Ausland

Präsident der Malediven sieht sich als Putschopfer

Der nach einer Meuterei der Polizei zurückgetretene Präsident der Malediven, Mohamed Nasheed, ist nach eigenen Angaben mit Waffengewalt zum Rücktritt gezwungen worden.

Er habe sich gestern in das Hauptquartier der Armee begeben und sei dort auf rund 18 bewaffnete Polizei- und Armeeoffiziere „mittleren Ranges“ gestoßen, sagte Nasheed heute der Nachrichtenagentur AFP in einem Telefonat.

„Sie haben mir gesagt, dass sie ihre Waffen benutzen, wenn ich nicht zurücktrete. Ich habe das als Drohung begriffen.“ Die Offiziere hätten ihm bis 13.00 Uhr Zeit gegeben zurückzutreten, sagte Nasheed weiter. Er sei schließlich von den Männern in den Präsidentenpalast gefahren worden.

„Sie zwangen mich, einen Rücktrittsbrief zu schreiben“ - auf Briefpapier der Präsidentschaft. Nasheed verkündete seinen Rücktritt anschließend in einer Fernsehansprache und sagte, es sei für das Land „in der derzeitigen Situation besser“, dass er zurücktrete.

Arabische Liga zieht Beobachter aus Syrien ab

Die Arabische Liga hat ihre Beobachter aufgefordert, Syrien zu verlassen. Das bestätigte ein Mitarbeiter heute am Sitz der Liga in Kairo. Mehrere arabische Länder hatten zuvor bereits aus Protest gegen die anhaltende Gewalt des Regimes gegen die Opposition ihre Beobachter aus Syrien abgezogen.

Die Beobachter waren im Dezember mit dem Auftrag in das Land entsandt worden, den Abzug der Armee aus den Städten und die Freilassung aller politischen Gefangenen zu überwachen.

Wieder zahlreiche Tote in Horms

Bei Angriffen auf die syrische Stadt Homs wurden laut Angaben von Regierungsgegnern in der Nacht auf heute 47 Zivilisten getötet. „Wir haben 47 Getötete gezählt seit Mitternacht“, sagte der Aktivist Mohammed Hassan der Nachrichtenagentur Reuters. Drei Familien befänden sich unter den Opfern.

Video dazu in iptv.ORF.at

Journalist getötet

Zuvor war bekanntgeworden, dass ein freier Mitarbeiter der Nachrichtenagentur AFP in der Protesthochburg Homs getötet worden war. Der unter dem Pseudonym „Omar der Syrer“ arbeitende Aktivist Mashar Tajjra sei bei den Angriffen in der Nacht auf Samstag ums Leben gekommen, berichtete ein Freund Tajjaras gestern.

Dem Freund zufolge half der 24-Jährige während der Angriffe auf das Stadtviertel Chalidija Verletzten, als er selbst getroffen wurde. Tajjara arbeitete als freier Mitarbeiter für mehrere Medien, darunter neben dem Videodienst der AFP auch der britische „Guardian“ und „Die Welt“.

Als Reporter war er auf al-Jazeera und auf CNN zu sehen. Nach Angaben der syrischen Opposition waren bei Raketenangriffen auf Homs in der Nacht auf Samstag mehr als 230 Menschen getötet worden. Wegen der in Syrien verhängten Restriktionen gegen ausländische Medien lassen sich die Opferzahlen nicht überprüfen.

Zeitung: Präsidentschaftswahl in Ägypten Anfang Juni

Die Ägypter sollen in der ersten Juni-Woche einen neuen Präsidenten wählen. Das meldete die Kairoer Tageszeitung „Al-Schoruk“ heute unter Berufung auf Justizkreise.

Zu den Bedingungen für eine Kandidatur hieß es, die Wahlkommission habe vorgeschlagen, dass jeder Bewerber entweder 30.000 Unterschriften von Unterstützern vorlegen soll. Alternativ könne er sich in beiden Kammern des Parlaments insgesamt 30 Abgeordnete suchen, die seine Kandidatur unterstützen.

