Ausland

Neue Kämpfe um Flughafen von Tripolis

Nach zwei Tagen relativer Ruhe sind in der libyschen Hauptstadt Tripolis neue Kämpfe um den internationalen Flughafen ausgebrochen. Auf dem Gelände seien Granaten und Raketen eingeschlagen, meldete das libysche Nachrichtenportal Al-Wasat gestern. Ein Geschoss habe ein Haus in der Nähe des Flughafens getroffen und eine Familie getötet.

Wegen der Kämpfe mussten Feuerwehrleute ihre Löscharbeiten an einem Benzinlager einstellen. Dort hatten Raketen vor drei Tagen einen Großbrand entfacht. Die rivalisierenden Milizen stoppten danach ihre Angriffe vorübergehend, damit die Feuerwehrleute die Flammen bekämpfen und eine Explosion der Benzintanks verhindern können.

Bei den Kämpfen zwischen rivalisierenden Milizen in den beiden Städten Tripolis und Bengasi kamen in den vergangenen Wochen fast 180 Menschen ums Leben. Nach Angaben des libyschen Gesundheitsministeriums wurden Hunderte verletzt, wie das Nachrichtenportal Al-Wasat berichtete.

Zu wenige Frauen - Zeitplan für EU-Kommission in Gefahr

Die Bildung der neuen EU-Kommission könnte sich verzögern, weil zu wenige Frauen für das Gremium nominiert wurden. Sollten die EU-Staaten nicht ausreichend Frauen benennen, werde sich der Start der neuen EU-Kommission verschieben, warnte die Sprecherin des künftigen EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker gestern in Brüssel. Offiziell soll die neue EU-Kommission Anfang November ihr Amt aufnehmen.

„Herr Juncker hat mehrfach klargemacht, dass eine Kommission mit nur zwei oder drei Frauen nicht legitim und nicht glaubwürdig sein wird, und dass er dies nicht akzeptieren wird“, so die Sprecherin. „Wenn keine Lösung gefunden wird, könnte die Bildung der Kommission mehr Zeit benötigen.“

Zwei Frauen nominiert

Bereits Anfang Juli hatte Juncker die Mitgliedsländer aufgerufen, mehr Frauen in die Brüsseler Chefetage zu entsenden. Bisher haben die EU-Hauptstädte nur zwei Frauen für die 27 zu vergebenden Posten offiziell nominiert. Einige Staaten haben mehrere Kandidaten vorgeschlagen, aus denen Juncker auswählen kann, andere könnten noch Frauen nachnominieren. Am Abend fehlten noch von vier Staaten offizielle Vorschläge, verlautete aus EU-Kreisen.

So will Tschechien die derzeitige Ministerin für Regionalentwicklung, Vera Jourova, nach Brüssel schicken. Schweden möchte, dass die bisherige EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström schwedische EU-Kommissarin in Brüssel bleibt. Zudem wird von Bulgarien erwartet, auch künftig auf die bisherige Kommissarin für humanitäre Hilfe, Kristalina Georgiewa, zu setzen. Slowenien nominierte am Donnerstag drei Personen, darunter zwei Frauen: die scheidende Ministerpräsidentin Alenka Bratusek, Außenminister Karl Erjavec und die sozialdemokratische Europaabgeordnete Tanja Fajon.

In der derzeitigen Kommission sind neun von 28 Kommissaren Frauen. Auch das Europaparlament hatte parteiübergreifend stets betont, dass es einer Kommission ohne einen bedeutenden Anteil von Frauen nicht zustimmen wird.

Frist bis heute Abend

Bis gestern Abend sollten die Staaten ihren jeweiligen Kandidaten und das gewünschte Portfolio nennen. Einige Länder - wie etwa Belgien, das nach den Wahlen noch keine Regierung gebildet hat - dürften aber länger brauchen. Juncker wird dann auf dieser Basis sein Gremium zusammenstellen. Die Namen will er zunächst nicht offiziell veröffentlichen.

