Alienjäger und Agenten hat nach ersten Studioschätzungen am Wochenende 55 Millionen Dollar (44 Mio. Euro) in die nordamerikanischen Kinokassen gebracht.

Auf Platz zwei spielten „The Avengers“ von Freitag bis Sonntag 37 Millionen Dollar ein. Allein in den USA verdienten die Marvel-Superhelden insgesamt schon über 514 Millionen Dollar. Nach „Avatar“, „Titanic“ und „The Dark Knight“ sind es dort die viertbesten Einnahmen überhaupt.

Cohens „Diktator“ auf viertem Rang

Der Science-Fiction-Film „Battleship“ musste sich an seinem zweiten Kino-Wochenende mit dem dritten Rang begnügen: Knapp elf Millionen Dollar kamen zusammen. Stars wie Rihanna und und Liam Neeson konnten „Battleship“ nicht zum durchschlagenden Erfolg verhelfen. Sacha Baron Cohens „Diktator“ schaffte es mit knapp zehn Millionen Dollar Einnahmen auf den vierten Platz.

Der Horror-Thriller „Chernobyl Diaries“ gab mit acht Millionen Dollar auf Platz fünf sein Kino-Debüt. Das Werk um eine Touristengruppe, die auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Tschernobyl eine grauenhafte Entdeckung macht, soll am 21. Juni in den deutschsprachigen Kinos anlaufen.

Lifestyle

Song Contest: Schweden-Sieg und Politbotschaften

Zum insgesamt fünften Mal in der Geschichte des Eurovision Song Contests hat auch heuer Schweden triumphiert. Im Finale des Grand Prix in Baku hängte Loreen mit ihrem Song „Euphoria“ die Konkurrenz deutlich ab - wie es die Wettbüros vorhergesagt hatten.

Eine Überraschung lieferte hingegen Deutschland ab - und das nicht mit ihrem Singkandidaten Roman Lob, sondern mit der Jurychefin Anke Engelke: Die Punkteverkünderin schickte in der Liveschaltung eine unmissverständliche - aber dennoch charmant verpackte - Botschaft an die autoritäre Führung Aserbaidschans.

Mehr dazu in „Es ist gut, eine Wahl zu haben“

Leute

Swarovski: Penthouseverkauf den Hunden zuliebe

Nicht der Geldmangel wegen hoher Anwaltskosten treibt die Grassers aus ihrem mondänen Penthouse in der Wiener Innenstadt. Die Tierliebe ist das Motiv für den Auszug aus dem Dachdomizil an der Wiener Ringstraße, berichtet Fiona Pacifico Griffini-Grasser, vulgo Swarovski, der Tageszeitung „Österreich“: „Unsere Wohnung verkaufen wir nicht aus finanziellen Gründen, sondern weil eine Stadtwohnung definitiv kein Umfeld für Hunde bietet.“

Auch persönlich hält es Swarovski nicht allzu lange in der Stadt aus: „Ich will raus aufs Land“, gibt sie zu Protokoll, denn immerhin könne auch eine wunderbare Wohnung über den Dächern von Wien zum „goldenen Käfig werden“. Wo sich die Grassers künftig schwerpunktmäßig aufhalten werden, ist laut Swarovski noch nicht entschieden, das Ausland stehe momentan aber nicht zur Debatte.

Die Grassers suchen derzeit einen Nachmieter für ihr Penthouse in der Wiener Innenstadt. Für ein langjähriges Mietrecht in der Immobilie müssten laut Medienberichten elf Millionen hingeblättert werden.