Ausland

300 mutmaßliche Islamisten in Ägypten angeklagt

Rund 300 mutmaßliche Islamisten aus dem Umfeld der verbotenen Muslimbruderschaft müssen sich in Ägypten wegen einer Anschlagserie vor Gericht verantworten. Die 304 Angeklagten seien Mitglieder der militanten Gruppen Hassam und Liwaa al-Thaura, die sich zu mehreren Attacken in Kairo und im Nil-Delta bekannt hatten, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Die meisten Beschuldigten, unter ihnen auch die Anführer der Muslimbruderschaft in der Türkei, leben im Ausland. Die Anklage wirft ihnen vor, nach der Zerschlagung der Muslimbruderschaft den bewaffneten Kampf gegen die Regierung fortgesetzt zu haben. Die Anhänger der Islamistenorganisation, aus deren Reihen der 2013 entmachtete Präsident Mohammed Mursi hervorgegangen war, weisen jegliche Verantwortung für solche Gewalttaten zurück.

Trumps Finanzminister verteidigt sich vor Senat

Der designierte US-Finanzminister Steven Mnuchin weist Vorwürfe zurück, er habe mit seiner Bank OneWest während der Finanzkrise Zehntausende Hausbesitzer durch Zwangsversteigerungen in den Ruin getrieben. Ihm werde seit seiner Nominierung vorgehalten, die Schwierigkeiten anderer zur Gewinnsteigerung ausgenutzt zu haben, heißt es im Entwurf seiner Eingangserklärung für die kommende Senatsanhörung.

Mnuchin: Vorwürfe politisch motiviert

„Nichts könnte von der Wahrheit weiter entfernt sein“, sagte der ehemalige Goldman-Sachs-Banker, Hedgefonds-Manager und Hollywood-Investor. Die Vorwürfe gegen ihn seien politisch motiviert, so Mnuchin. Seine Bank habe keineswegs reihenweise Zwangsversteigerungen veranlasst. Vielmehr habe OneWest Zehntausenden säumigen Schuldnern Krediterleichterung gewährt, damit sie ihr Eigentum behalten könnten.

Mnuchin wehrt sich mit seinen Äußerungen gegen Vorwürfe der Demokraten, er habe nach einer für seine Bank lukrativen Übereinkunft mit der Einlagensicherung FDIC zur Übernahme von Verlusten mehr als 36.000 Zwangsversteigerungen angeordnet.

Der Senat muss zustimmen, damit Mnuchin wie von Trump gewünscht Finanzminister werden kann. Als Finanzminister erwartet den ehemaligen Wall-Street-Manager eine schwierige Aufgabe, weil Trumps Pläne für niedrigere Steuern und höhere Ausgaben das US-Haushaltsdefizit und den Dollar in die Höhe treiben sowie die Inflation anheizen könnten.

Studie: IS verlor 2016 Viertel seines Territoriums

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat im vergangenen Jahr im Irak und in Syrien knapp ein Viertel des von ihr kontrollierten Gebiets verloren. Zwischen Jänner und Dezember 2016 schrumpfte das Gebiet des vom IS ausgerufenen „Kalifats“ von 78.000 auf 60.400 Quadratkilometer, wie es in einer heute veröffentlichten Studie der britischen Beratungsfirma IHS Markit heißt.

Anfang 2015 umfasste das vom IS kontrollierte Gebiet noch 90.800 Quadratkilometer. Die irakischen Truppen haben vor drei Monaten eine Offensive zur Rückeroberung der zweitgrößten irakischen Stadt Mossul gestartet.

Morde in Palmyra

Die antike syrische Stadt Palmyra konnte der IS hingegen im Dezember zum zweiten Mal erobern. Jüngsten Berichten der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien zufolge töteten IS-Kämpfer dort nun mindestens zwölf Menschen. Die Opfer seien geköpft oder erschossen worden.

Inland

Zahl der Asylentscheidungen stieg stark

Die Zahl der Entscheidungen im Asylverfahren ist im Vorjahr stark gestiegen, und zwar auf 57.439 in der Erstinstanz. Das eilte das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl heute in einer Bilanz mit. In 48 Prozent der Fälle gab es positive Entscheidungen, also entweder Asyl oder subsidiären Schutz.

