Ausland

Neonazi-Terror: Gutachten sieht Zschäpe als Brandstifterin

Ein kriminaltechnisches Gutachten hat die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe offenbar als Brandstifterin von Zwickau überführt. Chemiker des Landeskriminalamts (LKA) Sachsen hätten in Zschäpes Socken Rückstände nachgewiesen, die höchstwahrscheinlich von Benzin stammten, berichtete das Magazin „Focus“.

Auch in Resten der ausgebrannten Wohnung - etwa in Teppichen, Sitzpolstern und im Holzfußboden - habe der Experte Spuren von Kraftstoff gefunden.

Brand sollte Beweise vernichten

Die Socken waren laut „Focus“ am 8. November sichergestellt worden, nachdem Zschäpe sich freiwillig bei der Polizei gemeldet hatte. Die 37-Jährige soll nach dem Tod ihrer Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt am 4. November die Wohnung des Trios angezündet haben, um Beweise zu vernichten. Laut Bundesanwaltschaft bildeten die drei Rechtsradikalen die Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), die für mindestens zehn Morde verantwortlich sein soll.

Ein vom Bundeskriminalamt (BKA) rekonstruiertes Adressbuch, das als „Feindesliste“ angelegt und in der ausgebrannten Wohnung des Neonazi-Trios gefunden worden war, enthält dem Bericht zufolge die Namen von NPD-Gegnern und ranghohen Ermittlern von Polizei und Verfassungsschutz.

Wieder Tote bei Kämpfen in Syrien

In Syrien sind bei Kämpfen zwischen zur Opposition übergelaufenen Deserteuren und Angehörigen der syrischen Armee in der Nacht auf heute mindestens neun Soldaten getötet worden.

Nach Angaben der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden bei den Gefechten in der Region von Dschebel al-Sawija in der Provinz Idleb an der Grenze zur Türkei 21 weitere Soldaten verletzt.

Kämpfe in mehreren Landesteilen

Heftige Kämpfe zwischen Soldaten und Deserteuren gab es demnach auch in Hara in der Nähe der Protesthochburg Daraa im Süden des Landes. Zu möglichen Opferzahlen wurde zunächst nichts bekanntgegeben.

Heftiges Gewehrfeuer war in der Nacht zudem direkt an der türkischen Grenze zu hören, wie ein Bewohner des türkischen Dorfes Güvecci der Nachrichtenagentur AFP sagte. Demnach ging die syrische Armee im syrischen Dorf Ain al-Beida gegen Oppositionelle vor.

Scharfe NGO-Kritik an Sicherheitsrat

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) zog unterdessen die Existenzberechtigung des UNO-Sicherheitsrats in Zweifel. Nach dem Veto Russlands und Chinas gegen eine UNO-Resolution zum Konflikt in Syrien sei er „sehr enttäuscht“, sagte der Chef von HRW, Kenneth Roth, heute auf der Münchner Sicherheitskonferenz. „Die Handlungen von China und Russland haben gestern den Sicherheitsrat irrelevant gemacht.“

Peking und Moskau blockieren UNO-Resolution

Gestern blockierten nur Stunden nach der Bombardierung der syrischen Stadt Homs mit Hunderten Toten Russland und China eine Verurteilung der Gewalt in Syrien durch die UNO. Die beiden Vetomächte verhinderten eine entsprechende UNO-Resolution.

Mehr dazu in Jede Kritik an Syrien bisher unterbunden

Spannungen im Vatikan wegen Vorwürfen der Misswirtschaft

Vorwürfe der Misswirtschaft und der Korruption in der Verwaltung des Vatikan sorgen derzeit für Spannungen in der römischen Kurie. Das vatikanische Governatorat hat in einem Schreiben Vorwürfe der Korruption und Freunderlwirtschaft zurückgewiesen, die von seinem ehemaligen Generalsekretär, Erzbischof Carlo Maria Vigano, erhoben wurden.

Als stellvertretender Verwaltungschef des Governatorats, der Staatsverwaltung des Vatikanstaates, war Vigano zwischen 2009 und Herbst 2011 im Amt.

„Korruption und Machtmissbrauch“

In zwei Briefen an Papst Benedikt XVI. hatte der Erzbischof im März und Mai 2011 von „Korruption und Machtmissbrauch in der Verwaltung vieler Abteilungen“ gesprochen. Außerdem berichtet Vigano dem Papst, dass der Vatikan große Summen einem Superkomitee von Bankern anvertraut habe, die damit eigene Interessen verfolgten.