Wen unterstützen die Muslimbrüder?

Die Unsicherheit über den Wahltermin hatte in den vergangenen Monaten mehrfach zu Streit geführt. Die Muslimbruderschaft, die bei der Parlamentswahl mit 47 Prozent stärkste Kraft war, hat bisher noch nicht erklärt, welchen Kandidaten sie unterstützen will.

Zu den Kandidaten mit den besten Chancen gehört der ehemalige Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa. Da in den nächsten Monaten eine neue Verfassung formuliert werden soll, ist noch nicht klar, wie groß die Macht des neuen Präsidenten sein wird und ob er - wie der vor einem Jahr entmachtete Präsident Hosni Mubarak - den Ministerpräsidenten bestimmen darf.

Neue Vorwürfe gegen Wulff in Deutschland

Gegen den deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff sind neue Vorwürfe laut geworden. Wulff habe sich 2007 als niedersächsischer Ministerpräsident von einem Unternehmerfreund einen bisher nicht bekannten Aufenthalt in einem Hotel buchen und bezahlen lassen, berichtete die „Bild“-Zeitung (Mittwoch-Ausgabe).

Der Freund habe dann vor knapp drei Wochen versucht, alle existierenden Unterlagen darüber an sich zu bringen - offenbar um die Einladung zu vertuschen, wie das Blatt schrieb. Nach Angaben von Wulffs Anwalt erstattete Wulff die Hotelkosten.

Hotelangestellte um Stillschweigen gebeten?

Dem Bericht zufolge übernachtete Wulff mit seiner heutigen Ehefrau Bettina von 31. Oktober bis 3. November 2007 im „Hotel Stadt Hamburg“ auf Sylt. Der Preis für die Suite habe 258 Euro pro Nacht betragen. Gebucht und bezahlt habe der mit Wulff befreundete Filmunternehmer David Groenewold.

Am 16. Jänner 2012, gut einen Monat nach dem ersten Bericht über die Wulff-Affären, habe Groenewold in dem Hotel angerufen und die Hotelangestellten zu Stillschweigen über den Vorgang gebeten, wie „Bild“ meldete.

Belgiens König lässt Flüchtlinge auf Schlossgelände wohnen

Der belgische König Albert II. (77) lässt kostenlos Flüchtlinge in seiner Sommerresidenz in Ciergnon wohnen. Derzeit sei eine vierköpfige Familie aus dem Balkan in einem Nebengebäude des königlichen Schlosses in den Ardennen untergebracht, berichtete die Tageszeitung „Het Laatste Nieuws“ heute. Der Königspalast bestätigte auf Anfrage die Informationen des Blattes.

Der Monarch war in die Kritik geraten, nachdem bekannt wurde, dass die Gemeinde die Kosten für Strom und Wasser übernehmen muss. Daraufhin stellte Belgiens Ministerpräsident Elio Di Rupo klar, dass die Miete frei sei. Den Angaben zufolge wohnt die Flüchtlingsfamilie bereits seit 2009 auf dem königlichen Anwesen. Angesichts der Kältewelle gibt es in Belgien eine politische Debatte über die Unterbringung von Flüchtlingen und Obdachlosen.

Argentinien will wegen Falkland-Inseln UNO anrufen

Argentinien will wegen des anhaltenden Konflikts mit Großbritannien um die Falkland-Inseln die Vereinten Nationen einschalten.

Sie werde vor dem UNO-Sicherheitsrat und der UNO-Vollversammlung Beschwerde gegen die britische „Militarisierung“ in der Region um die Falkland-Inseln einlegen, sagte Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner gestern in Buenos Aires vor Politikern und Veteranen des Falkland-Krieges.