120 Demonstranten vor Weißem Haus festgenommen

Bei einem Protest gegen die Immigrationspolitik von US-Präsident Barack Obama hat die Polizei gestern mehr als 120 Demonstranten vor dem Weißen Haus festgenommen. Die Demonstranten hatten sich auf dem Gehsteig vor dem Regierungssitz niedergelassen und ließen sich ohne Widerstand von der Polizei wegtragen.

Die Aktion richtete sich gegen die Abschiebung illegaler Einwanderer. Gut drei Monate vor den Kongresswahlen ist das Thema Immigration zum Politikum geworden in den USA. Für Aufsehen sorgt die Massenflucht Zehntausender Kinder aus Mittelamerika in die USA.

Obama hatte den Kongress kürzlich aufgefordert, 3,7 Milliarden Dollar (2,7 Milliarden Euro) für verstärkte Grenzkontrollen und den Kampf gegen Menschenhändler freizugeben. Die Republikaner lehnen das ab. Insgesamt leben in den USA über elf Millionen Ausländer ohne gültige Papiere, viele bereits seit etlichen Jahren.

CIA entschuldigte sich für Spähangriff auf Senatscomputer

Der US-Geheimdienst CIA hat sich für das Ausspähen der Computer von Kongressmitarbeitern entschuldigt. Der Direktor der Spionagebehörde John Brennan habe persönlich bei zwei Senatoren um Verzeihung gebeten, die dem Geheimdienstausschuss angehören, berichteten US-Medien gestern. Zugleich habe er eine interne Untersuchung des unangemessenen Verhaltens beteiligter CIA-Mitarbeiter angekündigt.

Die CIA-Agenten sollen Untersuchungen zu umstrittenen Verhörmethoden der CIA behindert haben, darunter auch die Folterung mutmaßlicher Terroristen. Diesen Vorwurf hatte Dianne Feinstein, die Vorsitzende des Geheimdienstausschusses, im März öffentlich erhoben. Der Dienst habe in den Computern auch Dokumente entfernt, die CIA-Programme aus der Amtszeit des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush betrafen.

Brennan hatte entsprechende Berichte damals noch zurückgewiesen und den Senatoren vorgeworfen, sie verbreiteten „unberechtigte Vorwürfe“.

Bulgarien baut neuen Reaktor im alten AKW Kosloduj

Die noch amtierende bulgarische Regierung hat ein Abkommen mit dem US-Konzern Westinghouse zum Bau eines neuen Reaktors im bestehenden AKW Kosloduj abgeschlossen. Das gab das Regierungspresseamt gestern in Sofia bekannt. Bereits 2013 hatte das inzwischen zurückgetretene Kabinett beschlossen, einen siebenten Meiler bauen zu lassen, und erste Vorgespräche mit Westinghouse geführt.

Der neue Reaktorblock soll eine Kapazität von 1.100 Megawatt und eine Betriebsdauer von 60 Jahren haben. Das Projekt wird durch die amerikanische Eximbank und ein japanisches Finanzinstitut ohne bulgarische Haushaltsgelder finanziert. Am Dienstag besuchte Westinghouse-Präsident Danny Roderick Sofia, um weitere Einzelheiten des Projekts zu besprechen.

Ministerpräsident Plamen Orescharski ließ journalistische Fragen über die Absichten des Kabinetts zunächst unbeantwortet. Vizeregierungschefin Daniela Bobewa bestätigte unterdessen, dass ein Abkommen erzielt worden ist. „Es muss allerdings auch von der nächsten regulären Regierung nach den vorgezogenen Parlamentswahlen am 5. Oktober bestätigt werden“, fügte sie hinzu. Das nächste Kabinett solle das Finanzierungsmodell ausarbeiten.

Klage gegen Kataloniens Ex-Präsidenten eingereicht

Die spanische Justiz hat gestern eine Klage gegen den früheren Präsidenten Kataloniens, Jordi Pujol, angenommen. Ein Gericht in Barcelona leitete die Klage an die Staatsanwaltschaft weiter, die von der rechten Antikorruptionsgruppe Manos Limpias (Saubere Hände) gegen den 84-jährigen Pujol und seine Ehefrau Marta Ferrusola eingereicht worden war.