Seine Briefe an das Kirchenoberhaupt kosteten dem Erzbischof die Stelle, berichtete die römische Tageszeitung „La Repubblica“ (Sonntag-Ausgabe). Der Erzbischof wurde im vergangenen Herbst nach Washington versetzt, wo er jetzt als Nuntius tätig ist. Vigano klagte, dass seine Versetzung mit seinen Vorwürfen zusammenhänge.

Vatikan-Behörde wehrt sich

Über Viganos Briefe an den Papst berichtete kürzlich der italienische Privatsenders La7 in einer Reportage, die hohe Wellen schlug. In einem Kommunique von gestern wies das Governatorat die Vorwürfe der Misswirtschaft und der Korruption zurück. Die Leitung der vatikanischen Staatsverwaltung verwarf die Veröffentlichung von Viganos Briefen an den Papst.

Sie würden in der Öffentlichkeit den Eindruck wecken, dass das Governatorat kein verantwortungsbewusstes Verwaltungsorgan, sondern eine unzuverlässiges Amt „im Griff obskurer Kräfte“ sei, hieß es im Schreiben. Die aufgestellten Behauptungen beruhten auf „falschen Einschätzungen und unbegründeten Ängsten“, wie eine gründliche Überprüfung gezeigt habe, verlautete aus dem Governatorat.

Finanzamt in Kairo in Flammen

Auch am Wochenende ist es in Ägypten zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Das Finanzamt in Kairo wurde in der Nacht auf heute in Brand gesetzt, wie das Staatsfernsehen berichtet. Teile des Gebäudes brannten lichterloh.

Bei den seit vier Tagen andauernden Protesten gegen die Regierung kamen mindestens zwölf Menschen ums Leben. Es war damit eine der blutigsten Wochen seit Beginn des Aufstandes gegen den früheren Präsidenten Hosni Mubarak. Ausgelöst wurde die jüngste Gewalt durch die Krawalle in einem Fußballstadion am Mittwoch, bei denen mehr als 70 Menschen getötet wurden.

Erneuter Anschlag auf Pipeline nach Israel

Zum zwölften Mal innerhalb eines Jahres attackierten Unbekannte indes eine Gaspipeline von Ägypten nach Israel. Die maskierten und bewaffneten Angreifer hätten heute laut Sicherheitsbeamten einen Sprengsatz an der Pipeline nahe der Stadt al-Arisch im Norden der Sinai-Halbinsel positioniert und eine Explosion ausgelöst.

Augenzeugen berichteten von einer lauten Explosion und einem Großbrand. Der Angriff sei einen Tag nach dem Tod eines Islamistenführers aus der Gegend in einem Kairoer Gefängnis erfolgt, hieß es.

Afghanistan: Sechs Polizisten bei Anschlag getötet

Bei der Explosion einer Autobombe im Süden von Afghanistan sind heute mindestens sechs Polizisten getötet worden. Weitere 16 Menschen wurden verletzt, wie die Provinzregierung mitteilte. Der Sprengsatz sei in einem Auto versteckt gewesen, das Unbekannte in der Nähe des Polizeihauptquartiers in Kandahar abgestellt hatten.

Video dazu in iptv.ORF.at

Unter den 16 Verletzten waren den Angaben zufolge auch zehn Zivilisten. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Die Region Kandahar gilt als eine Hochburg der radikal-islamischen Taliban.

2011 tödlichstes Jahr für Zivilisten

Für afghanische Zivilisten war das vergangene Jahr unterdessen das tödlichste seit dem Sturz der radikal-islamischen Taliban vor zehn Jahren. Die Vereinten Nationen verzeichneten 2011 insgesamt 3.021 zivile Opfer - acht Prozent mehr als 2010, wie die UN-Mission in Afghanistan (UNAMA) gestern mitteilte.

Die Aufständischen waren dabei für den Tod von gut fünfmal mehr Zivilisten verantwortlich als die afghanischen und ausländischen Truppen. 2.332 Zivilisten, also mehr als drei Viertel, wurden den Angaben zufolge von den Taliban und anderen aufständischen Gruppen getötet, 14 Prozent von Soldaten der NATO und der afghanischen Armee.

