Ausland

Trump-Sprecher droht Medien

Das ohnehin schon angespannte Verhältnis von Donald Trump zu den Medien hat sich am Samstag weiter verschärft - nur einen Tag nach der Vereidigung des Republikaners als US-Präsident. Im Mittelpunkt stehen Vorwürfe Trumps, nach denen die Medien die Zahl seiner Zuschauer bei den Feierlichkeiten zur Amtseinführung am Freitag absichtlich als zu niedrig dargestellt hätten.

Trump äußerte diese Anschuldigung zunächst bei einem Besuch im CIA-Hauptquartier und löste damit bereits Stirnrunzeln aus. Danach schickte er seinen Sprecher Sean Spicer in den Pressekonferenz-Raum des Weißen Hauses - wo dieser sogar so weit ging, den Medien mit Konsequenzen zu drohen, wenn sich nichts ändere.

„Es wird in den Medien viel über die Verantwortung der Medien geredet, den Präsidenten zur Rechenschaft zu ziehen“, sagte Spicer. „Und ich bin hier, um Ihnen zu sagen, dass dies eine Zweibahnstraße ist. Wir werden die Medien ebenfalls zur Rechenschaft ziehen. Das amerikanische Volk hat Besseres verdient.“

Hintergrund des Disputs sind anscheinend zum Teil in einem Tweet verbreitete Fotos, die den Publikumsandrang bei der Vereidigung Trumps und der seines Vorgängers Barack Obama vor acht Jahren zeigen - mit einer Fläche, die im Fall Obama dicht bevölkert, bei Trump dagegen fast menschenleer ist. Das Foto sei absichtlich in einem bestimmten Ausschnitt aufgenommen worden, um die „enorme“ für Trump am Freitag gezeigte Begeisterung zu „minimieren“, sagte Spice. Derartige Versuche seien „schändlich“ und „falsch“.

Auf Twitter lösten die Einlassungen Spicers vielfach empörte Reaktionen aus. Er mache sich lächerlich und sei kein Pressesprecher, sondern ein Propagandaminister, monierten Nutzer.

May ist erster ausländischer Staatsgast von Trump

US-Präsident Donald Trump empfängt Ende kommender Woche die britische Premierministerin Theresa May in Washington. Mays Besuch werde Trumps erstes Treffen mit einem ausländischen Staatsgast im Weißen Haus sein, so sein Sprecher Sean Spicer am Samstag bei der ersten Presseunterrichtung der neuen US-Führung. Ein Treffen mit dem mexikanischen Präsidenten Enrique Pena Nieto ist für 31. Jänner geplant.

Wann genau die Begegnung mit May stattfindet, war aus der Erklärung Spicers zunächst nicht klar auszumachen. Der Präsident werde den ersten Staats- und Regierungschef aus dem Ausland „am Donnerstag empfangen, wenn Theresa May aus Großbritannien am Freitag nach Washington kommt“, sagte Spicer in der Erklärung. Nachfragen ließ er nicht zu.

May bereitet gerade den Austritt ihres Landes aus der EU (Brexit) vor und hat deutlich gemacht, dass sie einen harten Schnitt ohne Zugang zum gemeinsamen Binnenmarkt will. Sie plant, den Austrittsantrag bis Ende März in Brüssel stellen. Danach bleiben für die Scheidungsverhandlungen zwei Jahre Zeit. Trump hat das Brexit-Votum der Briten gelobt und versprochen, schnell ein bilaterales Handelsabkommen mit dem Königreich abzuschließen.

Spicer kündigte darüber hinaus ein Treffen von Trump mit seinem mexikanischen Amtskollegen Pena Nieto am 31. Jänner an. Das hätten Trump und Pena Nieto bei einem Telefonat vereinbart, sagte Spicer, der den mexikanischen Präsidenten fälschlicherweise als „Ministerpräsidenten“ bezeichnete.

Bei dem Treffen werde es um Handelsfragen und die Themen Einwanderung und Sicherheit gehen, sagte Trumps Sprecher. Als ersten Schritt werden am Mittwoch und Donnerstag Schritt Außenminister Luis Videgaray Caso und Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo Villarreal in Washington Gespräche führen.