Die Gruppe wirft ihnen Korruption, Amtsmissbrauch, Geldwäsche und Steuerhinterziehung vor. Die Staatsanwaltschaft leitete Vorermittlungen ein.

Der langjährige Chef der katalanischen Regionalregierung hatte am Dienstag auf all seine Funktionen und Privilegien verzichtet. Er hatte zuvor eingeräumt, seit mehr als 30 Jahren das Erbe seines Vaters auf Konten im Ausland vor dem Fiskus versteckt zu haben, um es für seine Ehefrau und seine Kinder zu sichern.

Volksabstimmung über Unabhängigkeit

Pujol galt während seiner Regierungszeit von 1980 bis 2003 als „Vizekönig Spaniens“ und ebnete den Weg für die weitgehende Autonomie Kataloniens, die 2006 anerkannt wurde. Vor kurzem schloss er sich den Befürwortern einer Abspaltung der Region von Spanien an.

Die Schwarzgeldaffäre sorgte nun für erheblichen Wirbel. Für die katalanische Regionalregierung von Pujols Ziehsohn Artur Mas kommt die Affäre ungelegen, da sie für den 9. November eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit plant.

Inland

Asyl: ÖVP attackiert Traiskirchner Bürgermeister

Rund um den Meningitis-Fall in Traiskirchen (Niederösterreich) ist ein politischer Streit entbrannt. Nach Kritik des Traiskirchner Bürgermeisters Andreas Babler am Innenministerium rückte ÖVP-Generalsekretär Gernot Blümel gestern Abend via Aussendung aus, um den SPÖ-Politiker zurechtzuweisen. Dieser habe „jede Grenze überschritten. Mit dem Schicksal von Menschen so pietätlos umzugehen geht mehr als zu weit.“

Blümel warf Babler vor, „den tragischen Tod eines Asylwerbers offensichtlich für parteipolitisches Geplänkel“ zu missbrauchen. „Ein solches Verhalten ist eines Bürgervertreters unwürdig“, so der ÖVP-Generalsekretär, der „endlich sachliche, lösungsorientierte Beiträge des SPÖ-Politikers“ einforderte, „statt sinnfreien, parteipolitischen Geplänkels, das auf dem Rücken eines Verstorbenen ausgetragen wird“.

Asylwerber starb in Traiskirchen an Meningitis

Ein Asylwerber aus Traiskirchen war an einer ansteckenden Gehirnhautentzündung gestorben. Der 24-jährige Mann dürfte bereits in seinem Heimatland Somalia erkrankt sein. Bewohner und Personal müssen nun eine Prophylaxe in Form von Antibiotika zu sich nehmen.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Hypo-Sondergesetz in Kraft: Schuldenschnitt Mitte August

Nach der Unterschrift von Bundespräsident Heinz Fischer und Gegenzeichnung von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) ist das umstrittene Hypo-Sondergesetz seit gestern Nachmittag offiziell in Kraft. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat nun zwei Wochen Zeit, die in Arbeit befindliche Umsetzungsverordnung zu erlassen.

Auf dem Verordnungsweg werden die vom Schuldenschnitt, der Mitte August anläuft, erfassten Anleihen benannt. Sie werden für erloschen erklärt. Dann darf von den Gegnern - das sind in erster Linie vom Schnitt betroffene Parteien - Beschwerde eingebracht werden, was zu erwarten ist.

Gläubiger schauen durch die Finger

Mit dem Sondergesetz für die staatliche Krisenbank Hypo Alpe-Adria lässt die Republik Gläubiger von landesgarantierten Nachranganleihen im Volumen von 890 Mio. Euro bluten. Betroffene Anleihegläubiger und etliche Juristen sehen die Wertloserklärung der Verbindlichkeiten als Enteignung.