Bei neun Prozent sei eine Zuordnung nicht möglich gewesen, heißt es in dem Bericht, den die UNAMA seit 2007 jährlich herausgibt. Die Zahl der zivilen Todesopfer war seitdem jedes Jahr gestiegen, insgesamt starben seit 2007 mehr als 11.800 Menschen.

Weitere Selbstverbrennungen wegen Chinas Tibet-Politik

Aus Protest gegen die chinesische Tibet-Politik haben sich einem Radiobericht zufolge drei weitere Menschen selbst verbrannt. Das US-finanzierte Radio Free Asia meldete heute, die drei Personen hätten sich am Freitag im Kreis Seda der Provinz Sichuan angezündet.

Eine Person sei gestorben und die beiden anderen seien in ernstem Zustand. Eine in der Kreisverwaltung telefonisch erreichte Frau sagte, es habe keine Selbstverbrennungen gegeben. Falls bestätigt, würden sich innerhalb eines Jahres 19 Tibeter - meist Mönche und Nonnen - aus Protest gegen China selbst verbrannt haben.

Jahrzehntelanger Konflikt

Nach einer Serie von gewaltsamen Zwischenfällen in Tibet, wo Tibeter bei Protestaktionen erschossen wurden, wollte die Kommunistische Partei die Kontrolle der dortigen Klöster verschärfen.

1965 hatten die chinesischen Kommunisten große Teile Tibets an die Nachbarprovinzen Qinghai und Sichuan angegliedert. In Sichuan waren die Behörden im Vorjahr massiv gegen Tibeter vorgegangen. Rund 300 buddhistische Mönche wurden aus dem Kloster Kirti verschleppt.

Mali: 20 Rebellen getötet

Die Armee hat nach Angaben der malischen Regierung bei Ausschreitungen in der Region Timbuktu 20 Rebellen getötet. Bei den zwei Tage anhaltenden Kämpfen seien zudem ein Dutzend Separatisten festgenommen worden, teilte das Verteidigungsministerium gestern mit.

Soldaten seien nicht verletzt worden. Die von Angehörigen des Tuareg-Volkes angeführte Rebellengruppe MNLA äußerte sich zunächst nicht. Die MNLA kämpft für einen unabhängigen Staat im Norden des westafrikanischen Landes. Dem Roten Kreuz zufolge sind jüngst fast 10.000 Menschen wegen der Gewalt aus der Region geflohen. Laut mauretanischen Behörden haben etwa 3.500 Malier die Grenze in das Nachbarland passiert.

Inland

Gemeinden nehmen Geld bei Bürgern auf

Immer mehr Gemeinden sind verschuldet und gehen neue Wege, um an Geld zu kommen. Bei der Bürgerbeteiligung kaufen die Bewohner Anteile an Investitionen und bekommen dafür eine Rendite. Zehn Gemeinden in Niederösterreich verwendeten dieses Finanzierungsmodell bereits.

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WKR-Ball: Muzicant mit Rolle bei Protest unzufrieden

Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG), Ariel Muzicant, freut sich über die Gruppen und Parteien, die den Protest gegen den WKR-Ball mitgetragen haben, bedauert aber seine eigene prominente Rolle. „Womit ich nicht zufrieden bin ist, dass der Präsident der Kultusgemeinde gewollt oder ungewollt zur Speerspitze dieses Protests geworden ist“, so Muzicant im Interview mit der APA. Auch mögliche Gewalt von linken Gruppierungen verurteilte er, Lob gibt es für die Polizei.

„Ideologie des Ewiggestrigen“

Muzicant bedauert vor allem, „dass die Mehrheit der Österreicher nicht versteht, was diese Ideologie des Ewiggestrigen für unser Land bedeutet“. Eine unmittelbare Bedrohung der jüdischen Bevölkerung sieht er nicht: „Ich glaube auch nicht, dass die Kellernazis gegen die Juden losgehen werden.“ Worum es den IKG-Präsidenten geht, sei, „dass wir dann in einem Land leben, in dem rechtsextreme Burschenschaften an den politischen Schaltstellen sitzen“.

