Ausland

Trump-Besuch in Mexiko: Gespräch über Mauerbau

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat gegenüber dem mexikanischen Präsidenten Enrique Pena Nieto ein Festhalten an seinem umstrittenen Mauerbauplan signalisiert. Die USA hätten ein „Recht“, eine Mauer zu Mexiko zu bauen, betonte Trump gestern Nachmittag (Ortszeit) in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Pena Nieto in Mexiko-Stadt.

Donald Trump und Enrique Pena Nieto

APA/AFP/Yuri Cortez

„Wir haben über die Mauer gesprochen, aber wir haben nicht über die Bezahlung der Mauer gesprochen, das kommt später“, sagte Trump. Er hatte im republikanischen Vorwahlkampf mehrmals betont, dass er Mexiko dazu bringen werde, den Mauerbau zu finanzieren. Der Bautycoon will mit der Mauer die illegale Migration aus Mexiko in die USA stoppen. Ursprüngliche Ankündigungen, die Millionen illegal eingewanderten Mexikaner aus den USA zu deportieren, hat er jüngst jedoch relativiert.

Pena Nieto ging nicht auf die umstrittenen Pläne Trumps ein. Er sagte, dass die Nachbarstaaten ihre Grenze als Vorzug betrachten sollten. Außerdem sei die illegale Migration aus Mexiko in den vergangenen Jahren merklich zurückgegangen.

Ein „ausgezeichnetes Treffen“ mit „konstruktiven Gesprächen“

Trump sprach von einem „ausgezeichneten Treffen“ mit dem mexikanischen Präsidenten. „Es waren offene und konstruktive Gespräche“, sagte Pena Nieto. „Auch wenn wir nicht in allem übereinstimmen, können wir gemeinsam mehr Wohlstand und Sicherheit erreichen.“

Trump bekräftigte, dass das nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA seiner Einschätzung nach Mexiko mehr nutze als den USA. Der Vertrag müsse überarbeitet werden. Er habe aber großen Respekt vor mexikanisch-stämmigen Amerikanern. „Das sind großartige Leute“, sagte Trump.

Trump kündigt harte Hand gegen illegale Migranten an

Donald Trump hat für den Fall seiner Wahl zum US-Präsidenten eine extrem harte Hand im Umgang mit kriminellen Ausländern angekündigt. Von der ersten Stunde seiner Amtszeit an werde er damit beginnen, kriminelle Ausländer, die sich illegal in den Vereinigten Staaten aufhalten, zu deportieren, kündigte der republikanische Kandidat später in Phoenix (Arizona) an. Er wiederholte seinen Entschluss, eine Mauer entlang der Grenze zu Mexiko zu bauen. Außerdem sollen die Zahl der Grenzbeamten um 5.000 aufgestockt, die Zahl der Ausweisungsbeamten verdreifacht sowie Wachtürme gebaut werden. Trump hatte zuvor Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto in Mexiko-Stadt besucht. (siehe oben)

Nach Wahl in Gabun: Parlament bei Demo in Brand gesteckt

Nach der von Betrugsvorwürfen überschatteten Präsidentschaftswahl in Gabun ist Amtsinhaber Ali Bongo gestern zum Sieger erklärt worden. Laut dem vorläufigen amtlichen Wahlergebnis holte Bongo 49,80 Prozent der Stimmen, während Oppositionskandidat Jean Ping auf 48,23 Prozent kam, wie Innenminister Pacome Moubelet-Boubeya mitteilte.

In der Hauptstadt Libreville lieferten sich Demonstranten nach Bekanntgabe des knappen Wahlsiegs Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften, unter anderem wurde das Parlamentsgebäude in Brand gesetzt.

Brennendes Parlament in Libreville, Gabun

APA/AFP/Marco Longari

Wahl von Betrugsvorwürfen überschattet

Den offiziellen Angaben zufolge entschied Bongo die Wahl mit einem hauchdünnen Vorsprung von 5.594 Stimmen für sich. Der Urnengang am Samstag war von Betrugsvorwürfen der Opposition überschattet. Am Sonntag hatte sich bereits Oppositionskandidat Ping zum Sieger erklärt.

„Es wird schwierig werden, die Leute davon zu überzeugen, diese Ergebnisse zu akzeptieren“, sagte ein Mitglied der Wahlkommission der Nachrichtenagentur AFP. „Wir haben noch nie solche Ergebnisse gesehen, nicht einmal in der Regierungszeit seines Vaters.“ Die Opposition verlangte eine Neuauszählung der Stimmen.