Zwar können Anleiheinvestoren auf die Herausgabe von Geldern erst klagen, wenn die jeweilige Bond-Tranche fällig ist. Verfassungs- und Feststellungsklagen sind aber schon früher möglich. Etwa von der Weltbank, die in Hypo-Anleihen mit Kärntner Landesgarantie investiert ist, wird erwartet, dass sie vor Gericht auf ihren rechtlichen Sonderstatus verweist und sich wohl durchsetzt. Im Gesetz ist auch die Einrichtung einer Abbaugesellschaft für die Hypo festgeschrieben.

Die Präsidentschaftskanzlei teilte mit, dass Fischer das Gesetz mit dem ehemaligen Präsidenten des Verfassungsgerichtshofs und jetzigen Berater in der Präsidentschaftskanzlei, Ludwig Adamovich, geprüft habe.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

NEOS will VfGH-Prüfung parlamentarisch anstoßen

Dass der Verfassungsgerichtshof das Hypo-Sondergesetz samt Schuldenschnitt wird prüfen müssen, weil Gläubiger wie ihrerseits vielfach angekündigt klagen werden, gilt als fix. NEOS fordert nun jedoch, eine Prüfung des Gesetzes durch Absicht von mindestens einem Drittel der Abgeordneten zum Nationalrat zu erwirken. Rechtlich ist das möglich.

NEOS fordert dahingehend die Klubobleute der weiteren Oppositionsparteien FPÖ, Grüne und Team Stronach (TS) in einem offen Brief auf, „dieses Begehren auf Prüfung des Hypo-Sondergesetzes gemeinsam zu verfassen und vor den Verfassungsgerichtshof zu bringen“. Im Schreiben, das der APA vorliegt, geht die kleinste Oppositionspartei davon aus, „wir sind uns alle einig, dass dieses Gesetz verfassungsrechtlich höchst bedenklich ist (...)“.

Wirtschaft

IBAN und BIC lösen Kontonummer und Bankleitzahl ab

Ab heute gilt bei Überweisungen und Lastschriften nur noch die neue, europaweit einheitliche Kontonummer IBAN und der BIC, der sogenannte Business Identifier Code. Die bisher verwendeten Kontonummern und Bankleitzahlen haben endgültig ausgedient, auch alte Zahlscheine verlieren ihre Gültigkeit.

Durch das neue System SEPA (Single Euro Payments Area) sollen Banküberweisung innerhalb der EU nur noch einen Geschäftstag dauern und nicht mehr kosten als Inlandsüberweisungen.

Neue Anhörung vor US-Gericht im Argentinien-Schuldenstreit

Nach der gescheiterten Schlichtung im Schuldenstreit zwischen Argentinien und zwei US-Hedgefonds hat ein Bundesgericht in New York eine neue Anhörung angesetzt. Richter Thomas Griesa habe für heute Vormittag einen Termin festgelegt, wie eine Sprecherin mitteilte. Einzelheiten zum Inhalt der Anhörung waren zunächst nicht bekannt.

Argentinien war in der Nacht zum zweiten Mal in 13 Jahren in eine Staatspleite geschlittert, weil es die Rückzahlung von 539 Millionen Dollar (403 Mio. Euro) an Staatsschulden bei internationalen Gläubigern versäumte.

Mehr dazu in Argentinien in Zwickmühle

Französischer Mobilfunker Iliad umwirbt T-Mobile US

Die Deutsche Telekom trifft mit ihrer Tochter T-Mobile US überraschend auf Interesse aus Frankreich. Neben dem amerikanischen Anbieter Sprint umwirbt der Billiganbieter Iliad T-Mobile US und argumentiert dabei mit den Wettbewerbsbehörden. Ein Zusammengehen von T-Mobile und Iliad dürfte keine kartellrechtlichen Probleme aufwerfen, erklärte das Pariser Unternehmen gestern.

Der Konzern setzt die eingesessenen Konzerne auf seinem Heimatmarkt mit niedrigeren Preisen unter Druck und will einem Insider zufolge mit dieser Strategie auch auf dem US-Markt vorgehen.

