Inland

Doskozil will Kontrollen an Grenze zur Slowakei

Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) will nun auch die Grenze zur Slowakei kontrollieren. Anlass ist, dass Schlepper vermehrt diese Route wählen würden, berichtet er in mehreren Zeitungsinterviews („Kurier“, „Kleine Zeitung“, „Die Presse“).

Angeboten wird vom Verteidigungsminister ferner, bis zu 100 Soldaten für Kontrollen in Zügen zur Verfügung zu stellen. Denn immer mehr Migranten und Asylwerber würden mit dem Zug nach Österreich einreisen. Forcieren will Doskozil zudem die Rückkehrberatung. Er kann sich vorstellen, abgelehnte Asylwerber in eigenen Einrichtungen zusammenzuziehen und dort gezielt über Möglichkeiten zur Rückkehr ins Herkunftsland zu beraten.

Kern mahnt in Davos „Solidarität“ ein

„Wir haben klargestellt, dass es uns nicht darum geht, uns vor ausländischen Arbeitskräften abzuschotten - wir hätten nur gern, dass wir Solidarität in Europa nicht als Einbahnstraße definieren.“ Bundeskanzler Christian Kern hat auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos unter anderem seine jüngsten Vorschläge für eine sektorale Beschränkung des Arbeitsmarktes vorgestellt.

Keine Abschottung

Kern verwies gegenüber der APA darauf, dass sowohl die Aussagen des designierten US-Präsidenten Donald Trump als auch die Rede der britischen Premierministerin Teresa May „in dieses Bild einzahlen, dass wir aus einer Phase, in der freier Handel und offene Grenzen en vogue waren, jetzt zunehmend in eine Situation kommen, in der Abschottung eine Rolle spielt“.

Kern legt Wert darauf, dass die in seinem Grundsatzpapier „Plan A“ angeregte „Arbeitsmarktprüfung“ in Branchen mit besonders hoher Arbeitslosigkeit - die bedeuten würde, dass ein Job nur an neu Zuziehende gehen kann, wenn sich dafür kein geeigneter Inländer findet - mit einer solchen Abschottung nichts zu tun hat.

„Nicht gut beraten, Briten zu bedrohen“

Mays Rede zum „Brexit“ war für Kern „primär an das britische Publikum gerichtet“, gingen doch 44 Prozent der britischen Exporte in die EU und umgekehrt nur acht Prozent aus der EU nach Großbritannien. „Das heißt, wir sind nicht gut beraten, die Briten zu bedrohen - aber umgekehrt macht das wohl auch keinen Sinn“, betonte der Kanzler. „Weil realistisch wird man eine Einigung finden müssen, um nicht eine Lose-lose-Situation zu produzieren. Bei Tageslicht betrachtet, wird man, wenn die ersten Verhandlungsrunden stattgefunden haben, relativ rasch zur Kenntnis nehmen, dass es für beide Seiten etwas zu verlieren gibt.“

Ausland

Zahl der Cyberattacken auf NATO gestiegen

Die NATO wird immer öfter Ziel von Cyberangriffen. „Nach unseren neuesten Erhebungen gab es im vergangenen Jahr pro Monat durchschnittlich 500 bedrohliche Cyberangriffe auf Einrichtungen der NATO, die ein intensives Eingreifen von Seiten unserer Experten erforderlich machten“, sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg der „Welt“ (Donnerstag). Das seien um 60 Prozent mehr als 2015.

Die meisten dieser Angriffe gingen nicht von Privatpersonen aus, sondern seien von staatlichen Institutionen anderer Länder gesponsert worden. Dies sei aus dem großen Ressourcenaufwand klar ersichtlich.

Neben militärischen Gefahren für die NATO durch diese Cyberattacken befürchtete Stoltenberg auch politische Probleme, vor allem bei mögliche Datenmanipulationen bei Wahlkämpfen. „Der NATO liegen Berichte von verschiedenen Regierungen aus Mitgliedstaaten vor, die befürchten, dass Hacker versuchen werden, sich in nationale Wahlkämpfe einzumischen. Damit würden sie die Demokratie unterminieren.“ Seit einiger Zeit, so Stoltenberg, biete die NATO allen Bündnismitgliedern Krisenteams an, die ihnen helfen sollen, ihre Netze besser zu schützen.