Zuvor hatte Mexiko bereits von dem Telefonat der Staatsführer berichtet und ein baldiges Treffen angekündigt. Pena Nieto habe Trump zur Amtseinführung gratuliert und beide hätten vereinbart, einen „neuen Dialog“ zu beginnen, erklärte das Büro des mexikanischen Präsidenten.

Trump will das Freihandelsabkommen NAFTA mit Mexiko und Kanada neu verhandeln oder aufkündigen. Zudem will er mit einer Mauer an der 3200 Kilometer langen Grenze die illegale Einwanderung stoppen. Die Kosten dafür soll das Nachbarland tragen. In den USA leben rund elf Millionen Mexikaner, rund die Hälfte von ihnen ohne Aufenthaltsberechtigung. Ihre Überweisungen sind ein wichtiger Devisenbringer für Mexiko. Trump will sie nun abschieben.

Nach der Amtseinführung war es in Mexiko-Stadt zu Protesten gegen den neuen US-Präsidenten gekommen. „Donald Trump - Hass-Säer“ und „Mexiko ist mehr als Trump“ war auf Transparenten zu lesen. „Wir weisen den rassistischen Diskurs des Herrn Trump zurück“, sagte ein Redner. Am Rande zündeten Demonstranten eine US-Flagge und eine Trump-Puppe an. Trump hatte die Mexikaner im Wahlkampf als Vergewaltiger und Drogenhändler verunglimpft.

Trump bei CIA: Streit mit Geheimdiensten „Medienerfindung“

Der neue US-Präsident Donald Trump hat den US-Geheimdiensten sein volles Vertrauen ausgesprochen. „Ich bin zu 1000 Prozent auf Eurer Seite“, sagte Trump gestern bei einem Besuch des Auslandsgeheimdienstes CIA in Langley bei Washington. Die Geheimdienste hätten vielleicht nicht immer den Rückhalt bekommen, den sie wünschten, aber mit seinem Amtsantritt würden sie ihn nun bekommen.

Medien hätten es so aussehen lassen, als ob er sich mit den Geheimdiensten überworfen habe. Er befinde sich in einem Krieg mit den Medien, sagte Trump. Journalisten gehörten „zu den unehrlichsten Menschen auf dem Planeten“.

Immer wieder Angriffe im Wahlkampf

Trump hatte die Geheimdienste in den vergangenen Monaten wiederholt kritisiert, insbesondere wegen deren Bericht zu den mutmaßlichen russischen Cyber-Interventionen zu seinen Gunsten im Wahlkampf. Er zog diese Erkenntnisse massiv in Zweifel.

Als Anfang Jänner das Dossier eines ehemaligen britischen Geheimdienstagenten ans Licht kam, wonach angebliche inkriminierende Informationen über Trump in den Händen der Russen sein sollen, verschärfte dieser seine Angriffe auf die Geheimdienste. Er beschuldigte sie, das Dossier durchgesteckt zu haben, und warf ihnen sogar Nazi-Methoden vor. Diese Vorwürfe erwähnte Trump nun bei seinem Besuch in Langley mit keinem Wort.

Mexikos Präsident will rasch Trump treffen

Mexikos Präsident Enrique Pena Nieto setzt angesichts der Ankündigungen und Drohungen gegen sein Land und Landsleute auf ein rasches Treffen mit dem neuen US-Präsidenten. Er habe ihm in einem Telefonat einen „offenen Dialog“ angeboten, teilte der Präsidentenpalast mit. Es sei von Interesse, an einer Agenda zu arbeiten, die beiden Ländern nutze, aber auch die Souveränität beider Nationen achte.

„NYT“: Schwiegersohn darf Präsidenten beraten

Unterdessen wurde bekannt, dass der Schwiegersohn von Trump, Jared Kushner, dem neuen US-Präsidenten einer Zeitung zufolge als Berater dienen darf. Wie die „New York Times“ berichtete, sieht das Justizministerium keinen Verstoß gegen die US-Gesetze gegen Günstlingswirtschaft. Diese seien nicht auf Posten innerhalb des Präsidialamts anwendbar, hieß es demnach in einer Analyse des Ministeriums.

Der 36-jährige Kushner ist mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet. Er soll sich früheren Angaben zufolge mit den Themen Handel und Nahost befassen und kein Gehalt erhalten.