Die Telekom äußerte sich zunächst nicht. Aus Konzernkreisen verlautete, ein Deal mit Iliad hätte den großen Charme, dass das Risiko eines Einspruchs der US-Kartellbehörden wesentlich geringer wäre als bei einem Verkauf an Sprint.

Konkret bietet der von Milliardär Xavier Niel gegründete Konzern Iliad nun 15 Mrd. Dollar (11,19 Mrd. Euro) in bar für 56,6 Prozent der T-Mobile-Anteile. Das entspricht einem Wert von 33 Dollar je Aktie. Die verbleibenden Anteile würden mit 40,50 Dollar je Anteilsschein bewertet. Insgesamt ergibt sich so ein Offert von 36,20 Dollar je Aktie. Iliad erwartet mit der Übernahme Einsparungen von zehn Milliarden Dollar.

HypoVereinsbank räumt umstrittene Steuergeschäfte ein

Die HypoVereinsbank (HVB) hat eingeräumt, über mehrere Jahre hinweg in umstrittene Steuergeschäfte mit Aktiendividenden verwickelt gewesen zu sein. Interne Untersuchungen hätten ergeben, dass es bei der Bank von 2005 bis 2008 sogenannte Cum-Ex-Transaktionen gegeben hat, erklärte die UniCredit-Tochter gestern. Ab 2009 seien derartige Geschäfte nicht mehr abgewickelt worden.

„Die Untersuchungsergebnisse weisen auf ein Fehlverhalten Einzelner in der Vergangenheit hin“, hieß es in einer Mitteilung der Bank. Das Institut werde nun ehemalige Vorstandsmitglieder zu einer Stellungnahme auffordern.

Die Staatsanwaltschaft hatte die HVB Ende 2012 durchsucht, weil sie vermutete, dass die Bank den Fiskus zusammen mit Kunden um über 120 Millionen Euro betrog. Die Beteiligten sollen sich vom Staat Kapitalertragsteuern haben erstatten lassen, obwohl das Geld vorher nicht an das Finanzamt abgeführt wurde.

Hintergrund sind unübersichtliche Aktiengeschäfte rund um den Tag der Dividendenzahlung. Bei den Transaktionen, die auch als „Dividenden-Stripping“ bekannt sind, nutzten Banken und deren Kunden eine Gesetzeslücke, die 2012 geschlossen wurde. Ob das Verhalten generell illegal war, ist noch nicht höchstrichterlich entschieden.

Sport

Fußball: Schwarzer Tag für Grödig in Europa League

SV Scholz Grödig steht in der Europa-League-Qualifikation nach dem Drittrundenhinspiel bereits mit dem Rücken zur Wand. Das Team von Coach Michael Baur musste sich am Donnerstag in der Red Bull Arena dem moldawischen Cupsieger Zimbru Chisinau 1:2 (0:1) geschlagen geben. Damit brauchen die Salzburger in einer Woche auswärts unbedingt zwei Treffer, um doch noch ins Play-off aufzusteigen. Pechvogel des Tages war Simon Handle, der den ersten Gegentreffer verschuldete und danach auch noch selbst ins eigene Tor traf.

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Tennis: Thiem steht im Kitz-Viertelfinale

Dominic Thiem hat bei dem mit 485.760 Euro dotierten ATP-Turnier bet-at-home Cup in Kitzbühel gestern zu seiner Form gefunden. Nach den Schwierigkeiten in der ersten Runde in der Dreisatzpartie gegen den Brasilianer Joao Souza zeigte sich Österreichs Nummer eins im Achtelfinale gegen den tschechischen Hoffnungsträger Jiri Vesely stark verbessert und bewies neben spielerischer Klasse auch Kämpferqualitäten, als er im zweiten Durchgang einen Rückstand noch umdrehte und die Partie für sich entschied. Als „Lohn“ warten auf Thiem morgen vielleicht gleich zwei Spiele.