Nigeria verlegt Truppen in Richtung Gambia

Vor einer möglichen militärischen Intervention im westafrikanischen Gambia hat Nigerias Luftwaffe Kampfflugzeuge und Truppen in den Senegal verlegt. Es seien rund 200 Soldaten, Transportflugzeuge und Hubschrauber nach Dakar gebracht worden, erklärte die nigerianische Luftwaffe. Von dort könnten sie den Einsatz im nahen Gambia beginnen, hieß es weiter.

Der Senegal selbst hat nach Angaben von Augenzeugen bereits Hunderte schwer bewaffnete Soldaten an die gambische Grenze verlegt. Die Einheiten sind Teil der Eingreiftruppe der Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS).

Ultimatum abgelaufen

Die Staatengemeinschaft hatte sich bemüht, den abgewählten gambischen Präsident Yahya Jammeh zum Rücktritt zu drängen. Sein Mandat endete um Mitternacht. Die ECOWAS hatte eine militärische Intervention als letztes Mittel nicht ausgeschlossen, um einen demokratischen Machtwechsel zu garantieren. Jammeh hatte zuvor den Ausnahmezustand verhängt, um sich an der Macht zu halten.

Die gambischen Streitkräfte verfügen der Weltbank zufolge nur über etwa 800 Soldaten. Andere Quellen sprechen von rund 1.000 Soldaten. Militärisch kann Gambia daher der Eingreiftruppe nur begrenzt Paroli bieten, falls es tatsächlich zu einer Konfrontation kommen sollte.

Trump dürfte bereits am Freitag erste Dekrete erlassen

Donald Trump dürfte seinem Sprecher zufolge noch am Tag seiner Vereidigung zum neuen US-Präsidenten erste Erlasse unterzeichnen. Es gebe „vermutlich etwa vier oder fünf davon, die wir uns für Freitag anschauen“, sagte Pressesprecher Sean Spicer gestern.

Zwar seien einige davon logistischer Natur. Andere beträfen jedoch Fragen, die hoch auf Trumps Prioritätenliste stünden. Einzelheiten nannte der Sprecher nicht. Trump hatte angekündigt, direkt nach der Amtseinführung per Dekret Teile der Politik seines Vorgängers Barack Obama rückgängig zu machen.

Ein US-Präsident kann mit Hilfe von „executive orders“ innerhalb gewisser Grenzen Anordnungen treffen, die faktisch Gesetzeskraft haben. Sie können durch Gesetze des Kongresses oder Anordnungen späterer Präsidenten aufgehoben werden. Das ist nicht ungewöhnlich: Obama unterschrieb dem Pew Institute zufolge selbst 30 Erlässe, die frühere änderten oder außer Kraft setzten.

Kolumbien: Friedensgespräche auch mit ELN-Guerilla

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos hat am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos eine Einigung auf Friedensgespräche mit der marxistischen ELN-Guerilla verkündet. Man sei zu einer entsprechenden Vereinbarung gekommen, teilte der Friedensnobelpreisträger mit, dem zuvor schon ein Abkommen mit der anderen linken Guerillaorganisation, den FARC-Rebellen, gelungen war.

Eigentlich war schon für Oktober der Start der ELN-Verhandlungen geplant. Die Regierung machte aber die Freilassung des früheren Abgeordneten Odin Sanchez zur Bedingung für die Aufnahme von Friedensgesprächen. Die letzte prominente Geisel der Rebellen befindet sich seit knapp einem Jahr in der Gewalt der ELN.

„Brexit“-Streit: Britisches Gericht urteilt am 24. Jänner

Das mit Spannung erwartete „Brexit“-Urteil des höchsten britischen Gerichts zur Rolle des Parlaments soll am 24. Jänner verkündet werden. Das teilte der Supreme Court gestern auf seiner Website mit.

Es geht dabei um die Frage, ob die britische Regierung die Zustimmung des Parlaments braucht, um die Scheidung von der EU einzureichen. Premierministerin Theresa May hatte angekündigt, Brüssel bis spätestens Ende März über den Austrittswunsch ihres Landes zu informieren. Erst dann können die Verhandlungen mit der EU beginnen.

Erstinstanzliches Urteil zugunsten des Parlaments

Ein erstinstanzliches Urteil war zugunsten des Parlaments ausgefallen. „Brexit“-Befürworter befürchten, eine Bestätigung dieser Entscheidung könnte den Austrittsprozess verzögern. Die Mehrheit der Abgeordneten hatte sich in einer nicht bindenden Abstimmung zu dem Zeitplan bekannt. Bedingung war aber, dass Premierministerin May rechtzeitig detaillierte Pläne für ihre Verhandlungsstrategie vorlegt.