Frankreichs Sozialisten suchen Präsidentschaftskandidaten

Die Anhänger der französischen Sozialisten stimmen heute über ihren Präsidentschaftskandidaten ab. Sieben Bewerber aus der Regierungspartei und mehreren verbündeten Kleinparteien treten bei der Vorwahl an. Die zwei Bewerber mit den meisten Stimmen kommen in die entscheidende Stichwahl in einer Woche.

Neben dem früheren Premierminister Manuel Valls gelten auf Basis von Umfragen zwei Vertreter des linken Flügels als aussichtsreiche Anwärter für die sozialistische Kandidatur: die beiden Ex-Minister Benoit Hamon und Arnaud Montebourg.

Die Sozialistische Partei des scheidenden Staatschefs Francois Hollande ist schwer angeschlagen: Egal welcher ihrer Bewerber antritt, bisher liegen die Sozialisten in Wahlumfragen abgeschlagen hinter dem Konservativen Francois Fillon und der Rechtsaußen-Kandidatin Marine Le Pen von der Front National. Frankreich wählt seinen neuen Staatschef im April und Mai.

Proteste gegen Rechtspopulisten-Kongress in Koblenz

Begleitet von massiven Protesten sind einen Tag nach der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Donald Trump Europas Rechtspopulisten in Deutschland gemeinsam aufgetreten.

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry sagte auf dem Kongress in Koblenz, in den USA habe Trump „einen Weg aus einer Sackgasse“ gewiesen - und „genauso wollen wir das für Europa tun“. Die Chefin der rechtsextremen französischen Partei Front National, Marine Le Pen, erklärte, einige der Punkte Trumps in seiner ersten Rede als Präsident zeigten Gemeinsamkeiten „mit dem, was wir sagen“.

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders sprach von einem „patriotischen Frühling“ in Europa. Aus Österreich reiste der EU-Abgeordnete der FPÖ, Harald Vilimsky, an. Gegen das Treffen protestierten mehrere tausend Menschen, darunter auch zahlreiche hochrangige Politiker.

5.000 Demonstranten

Unter dem Motto „Koblenz bleibt bunt“ gingen nach Schätzungen der Polizei rund 5.000 Menschen auf die Straße, um gegen den Kongress der Europaparlamentsfraktion „Europa der Nationen und der Freiheit“ (ENF) zu demonstrieren. Erklärtes Ziel der ENF ist das Ende der EU.

Luxemburgs Außenminister Asselborn sagte der Nachrichtenagentur AFP am Rande der Demonstration zu dem ENF-Kongress, dies sei „Nationalismus in höchster Potenz“ und eine „Zerstörung der europäischen Idee“. Die Theorien, die dort aufgebaut würden, dürften nicht greifen.

Saudi-Arabien: Tote bei Razzia gegen Extremisten

Bei einer Razzia in einem Versteck mutmaßlicher Extremisten haben sich im saudi-arabischen Dschiddah zwei Männer in die Luft gesprengt. Sie zündeten ihre Sprengstoffgürtel nach einem Schusswechsel mit Sicherheitskräften, wie das Innenministerium gestern mitteilte.

Werkstatt für Selbstmordgürtel

Die Sicherheitskräfte hätten im Süden der Stadt Dschiddah eine Werkstatt durchsucht, in der Selbstmordgürtel und Sprengsätze hergestellt würden, erklärte ein Ministeriumssprecher laut der amtlichen Nachrichtenagentur Spa.

Die beiden Männer hätten sich verbarrikadiert und in Richtung der Sicherheitskräfte geschossen, die das Feuer erwidert hätten. Statt sich zu stellen, hätten sie ihre Sprengstoffgürtel gezündet.

Bei einem zweiten Einsatz in Dschiddah wurde demnach ein mutmaßlicher Komplize der beiden Männer festgenommen sowie eine Pakistanerin, die der Verdächtige als seine Frau ausgegeben habe.

Saudi-Arabien ist Mitglied der von den USA angeführten internationalen Koalition, die in Syrien und im Irak die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekämpft.

Womöglich über 230 Tote bei Angriff auf Flüchtlingslager

Bei dem versehentlichen Luftangriff auf ein Flüchtlingslager in Nigeria ist die Zahl der Todesopfer womöglich deutlich höher als bisher angenommen. „Nach Angaben der Menschen, die die Toten mit ihren eigenen Händen begraben haben, (...) wurden 234 Tote begraben“, sagte der Präsident der Region Kala-Balge, Babagana Malarima, gestern.