Lob für Polizei

„Hochachtung“ spricht Muzicant der Polizei aus. Es sei „so gut wie nichts passiert“. Teilen der Gegnerseite steht auch er kritisch gegenüber: „Wenn dann Extremisten auf der Protestseite das jetzt nützen, um mit irgendwelchen Burschenschaftern Radau zu treiben oder sogar zu Gewalt zu greifen, ist das genau so verabscheuungswürdig wie die Gewalt von rechts. Gewalt ist grundsätzlich kein politisches Instrument und sollte nicht verwendet werden.“

Dass der ehemalige Bundesrat Albrecht Konecny (SPÖ) in der Ballnacht von einem Neonazi attackiert worden sein soll, bedauert Muzicant sehr. Der Täter müsse ausgeforscht und vor Gericht gestellt werden.

„Hoffentlich nicht mehr in Hofburg“

Ob Muzicant mit dem Zeichen, das gegen den Ball gesetzt wurde, insgesamt zufrieden ist? „Ich weiß es nicht. Das einzige, was wirklich nachhaltig aus der Geschichte bleibt, ist, dass der Ball hoffentlich nicht mehr in der Hofburg stattfindet und dass sich die Burschenschafter vielleicht das nächste Mal überlegen, es nicht unbedingt am Schoah-Gedenktag zu veranstalten. Alles andere wird man sehen.“

Gedenken an ermordete Roma in Oberwart

Vor 17 Jahren sind in Oberwart vier Angehörige der Volksgruppe der Roma bei einem Rohrbombenanschlag getötet worden. In Oberwart wird heute Nachmittag der vier ermordeten Männer gedacht.

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„Profil“: Schwiegermutter belastet Grasser

Seine Schwiegermutter Marina Giori-Lhota habe sein „Veranlagungsgeschick“ testen wollen. Damit erklärt Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, warum er zwischen 2005 und 2006 von ihr bar übernommene Beträge in der Höhe von 500.000 Euro auf ein Konto bei der Schweizer Treuhandfirma Ferint einzahlen ließ.

In einem nun von „profil“ veröffentlichten Schreiben widerspricht Giori-Lhota allerdings ihrem Schwiegersohn. Sie sei „zu keinem Zeitpunkt wirtschaftlich Berechtigte“ dieses Ferint-Kontos gewesen.

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Sport

Football: Super Bowl zwischen Hype und Nepp

Indianapolis ist erstmals Schauplatz der Super Bowl. Das Spiel zwischen New England Patriots und New York Giants sorgt für einen noch nie dagewesenen Hype in der rund 830.000 Einwohner zählenden Hauptstadt des US-Bundesstaates Indiana. Die Fans, die die Stadt zu tausenden stürmen, müssen für das Erlebnis jedoch tief in die Tasche greifen. Denn noch nie war eine Übernachtung bei einem NFL-Finale so teuer wie in Indianapolis. Ein Lokalaugenschein von ORF.at zwischen Begeisterung und Preistreiberei.

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Fußball: Bayern büßen Tabellenführung ein

In der 20. Runde der deutschen Bundesliga hat es einen Wechsel an der Tabellenspitze gegeben. Der bisherige Leader Bayern München kam gestern Abend beim Hamburger SV nicht über ein 1:1 hinaus und musste die Führung an Borussia Dortmund abgeben. Der Titelverteidiger hatte schon am Freitag in Nürnberg gewonnen. Mit Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach kamen auch die restlichen Spitzenteams nicht über Unentschieden hinaus.

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Skispringen: Jubiläumssieg für Schlierenzauer

Gregor Schlierenzauer hat gestern ein weiteres Kapitel in seiner Erfolgsgeschichte geschrieben. Der Tiroler gewann das erste der beiden Springen in Val di Fiemme überlegen und feierte den 40. Sieg im Weltcup. Der Tiroler setzte sich mit zweimaliger Bestweite vor dem Deutschen Severin Freund und Thomas Morgenstern durch, der vom 14. Zwischenrang auf den dritten Endrang sprang.

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IT

Handys: Bures gegen weniger Konsumentenschutz

Im Herbst des Vorjahres war der Katzenjammer bei den Mobilfunkbetreibern groß, als die Telekom-Regulierungsbehörde RTR ihren Entwurf zur Verordnung der Kostenbeschränkung im mobilen Internet vorstellte. Die Bestimmungen würden über den Konsumentenschutz hinausschießen, hieß es damals aus der Industrie.

Nun scheinen die Netzbetreiber teilweise auf Gehör gestoßen zu sein. Denn wie die APA erfuhr, sollen mehrere Bestimmungen zum Konsumentenschutz im Betreiberinteresse verändert werden. Auf Anfrage hieß es dazu von Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ), dass sie einer Aufweichung der Regelungen eine klare Absage erteilt.