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Champions League: „Bullen“-Kampfansage vor Rückspiel

Das 1:2 im Hinspiel gegen Karabach Agdam hat Red Bull Salzburg keineswegs aus der Bahn geworfen. Verärgert über den ungünstigen Spielverlauf und entscheidende Eigenfehler, aber ungebrochen selbstbewusst und optimistisch blickten die „Bullen“ nach dem ersten Champions-League-Qualiduell kampfeslustig voraus. Für das Heimmatch am Mittwoch in Salzburg kündigte Coach Adi Hütter einen Sturmlauf auf das aserbaidschanische Tor an. „90 Minuten Powerfußball“, erwarte Karabach in Wals-Siezenheim. Die Gruppenphase haben die „Bullen“ unverändert klar im Visier.

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Chronik

200 Verletzte bei Explosionen an Gaspipeline in Taiwan

Bei mehreren Explosionen an einer Gaspipeline im Süden Taiwans sind mindestens 212 Menschen verletzt worden. Wie die Behörden heute mitteilten, ereigneten sich die Explosionen in der Stadt Kaohsiung gestern Abend.

Regierungschef Jiang Yi Huah sagte vor Journalisten, es würden mindestens fünf Tote befürchtet, darunter ein Feuerwehrmann. Die Ursache war zunächst unklar.

ICE der Deutschen Bahn wegen Rauchs an Bord geräumt

Rauch an Bord hat gestern die Fahrt eines ICE der Deutschen Bahn zwischen Limburg (Hessen) und Montabaur im Bundesland Rheinland-Pfalz gestoppt. Nach Angaben der Bundespolizei mussten rund 300 Fahrgäste in andere Züge umsteigen.

Ein Bahnsprecher sagte, der ICE 122 (Frankfurt/Main - Amsterdam) sei von der Feuerwehr untersucht worden und habe dann mit den Passagieren an Bord langsam bis Montabaur weiterfahren können, nachdem alle Geräte im betroffenen Wagen abgeschaltet waren und der Rauch sich verzogen hatte. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr geht laut Polizei von einem Defekt an der Klimaanlage aus.

Überflutungen in Niederösterreich und Salzburg

St. Pölten ist am Donnerstagnachmittag von einem Unwetter mit Starkregen heimgesucht worden. Elf Feuerwehren mit 130 Mann mussten binnen drei Stunden zu 30 Einsätzen ausrücken. Es gab Überflutungen und Verkehrsbehinderungen.

Hochwasser führte auch die Salzach. Der Fluss trat im Pinzgau oft über die Ufer und überschwemmte Gebäude, Straßen und Wiesen. In der Stadt Salzburg erreichte die Salzach gestern Nachmittag den Höchststand. Der Pegel sinkt nun langsam. Es regnet nicht mehr.

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Hochwasserwarngrenze in Schärding erreicht

In Schärding in Oberösterreich ist die Hochwasserwarngrenze des Inns erreicht. Der Pegelstand lag am Abend bei 5,95 Metern. Die Feuerwehr Schärding hat bereits erste Maßnahmen ergriffen. Der mobile Hochwasserschutz ist aufgebaut.

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Badeverbot an Neuer Donau in Wien

Aufgrund der heftigen Gewitter und Regenfälle der vergangenen Tage gilt ab morgen ein Badeverbot auf der Wiener Neuen Donau. Hochwasseralarm für die Donau wurde bereits ausgegeben, wie die Stadt Wien mitteilte.

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Unwetter brachte Regenrekord im Burgenland

Die schweren Unwetter haben gestern für einen neuen Regenrekord im Burgenland gesorgt. In Podersdorf (Bezirk Neusiedl am See) wurden in weniger als sechs Stunden 158 Millimeter Niederschlag gemessen.

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Brand Hoher Markt: Anklage fertig

Die Anklage gegen jenen Mann, der im April eine Wohnung am Hohen Markt in Wien in Brand gesteckt haben soll, ist fertig. Bei dem Feuer kam eine Studentin ums Leben. Der Mann ist nun wegen Brandstiftung mit Todesfolge angeklagt.