Später sei ihm mitgeteilt worden, dass auch zwei nach Maiduguri verlegte Verletzte gestorben seien, sagte Malarima und fügte hinzu: „Die Zahl der Toten ist riesig. Wir sind in Trauer.“ Der Politiker forderte, die Hinterbliebenen der Opfer zu schützen.

Von Armee abgefeuert

Die nigerianische Armee hatte am Dienstag statt eines Rückzugsortes der Islamistengruppe Boko Haram versehentlich ein Flüchtlingslager in der Kleinstadt Rann im nördlichen Bundesstaat Borno bombardiert, als dort Helfer gerade Essen austeilten. Auch mindestens sechs Helfer des Roten Kreuzes wurden getötet.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hatte die Opferbilanz am Freitag auf mindestens 90 Tote heraufgesetzt. Die Zahl könne aber nach Angaben von Bewohnern und örtlichen Behördenvertretern sogar bei 170 liegen, erklärte die Hilfsorganisation. Bei den meisten Opfern handelte es sich demnach um Frauen und Kinder.

Die nigerianische Armee sowie Staatschef Muhammadu Buhari äußerten bereits ihr Bedauern über den Luftangriff und leiteten eine Untersuchung ein. Zu den Opferzahlen machten die Behörden keine Angaben.

Massengrab mit 89 Opfern in Irak gefunden

Die Leichen von 89 mutmaßlichen Opfern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sind in einem Massengrab in der irakischen Stadt Tikrit gefunden worden. Das Grab sei innerhalb eines Komplexes des Präsidentenpalastes gefunden worden, hieß es gestern aus irakischen Sicherheitskreisen. Den Angaben zufolge soll es sich um getötete Soldaten handeln, die Mitte 2014 vom IS gefangen genommen worden waren.

Die Dschihadisten hatten damals große Gebiete im Norden und Westen des Irak eingenommen. Im März 2015 eroberte die irakische Armee Tikrit vom IS zurück. Kurz darauf wurden die ersten Massengräber mit Hunderten Toten gefunden.

Die sunnitische Terrormiliz hatte damals behauptet, 1.700 schiitische Soldaten getötet zu haben, die sich den Dschihadisten ergeben hatten. Im August vergangenen Jahres wurden 36 Personen gehängt, die wegen der Beteiligung an den Massakern verurteilt worden waren.

Inland

Terror-Festnahme: „Anschlag sehr zeitnah geplant“

Der mögliche Anschlag eines am Freitag in Wien verhafteten 18-jährigen Terrorverdächtigen ist möglicherweise „sehr zeitnah“ geplant gewesen. Er hätte kurz bevorstehen können, sagte der Generaldirektor für Öffentliche Sicherheit im Innenministerium, Konrad Kogler, im Ö1-Morgenjournal.

Ein mögliches Szenario sei ein Anschlag auf die U-Bahn in Wien gewesen, so Kogler. Weitere Hausdurchsuchungen und Festnahmen seien möglich. Die sichergestellten Ausrüstungsgegenstände wie etwa Handys würden nun untersucht. Überschattet wird der erfolgreiche Einsatz von einer Kommunikationspanne.

Mehr dazu in Weitere Festnahmen „möglich“

Sport

Fußball: Burgstaller mit perfektem Debüt

Guido Burgstaller hat heute in der 17. Runde ein perfektes Debüt in der deutschen Bundesliga hingelegt. Der Kärntner, der erst vor Kurzem vom 1. FC Nürnberg zu Schalke gewechselt war, schoss die „Königsblauen“ in der Nachspielzeit zu einem knappen 1:0-Sieg gegen Ingolstadt. Auch Florian Kainz durfte bei Werder Bremen erstmals Spielpraxis sammeln. Der Steirer hatte bei seinem Kurzeinsatz gegen Borussia Dortmund aber keinen Grund zu jubeln.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Fußball: Liverpool blamiert sich gegen Swansea