Mit der Entsendung eines modernen Kriegsschiffes in die Region und der Entsendung des britischen Prinzen William auf die Falkland-Inseln sei Großbritannien derzeit erneut dabei, „den Südatlantik zu militarisieren“, kritisierte Fernandez de Kirchner. Während der Rede der Präsidentin demonstrierten Hunderte Menschen nahe dem Präsidentenpalast mit argentinischen Flaggen und Transparenten wie „Engländer raus aus den Malvinas“. Malvinas ist der argentinische Name der Inselgruppe.

Video dazu in iptv.ORF.at

Inland

Länder sind sparbereit mit Bedingungen

Die Länder wollen mit einem Milliardenbeitrag zu einem ausgeglichenen Budget beitragen. Das sagten der steirische Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) und der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) bei ihrem Termin Montagabend im Bundeskanzleramt zu. Bis morgen haben die Länderchefs Zeit für interne Berechnungen. Dann sollen die neun Finanzchefs den Pakt mit dem Bund besiegeln. Allerdings gibt es dafür Bedingungen.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Hürden auf der Zielgeraden

Wenn es nach der ÖVP geht, soll das Sparpaket spätestens Mitte Februar auf dem Tisch liegen. Doch der Termin dürfte kaum noch zu halten sein. Denn ausgerechnet bei den großen Brocken wie Beamten und Pensionen sperrt es sich. Ein von Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) angekündigter Durchbruch bei den Pensionen wurde rasch dementiert, und die Beamten wollen ohne ihren Chef Fritz Neugebauer gar nicht verhandeln. Der befindet sich jedoch auf Urlaub - und nächste Woche fehlt schon der nächste wichtige Verhandlungspartner.

Mehr dazu in Kein „weißer Rauch“ in Sicht

VCÖ will 20 Mrd. Euro einsparen

Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) will das Sparpaket der Bundesregierung als Chance nützen, den Klimaschutzzielen näher zu kommen. „Die Schuldenberge sind vor allem dort abzutragen, wo mit viel Steuergeld umweltschädliches Verhalten subventioniert wird“, so VCÖ-Experte Markus Gansterer heute. So könnten beim Straßenverkehr in den nächsten acht Jahren rund 20 Mrd. Euro eingespart werden.

Studien zeigten, dass etwa von Steuerbegünstigungen vor allem wohlhabende Haushalte profitieren. Die Reform der Pendlerpauschale mit Einkommensobergrenzen könne hier die Kosten für die Pendlerpauschale um insgesamt 1,5 Mrd. Euro bis zum Jahr 2020 verringern. Die Verringerung der Steuerbegünstigungen auf Firmenwagen - keine Begünstigung etwa für Sportwagen, Geländewagen und Fahrzeuge der Oberklasse - bringe bis 2020 mindestens 4,8 Mrd. Euro an zusätzlichen Steuereinnahmen.

Grasser weist Vorwürfe zurück

Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser sieht trotz neuer Vorwürfe keinen Widerspruch zwischen seinen Angaben und jenen seiner Schwiegermutter, Marina Giori-Lhota, betreffend die Veranlagung von 500.000 Euro. Er habe das Geld von ihr bekommen und ihr mit Erträgen zurückgezahlt, einen Bericht des „profil“, wonach ihn seine Schwiegermutter nun belaste, wies er als „bösartig“ und „einseitig“ zurück.

Grasser versteht, warum sich seine Schwiegermutter gegenüber der Justiz der Aussage entschlägt: Sie beteilige sich eben nicht am „Verfolgungswahn“ gegen ihn, meinte er gestern gegenüber dem ORF-„Report“.

Mehr dazu in „Neue Front“ auch im Strafverfahren?