„Klare Ansage“ von Bures

„Die RTR ist eine unabhängige Behörde und in ihren Entscheidungen frei. Als für das Telekommunikationsgesetz zuständige Ministerin sage ich aber ganz klar: Nur wenn Telefonkundinnen und -Kunden vor bösen Überraschungen auf der Telefonrechnung geschützt werden, ist das Ziel des Gesetzes erreicht. Wir brauchen rasch eine Verordnung, die sowohl den Intentionen des Gesetzes, als auch den technischen Möglichkeiten der Unternehmen Rechnung trägt“, stellte Bures klar.

Automatische Sperre angehoben

Dem Vernehmen nach sollte zum Beispiel ursprünglich nach einem Überschreiten des Internetdatenlimits um 60 Euro eine automatische Sperre erfolgen - nun soll diese erst bei 90 Euro erfolgen. Gerade bei mobilen Datendiensten kommt es immer wieder zu Beschwerden bei der Schlichtungsstelle der RTR, weil Kunden durch Unwissen oder Unachtsamkeit ihr Datenlimit und in Folge ihr Haushaltsbudget sprengen.

Außerdem will Bures verhindern, dass Übergangsfristen für Warn- und Sperrmechanismen verlängert werden. Die Industrie argumentiert mit einem erheblichen finanziellen Mehraufwand und einem größeren Zeitbedarf zur Umstellung der Verrechnungssysteme.

Chronik

Zwölf Wiener Haushalte ohne Fernwärme

Rund ein Dutzend Haushalte muss derzeit in Wien-Liesing bei tiefen Temperaturen ohne Fernwärme und Warmwasser auskommen. Grund für den Schaden dürfte ein leckendes Rohr sein, die Dauer des Schadens ist noch nicht absehbar.

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Buslenker flüchtete nach Unfall

Ein Busunfall gibt der Polizei im Mostviertel (Niederösterreich) Rätsel auf. Bei Loosdorf fuhr ein Buslenker in der Nacht auf heute gegen eine Mauer. Vom Lenker fehlte bis Mittag jede Spur.

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Zwei Tote bei Verkehrsunfall in Salzburg

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Bruck an der Glocknerstraße (Salzburg) sind heute Früh zwei Menschen gestorben. Eine weitere Person wurde bei dem Unfall leicht verletzt und vom Roten Kreuz ins Krankenhaus gebracht.

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Brückengeländer bohrte sich in Auto

Ein Brückengeländer hat sich heute bei einem Unfall in Scharnstein (Oberösterreich) in ein mit vier Personen voll besetztes Auto gebohrt. Ein Dreijähriger wurde dabei nur knapp verfehlt.

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Mädchen löschte Küchenbrand

Eine 15-Jährige hat in Traun (Oberösterreich) mit einem Feuerwehrlöscher einen Küchenbrand gelöscht. Das Mädchen war mit ihren vier Geschwistern im Alter von eineinhalb bis 13 Jahren alleine zu Hause. Ein Bruder wurde verletzt.

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Einzugsermächtigung von zweiter Firma missbraucht

Einzugsaufträge sind zwar bequem, aber nicht immer risikolos. Diese Erfahrung musste ein Kärntner Konsument machen, der einen Abonnentenvertrag abgeschlossen hatte. Plötzlich ließ auch eine andere Firma von seinem Konto Geld abbuchen.

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„Costa Concordia“: Italienerin erlitt Fehlgeburt

Eine schwangere Passagierin des Unglücksschiffes „Costa Concordia“ hat nach der Havarie ihr Baby verloren und will nun eine Million Euro Entschädigung. Die 30-jährige Italienerin sei im vierten Monat schwanger gewesen, berichteten italienische Medien gestern.

Zwar habe sie per Rettungsboot dem sinkenden Kreuzfahrtschiff entkommen können, sei aber in der vergangenen Woche in ein Krankenhaus gebracht worden, wo sie ihr Baby verlor. Ärzte führten die Fehlgeburt auf den psychischen Stress bei der Evakuierung und einer Kollision ihres Rettungsbootes mit einem Felsen zurück.