Besonders gute Chancen hatten Flüchtlinge aus Syrien, die zu 89 Prozent positiv beschieden wurden. Auch bei Bürgern Somalias gab es noch mehrheitlich (57 Prozent) schutzgewährende Entscheidungen. Die Verfahrensdauer lag durchschnittlich bei neun Monaten. Heuer will man acht Monate erreichen und Mitte 2018 auf drei Monaten sein.

Stärkste Nation bei den Anträgen waren Afghanen mit gesamt 11.742. Dahinter folgten Syrer mit 8.845 und Iraker mit 2.837.

Sobotka, De Maiziere für längere Grenzkontrollen

Deutschland und Österreich wollen die Grenzkontrollen auf unbestimmte Zeit verlängern. Wegen der noch nicht ausreichenden Sicherung der EU-Außengrenzen und der derzeitigen Terrorlage sei das erforderlich, sagte Deutschlands Innenminister Thomas de Maiziere heute in Berlin nach einem Treffen mit Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP).

„Die entsprechenden Maßnahmen werden wir dann auch ergreifen.“ Ein gemeinsames Vorgehen soll mit weiteren Staaten wie Dänemark bei einem Treffen der EU-Innenminister in Malta nächste Woche besprochen werden. De Maiziere hatte bereits Ende des Jahres angekündigt, die Kontrollen deutlich über den Februar hinaus fortzusetzen zu wollen.

Die Grenzen zu Deutschland seien zwar „wahre Wirtschaftsachsen“, sagte Sobotka. Nur sei auch das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung gestiegen. „Wir unterstützen den Weg Deutschlands.“

Heer plant Investitionen von 200 Millionen Euro

Das Bundesheer will heuer rund 200 Millionen Euro in Ausrüstung und Gerät investieren. So sollen 40 Allschutztransportfahrzeuge Dingo um insgesamt 51 Mio. Euro beschafft werden, auf der Einkaufsliste stehen außerdem 34 Mannschaftstransportpanzer Pandur.

Geld wird auch in die persönliche Ausrüstung der Soldaten gesteckt. Diese soll modernisiert beziehungsweise ergänzt werden. Dabei geht es um Kampfhelme, Headsets, Schutzbrillen, Gehörschutz und Schutzwesten.

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Mikl-Leitner deutet Unterschiede zu Pröll an

Die künftige niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat in einem ersten großen Interview in dieser Funktion mit dem ORF Niederösterreich erste Unterschiede zur Amtsführung von Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) angedeutet.

Neben erwartbarer Würdigung von Prölls Verdiensten betonte sie dabei, sie seien „zwei unterschiedliche Persönlichkeiten und sind beide in einer anderen Zeit groß geworden“.

Mikl-Leitner glaubt laut eigenen Worten, „wir sollten uns mehr mit den Inhalten beschäftigen“. Als Themen nannte sie die steigende Notwendigkeit von auch internationaler Kooperation und „konkrete Weichenstellungen“ angesichts des Zeitalters der Digitalisierung. Dabei will sie auch jene Kontakte nützen, die sie als Innenministerin knüpfen konnte.

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Wirtschaft

EZB belässt Leitzins auf Rekordtief

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat erwartungsgemäß ihre Leitzinsen nicht verändert. Der Schlüsselsatz zur Geldversorgung der Geschäftsbanken bleibt bei 0,0 Prozent, wie die EZB heute mitteilte.

Auf diesem Rekordtief liegt er bereits seit März 2016. Auch die Strafzinsen für Banken, wenn diese über Nacht überschüssiges Kapital bei der EZB parken, wurden nicht angetastet. Der Einlagensatz bleibt bei minus 0,4 Prozent.

Textildiskonter KiK will bald USA erobern

Die Turbulenzen im deutschen Modehandel können dem Textildiskonter KiK nichts anhaben. 2016 sei ein „extrem gutes Jahr“ für das Unternehmen gewesen, sagte Firmenchef Patrick Zahn in Düsseldorf. Während viele andere Textilhändler zu kämpfen hätten, habe KiK die Umsätze erneut deutlich gesteigert.