Das kündigte die Regierung für Ende März an, also knapp vor der geplanten Austrittserklärung. Gestern verkündete May zudem in einer Grundsatzrede grobe Züge ihrer „Brexit“-Pläne. Ob sich die Parlamentarier damit zufriedengeben werden, ist fraglich.

Rumäniens Regierung will Korruptionsgesetz lockern

Rumäniens neue sozialliberale Regierung will ein Gesetz lockern, das korrupte Politiker bestraft. Damit soll nach Meinung der Oppositionsmedien der Vorsitzende der mitregierenden Sozialdemokraten (PSD), Liviu Dragnea, geschützt werden.

Gestern legte die Regierung den Entwurf für eine Eilverordnung vor, der zufolge Amtsmissbrauch straflos bleibt, wenn der Schaden unter 200.000 Lei (50.000 Euro) liegt. Dragnea steht wegen mutmaßlichen Amtsmissbrauchs mit einem Schaden 100.000 Lei vor Gericht. Durch eine weitere Eilverordnung sollen etwa 2.500 Kleinkriminelle begnadigt werden, um die Überfüllung der Haftanstalten zu mindern.

Spontane Proteste

Noch am Abend gingen Tausende Menschen spontan gegen die geplante Lockerung von Gesetzen auf die Straße. In Bukarest nahmen rund 3.000 an den Protesten teil, zu kleineren Kundgebungen kam es in fünf weiteren Universitätsstädten. Auch die Generalstaatsanwaltschaft kritisierte die geplanten Gesetzeslockerungen.

Präsident sieht Rechtsstaat in Gefahr

Der bürgerliche Staatspräsident Klaus Johannis bezeichnete beide Pläne als Gefahr für den Rechtsstaat und hat laut Medien einen Aufschub der Beschlüsse erwirkt - durch einen für Ministerpräsidenten Sorin Grindeanu überraschenden Besuch im Regierungssitz. Nun liegen die Pläne den Justizgremien zur Begutachtung vor.

Die Regierung will die Projekte eilig per Verordnung durchsetzen - unter Umgehung langwieriger Parlamentsverfahren. Verordnungen treten sofort in Kraft und haben unumkehrbare Folgen, selbst wenn sie später vom Parlament außer Kraft gesetzt werden.

Wirtschaft

WM-Schmiergelder über Meinl Bank geflossen?

Ein Korruptionsskandal erschüttert derzeit Brasilien. In seinem Zentrum steht der international aktive Baukonzern Odebrecht, der unter anderem für die Fußball-WM vor zwei Jahren die Stadien etwa in Recife, Sao Paulo und Salvator errichtet hat. Schmiergelder sollen auch über die Meinl Bank Antigua gelaufen sein.

Der Konzern soll Milliarden an Schmiergeldern in Brasilien, Argentinien, Peru, Angola, Kolumbien, der Dominikanischen Republik, Ecuador, Guatemala, Mexiko, Mosambik, Venezuela und auf Panama an Politiker bezahlt haben, um an Bauaufträge zu kommen. Nach Recherchen der ZIB2 sollen Zahlungen auch über die Meinl Bank in Antigua gelaufen sein. Und an dieser war die Meinl Bank in Wien zumindest bis 2014 beteiligt.

1,6 Mrd. Dollar über Antigua geflossen

Am Bauriesen Odebrecht kommt – nicht nur in Brasilien – kaum ein Konkurrent vorbei. Nicht zuletzt wegen seiner gut gefüllten Schmiergeldkassen. So sieht es jedenfalls die Justiz in Brasilien, die seit 2014 ermittelt. 1,6 Milliarden Dollar davon sollen über die Meinl Bank Antigua geflossen sein. Das geht aus Einvernahmeprotokollen hervor, die der ZIB2 vorliegen.

Die Meinl Bank Antigua war bis 2010 eine Tochter der Meinl Bank AG in Wien. 2011 haben sich die Eigentumsverhältnisse verschoben: Die Wiener Meinl Bank verkaufte 51 Prozent ihrer Anteile an dem Institut in Antigua an eine Offshore-Gesellschaft namens Kingsley Holding, hinter der vier Brasilianer standen, mutmaßlich Mittelsmänner zu Odebrecht. 49 Prozent blieben bei der Mutterbank.