Teil von Sammelklage

Den Berichten zufolge wollen die Anwälte der Frau ihre Klage einer Sammelklage gegen den Kreuzfahrtanbieter beifügen und dabei eine Million Euro an Schadenersatz erstreiten. Costa Crociere hatte sich nach dem Unglück mit Vertretern der Urlauber darauf verständigt, dass jeder Passagier 11.000 Schadenersatz plus 3.000 Euro für die Reisekosten erhalten soll.

In den USA verklagen einige Passagiere den Mutterkonzern Carnival jedoch auf eine Entschädigungssumme von insgesamt 460 Millionen Dollar (350 Mio. Euro). Auch in Frankreich und Deutschland sind weitere Klagen anhängig.

Die „Costa Concordia“ war am Abend des 13. Jänner mit mehr als 4.200 Menschen an Bord vor der toskanischen Insel Giglio havariert. Bei dem Unglück kamen vermutlich 32 Menschen ums Leben.

Flut in Australien vertreibt Bewohner aus Kleinstadt

Extremes Hochwasser vertreibt die Bewohner der australischen Kleinstadt St. George aus ihren Häusern. Die 3.800 Einwohner wurden heute dringend dazu aufgefordert, die Stadt zu verlassen. Starker Regen hat die Flüsse im Bundesstaat Queensland auf Rekordstände anschwellen lassen.

Nur noch eine Straße befahrbar

Nur eine einzige Straße verband die Bewohner von St. George heute noch mit höher gelegenen und damit sicheren Gebieten. „Wenn Sie Ihre Häuser freiwillig räumen können, dann ist jetzt die Zeit dazu, solange der Moonie Highway offen ist und es Ihnen in geordneter Weise erlaubt“, sagte die Ministerpräsidentin von Queensland, Anna Blight. Sie besichtigte die Dämme in der Stadt, die an einigen Stellen schon Lecks aufwiesen.

Sieben Meter hohe Fluten

Die provisorischen Absperrungen hielten Fluten zurück, die nach Medienangaben auf fünf Kilometer Breite und sieben Meter Höhe angeschwollen waren. Es sei zu spät, um die Dämme noch weiter zu erhöhen, sagte die Ministerpräsidentin.

Im Jahr 2010 hatte bereits ein Hochwasser den Viehzüchterort verwüstet, als der Balonne-Fluss in der Stadt auf einen Stand von 13,5 Meter stieg. Für Dienstag wird ein Pegel von 14 Metern erwartet.

Wirtschaft

Schlecker: Firmengründer will Führung abgeben

Im Falle einer erfolgreichen Sanierung der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker will Firmengründer Anton Schlecker einem Pressebericht zufolge das Geschäft vollständig an seine Kinder Meike und Lars Schlecker abtreten. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Focus“ heute unter Berufung auf Unternehmenskreise.

„Wenn alles geregelt ist, werde ich den Eigentumsübertrag auf die nächste Generation vollziehen“, zitierte „Focus“ den Firmenchef. Eine weitere operative Aufgabe im Unternehmen strebe er nicht an.

Auch privat insolvent

Die größte deutsche Drogeriemarktkette hatte am 23. Jänner Insolvenz angemeldet. Die Tochter des Unternehmensgründers, Meike Schlecker, teilte vergangene Woche mit, die Familie habe kein Geld mehr, um die Kette zu stützen.

Nach Angaben des Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz bedeutet die Pleite von Schlecker auch die Privatinsolvenz des Firmengründers Anton Schlecker. Nach einer Einigung mit den wichtigsten Gläubigern hat die Kette inzwischen ihren vollen Betrieb wieder aufgenommen.

Traditionsunternehmen Staud’s baut aus

Das Wiener Traditionsunternehmen Staud’s baut seine Produktionsstätte in Wien aus. Geplant ist ein Neubau in zwei Jahren in Ottakring. Bereits jetzt wird eine zusätzliche neue Produktionshalle in Hernals adaptiert.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Religion

Schweiz: Bisher unbekanntes Luther-Manuskript entdeckt

In Genf ist ein bisher unbekanntes Manuskript des Reformators Martin Luther (1483-1546) aufgetaucht. Ein privater Sammler hat das Dokument mit dem Titel „D. M. Luther an einen guten Freund“ dem Internationalen Museum der Reformation in Genf als Dauerleihgabe übergeben, berichtete die „Neue Zürcher Zeitung“ laut „Kathpress“.