Röntgenexperimente an Tiroler Heimkindern

Ein Historiker hat aufgedeckt, dass in den 70er Jahren in Innsbruck in der psychiatrischen Behandlung Röntgenstrahlen und ein Mittel aus der Tiermedizin verwendet wurden. Betroffen waren - wie auch in ähnlichen Fällen in Wien - vor allem Heimkinder.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

Malaria-Opfer: Immer noch „Panikattacken“

Rund um die Vorwürfe zweifelhafter Therapien und Versuchen mit Malaria-Erregern erhebt nun auch ein 66-jähriger Niederösterreicher schwere Vorwürfe. Dem Mann sei neben der Malaria-Therapie auch Valium in hoher Konzentration verabreicht worden, sagt er im noe.ORF.at-Interview.

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Sport

Bundesliga: Breite Spitze als Qualitätsmerkmal

Wenn am Samstag das Frühjahr mit der 20. Runde gestartet wird, erwartet die Fans der Fußball-Bundesliga ein enges Titelrennen. Gleich sechs Teams liegen innerhalb von fünf Punkten. Die Ausgeglichenheit an der Spitze ist für die Trainer kein schlechtes Zeichen, sondern ein Qualitätsmerkmal. „Die Liga ist stark“, ist Wiener-Neustadt-Coach Peter Stöger stellvertretend für seine Kollegen überzeugt. Titelfavorit ist für viele Trainer wieder Salzburg, und im Abstiegskampf „kann noch vieles passieren“.

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Fußball: Dortmund stoppt „Pokalschreck“ Kiel

Der Meister war dem „Pokalschreck“ doch eine Nummer zu groß: Der deutsche Viertligist Holstein Kiel, der zuvor drei höher eingestufte Gegner aus dem Bewerb geworfen hatte, musste sich gestern Abend im Viertelfinale Borussia Dortmund (BVB) mit 0:4 geschlagen geben. Die am Wochenende an die Bundesliga-Tabellenspitze zurückgekehrten Dortmunder wahrten damit die Chance auf das erste Double ihrer Vereinsgeschichte. Probleme hatte der BVB nur mit den Platzverhältnissen in Kiel.

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Wirtschaft

Bipa führt Drogeriebranche vor dm an

Die Rangfolge der Drogeriebetreiber in Österreich hat sich in den vergangenen vier Jahren nicht verändert: Bipa liegt mit 43 Prozent Reichweite - die Bevölkerung wurde nach ihrem Kaufverhalten gefragt - klar vor dm mit 31 Prozent, Schlecker mit 23 Prozent und Müller mit elf Prozent.

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Schlecker: „Österreich bleibt eigenständig“

Unter enormem Medienandrang haben das Österreich-Management sowie der Sohn der insolventen deutschen Drogeriekette Schlecker, Lars Schlecker, heute in Wien die Lage für Schlecker Österreich erklärt. „Österreich ist und bleibt eigenständig und erfolgreich“, sagte Lars Schlecker.

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Deutsche Exporte überschritten Eine-Billion-Euro-Marke

Trotz der Krise haben die deutschen Exporteure 2011 erstmals die Marke von einer Billion Euro beim Umsatz geknackt. Sie verkauften Waren im Wert von 1,06 Billionen Euro ins Ausland - 11,4 Prozent mehr als 2010, wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte.

Besonders stark legten die Ausfuhren in die Länder außerhalb der EU zu: Hier gab es ein Plus von 13,6 Prozent, während die Lieferungen in die Euro-Zone nur um 8,6 Prozent zunahmen.

Auch bei den Importen wurde 2011 ein Rekord erzielt: Sie legten um 13,2 Prozent auf 902 Mrd. Euro zu. „Die Einfuhren übertrafen deutlich den bisherigen Höchstwert von 805,8 Mrd. Euro im Jahr 2008“, schrieben die Statistiker.

Rückgang zu Jahresende

Am Jahresende ging den Exporteuren allerdings die Luft aus. Ihr Umsatz fiel im Dezember um 4,3 Prozent. Einen stärkeren Rückgang hatte es zuletzt auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im Jänner 2009 gegeben. Nach zwei Boomjahren in Folge müssen die Exporteure heuer etwas zurückstecken.

