Ausland

Libyscher IS-Ableger Ansar al-Sharia löst sich auf

Die libysche Extremistenmiliz Ansar al-Sharia hat ihre Auflösung verkündet. Grund dafür seien die schweren Verluste im libyschen Bürgerkrieg, teilte der IS-Ableger in einer Erklärung mit. In den Kämpfen mit der Libyschen Nationalarmee des Rebellenkommandanten Khalifa Haftar hatte Ansar al-Sharia praktisch ihre ganze Führungsebene und zahlreiche Kämpfer verloren.

Die verbotene Terrororganisation soll hinter dem folgenschweren Angriff von Benghazi stecken, bei dem im Jahr 2012 US-Botschafter Christopher Stevens getötet worden war. Ansar al-Sharia versuchte danach erfolglos, die Kontrolle über den Osten Libyens zu erlangen. Im Jahr 2014 schloss sich die Jihadistenmiliz dem „Islamischen Staat“ (IS) an.

10.000 Flüchtlinge vor Libyen aus Mittelmeer gerettet

Vor der Küste Libyens sind binnen vier Tagen etwa 10.000 Bootsflüchtlinge gerettet worden. Unterdessen konnten von Mittwoch bis gestern 54 Menschen nur noch tot geborgen werden, wie die italienische Küstenwache mitteilte. Mehrere Bootsflüchtlinge würden noch vermisst.

Außerdem rettete die tunesische Armee 126 Migranten aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara, die aus Libyen nach Italien hatten fahren wollen und vor Ben Guerdane in Seenot gerieten.

1.230 Migranten nach Libyen zurückgebracht

Allein am Freitag hätten Marineschiffe und Handelsschiffe 2.200 Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet, erklärte die italienische Küstenwache, die die Einsätze koordinierte. Die Geretteten sollten nach Italien gebracht werden.

Mehr als 1.230 Menschen seien von libyschen Schiffen an Bord genommen worden und in die libyschen Städte Tripolis und Sawija gebracht worden. Laut italienischer Küstenwache wurden auch zehn Todesopfer geborgen.

Polizei veröffentlichte Bilder von Manchester-Attentäter

Die Polizei in Manchester hat gestern Abend Bilder des Attentäters Salman Abedi veröffentlicht, die den mutmaßlichen Islamisten kurz vor seinem Selbstmordanschlag auf ein Popkonzert in der nordenglischen Stadt zeigen.

Auf den zwei Fotos von Video-Überwachungskameras trägt der 22-Jährige Brite libyscher Abstammung einen Rucksack. Gekleidet ist er in eine schwarze Daunenweste, Jeans und Turnschuhe; zudem trägt er eine Baseballkappe, eine Brille und Bart.

22 Tote bei Anschlag

Die Polizei bat die Bevölkerung um Hinweise zu einer Wohnung im Stadtzentrum, in der sich Abedi unmittelbar vor der Bluttat aufgehalten haben soll.

Mit seiner Bombe hatte Abedi am Montag 22 Menschen mit in den Tod gerissen. Im Zuge der Ermittlungen befinden sich in Großbritannien elf Personen in Polizeigewahrsam. Die Polizei geht davon aus, dass ein islamistisches Netzwerk hinter dem Attentat steckt. Auch Verwandte Abedis sollen darunter sein.

Grab von General de Gaulle geschändet

Das Grab von Frankreichs legendärem Präsidenten Charles de Gaulle ist geschändet worden. Ein etwa 30 Jahre altes „Individuum“ sei gestern auf das Grab im nordfranzösischen Colombey-les-deux-Eglises gestiegen und habe mit zwei Tritten das eineinhalb Meter hohe Steinkreuz auf dem Grab umgestoßen, teilte die Polizei mit. Das Kreuz sei zerbrochen, der Grabstein aber nicht beschädigt worden.

Da die Grabstätte des Generals rund um die Uhr gefilmt wird, wissen die Ermittler nach eigenen Angaben, dass die Tat um 17.14 Uhr von einem Einzeltäter begangen wurde. Die Tat habe „weniger als eine Minute“ gedauert, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Täter war demnach nicht vermummt.