In den nächsten Jahren will der Billiganbieter die Zahl der Filialen von derzeit 3.439 auf rund 5.000 erhöhen. Allein in diesem Jahr sollen 188 neue Geschäfte hinzukommen. Zusätzlich übernimmt KiK 40 bis 60 deutsche Filialen der Schweizer Modekette Charles Vögele.

„Fast unbegrenztes Wachstumspotenzial“

Der größte Teil des Wachstums soll sich jedoch künftig im Ausland abspielen. Bisher ist der Textildiskonter außer in Deutschland und Österreich in acht europäischen Ländern präsent. Bereits in diesem Jahr sollen darüber hinaus die ersten Filialen in Italien eröffnet werden. Danach soll jedes Jahr ein weiteres europäisches Land folgen.

Für 2019 plant KiK außerdem den Einstieg in den US-Markt. „Wir sind überzeugt, dass KiK perfekt in die USA passt“, sagte Zahn. Bisher gebe es dort eigentlich keine Textildiskonter. Für das Unternehmen biete sich hier ein fast unbegrenztes Wachstumspotenzial. Vorbild sei nicht zuletzt der Diskonter Aldi, der in den USA seit Jahren erfolgreich sei.

Winterkorn bestreitet frühzeitige Kenntnis von Abgasskandal

Der frühere VW-Chef Martin Winterkorn hat vor dem Untersuchungsausschuss des deutschen Bundestags zum Abgasskandal bestritten, frühzeitig über die Manipulationen informiert gewesen zu sein. „Das ist nicht der Fall“, sagte Winterkorn heute zu den Berichten, wonach er früher über die Vorgänge informiert gewesen sei als bisher bekannt. Zu Beginn seiner Befragung als Zeuge zeigte er sich erschüttert von dem Skandal.

„Lückenlose Aufklärung war und ist jetzt das Gebot der Stunde“, sagte Winterkorn, der in Begleitung von zwei Anwälten vor dem Ausschuss erschien. Der Skandal habe Volkswagen „in eine schwere Krise gestürzt“. „Das endgültige Ausmaß des Schadens ist bis heute nicht vollends absehbar.“

Die Sache koste Volkswagen „Unmengen Geld und, was mindestens ebenso schwer wiegt, das Vertrauen der Kunden und der Bevölkerung“. Winterkorn entschuldigte sich erneut.

„Kein Schreckensregime“

Der 69-Jährige ergänzte, es stelle sich die „berechtigte Frage“, wie das passieren konnte. Die „Kardinalfrage“ laute: „Wer ist dafür verantwortlich?“ Unter seiner Führung habe es aber „mit Sicherheit kein Schreckensregime“ gegeben. „Nie hatte ich den Eindruck, dass man sich scheute, ein offenes Wort an mich zu richten“, sagte Winterkorn in seinem Eingangsstatement.

„Habe rasch informiert“

Nach dem Bekanntwerden der Manipulationen Ende September 2015 habe er sowohl die deutsche Regierung als auch die zuständigen Behörden rasch über das Ausmaß informiert, so Winterkorn.

Im Herbst 2015 war bekanntgeworden, dass VW mit einer illegalen Software den Abgasausstoß seiner Autos bei Tests drückte. Winterkorn trat kurz darauf zurück.

Sport

Ski alpin: Reichelt kratzt in Kitz an Trainingsbestzeit

Die Abfahrt auf der Streif von Kitzbühel am Samstag (11.30 Uhr, live in ORF eins) verspricht ein enges Rennen zu werden. Denn das letzte Training wurde heute zu einem Hundertstelkrimi. Hannes Reichelt belegte mit nur 0,02 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit als bester Österreicher Rang zwei.

Schneller als der Sieger von 2014 war nur der Norweger Aleksander Aamodt Kilde. Auch der Dritte Kjetil Jansrud lag nur 0,07 Sekunden hinter seinem Landsmann. Keinen guten Tag erwischten hingegen die Abfahrer aus den USA.