2012 dürfte sich das Wachstum in etwa halbieren, sagte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Größtes Sorgenkind sind die Euro-Länder, in die etwa 40 Prozent der deutschen Exporte gehen. Von dort erhielt die Industrie im Dezember fast sieben Prozent weniger Aufträge als im Vormonat. Der Währungsunion droht in diesem Jahr eine Rezession.

Chronik

Zwei Fahrzeuge in Teiche gefallen: Ein Toter

Stundenlang ist in Schönkirchen (Niederösterreich) nach einem vermissten Baggerfahrer gesucht worden. Nun ist es Gewissheit: Der 50-Jährige, der mit dem Bagger in einen Schotterteich gestürzt war, erfror in der Fahrerkabine.

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Glück hatte gestern Abend ein Mann in Türnitz. Er stürzte bei Schneeräumarbeiten mit seinem Traktor in einen Teich, und das bei minus zwölf Grad. Der Mann konnte sich befreien und Hilfe holen.

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Steirer lag tot vor seinem Haus

Ein 70 Jahre alter Mann ist gestern in der Südsteiermark tot vor seinem Haus gefunden worden. Der allein lebende Pensionist dürfte laut Polizei bereits Montagabend gestürzt und möglicherweise erfroren sein.

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OÖ: 49-Jähriger rammte Mutter Messer in Brust

Ein 49-jähriger Mann hat gestern in Braunau in Oberösterreich seine Mutter attackiert. Er rammte der 78-jährigen Frau ein Messer in die Brust und verletzte sie.

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Salzburg: Duo verübte zehn Einbrüche in drei Stunden

Die Polizei weist nun einem Duo mutmaßlicher Einbrecher einen erstaunlichen Rekord nach: Die Männer sollen innerhalb von drei Stunden zehn Einbrüche in der Salzburger Innenstadt verübt haben, bevor sie geschnappt wurden.

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Moldawierin: Keine Beziehung mit „Concordia“-Kapitän

Jene junge Frau aus Moldawien, die laut Medienberichten als wichtige Zeugin des Kreuzfahrtunglücks am 13. Jänner vor der Insel Giglio in Italien gilt, bestreitet, die Geliebte von Schiffskapitän Francesco Schettino zu sein.

„Ich habe niemals vor den Staatsanwälten behauptet, dass ich in Schettino verliebt sei, wie italienische Medien berichtet haben. Es sind alles nur Lügen, die verbreitet wurden, um den Kapitän unter Druck zu setzen. Man will ihn auch in seiner Familie isolieren“, wurde die 25-jährige Domnica Tschemortan vom italienischen Klatschmagazin „Oggi“ zitiert.

„Man behauptet, dass mein Bikini in der Kabine des Kapitäns gefunden worden sei. Woher weiß man, dass dieser Bikini mir gehört? Steht darauf vielleicht mein Name geschrieben?“, fragte die Moldawierin. Sie sei als normale Passagierin mit eigener Kabine und keineswegs als Schettinos Gast an Bord gewesen. „Ich habe noch den Schlüssel der Kabine mit meinem Namen drauf in der Tasche“, sagte die Frau.

„Großer Schaden“

Tschemortan übte Kritik an den italienischen Medien, die sie als „Blondine des Kapitäns“ und als „Sirene der Costa Concordia“ bezeichnet hatten. „Mir ist ein großer Schaden zugefügt worden. Auch in Moldawien spricht man über mich. Man sagt, dass ich das Ansehen meines Landes und meines Volkes ruiniere. Hier geht es nicht mehr um Klatsch, sondern um eine politische Angelegenheit“, sagte die Frau.

Die Frau sagte, sie habe für die Costa-Reederei auf anderen Schiffen gearbeitet und an Bord der „Concordia“ ihren 25. Geburtstag feiern wollen. Sie habe sechs Stunden lang vor Oberstaatsanwalt der toskanischen Stadt Grosseto, Francesco Verusio, über die Vorfälle an Bord des Schiffes berichtet. „Die Staatsanwälte haben sofort klargestellt, dass sie nicht an persönliche Angelegenheiten interessiert sind, sondern lediglich über die Ereignisse an Bord informiert werden wollten“, sagte die Frau.