General de Gaulle hatte sich 1940 im britischen Exil an die Spitze des Freien Frankreichs gestellt, das gegen die Nazi-Besatzung kämpfte. 1958 gründete er die Fünfte Republik in Frankreich, von 1959 bis 1969 war er ihr Präsident. 1970 starb er kurz vor seinem 80. Geburtstag. In dem Dorf Colombey-les-deux-Eglises liegt er neben seiner Frau Yvonne und seiner Tochter Anne begraben.

Großdemo in Israel für Zwei-Staaten-Lösung

Tausende Israelis haben gestern in Tel Aviv für eine Beendigung des Nahost-Konflikts durch eine Zwei-Staaten-Lösung demonstriert. Die Demonstranten trugen ein Spruchband mit der Aufschrift „Zwei Staaten, eine Hoffnung“ vor sich her. Die Kundgebung war maßgeblich von der israelischen Organisation Frieden Jetzt organisiert worden, die den jüdischen Siedlungsbau im palästinensischen Westjordanland und in Ostjerusalem kritisiert.

Die Demonstration richte sich „gegen die Hoffnungslosigkeit, die uns eine Regierung beschert, die Besatzung, Gewalt und Rassismus fortführt“, sagte der Chef von Frieden Jetzt, Avi Buskila. „Es ist die Zeit gekommen, den Israelis, Palästinensern und der ganzen Welt zu beweisen, dass ein wichtiger Teil der israelischen Bevölkerung gegen die Besatzung ist und eine Zwei-Staaten-Lösung will“.

Bei der Kundgebung wurde eine Grußbotschaft des palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas verlesen. „Es ist Zeit, zusammen in Harmonie, Sicherheit und Stabilität zu leben“, appellierte Abbas demnach. „Unsere Pflicht gegenüber künftigen Generationen ist es, einen Frieden der Mutigen zu schließen.“

Zehntausende bei „Marsch der Würde“ in Madrid

In Madrid haben gestern Zehntausende Menschen für menschenwürdige Arbeitsbedingungen demonstriert. Der „Marsch der Würde“ richtete sich gegen die Arbeitsmarktpolitik der konservativen spanischen Regierung unter Ministerpräsident Mariano Rajoy.

„Brot, Arbeit, Dach und Gleichheit“

Die Demonstranten, die aus dem ganzen Land zusammengeströmt waren, trugen ein Spruchband mit der Aufschrift „Brot, Arbeit, Dach und Gleichheit“ vor sich her. Sie prangerten „miserable Arbeitsbedingungen“ und „winzige Löhne“ an.

Zu der Demonstration hatten Dutzende Gewerkschaften und linksgerichtete Organisationen aufgerufen. Die Kundgebung solle „zeigen, dass das idyllische Spanien, das sie uns verkaufen wollen, nicht das ist, was wir kennen“, sagte Mitorganisator Victor Jimenez in einer Videobotschaft.

Arbeitsmarkt 2012 reformiert

Der Protestzug richtete sich unter anderem gegen eine Arbeitsmarktreform von Rajoys Regierung im Jahr 2012, durch die Abfindungszahlungen bei Kündigungen drastisch reduziert und Massenentlassungen ohne wirtschaftliche Gründe erlaubt wurden.

Die Reform sorgte zwar für einen Rückgang der hohen Arbeitslosenzahlen, allerdings haben viele Menschen trotz ihrer Arbeit nicht genug Geld zum Leben. Rajoy, der mittlerweile eine Minderheitsregierung führt, hat immer ausgeschlossen, die Reform rückgängig zu machen.

Marokkos Behörden suchen Anführer von Protesten

Nach mehrmonatigen Protesten in der Rif-Region im Norden Marokkos suchen die Behörden per Haftbefehl nach einen der mutmaßlichen Anführer. Nasser Zefzafi habe gemeinsam mit anderen Beschuldigten die Predigt eines Imams in einer Moschee in der Stadt Al-Hoceima gestört, teilte die Staatsanwaltschaft des Königreichs gestern zur Begründung mit.