Tote schon bei Demos nach erster Wahl

Bongos Vater, Omar Bongo, regierte das zentralafrikanische Land bis zu seinem Tod 41 Jahre lang. Der 57-jährige Ali Bongo wurde erstmals 2009 gewählt. Damals gab es nach der Wahl Unruhen, bei denen mehrere Menschen getötet wurden.

Trotz reicher Ölvorkommen lebt ein Drittel der Bevölkerung Gabuns in Armut. Wegen des Niedergangs des Erdölsektors wurden Tausende Arbeiter entlassen. Sowohl Ping, der unter Omar Bongo mehrmals Minister war, als auch Amtsinhaber Ali Bongo hatten im Wahlkampf einen Neuanfang angekündigt.

Spanien: Rajoy verliert Vertrauensabstimmung im Parlament

In Spanien hat der geschäftsführende Ministerpräsident Mariano Rajoy gestern Abend wie erwartet eine Parlamentsabstimmung über seine Wiederwahl verloren. Weil die meisten Oppositionsparteien ihm ihre Unterstützung versagten, kam der 61-Jährige nur auf 170 Jastimmen und verfehlte die im ersten Wahlgang nötige absolute Mehrheit von 176 Stimmen.

Das Land wartet damit nach mehr als acht Monaten und zwei Parlamentswahlen weiter auf eine neue Regierung. Bei einer zweiten Abstimmung, die für morgen geplant ist, würde Rajoy eine einfache Mehrheit reichen.

Der Vorsitzende der konservativen Volkspartei (PP) hatte sich am Sonntag die Unterstützung der liberalen Partei Ciudadanos gesichert. Diese will sich nicht an der Regierung beteiligen, eine PP-Regierung aber unterstützen, um zu verhindern, dass die Spanier im Dezember erneut an die Urnen gerufen werden. Allein die Stimmen von Ciudadanos reichen für eine Regierungsmehrheit aber nicht aus.

Der Vorsitzende der Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE), Pedro Sanchez, hatte dagegen bereits am Montag angekündigt, dass seine Partei eine Wiederwahl Rajoys nicht unterstützen werde.

Merkel und Renzi wollen schnellere Abschiebungen

Deutschland und Italien wollen abgelehnte Asylwerber verstärkt in ihre Heimatländer zurückschicken. „Alle in Europa müssen an der Rückführung derjenigen arbeiten, die kein Recht haben zu bleiben“, sagte Italiens Regierungschef Matteo Renzi gestern nach einem Gespräch mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Maranello. „Wir können nicht jeden aufnehmen.“

Merkel bleibt bei „Wir schaffen das“

Auch Merkel sagte, dass nicht alle Flüchtlinge in Europa bleiben könnten. Wer kein Bleiberecht habe, müsse zurückgeschickt werden. Italien und Deutschland hätten die gleichen Probleme, deshalb arbeiteten beide Länder zusammen. Zugleich verteidigte die Kanzlerin ihre genau ein Jahr zuvor getroffene „Wir schaffen das“-Aussage im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise. Diese Aussage sei richtig gewesen.

Merkel und Renzi trafen sich im Zuge deutsch-italienischer Regierungskonsultationen. An ihnen nahmen in Maranello unter anderem die deutschen Minister Sigmar Gabriel, Frank-Walter Steinmeier (beide SPD) und Thomas de Maiziere (CDU) teil.

Briten wollen maßgeschneiderte „Brexit“-Lösung

Das britische Kabinett hat sich darauf geeinigt, eine maßgeschneiderte „Brexit“-Lösung anzustreben. Bei einer Sondersitzung auf dem Landsitz Chequers gestern beriet sich Premierministerin Theresa May erstmals nach der Sommerpause mit ihren Ministern zum Thema EU-Austritt.

In einer Pressemitteilung am Abend hieß es, ein Abkommen mit der EU solle sowohl Kontrolle über die Einwanderung als auch „einen positiven Effekt für diejenigen bringen, die Waren und Dienstleistungen handeln wollen“. Man wolle keine Lösung „von der Stange“, hieß es. Gemeint ist damit ein Abkommen mit der EU nach dem Vorbild Kanadas, Norwegens oder der Schweiz, die entweder nur sehr eingeschränkten Zugang zum Binnenmarkt gewähren oder volle Arbeitnehmerfreizügigkeit beinhalten.

Gleichzeitig hieß es, man wolle sobald wie möglich in die offiziellen Austrittsverhandlungen eintreten. Das Parlament müsse dafür nicht um Zustimmung gebeten werden.