Flugausfälle wegen Pilotenstreiks bei Air France

Am dritten Tag des Pilotenstreiks bei Air France sind heute erneut zahlreiche Flüge ausgefallen. Voraussichtlich müssen 40 Prozent der Langstreckenflüge und fast jeder dritte Kurzstreckenflug abgesagt werden, teilte die Gesellschaft mit.

Passagiere per SMS informiert

Tausende Passagiere seien bereits per SMS oder E-Mail informiert worden. Der Streik soll bis morgen dauern. Die Zeitung „La Tribune“ berichtete mit Bezug auf nicht genannte Kreise, der Streik koste Air France pro Tag rund 15 Millionen Euro ohne die Entschädigungszahlungen.

Die Piloten wehren sich gegen die Pläne der Regierung, denen zufolge Arbeitsausstände künftig mindestens zwei Tage zuvor angekündigt werden müssen. Fluggesellschaften sollen so genügend Vorlaufzeit für einen Notflugplan erhalten. Das Gesetz soll Mitte Februar den Senat passieren.

Gesundheit

Brustimplantate-Skandal bringt Neukunden

Der Skandal um defekte Brustimplantate hat der Schönheitschirurgen-Branche nicht geschadet. Während ein Wiener Chirurg durch Rückoperationen Neukunden gewinnt, spricht die Ärztekammer sogar von einer Verbesserung des Rufes.

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Sammelklage wird vorbereitet

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) sammelt nun die Fälle, um für alle Geschädigten deren Ansprüche auf Schadenersatz und Schmerzensgeld durchzusetzen.

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IT

Datenschutzdiskussion über Soziales Netzwerk Path

Das Soziale Netzwerk Path steht wegen der Praktik, die Telefonbücher seiner Nutzer ungefragt auf die eigenen Server hochzuladen, in der Kritik.

Ein Programmierer fand durch Zufall heraus, dass die iPhone-Anwendung für Path sein gesamtes Telefonbuch übertrug, er vorher aber weder darüber informiert noch um Zustimmung gefragt wurde. Wie der Mitgründer und Chef von Path, Dave Morin, im Blog des Programmierers erklärte, will Path so seinen Nutzern helfen, Freunde und Bekannte bei Path leichter zu finden. Andere Nutzer wiesen Morin darauf hin, dass dazu nicht die gesamten Daten hochgeladen werden müssen.

Opt-in für iPhone angekündigt

Morin, der früher für Facebook tätig war, kündigte für die nächste Version der iPhone-App von Path ein Opt-in für das Hochladen der Daten an, in der Android-Version sei diese Möglichkeit seit kurzem vorhanden. Wer seine bereits hochgeladenen Daten gelöscht haben möchte, könne sich direkt an Path wenden, so Morin.

Laut Medienberichten ist das Hochladen solcher Daten auch bei anderen Anwendungen durchaus üblich. Mittlerweile regt sich auch Kritik, dass Apple die Übermittlung solcher Daten überhaupt zulässt.

Bei Path können Nutzer ähnlich wie bei Facebook Bilder und kurze Nachrichten von unterwegs posten, der Fokus liegt dabei auf engen Freunden und Familie. Deswegen sind etwa die Verbindungen auf 150 beschränkt.

Nokia verlagert Smartphone-Produktion nach Asien

Radikaler Schritt beim kriselnden finnischen Handyhersteller Nokia: Der mit roten Zahlen und sinkenden Verkäufen kämpfende Konzern wolle die Smartphone-Fertigung nach Asien verlagern. Betroffen seien rund 4.000 Mitarbeiter in drei Werken in Ungarn, Mexiko und in Finnland, teilte das Unternehmen heute mit. Der Stellenabbau solle bis Ende des Jahres geschafft sein.