Al-Hoceima war eine der Hochburgen der Massenproteste, die es im Zuge des Arabischen Frühlings im Jahr 2011 auch in Marokko gab. Neu angeheizt wurde der Aufruhr durch den grausamen Tod eines Fischverkäufers im vergangenen Oktober. Er starb in der Presse eines Müllwagens, als er versuchte, Behördenmitarbeiter daran zu hindern, seine Ware zu zerstören.

Bei den Protesten geht es auch um den Kampf gegen Arbeitslosigkeit und Korruption in der von Berbern bewohnten Rif-Region.

AfD-Spitzenkandidatin für Kopftuchverbot in Deutschland

Die Spitzenkandidatin der rechtspopulistischen AfD für die deutsche Bundestagswahl, Alice Weidel, fordert neben einem Verbot der Vollverschleierung auch ein Kopftuchverbot. „Kopftücher gehören aus dem öffentlichen Raum und von der Straße verbannt. Das sollte gesetzlich festgelegt werden“, sagte Weidel dem „Tagesspiegel“ (Sonntag-Ausgabe).

Mit dem Kopftuch werde die „Apartheid“ von Männern und Frauen zur Schau gestellt. Es sei ein „absolut sexistisches Symbol“. „Das Kopftuch gehört nicht zu Deutschland“, erklärte Weidel. Der Gesichtsschleier Nikab, der nur die Augen freilässt, und die Burka sollten verboten werden, und zwar „überall“, verlangte die AfD-Politikerin weiter. Verstöße sollten „unter eine empfindliche Geldstrafe gestellt werden“.

Im Wahlprogramm der AfD heißt es, der Islam „gehört nicht zu Deutschland“. Die Partei will im September erstmals in den Deutschen Bundestag einziehen.

Inland

Strolz wünscht sich Schwarz-Grün-Pink

NEOS-Chef Matthias Strolz kann sich nach der vorgezogenen Nationalratswahl im Herbst eine Dreierkoalition vorstellen - eine solche wäre „ein großer Fortschritt“, sagte er gestern in der Ö1- Reihe „Im Journal zu Gast“. Schwarz-Grün-NEOS hielte er „für eine kraftvolle Zukunftsansage“, Rot-Grün-NEOS wäre für Strolz „auch okay“. Mit der FPÖ gehe sich eine Koalition programmatisch nicht aus.

Fürs Wahlkampfbudget will man wieder Crowdfunding betreiben und so zwischen 1,5 und zwei Millionen Euro zusammenbekommen, sagte Strolz der „Tiroler Tageszeitung“ und den „Vorarlberger Nachrichten“ (Samstag-Ausgaben).

Feriendebatte: Richtig schulfrei, aber wann?

Sind Österreichs Schüler Ferienweltmeister? Gehobene Mitte, würde der OECD-Bildungsvergleich sagen. Und vielleicht haben Österreichs Schüler nur zu lange zur falschen Zeit frei. Verlängerte Wochenenden und schulautonome Tage, die hauptsächlich zur Wochenendverlängerung herangezogen werden, befeuern jedes Jahr die Debatte: Wann sollen Schüler frei haben? Und wo und wann können die Eltern auf eine ordentliche Betreuung ihrer Schützlinge in der Schulfreizeit rechnen?

Mehr dazu in Das Tauziehen um die freien Schultage

Sport

Formel 1: Räikkönen überrascht mit Pole in Monaco

Kimi Räikkönen geht heute (14.00 Uhr live in ORF eins) als Erster in den Grand Prix von Monaco. Der finnische Ferrari-Pilot setzte sich am Samstag in einem turbulenten Qualifying hauchdünn vor seinem Teamkollegen Sebastian Vettel durch und beendete damit eine neun Jahre lange Durststrecke.