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Fußball: Manchester United neuer Umsatz-König

Sportlich ist es bei Manchester United in der vergangenen Saison nicht nach Wunsch gegangen, finanziell ist der englische Rekordmeister jedoch erstmals seit 2003/04 wieder Umsatz-König. Das geht aus der Studie „Football Money League“ der Wirtschaftsprüfer von Deloitte hervor.

ManUnited löste mit einer Steigerung von 169,5 Mio. Euro im Vergleich zum Jahr davor Real Madrid als umsatzstärksten Club der Welt ab und steht damit stellvertretend für den Erfolg der englischen Liga.

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Chronik

Feuerwehrleute bei Hochhauseinsturz im Iran verschüttet

Das älteste Hochhaus des Iran ist heute nach einem Brand in den obersten Stockwerken eingestürzt. Dabei wurden Dutzende Feuerwehrleute verschüttet.

Laut Berichten des Staatsfernsehens waren rund 200 Helfer im Einsatz am Plasco-Gebäude im Zentrum der iranischen Hauptstadt, als das 15-stöckige Gebäude kollabierte. Der Einsturz war live im Fernsehen zu sehen.

Das Hochhaus stürzte nach Ausbruch eines Feuers ein. Feuerwehrleute befanden sich noch im Gebäude.

In dem Hochhaus aus den 1960er Jahren befanden sich unter anderem ein Einkaufszentrum und Schneiderwerkstätten.

Beute in Millionenhöhe bei Juwelierraub in Cannes

Bei einem Überfall auf einen Juwelier im südfranzösischen Cannes hat ein Unbekannter Schmuck im Wert von 15 Millionen Euro erbeutet. Der Mann gab sich zunächst als Kunde aus, als er den Juwelier Harry Winston betrat, und zog dann eine Pistole, wie die Polizei gestern mitteilte. Anschließend flüchtete er zu Fuß mit seiner Beute.

Bei dem Überfall an der bekannten Uferpromenade von Cannes wurde kein Schuss abgegeben. Die Polizei versuchte, dem Täter mit Hilfe von Überwachungsvideos auf die Spur zu kommen. Der Mann war bei dem Überfall nicht maskiert, trug aber eine Sonnenbrille.

In der mondänen Festivalstadt Cannes kommt es immer wieder zu aufsehenerregenden Überfällen auf Juweliere. Im Juli 2013 hatte ein bewaffneter Mann bei einem Rekordraub Dutzende mit Diamanten besetzte Schmuckstücke im Wert von mehr als 100 Millionen Euro erbeutet.

Gesundheit

Deutschland gibt Cannabis auf Rezept frei

Schwerkranke Menschen können in Deutschland künftig auf Kassenkosten Cannabis auf Rezept als Medizin erhalten, wenn ihnen nicht anders geholfen werden kann. Der deutsche Bundestag verabschiedete heute einstimmig eine entsprechende Gesetzesnovelle. Der Eigenanbau von Cannabis bleibt in Deutschland aber verboten.

Mit der Neuregelung, die im März in Kraft tritt, wird es schwer erkrankten Patienten unter bestimmten Voraussetzungen ermöglicht, getrocknete Cannabisblüten und Cannabisextrakte auf ärztliche Verschreibung in Apotheken zu erhalten. In Ausnahmefällen sollen Patienten auch Anspruch auf im Ausland zugelassene Fertigarzneimittel mit den Wirkstoffen Dronabinol und Nabilon erhalten.

Science

Bedeutender Wikinger-Fund in Schweden

Archäologen aus Stockholm und Schleswig haben in Schweden den Sitz eines Wikinger-Herrschers entdeckt und möglicherweise auch die erste Kirche Nordeuropas. „Wenn dort die erste Kirche in Skandinavien liegt, hat das große Auswirkungen für den frühen Prozess der Christianisierung, auf das Verhältnis von Christlichem und Heidnischem“, sagte Archäologe Sven Kalmring heute.