„Zulieferer sitzen in Asien“

Die Mehrzahl der Zulieferer sitze in Asien, mit einer Handyproduktion an Ort und Stelle ließen sich die Zeiten von der Entwicklung bis zur Marktreife der Telefone verkürzen, hieß es zur Begründung. In den drei Werken sollen sich die verbleibenden Mitarbeiter künftig noch um die Anpassung von Smartphones an die Märkte in Europa und den USA kümmern.

In Ungarn sind 2.300 Mitarbeiter betroffen, in Mexiko 700, in Finnland 1.000. Die Kostenersparnisse durch die günstigere Produktion in Asien stünden dabei nicht im Vordergrund, sagte ein Sprecher.

Google veröffentlicht Chrome-Browser für Android

Der Internetdienstleister Google hat gestern eine Testversion seines Browsers Chrome für sein mobiles Betriebssystem Android veröffentlicht. Die Software läuft vorerst nur auf der aktuellsten Android-Version „Ice Cream Sandwich“ (Android 4.0).

Neben Schnelligkeit und einer angepassten Darstellung für mobile Geräte bietet der mobile Chrome-Browser etwa die Synchronisation offener Tabs und Lesezeichen zwischen Desktop und mobilen Geräten, sofern der Nutzer bei den jeweiligen Versionen angemeldet ist. Vorerst ist die Software nur in ausgewählten Ländern verfügbar, Österreich soll demnächst folgen.

Kultur

Linz: Belohnung für verschwundene Bilder

Die Stadt Linz setzt 5.000 Euro Belohnung für Hinweise auf vier verschwundene Klimt- und Schiele-Bilder aus. Eine Linzerin soll die Kunstwerke der Stadt vor 60 Jahren geliehen haben, seitdem gibt es keine Spur von ihnen. Mittlerweile läuft ein Prozess.

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Zwölf Mio. Euro für Van Gogh aus Elizabeth-Taylor-Nachlass

Ein Gemälde von Vincent van Gogh aus dem Besitz von Hollywood-Star Elizabeth Taylor ist in London für zehn Millionen Pfund (zwölf Mio. Euro) versteigert worden. Das Bild „Vue de l’asile et de la Chapelle de Saint-Remy“ hatte Taylors als Kunsthändler tätiger Vater im Jahr 1963 für die Schauspielerin gekauft.

Ein Selbstporträt des französischen Impressionisten Edgar Degas aus Taylors Besitz kam bei der Versteigerung des Auktionshauses Christie’s gestern Abend für umgerechnet 858.000 Euro unter den Hammer, eine Landschaft von Claude Pissaro für 3,6 Millionen Euro.

„Geschick als Kunstsammlerin“

Die hohen Preise der drei Meisterwerke aus dem Nachlass der Schauspielerin belegten das Geschick und die Erfahrung Taylors als Kunstsammlerin, sagte Marc Porter von Christie’s.

Zwei Werke des britischen Bildhauers Henry Moore und des spanischen Malers Joan Miro erzielten bei der Auktion Rekordpreise. Die Moore-Bronze „Reclining Figure: Festival“ wechselte für umgerechnet 23 Millionen Euro den Besitzer, das Dreifache des Schätzpreises. Das Miro-Gemälde „Painting Poem (le corps de ma brune)“ wurde für umgerechnet 20 Millionen Euro versteigert, fast das Doppelte des Schätzpreises.

Coen-Brüder drehen mit Justin Timberlake

Joel und Ethan Coen („True Grit“, „No Country for Old Men“) starten ein neues Filmprojekt. Wie das US-Branchenblatt „Variety“ berichtet, treten von dieser Woche an Justin Timberlake, Carey Mulligan, John Goodman, F. Murray Abraham und Garrett Hedlund für die Starregisseure vor die Kamera. Das Musikdrama „Inside Llewyn Davis“ spielt in der Folkszene der 1960er Jahre im New Yorker Künstlerviertel Greenwich Village.