Der große Verlierer war Lewis Hamilton. Für den WM-Zweiten kam bereits in Q2 das Aus. Nachdem Hamilton zuerst nicht auf Touren kam, hatte der Engländer auf seiner letzten schnellen Runde auch noch Pech.

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Fußball: Arsenal vermiest Chelsea Double

Arsenal hat gestern Abend im FA-Cup-Finale in London Meister Chelsea das Double vermiest und nach einer durchwachsenen Saison doch noch einen krönenden Schlusspunkt gesetzt. Die „Gunners“ setzten sich im Wembley-Stadion gegen die „Blues“ in einer hitzigen Partie durch und krönten sich mit dem 13. Titel zum Rekordchampion im FA-Cup.

Chelsea kämpfte sich nach schnellem Rückstand mit einem Mann weniger zwar noch einmal zurück, eine Unachtsamkeit der Abwehr ließ aber am Ende doch Arsenal jubeln.

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Giro d’Italia: Kampf um Rosa wird zu Krimi

Der Kampf um den Gesamtsieg bei der 100. Ausgabe des Giro d’Italia wird heute im Einzelzeitfahren nach Mailand zu einem Krimi. Spitzenreiter Nairo Quintana vergrößerte auf der 20. Etappe gestern nach Asiago seinen Vorsprung auf den nun drittplatzierten Tom Dumoulin zwar um weitere 15 Sekunden, der Niederländer ist aber klarer Favorit im Zeitfahren. Den Tagessieg auf der vorletzten Etappe holte sich im Sprint einer Ausreißergruppe rund um Quintana der Franzose Thibaut Pinot.

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Bundesliga: Ried setzt auf grün-weiße Hilfe

Der Absteiger der Saison 2016/17 der tipico-Bundesliga heißt entweder SV Ried oder SKN St. Pölten. In der 36. und letzten Runde wird morgen im Fernduell entschieden, wer in der kommenden Saison eine Stufe tiefer spielen muss.

Schlusslicht Ried benötigt einen Sieg gegen Mattersburg und grün-weiße Hilfe beim Gastspiel der St. Pöltner bei Rapid, um doch noch von der Klinge zu springen. Im Innviertel ist man überzeugt, dass es diesmal anders läuft als noch im Jahr 2003.

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Wirtschaft

BMW-Produktion stockt wegen Zulieferproblemen

Eine Zulieferkrise beeinträchtigt nach einem Bericht des Magazins „Focus“ an deutschen BMW-Standorten die Produktion des Autoherstellers. Weil es mit einem italienischen Zulieferer große Versorgungsprobleme bei Lenkgetrieben gebe, stünden seit Freitag bei einem der modernsten BMW-Werke in Leipzig die Bänder still, bestätigte das Unternehmen dem Magazin.

Das Magazin zitierte einen BMW-Sprecher mit den Worten: „Bei der Belieferung von einzelnen Bauteilen kommt es derzeit zu Unregelmäßigkeiten, deswegen gibt es im Werk Leipzig derzeit einen Produktionsstopp.“ Auch am Standort München sei die Produktion vergangene Woche an zwei Tagen eingeschränkt gewesen.

Die Zulieferkrise droht sich dem Magazin zufolge auch weltweit auszuwirken. Auch die Werke in Südafrika und China könnten demnächst von Produktionseinschränkungen betroffen sein.

Chronik

Vier Tote bei Hausbrand im spanischen Bilbao

Vier Menschen sind gestern bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus im nordspanischen Bilbao ums Leben gekommen. Bei den Todesopfern handle es sich um zwei Erwachsene, einen Jugendlichen und ein Baby, teilte der Notdienst der baskischen Stadt mit. Neun Verletzte seien in Krankenhäuser gebracht worden. Zwei von ihnen seien schwer verletzt, hieß es.

Zahlreiche weitere Bewohner und Nachbarn wurden den amtlichen Angaben zufolge mit leichten Rauchgasvergiftungen an Ort und Stelle behandelt.