Der Wissenschaftler vom Schleswiger Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie (ZBSA) und seine schwedischen Kollegen Johan Runer und Andreas Viberg hatten 2016 in Birka nahe Stockholm mittels Geophysik die Reste der rund 40 Meter langen Halle entdeckt. Sie sind überzeugt: Dort muss Präfekt Herigar regiert haben.

„Eine Kapelle“ gebaut

Schriftlichen Quellen zufolge war er einer der Ersten, die Ansgar, der Hamburger Missionar des Nordens, um 830 taufte. „Nur wenig später“, so hielt es Ansgars Nachfolger Rimbert fest, baute Herigar dort „eine Kapelle und bewährte sich fromm im Dienste Gottes“. All das, vor allem aber das von den Forschern entdeckte, an die schiffsförmige Halle grenzende Heiligtum wollen sie nun rasch ausgraben. „Wir wissen jetzt wo“, sagte Kalmring. Womöglich sei eine heidnische Kultstätte später zur Kirche umgewidmet worden.

Die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Siedlung Birka ist älter als gedacht. Bereits in der Merowinger- und Vendelzeit (650 bis 750 nach Christus) sei das Gelände um den Kreuzhafen - später getrennt von einem Stadtwall - besiedelt gewesen, so die Forscher weiter. Birka gehört neben Ribe in Dänemark, Kaupang in Norwegen und Haithabu in Schleswig-Holstein zu den ersten bedeutenden Stadtexperimenten der Wikinger.

Kultur

„Manchester by the Sea“: Familiendrama mit Tiefgang

„Manchester by the Sea“, so lautet der Name einer rund 6.000 Einwohner zählenden Küstenstadt an der amerikanischen Ostküste, rund eine Autostunde von Boston entfernt. Dort siedelt US-Regisseur Kenneth Lonergan sein gleichnamiges Drama an.

Kenneth Lonergans Familiendrama gilt als einer der besten Filme des letzten Jahres und hat bereits zahlreiche Auszeichnungen gewonnen.

Im Mittelpunkt steht ein Mann Mitte 30, der durch den Tod seines Bruders aus seiner Lebenslethargie gerissen wird. „Manchester by the Sea“ gilt als einer der Mitfavoriten für den Oscar als bester Film, Casey Affleck wird als einer der besten Hauptdarsteller gehandelt.

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Verlage können Hörbücher nun direkt Apple anbieten

Nach Verfahren deutscher und europäischer Wettbewerbshüter wird Apple die Hörbücher für seine iTunes-Plattform nicht mehr nur exklusiv bei der Amazon-Tochter Audible beziehen. Die EU-Kommission und das deutsche Bundeskartellamt begrüßten den Schritt und stellten ihre Verfahren ein. Sie gingen auf eine Beschwerde des Börsenverbands des Deutschen Buchhandels zurück.

Der Verband, der die Interessen von deutschen Verlagen und Buchhandlungen vertritt, ging gegen die Exklusivvereinbarungen vor, laut denen Apple die Hörbücher für seinen Download-Dienst nur bei Audible bezog. Audible belieferte keine anderen Musikplattformen. Diese weltweite Ausschließlichkeit wurde zum Jänner aufgehoben.

Audible wird weiter mit Apple zusammenarbeiten - die Verlage können nun aber auch direkt ihre Hörbücher dem iPhone-Konzern anbieten.

Paul McCartney klagt Sony wegen Songrechten

Ex-Beatle Paul McCartney hat in New York Klage gegen den Musikverlag Sony/ATV eingereicht. Er versucht, die Rechte an 267 Songs zurückzubekommen, die er und John Lennon zwischen 1962 und 1971 geschrieben haben. Dazu gehören etwa „Let It Be“, „Across the Universe“ und „Love Me Do“.

McCartney hatte Rechte vor Jahrzehnten an verschiedene Verlage verkauft. Michael Jackson erwarb diese in der Folge. Nach Jacksons Tod verkauften die Erben die Anteile für 750 Millionen Dollar an Sony.

Seit 2008 informierte McCartney den Konzern wiederholt darüber, die Rechte zurückfordern zu wollen. Rechtlich wird das nun unter dem US Copyright Act möglich, etwa für den Hit „Love Me Do“ im Oktober 2018.