Das Schreiben soll aus dem Jahr 1544 stammen und zahlreiche Streichungen und Korrekturen enthalten. Der Text sei ein Vorentwurf zu einer Erwiderung im Abendmahlsstreit, die 1544 in Wittenberg unter dem Titel „Kurtz bekentnis D. Mart. Luthers, vom heiligen Sacrament“ erschien, schreibt die Zeitung.

Gesundheit

Vitaminpräparate bestenfalls nutzlos

Studien, die einen Zusammenhang zwischen Tumorbildung und einer Überdosierung von bestimmten Vitaminen belegen, haben bereits vor rund zwanzig Jahren für Aufsehen gesorgt. Seither geraten Vitaminpräparate regelmäßig in die Schlagzeilen. Mit dem Tenor: Bestenfalls sind Vitaminpräparate nutzlos, in hoher Dosierung können sie sogar schädlich sein. Immer mehr Experten und Gesundheitsbehörden raten jedenfalls von der Einnahme ab.

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Kultur

Jason Segel bekam „goldene“ Puddingschüssel

Der „Hasty Pudding Award“ kann sich nicht mit einem Golden Globe oder einem Oscar messen. Aber der witzige Preis von Theaterstudenten der Harvard-Universität lockt jedes Jahr große Stars an. Jetzt wurde der Komiker Jason Segel geehrt.

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Gelungener Auftakt für Münchner „Ring“

Mit einem frenetisch umjubelten „Rheingold“ hat gestern Abend die Bayerische Staatsoper ihre monumentale Neuinszenierung von Richard Wagners Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ gestartet. Unter der Regie von Andreas Kriegenburg und mit Kent Nagano am Pult entfaltete sich im Nationaltheater München ein Spiel der Farben, des Lichts und der Körper - setzte der Regisseur doch primär auf „analoge“ Mittel und verzichtete weitgehend auf Projektionen.

Im geschlossen gut agierenden Ensemble kristallisierten sich am Ende Stefan Margita mit seinem dandyhaft-intriganten Loge und Johannes Martin Kränzle mit seinem psychologisch gedeuteten Zwerg Alberich als die beiden Publikumslieblinge heraus. Aber auch das Regieteam um Kriegenburg wurde von der überwiegenden Mehrheit der Zuschauer lautstark bejubelt.

In rascher Folge werden nun bis 30. Juni die drei weiteren Teile des Wagner’schen Mythenreigens in München ihre Uraufführung erleben. Im Rahmen der dann startenden Opernfestspiele wird die Tetralogie sogar zweimal in Gänze gezeigt.

Wien als Filmkulisse im Vormarsch

Wien wird als Filmkulisse immer beliebter. Allein im vergangenen Jahr haben 57 internationale Filmteams in Wien gedreht. Besonders attraktiv ist Wien wegen seiner Originalschauplätze.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Lifestyle

Warum man sich im Februar am dicksten fühlt

Wie jedes Jahr zu Silvester haben auch heuer wieder Tausende Menschen den Vorsatz gefasst, im neuen Jahr gesünder und vor allem weniger zu essen. Im Februar folgt dann oft das böse Erwachen. Statt der neuen Traumfigur wölben sich immer noch die Weihnachtskilos unter dem Pullover.

Der Frust und die Enttäuschung führen dann dazu, dass man sich im Februar so dick wie in keinem anderen Monat fühlt. Doch man sollte die Flinte nicht ins Korn werfen, ein Neujahrsvorsatz 2.0 zahlt sich auch jetzt noch aus.

Mehr dazu in Neujahrsvorsätze 2.0

Ferrari in Paris für 4,5 Mio. Euro versteigert

Ein Ferrari aus dem einstigen Besitz des französischen Regisseurs und ehemaligen Brigitte-Bardot-Ehemanns Roger Vadim ist in Paris für den Rekordpreis von 4,5 Millionen Euro versteigert worden. Der Ferrari 250 GT California sei damit der bisher teuerste in Frankreich versteigerte Oldtimer, sagte das Auktionshaus Artcurial gestern Abend.

Insgesamt wurden bei der Auktion rund 100 Liebhaberautos zum Gesamtpreis von 14,5 Millionen Euro verkauft. Ebenfalls im Angebot bei der Auktion „Retromobile“ waren Autoreklametafeln, Reservekanisterdeckel, Benzinhandpumpen und Ersatzteile.