Der Film lehnt sich an das Leben des Sängers und Songschreibers Dave Van Ronk an, eines guten Freundes von Bob Dylan, der Folk und Blues in New York förderte. Ronk war 2002 im Alter von 65 Jahren gestorben. Mit dem Drama „No Country for Old Men“ hatten die Coen-Brüder 2008 gleich drei Oscars gewonnen, und zwar für Regie, Drehbuch und den besten Film.

Rekord für Tom Cruise mit „Mission: Impossible IV“

Tom Cruise hat mit der vierten „Mission: Impossible“-Folge seinen bisher größten Kassenknüller geschafft. Dem „Hollywood Reporter“ zufolge brachte der Film mit dem Untertitel „Phantom Protokoll“ am Wochenende weltweit Einnahmen von mehr als 600 Millionen Dollar (456,6 Mio. Euro).

Das ist ein Rekord für Cruise, der damit die knapp 592 Millionen Dollar überbieten konnte, die der Spielberg-Film „Krieg der Welten“ 2005 mit Cruise als Bekämpfer von Außerirdischen einspielte. Der neue Agentenhit setzte sich damit spielend über den bisherigen Spitzenverdiener aus der Reihe - „Mission: Impossible II“ - durch, der es „nur“ auf rund 546 Millionen Dollar gebracht hatte.

„Hugo Cabret“: Die Geschichte des Kinos als 3-D-Märchen

Rein durch die Plakate und Trailer zu Martin Scorseses neuem 3-D-Film „Hugo Cabret“ entsteht leicht der Eindruck, es handle sich dabei um ein Zaubermärchen a la „Harry Potter“. Dass sich hinter der Kinderbuchverfilmung jedoch eine Hommage an das frühe Kino im Allgemeinen und an den Stummfilmpionier Georges Melies im Speziellen verbirgt, offenbart sich erst beim näheren Hinsehen - und macht den Film zu einem aussichtsreichen Oscar-Kandidaten in gleich elf Kategorien.

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Science

Schmetterlinge bestätigen laut Studie Darwin

Die Flügelfarbe des Birkenspanners gilt als Lehrbuchbeispiel für die Wirkung der natürlichen Selektion. Die historischen Versuche mit den Schmetterlingen sind in letzter Zeit allerdings in Verruf geraten. Ein britischer Biologe hatte sie in langjähriger Arbeit wiederholt – und starb, bevor er sie veröffentlichen konnte. Deren postume Publikation zeigt nun: Darwin hat recht gesehen.

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Leute

„Bergdoktor“ Lippert nach Haushaltsunfall verletzt

Der Schauspieler Gerhart Lippert - bekannt durch seine Rolle als „Bergdoktor“ in den 90ern - wurde gestern bei einem Haushaltsunfall in Niederndorf in Tirol schwer verletzt. Heute hieß es aus der Klinik, sein Zustand sei stabil.

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Sohn für Hollywood-Star Robert Downey Jr.

Hollywood-Star Robert Downey Jr. (46) und seine Frau Susan (38) sind Eltern geworden. Nach Auskunft eines Sprechers des Schauspielers wurde Sohn Exton Elias Downey gestern in Los Angeles geboren, berichtete das Promiportal People.com. Der „Sherlock Holmes“-Star hatte bereits im Dezember das Geschlecht des Kindes in der Show von US-Talkmaster Jay Leno verraten.

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Lifestyle

Salzburg: Kinder „basteln“ sich eigenes Skigebiet

14.000 Kinder aus Pongau und Pinzgau in Salzburg werden nun beim Entwurf für das neue Skigebeit von Goldegg als „Planer“ eingebunden. Die Gemeinde will ihre drei Schlepplifte für kleine Gäste und Familien attraktiver machen.

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