Anteile erste 2014 abgestoßen

2013 hielt die Meinl Bank Wien laut ihrem Geschäftsbericht noch 41 Prozent an dem Institut in Antigua, 2014 stieß sie - laut Auskunft der Pressesprecherin der Wiener Meinl Bank, Andrea Hauke, die restlichen Anteile ab.

Die Bestechungsgelder sollen nach dem Einstieg der Brasilianer in die Meinl Bank Antigua zu fließen begonnen haben. Davon will man in Wien allerdings nichts bemerkt haben. „Seit dem Verkauf des Mehrheitsanteils im Jahr 2010/2011 hat die Meinl Bank AG keinen operativen Einfluss mehr auf die Meinl Bank (Antigua) Limited", sagt Hauke.

Meinl-Manager in privater Mission

Dennoch hat die Meinl Bank Wien ab Mitte 2013 einen ihrer leitenden Angestellten ins Management nach Antigua geschickt, wie aus einer Presseaussendung des Instituts aus dem Jahr 2014 hervorgeht. „Der leitende Angestellte übte das Mandat als non-executive Mitglied des Board of Directors der Meinl Bank (Antigua) Limited persönlich und nicht für die Meinl Bank AG Wien aus und war dieser daher auch nicht berichtspflichtig", erklärt Hauke. Generell weist die Meinl Bank jegliche Verstrickung in den brasilianischen Skandal zurück.

19 Jahre Haft für Odebrecht-Enkel

In Brasilien sind jedenfalls schon erste Verhaftungen und Prozesse über die Bühne gegangen. Im März 2016 wurde Marcello Odebrecht, Enkel des Konzerngründers, zu 19 Jahren Haft verurteilt. Kurz vor Weihnachten verdonnerte ein New Yorker Gericht den Konzern zu einer Strafzahlung in der Rekordhöhe von 3,5 Milliarden Dollar - die höchste jemals verhängte Strafsumme in einem internationalen Korruptionsskandal.

Ex-VW-Chef Winterkorn wird zu Abgasskandal befragt

Der Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestags zum Abgasskandal befragt heute den früheren VW-Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn.

Als weitere Zeugen sind unter anderem der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, Matthias Wissmann, und Manager von Audi und Opel geladen. Auch der frühere deutsche Kanzleramtsminister und heutige Cheflobbyist von Daimler, Eckart von Klaeden, soll sich äußern.

Im Herbst 2015 war bekanntgeworden, dass VW mit einer illegalen Software den Abgasausstoß seiner Autos bei Tests drückte. Später zeigten sich auch bei anderen Autobauern Unstimmigkeiten zwischen offiziellen Abgaswerten und den tatsächlichen Emissionen beim normalen Gebrauch. Der Untersuchungsausschuss soll klären, inwieweit die Bundesregierung von solchen Widersprüchen Kenntnis hatte.

EU verhängte 2016 Kartellstrafen in Rekordhöhe

Die EU-Wettbewerbshüter haben 2016 so hohe Kartellstrafen verhängt wie nie zuvor. Insgesamt wurden Firmen Geldbußen von 3,73 Milliarden Euro aufgebrummt, wie aus Daten der EU-Kommission hervorgeht. Im Jahr zuvor waren es rund 365 Millionen Euro. Die jetzige EU-Kommission trat ihr Amt erst Ende 2014 an.

2014 und 2013 beliefen sich die Strafen auf jeweils rund 1,7 Milliarden Euro. Der weitaus größte Batzen entfiel 2016 auf die Teilnehmer eines Lkw-Kartells, die insgesamt die Rekordsumme von fast drei Milliarden Euro zahlen mussten. Allein Daimler wurde dabei zu einer Strafe von gut einer Milliarde Euro verdonnert.

Einer Studie der Anwaltskanzlei Allen & Overy zufolge verhängten Aufsichtsbehörden 2016 weltweit insgesamt sechs Milliarden Euro an Geldbußen wegen unerlaubter Absprachen von Firmen. Hauptgrund sei die „aggressive Kartellverfolgung der EU“ gewesen.