Der FC Liverpool muss den Titel in der englischen Premier League wohl endgültig abschreiben. Die Auswahl von Coach Jürgen Klopp lief gestern in der 22. Runde gegen das bisherige Schlusslicht Swansea City in eine Heimblamage und liegt damit weiter sieben Punkte hinter Spitzenreiter Chelsea, der den Vorsprung mit einem Heimsieg heute noch weiter ausbauen kann. Dabei konnte nicht einmal ein Doppelpack von Roberto Firmino die erste Heimpleite der „Reds“ seit fast einem Jahr verhindern.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

EU will Monsanto-Deal „sehr, sehr genau“ prüfen

Der deutsche Chemiekonzern Bayer muss bei der geplanten Übernahme von Monsanto offenbar mit Widerstand der EU rechnen. „Das neue Unternehmen hätte ja einen enormen Einfluss auf das Saatgut- und Pestizidgeschäft und auf die Bauern“, sagte EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis dem „Tagesspiegel“. Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager werde sich das „sehr, sehr genau ansehen“.

Schädlichkeit von Glyphosat weiter unklar

Ob das umstrittene Monsanto-Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat in der EU weiter eingesetzt werden darf, ist noch offen. Die Entscheidung will Andriukaitis von der Einschätzung der EU-Chemikalienagentur Echa abhängig machen. Diese soll bewerten, ob Glyphosat krebserregend ist oder nicht.

„Die Frage ist: Wie wahrscheinlich ist es, dass Glyphosat Krebs erzeugen kann?“, führte Andriukaitis im „Tagesspiegel“ aus. „Kann man das Risiko managen oder nicht?“ Seine Aufgabe sei es, „eine Entscheidung auf Basis der Fakten zu fällen“.

Bayer will die Übernahme von Monsanto bis zum Jahresende abschließen. Es stehen noch die Genehmigungen durch diverse Regulierungsbehörden aus.

Chronik

Fieberhafte Suche nach Vermissten an verschüttetem Hotel

Am zerstörten Berghotel Rigopiano in Italien suchen die Helfer drei Tage nach dem Unglück weiter fieberhaft nach noch vermissten Verschütteten. Bis gestern Abend waren neun Menschen lebend aus Trümmern und Schnee geborgen worden - darunter vier Kinder.

Noch über 20 Vermisste

Zivilschutz-Chef Fabrizio Curcio sagte, dass zwei weitere Überlebende schon entdeckt, aber noch nicht geborgen seien, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Insgesamt wurden zunächst noch 23 Menschen vermisst. Die Suche sollte auch die ganze Nacht weitergehen.

Zwei Menschen hatten überlebt, weil sie sich bei dem Lawinenabgang am Mittwochnachmittag gerade außerhalb des in der italienischen Bergregion Abruzzen liegenden Hotels aufgehalten hatten. Bei der Suche nach den Vermissten versuchten Spezialisten auch, Handy-Signale zu orten. Einer der Überlebenden, aber auch zwei am Samstag tot geborgene Frauen seien auf diese Weise lokalisiert worden, meldete Ansa. Die Präfektur wies darauf hin, dass sich die Zahl der Vermissten aus der offiziellen Gästeliste des Hauses und aus anderen Hinweisen errechne. Sie müsse laufend verifiziert werden.

Eine gewaltige Lawine hatte das auf 1.200 Metern Höhe am Fuße des Gran-Sasso-Massivs gelegene Vier-Sterne-Hotel nach einer Erdbebenserie verschüttet und Teile mitgerissen. Trümmer und Möbel wurden in bis zu 400 Metern Entfernung vom Hotel gefunden. Es war vermutet worden, dass die Lawine von den Erdstößen ausgelöst wurde, eine offizielle Bestätigung dafür gab es bislang nicht.

Jugendliche verunglückt: Schock nach Busunglück in Italien

Bei einem schweren Busunfall auf der Autobahn A4 nahe der italienischen Stadt Verona sind nach Angaben der Feuerwehr 16 Menschen ums Leben gekommen. 26 Personen seien zum Teil schwer verletzt worden, teilten die Einsatzkräfte gestern mit, zuvor war von 39 Verletzten die Rede gewesen.

Bei den Insassen handelte es sich um ungarische Jugendliche auf dem Heimweg aus Frankreich. Die ungarische Generalkonsulin in Mailand, Judit Timaffy, sprach von „apokalyptischen Szenen“.