Türkischer Innenminister tritt zurück

Der türkische Innenminister Efkan Ala ist zurückgetreten. Ministerpräsident und Chef der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP habe das Amt gestern Abend dem bisherigen Arbeitsminister Süleyman Soylu übergeben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Über die Hintergründe des Rücktritts war zunächst nichts bekannt. Neuer Arbeitsminister werde Mehmet Müezzinoglu.

In der Türkei werden immer wieder schwere Terroranschläge verübt. Zuletzt hatte die türkische Regierung die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für ein Attentat auf eine Hochzeit in Gaziantep mit mehr als 50 Toten verantwortlich gemacht. Auch die verbotene Kurdische Arbeiterpartei (PKK) verübt immer wieder Anschläge.

USA-Kuba: Erstmals seit 55 Jahren regulärer Linienflug

Zum ersten Mal seit 1961 hat es gestern einen regulären Linienflug zwischen den USA und Kuba gegeben. Die Maschine der US-Gesellschaft JetBlue hob kurz nach 10.00 Uhr Ortszeit (16.00 Uhr MESZ) vom Flughafen Fort Lauderdale im Bundesstaat Florida ab und landete eine knappe Stunde später im zentralkubanischen Santa Clara.

Zur Premiere herrschte am Flughafen in Fort Lauderdale Feststimmung. Die 150 Passagiere gingen unter Applaus an Bord, eine Salsa-Band unterhielt die Menge mit Klassikern wie „Guantanamera“, wie ein AFP-Journalist berichtete. Flughafenchef Mark Wales sprach von „einem der großen Momente der Geschichte“, vergleichbar mit dem Mauerfall oder den ersten Schritten eines Menschen auf dem Mond.

Flaggentausch auf dem Rollfeld

Auch in Santa Clara wurde das Ereignis zelebriert. Von den ersten beiden Passagiere, die das Flugzeug verließen, hatte sich der eine die US-Flagge und der andere die kubanische Fahne umgehängt. Sie tauschten die Flaggen und umarmten sich auf dem Rollfeld.

Passagiere mit kunanischer und amerikanischer Flagge

APA/AP/Ramon Espinosa

Havanna und Washington hatten im Februar ein Luftverkehrsabkommen unterzeichnet, das 110 Flugverbindungen täglich vorsieht. 90 wurden bereits von beiden Regierungen genehmigt. Sechs US-Airlines erhielten die Lizenz, Kuba anzufliegen. Ihre Maschinen dürfen auf neun kubanischen Flughäfen landen.

Bisher durften nur Charterflugzeuge unter bestimmten Bedingungen auf Strecken zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba verkehren. Es gab rund 20 Charterverbindungen am Tag.

Von der Liste der Terrorstaaten gestrichen

US-Präsident Barack Obama und sein kubanischer Kollege Raul Castro hatten Ende 2014 eine historische Annäherung der einstigen Erzfeinde eingeleitet. Seitdem traten Reise- und Handelserleichterungen für Kuba in Kraft, zudem strichen die USA den Karibikstaat von ihrer Liste der Terrorstaaten. Im Sommer 2015 nahmen beide Länder ihre diplomatischen Beziehungen wieder auf.

Inland

Innenministerium: 278 Dschihadisten aus Österreich

Das Innenministerium hat neue Zahlen zu Syrien-Kämpfern aus Österreich vorgelegt. 278 Personen hätten mit Stand 18. Juli die Absicht gehabt, in das Kriegsgebiet Syrien/Irak aufzubrechen oder seien tatsächlich dorthin gereist, zitiert die Tageszeitung „Die Presse“ (Donnerstag-Ausgabe) aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung. 116 Personen - mehr als zwei Fünftel - stammten aus dem Nordkaukasus.

Österreich zählt damit weiterhin zu den EU-Staaten mit den relativ meisten „Foreign Fighters“ in Syrien und dem Irak. Insgesamt sollen 5.000 Dschihadisten aus der EU in Richtung Syrien aufgebrochen sein. Die höchste Dichte weise laut „Presse“ Belgien mit 614 Ausgereisten auf. Das Innenministerium äußerte sich auf Anfrage des Team Stronach.

Im Februar hatte die damalige Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ von 259 Personen berichtet, die in die Kriegsregionen in Syrien und den Irak gereist seien, dorthin zu reisen beabsichtigten oder an der Ausreise gehindert worden seien. 40 Prozent dieser Personen seien asylberechtigt gewesen.