18-Tage-Fahrt: Erster Güterzug aus China traf in London ein

Nach 18-tägiger Reise ist erstmals ein Güterzug aus China in London eingetroffen. Der Zug rollte gestern Mittag unter Konfettiregen im Bahnhof Barking ein. Er war am 1. Jänner in der Industriestadt Yiwu in der Küstenprovinz Zhejiang losgefahren und transportierte hauptsächlich Textilien und andere Konsumgüter.

Loks und Wagen mussten mehrmals getauscht werden

Auf seinem Weg durchquerte der Güterzug Kasachstan, Russland, Weißrussland, Polen, Deutschland, Belgien und Frankreich und fuhr schließlich durch den Eurotunnel unter dem Ärmelkanal nach London. Den letzten Abschnitt von Duisburg bis in die britische Hauptstadt übernahm die Deutsche-Bahn-Frachtsparte DB Cargo. Während der langen Reise mussten Lokomotiven und Wagen mehrmals ausgetauscht werden, weil die Eisenbahnstrecken in den früheren Staaten der Sowjetunion andere Spurweiten haben.

Betreiber des Güterzugs, der zunächst testweise verkehrt, ist die Interrail Gruppe aus der Schweiz im Auftrag der chinesischen Containergesellschaft CRIMT. Die Verbindung von Yiwu nach London gehört zur längsten Eisenbahnstrecke der Welt mit verschiedenen Start- und Zielbahnhöfen in China und Europa. London ist die 15. Stadt, die an die Strecke angeschlossen wurde.

Billiger als Luftfracht

Der Gütertransport auf der Schiene gilt als billiger als Luftfracht und zugleich schneller als der Transport per Schiff. Laut der Deutschen Bahn wird die Eisenbahnverbindung zwischen China und Europa vor allem von Kunden mit „zeitsensiblen Gütern“ wie Aktionsware der Bekleidungsindustrie sowie für „kapitalintensive Güter“ wie Autoteile und Elektronik genutzt.

Sport

Bundesliga: Katzian „brennt“ auf Titel mit Austria

Wolfgang Katzian ist gestern bei der ordentlichen Generalversammlung der Wiener Austria mit einer klaren Mehrheit als Clubpräsident wiedergewählt worden. „Ich brenne darauf, alles umzusetzen, was wir uns für die nächsten Jahre vorgenommen haben“, so der 60-jährige Gewerkschaftsboss, der seit zehn Jahren die Geschicke der Violetten lenkt. Worum es sich dabei in erster Linie handelt, stellte Katzian ebenfalls klar, nämlich weitere Titel.

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Fußball: Weltverband bastelt an Revolution

Die Aufstockung der WM-Endrunde von 32 auf 48 Teams ab dem Turnier 2026 war nur der Anfang einer Revolution. Geht es nach Marco van Basten, seines Zeichens technischer Direktor des Fußballweltverbandes (FIFA), soll sich spätestens bei der ersten „XXL“-WM auch das Spiel selbst verändert haben. Neben einem Shoot-out wie im Eishockey hat der ehemalige niederländische Torjäger noch weitere einschneidende Ideen, um Fußball attraktiver zu machen.

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Formel 1: Milliardengeschäft zur Übernahme fixiert

Das Milliardengeschäft zur Übernahme der Formel 1 ist seit gestern Abend abgeschlossen. Nach der Zustimmung der Aktionäre des US-Unternehmens Liberty Media zum Kauf der Mehrheitsanteile an der Rennserie gab auch der Internationale Automobilverband (FIA) sein Okay für den Megadeal, der sich auf über acht Mrd. Euro belaufen soll. Genaue Pläne sind ebenso unklar wie die Zukunft von Bernie Ecclestone.

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Chronik

Mord in Niederösterreich: Verdächtiger in Haft

In Oberwölbling im Bezirk St. Pölten-Land ist gestern Abend ein Gewaltverbrechen verübt worden, das einen Toten gefordert hat. Es dürfte sich um ein Familiendrama gehandelt haben, sagte Karl Wurzer von der Staatsanwaltschaft auf APA-Anfrage. Ein Verdächtiger sei festgenommen worden.

Laut Medienberichten soll ein Mann seinen Vater mit einer Axt erschlagen haben. Das wollte die Staatsanwaltschaft gegenüber der APA vorerst jedoch nicht bestätigt. Die Ermittlungen seien in den Abendstunden angelaufen, hieß es seitens der Staatsanwaltschaft.