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IT

Studie: Android-Anteil steigt auf 85 Prozent

Das Google-Betriebssystem Android hat seine Vormachtstellung auf dem Smartphone-Markt einer Branchenstudie zufolge weiter ausgebaut. Auf Android entfielen im zweiten Quartal 85 Prozent des Marktanteils, die Konkurrenz von Apple, Microsoft und Blackberry fiel hingegen noch weiter zurück, wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Marktforschungsfirma Strategy Analytics hervorgeht.

Der innerhalb eines Jahres um 27 Prozent gestiegene Absatz von Smartphones auf weltweit 295 Millionen Geräte verdankt sich demnach in erster Linie dem Google-Betriebssystem.

Apples weltweiter Marktanteil mit dem iPhone sank der Studie zufolge im gleichen Zeitraum von 13,4 Prozent auf 11,9 Prozent. Das Windows Phone von Microsoft verzeichnete demnach ebenfalls einen Rückgang von 3,8 Prozent auf 2,7 Prozent, Blackberry rangiert sogar nur noch bei 0,6 Prozent Marktanteil. Als Wachstumsmärkte wurden vor allem Afrika und Asien ausgemacht.

Science

Wie die Kulturwelt in 2.000 Jahren gewandert ist

Paris lockt Künstler seit mehr als 700 Jahren an, in jüngerer Zeit übte Hollywood eine besondere Sogwirkung aus. Das zeigt eine umfangreiche Visualisierung, die die kulturelle Bedeutung von Städten in den vergangenen 2.000 Jahren sichtbar macht.

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Die Milchstraße ist ein „Leichtgewicht“

Die Milchstraße ist offenbar deutlich leichter als bisher gedacht: Neuen Messungen zufolge enthält sie nur halb so viel Masse wie der benachbarte Andromedanebel - und das, obwohl sie eine ähnliche Größe wie ihre Schwestergalaxie aufweist.

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Kultur

Frankreichs CNIT erregt noch immer Aufsehen

Seit den gotischen Kathedralen habe man in Frankreich nichts so Kühnes mehr gebaut wie dieses Gebäude: So formulierte es Frankreichs damaliger Kulturminister Andre Malraux, als er 1958 in Paris das Centre des Nouvelles Industries et Technologies (CNIT) einweihte. Ein Tempel für die französische Technolgieentwicklung sollte es sein - und wurde mit seiner freitragenden Kuppel selbst zum Markstein der Ingenieurskunst: In die Kubatur des CNIT würde die Kathedrale von Notre Dame gleich dreimal hineinpassen.

Charles de Gaulle hatte just in diesem Gebäude ein Monument für seine Präsidentschaft und die erhoffte Stärke der Fünften Republik gefunden. Und Francois Mitterrand, einst großer Gegner des Comebackes von De Gaulle, sollte den französischen Baugigantomanismus rund um das CNIT vollenden.

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Filmemacher und Künstler Harun Farocki tot

Der Filmemacher und Künstler Harun Farocki ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Das bestätigte die Salzburger Galerie Thaddaeus Ropac nach Berichten von „Kurier“ und dem „Monopol“-Magazin gegenüber der APA. Farocki fungierte bei zahlreichen Filmen von Christian Petzold als Drehbuchautor, unter anderem bei „Gespenster“ und „Die innere Sicherheit“.

Umfangreiches Werk

Farocki wurde am 9. Jänner 1944 in Novy Jicin (Tschechien) geboren und studierte von 1966 bis 1968 an der Deutschen Film- und Fernsehakademie (DFFB) in West-Berlin. Sein umfangreiches Oeuvre umfasst Spielfilme, Lehrfilme, essayistische Filmexperimente und Dokumentarfilme für das Fernsehen und das Kino. 2007 nahm er mit „Deep Play“ an der documenta 12 teil. Seit 2004 war er Gastprofessor, von 2006 bis 2011 ordentlicher Professor an der Akademie der bildenden Künste in Wien.

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