Das Feuer war in den frühen Morgenstunden in dem zum Teil aus Holz gebauten, sehr alten Haus ausgebrochen. Die Ursache des Brandes blieb zunächst unbekannt. Die Flammen konnten nach gut eineinhalb Stunden gelöscht werden.

Kultur

US-Rockpionier Gregg Allman tot

Der US-Rockmusiker Gregg Allman ist tot. Der Gründer der Allman Brothers Band starb im Alter von 69 Jahren friedlich in seinem Haus in Savannah im US-Staat Georgia, wie das Musikmagazin „Billboard“ gestern unter Berufung auf eine Mitteilung auf der Homepage des Künstlers berichtete.

Gregg Allman

APA/AP/Invision/Charles Sykes

Zu Allmans berühmtesten Songs gehören Klassiker wie „Midnight Rider“ und „Melissa“. Allman, ein Wegbereiter des Southern Rock, hatte seit Jahren gesundheitliche Probleme. Der Kurzzeitehemann von Popikone Cher überwand aber seine Drogenabhängigkeit und familiären Probleme und war in den vergangenen Jahren als Altstar des Southern Rock viel beachtet.

Filmfestspiele von Cannes gehen zu Ende

Heute gehen die 70. Filmfestspiele von Cannes mit der großen Preisverleihung zu Ende. Dabei kann sich Michael Haneke Hoffnungen auf seine dritte Goldene Palme machen. Der 75-Jährige, der mit dem Familiendrama „Happy End“ im Bewerb ist, wäre der erste Filmemacher, dem dieses Preistriple gelingen würde. Haneke ist zum siebenten Mal im Rennen um den Hauptpreis.

Zu den großen Favoriten zählen nach Meinung der Kritiker heuer jedoch andere der insgesamt 19 Filme im Wettbewerb. Neben den Regiearbeiten von Ruben Östlund („The Square“), Sofia Coppola („The Beguiled“) oder Yorgos Lanthimos („The Killing of a Sacred Deer“) kam etwa auch die Produktion „Okja“ des Südkoreaners Bong Joon Ho an der Croisette gut an. Letztere ist allerdings nicht unumstritten, da sie eine von zwei Beiträgen des Streaminganbieters Netflix im Tournament darstellt.

Über die Preisvergabe entscheidet die neunköpfige Jury unter Vorsitz des spanischen Regisseurs Pedro Almodovar, der unter anderen auch „Toni Erdmann“-Regisseurin Maren Ade angehört.

Gesundheit

Indische Regierung bestätigt Zika-Fälle

Die indische Regierung hat mehrere Infektionen mit dem Zika-Virus bestätigt. Die Infektionen seien bei Routinelaboruntersuchungen im westlichen Unionsstaat Gujarat festgestellt worden, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter Berufung auf das indische Gesundheitsministerium mit.

In einem Zeitraum von mehr als einem Jahr seien mehrere Infektionen diagnostiziert worden. Die Zahl der Fälle lege eine „geringe Übertragung des Zika-Virus“ in Indien nahe, hob die WHO hervor. In der Zukunft könne es aber weitere Fälle geben. Die indischen Gesundheitsbehörden müssten daher ihr Augenmerk verstärkt auf Zika-Symptome richten.

Zum aktuellen Zustand der Zika-Patienten in Indien wurden keine Angaben gemacht. Zu ihnen zählte auch eine schwangere Frau.

Missbildungen bei Neugeborenen

Das Zika-Virus, gegen das es keinen Impfstoff gibt, wird von der Ägyptischen Tigermücke übertragen, kann zu grippeähnlichen Symptomen führen und ist normalerweise nicht tödlich. Schwangere können das Virus aber auf ihre ungeborenen Kinder übertragen.

Forscher gehen davon aus, dass Zika bei Embryos Mikrozephalie auslösen kann: Babys kommen dann mit einem viel zu kleinen Kopf auf die Welt, sind deshalb oftmals geistig behindert und leiden unter neurologischen Störungen.

Science