Doskozil will bis zu 75 Soldaten nach Ungarn schicken

Die Planungen für einen österreichischen Militäreinsatz zur Flüchtlingsabwehr an der ungarisch-serbischen Grenze werden konkreter. Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) will dem Nachbarland Transport-, Pionier- und Sanitätsleistungen anbieten, berichtet der „Kurier“ (Donnerstag-Ausgabe). „Wir könnten bis zu 75 Heeresangehörige nach Ungarn entsenden.“ Starten könne der Einsatz im Oktober.

Doskozil will sich auch stärker bei der EU-Mittelmeer-Operation „Sophia“ engagieren. Der aktuelle Beschluss sieht zehn Stabsoffiziere vor, künftig sollen sich 30 Soldaten des Jagdkommandos am Anti-Schlepper-Einsatz beteiligen können. „Die EU muss ihre Außengrenzen vor Schleppern selbst schützen. Deshalb werden wir die bestehende EU-Militäroperation im zentralen Mittelmeer mit Spezialeinsatzkräften unterstützen“, wurde der SPÖ-Politiker von der Zeitung zitiert.

Ungarn schickt 3.000 Polizisten an Südgrenze

Ungarn selbst verstärkt einmal mehr den Schutz seiner EU-Außengrenze zu Serbien. Dafür sollen 3.000 zusätzliche Polizisten angeworben werden, wie der Sicherheitsberater des ungarischen Premiers Viktor Orban, György Bakondi, im staatlichen Rundfunk ankündigte.

Der Andrang von Flüchtlingen aus Afrika und Asien in Richtung Ungarn sei weiterhin „unermesslich groß“, sagte Bakondi. Pro Tag würden durchschnittlich 100 Flüchtlinge versuchen, illegal nach Ungarn einzureisen, und dabei von der Polizei festgesetzt werden.

Umstrittene Zurückweisungen

Ungarn beschloss erst kürzlich eine Gesetzesverschärfung, wonach alle Flüchtlinge und Migranten, die weniger als acht Kilometer von der Grenze entfernt aufgegriffen werden, ohne Asylverfahren wieder nach Serbien zurückgebracht werden. Menschenrechtsorganisationen sehen darin völkerrechtswidrige Push-Backs.

Die ungarische Regierung argumentiert hingegen, die Menschen könnten an den Transitzonen einen Antrag auf internationalen Schutz stellen. Dort werden täglich jedoch nur rund 30 Anträge akzeptiert. Seit einigen Wochen unterstützen österreichische Beamte ihre ungarischen Kollegen beim Grenzschutz.

Da offiziell keine Flüchtlinge mehr nach Ungarn einreisen, sind beglaubigte Zahlen im Land schwer zu bekommen. Wie das ungarische Helsinki Komitee auf APA-Anfrage mitteilte, hielten sich mit Stichtag 25. Juli insgesamt 1.237 Asylwerber in ungarischen Flüchtlingslagern auf, gut die Hälfte davon in geschlossenen Lagern.

Wirtschaft

Casinos-Deal: Einspruch für Novomatic-Chef wahrscheinlich

Der niederösterreichische Novomatic-Konzern wird „voraussichtlich“ beim Obersten Gerichtshof (OGH) Rekurs einlegen gegen die negative Entscheidung des Kartellgerichts zum Einstieg bei den Casinos Austria. Novomatic-Chef Harald Neumann geht zwar eher nicht davon aus, dass der Rekurs erfolgreich sein wird, aber man sollte jede Rechtsmöglichkeit ausnützen, sagte er gestern Abend im ZIB2-Interview.

Das Kartellgericht hat Novomatic den geplanten Einstieg bei den Casinos Austria wegen zu großer wettbewerbsrechtlicher Bedenken untersagt.

Nun gibt es Spekulationen, was mit dem Staatsanteil passieren wird. Die Tschechen deponierten, dass man weiter an einer österreichischen Lösung interessiert sei und auch mit der ÖBIB sprechen wolle.

Die Staatsholding ÖBIB, die über ein Drittel der Casinos Austria hält, will vor einer abschließenden Situationsanalyse und Entscheidung über die weitere Vorgangsweise erst den nächsten Schritt von Novomatic abwarten. ÖBIB-Chefin Martha Oberndorfer erklärte, man nehme den Beschluss „als unabhängige, kompetente Institution zur Kenntnis“.