„Verborgene Schönheit“: Will Smith auf Trauermission

Mit großem Staraufgebot startet diese Woche „Verborgene Schönheit“ in den heimischen Kinos. Will Smith spielt Howard, den Chef einer erfolgreichen Werbeagentur. Nach dem Tod seiner kleinen Tochter zieht er sich zurück. Nur in Briefen, die er an „Liebe“, „Zeit“ und „Tod“ adressiert, versucht er, die Tragödie zu verarbeiten.

Will Smith spielt einen Vater, der nach dem Tod seiner Tochter seinen Lebensmut verliert.

Um den einsilbigen Howard ins Jetzt zurückzuholen, engagieren seine Kollegen ein Schauspielertrio: Amy (Keira Knightley), Raffi und Brigitte (Helen Mirren) sollen als die Allegorien in Howards Alltag auftauchen und ihn dazu bewegen, seine fatalistische Weltsicht abzulegen. In weiteren Rollen sind Kate Winslet und Edward Norton zu sehen.

Religion

IT

Deutsche Seite Yolocaust wird zu Internethit

Der deutsche Autor und Satiriker Shahak Shapira (28) hat mit einer entlarvenden Website über das Verhalten von Touristen am Holocaust-Mahnmal in Berlin einen Internethit gelandet.

Die Seite Yolocaust.de wurde nach Angaben von Shapiras Agentin in den ersten zwölf Stunden mehr als 500.000-mal aufgerufen. Das Wort „yolocaust“ setzt sich aus dem in sozialen Netzwerken beliebten Hashtag YOLO (You Only Live Once/Du lebst nur einmal) und Holocaust zusammen.

Auf der Website hat Shapira Fotos aus Sozialen Netzwerken zusammengestellt, auf denen Touristen am Denkmal für die ermordeten Juden Europas fröhlich posieren. Bewegt man den Mauszeiger über die Bilder, werden die Protagonisten in Bilder aus nationalsozialistischen Vernichtungslagern montiert.

„Der deutscheste Jude der Welt“

Die Idee für die Website sei in den vergangenen Monaten entstanden, sagte die Sprecherin. Anlass der Veröffentlichung sei der Tag zum Gedenken an die Opfer des Holocaust am 27. Jänner.

Der in Israel geborene Shapira wurde Anfang 2015 in Deutschland bekannt. Er hatte sich nicht gefallen lassen, dass junge Männer in der Berliner U-Bahn antisemitische und antiisraelische Parolen grölten, und war deshalb bespuckt und verprügelt worden. Die Geschichte seiner Familie und das Leben als Jude in Deutschland hat er in seinem Buch „Das wird man ja wohl noch schreiben dürfen! Wie ich der deutscheste Jude der Welt wurde“ beschrieben.

„Super Mario“ ab März auch für Android

Drei Monate nach dem Start auf dem iPhone kommt die Spiele-App „Super Mario Run“ auch auf Android-Smartphones. Nintendo kündigte heute an, im März stehe das Spiel zur Verfügung. Am 2. Februar startet das japanische Unternehmen mit dem taktischen Rollenspiel „Fire Emblem Heroes“ - es läuft auf den Betriebssystemen von Apple und von Google.

An der Spitze der Downloadcharts

Nintendo bietet erst seit Kurzem Spiele auch fürs Smartphone an. Das Unternehmen dürfte auch durch den Erfolg von „Pokemon Go“ in seiner neuen Strategie bestärkt worden sein. Die Spiele-App war von Niantic mit Unterstützung von Nintendo entwickelt worden und ist enorm erfolgreich.

„Super Mario“ ist seit Mitte Dezember für iPhone-Nutzer verfügbar. Eine Basisversion ist kostenlos, die Komplettversion kostet allerdings 9,99 Euro. Das Spiel schaffte es laut Marktforschungsunternehmen Sensor Tower innerhalb kürzester Zeit an die Spitze der Downloadcharts in Deutschland, Japan, Australien und Großbritannien.

Lifestyle