Mehr dazu in Tragödie bei Rückfahrt vom Skikurs

Festnahmen zwölf Jahre nach Diamantenraub

Zwölf Jahre nach einem millionenschweren Juwelenraub in Amsterdam sind den Ermittlern sieben Verdächtige ins Netz gegangen. Die fünf Männer und zwei Frauen seien in Spanien und den Niederlanden festgenommen worden, teilte die niederländische Militärpolizei mit.

Sie sollen in den Raub verwickelt sein, bei dem am 25. Februar 2005 Diamanten und Schmuck im Wert von geschätzt 67 Millionen Euro erbeutet wurden.

Teil der Beute noch immer verschollen

Die bewaffneten Täter überfielen in einem Sicherheitsbereich des Amsterdamer Flughafens ein gepanzertes Fahrzeug der Fluggesellschaft KLM, in dem sich die Juwelen befanden. Der Schmuck sollte an Bord eines Flugzeugs gebracht werden, das ins belgische Antwerpen fliegen sollte - eines der weltgrößten Diamantenhandelszentren.

Ein Teil der Beute wurde bald darauf in einem Fluchtfahrzeug gefunden. Der Rest mit einem Wert von 40 Millionen Euro wird noch immer gesucht.

Skifahrer stirbt nach Kollision mit Snowboarder

Ein Skifahrer ist gestern Vormittag im Liezener Skigebiet Hauser Kaibling (Steiermark) tödlich verletzt worden. Der 62-jährige Burgenländer war mit einem 37-jährigen Snowboarder zusammengestoßen.

Mehr dazu in steiermark.ORF.at

Im Skigebiet Schröcken (Vorarlberg) hatte sich eine vierköpfige Skigruppe aus Deutschland verirrt. Sie musste mit dem Polizeihubschrauber gerettet werden.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

Kultur

Religion

Gesundheit

Gelbfieberausbruch in Brasilien

Unter einem Gelbfieberausbruch leidet zurzeit Brasilien. Rund ein Jahr nach der landesweiten Zika-Epidemie ist erneut besonders der Bundesstaat Minas Gerais betroffen. Das dortige Gesundheitsministerium habe in den letzten Wochen 272 Gelbfieber-Verdachtsfälle registriert, bis zu 71 Todesfälle seien auf die Virusinfektion zurückzuführen, berichtete das Portal „Folha de S. Paulo“.

25 der Betroffenen sind demnach definitiv an der von der Moskitoart Aedes aegypti übertragenen Infektion gestorben, wie Laboruntersuchungen ergaben. Mehr als zwei Millionen zusätzlich bereitgestellte Impfdosen sollen eine weitere Ausbreitung verhindern helfen.

IT

„Nest“: Große Probleme mit dem „Smart Home“

Ein Thermostat, der das Verhalten der Bewohner erkennen und Wohnräume entsprechend temperieren kann, hat den US-Hersteller „Nest“ im Jahr 2011 bekannt gemacht. Ab Februar bietet das mittlerweile zu Google gehörende Unternehmen seine Produkte auch in Österreich an.

Seit Jahren gilt das „Smart Home“ als boomendes und zukunftsträchtiges Geschäftsfeld. Der versprochenen Kostenersparnis stehen Bedenken beim Datenschutz und eine beschränkte Lebensdauer der Geräte gegenüber.

Mehr dazu in Viel Konkurrenz auf „Smart Home“-Markt

Lifestyle

Pariser Haute-Couture-Schauen starten

Die Haute-Couture-Schauen für Frühjahr und Sommer 2017 starten heute in Paris. Das Modespektakel folgt damit direkt auf die Präsentationen der Herrenmode für den kommenden Winter. Fast 30 Modehäuser präsentieren bis zum kommenden Donnerstag ihre Entwürfe der „Hohen Schneiderkunst“, darunter bekannte Namen wie Chanel und Christian Dior.

Versace läuft nicht mit

Nicht auf den Laufstegen dabei ist diesmal die Mailänder Marke Versace, die in den vergangenen Jahren die Schauen eröffnete. Die Italiener haben sich stattdessen für eine Präsentation in kleinerem Rahmen entschieden. Statt Versace zeigt nun als Erstes das eher unbekannte Label Maison Rabih Kayrouz. Der aus dem Libanon stammende Rabih Kayrouz ist in Paris ansässig und erhielt schon viel Lob für präzise Schnitte und klare Linien.