Erdbeben in Italien: Chaos wegen Schnee und Kälte

Erdbeben und heftige Schneefälle haben Mittelitalien ins Chaos gestürzt. Mehrere starke Erdstöße erschütterten gestern innerhalb weniger Stunden die Region, die auch im Sommer von einer schweren Erdbebenserie heimgesucht worden war. Die italienische Erdbebenwarte sieht darin eine neue Qualität. Verschärft wird die Situation diesmal durch Schnee und Kälte. Viele Bürgermeister setzten Hilferufe ab. Mehrere Menschen wurden verschüttet, eine Person starb in den Trümmern.

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Schütze nach Amoklauf in mexikanischer Schule gestorben

Nach einem Amoklauf mit mehreren Verletzten an einer Schule in Mexiko ist der Täter gestorben. Er sei wenige Stunden nach der Tat seinen Verletzungen erlegen, sagte der Gouverneur des Bundesstaats Nuevo Leon, Jaime Rodriguez.

Der 15-Jährige hatte in einer Schule in Monterrey im Norden des Landes das Feuer eröffnet, eine Lehrerin und drei Mitschüler verletzt und sich dann selbst in den Kopf geschossen.

Drei Verletzte waren zunächst noch in Lebensgefahr. Einer der Schüler wurde nur leicht am Arm verletzt. Der Angriff hatte offensichtlich der 24-jährigen Lehrerin gegolten. Der Täter war wegen Depressionen in psychologischer Behandlung gewesen.

Paris lässt Gebäude wegen Kältewelle im Dunkeln

Angesichts einer womöglich angespannten Lage bei der Stromversorgung in Frankreich geht die Hauptstadt Paris mit gutem Beispiel voran und schaltet die Außenbeleuchtung von rund 330 öffentlichen Gebäuden ab. Das sei ein Schritt der Solidarität und solle dazu beitragen, Stromabschaltungen im Land zu verhindern, teilte die Stadt Paris gestern mit.

Wie eine Sprecherin ergänzte, ist der Eiffelturm als Wahrzeichen der Kapitale von der Sparmaßnahme ausgeschlossen. Angesichts einer harten Kältewelle hatten Stromgigant EDF, Netzbetreiber und Umweltministerium die Verbraucher bereits zur Sparsamkeit aufgerufen. Mehrere Reaktoren der französischen Atomkraftwerke sind wegen Überprüfungen vom Netz. Die französische Energie- und Umweltministerin Segolene Royal versicherte, es werde keine Elektrizitätsabschaltungen geben.

Science

Großteil der Primaten könnte aussterben

Viele Primaten könnten im Laufe der nächsten 25 bis 50 Jahre für immer verschwinden, wenn nichts zu ihrem Schutz unternommen wird, warnen 31 Experten im Fachblatt „Science Advances“. Anhand von Studien, Datenbanken der UNO und der Roten Liste der bedrohten Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) erfassten die Forschenden den Zustand der über 500 Primatenspezies weltweit.

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Religion

D: Imame sollen Gülen-Anhänger ausgeforscht haben

Der deutsche Generalbundesanwalt hat in der Ditib-Affäre Ermittlungen gegen unbekannt aufgenommen. Das berichtete der religionspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Volker Beck, am Rande einer Sitzung des Bundestagsinnenausschusses. Die türkische Religionsbehörde Diyanet wies eine Bespitzelung von Gülen-Anhängern in Deutschland in ihrem Auftrag gestern entschieden zurück.

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Gesundheit

Kultur

TV-Serie „Will & Grace“ kehrt zurück

Laut einer Meldung des US-TV-Senders NBC sind zehn neue Folgen der Erfolgsserie bereits abgedreht. Sie sollen 2017 und 2018 ausgestrahlt werden. Beim Revival standen die Stars von damals, Eric McCormack, Debra Messing, Sean Hayes und Megan Mullally, wieder gemeinsam vor der Kamera.

NBC-Entertainment-Chef Robert Greenblatt streute der Serie schon vorab Rosen. Sie sei „Wegbereiter“ in ihrer Art, soziale Themen wie Schwulenrechte auf humorige Art anzugehen. Über die Rückkehr von Messing und McCormack auf die US-Bildschirme wurde seit einem gemeinsamen Video anlässlich der US-Präsidentschaftswahl im vergangenen September gemunkelt. Die preisgekrönte Serie lief von 1998 bis 2006.