VW ruft noch einmal 30.000 Erdgasautos zurück

Der Autobauer Volkswagen weitet seine Rückrufe bei Erdgasautos aus. Betroffen sind diesmal insgesamt mehr als 30.000 Fahrzeuge der Modelle Caddy, Passat und Touran, wie VW gestern in Wolfsburg mitteilte.

Grund des Rückrufs sei der vorsorgliche Tausch von Gasflaschen. Bereits Anfang Juli hatte VW weltweit rund 5.900 Touran-Erdgasmodelle der Jahrgänge 2006 bis 2009 in die Werkstätten gerufen. Die Aktion werde nun auf die Modelle Caddy, Passat und Touran bis einschließlich Modelljahr 2010 ausgedehnt.

Bei einigen Fahrzeugen könnte die Außenhaut bei Beschädigungen nicht mehr den nötigen Korrosionsschutz bieten. Sinke die Wandstärke der Gasflaschen durch Korrosion, könne das zum Bersten eines Gastanks und zu erheblicher Verletzungsgefahr führen. Bis zur Umrüstung sollten betroffene Modelle nur im Benzinbetrieb genutzt werden. Die Besitzer würden direkt von Volkswagen kontaktiert.

Wetterkapriolen: Rekordschäden in der Landwirtschaft

Unwetter und Frost haben heuer in der heimischen Landwirtschaft so große Schäden wie noch nie verursacht. Diese negative Rekordbilanz zieht die Österreichische Hagelversicherung, die bis Ende August 270 Millionen Euro ausbezahlt hat - und damit fast doppelt so viel wie im Rekordjahr 2012.

Alleine in Niederösterreich musste die Versicherung Schäden in der Höhe von 35 Millionen Euro abdecken.

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Sport

Fußball: Große Fußstapfen für Gregoritsch

Nach der EM ist vor der WM. Am Montag (18.00 Uhr, live in ORF eins) startet das österreichische Fußballnationalteam in Tiflis gegen Georgien in die Qualifikation für die WM 2018 in Russland. Nach der verunglückten Euro musste Teamchef Marcel Koller einige Teamrücktritte kompensieren und versuchen, seine Elf auf manchen Positionen zu verjüngen. Im Sturm bietet sich so der 22-jährige Michael Gregoritsch als künftiger Nachfolger von Marc Janko an. Es wären große Fußstapfen, in die er treten würde, so der Hamburg-Stürmer.

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Ski alpin: Veith lässt Sölden-Start offen

Am 22. Oktober startet der Skiweltcup in die neue Saison, ob mit oder ohne ÖSV-Star Anna Veith, die vor einem Jahr eine schwere Knieverletzung erlitten hatte, ist noch offen. „Ich setze mich nicht so unter Druck. Wenn ich hundertprozentig fit bin, dann steige ich wieder ein“, erklärte die 27-jährige Salzburgerin am Mittwoch. Sie habe jedenfalls einen „gewissen Anspruch“ und wolle nicht einfach „nur so mitfahren“.

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Alonso: Moderne Formel 1 „gegen Instinkt der Fahrer“

Der siebente Rang am Sonntag in Belgien war erst der sechste Top-Ten-Platz von Fernando Alonso in seinem 32. Rennen für McLaren. Das steht im krassen Gegensatz zu seiner Ferrari-Ära, wo der 35-jährige Spanier in fünf Jahren nur dreimal nicht unter die besten zehn Fahrer gekommen war, wenn er ein Rennen beendete.

Für Alonso eine frustrierende Zeit, Spekulationen über seinen Rücktritt häufen sich. Der Spanier hat aber vor allem Probleme mit der modernen Formel 1, diese sei „gegen den Instinkt der Fahrer“.

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Chronik

Fußgänger in Tirol von Lkw erfasst und getötet

In Tarrenz (Tirol) ist gestern ein Fußgänger ums Leben gekommen. Der Deutsche wurde von einem Lkw erfasst und erlitt dabei tödliche Verletzungen. Der genaue Unfallhergang wird seitens der Polizei noch ermittelt.

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Radfahrer lebensbedrohlich verletzt

Bei einem Verkehrsunfall in Kufstein (ebenfalls Tirol) wurde ein 84-jähriger Mann schwer verletzt. Er war mit einem E-Citybike unterwegs und kollidierte mit einem Pkw.

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Tödlicher Motorradunfall in der Steiermark

Auf der B146 im Bezirk Liezen (Steiermark) prallte ein Motorradfahrer gegen einen entgegenkommenden Kleinbus. Der Mann wurde lebensgefährlich verletzt und starb noch an der Unfallstelle.

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Zahl der Savannen-Elefanten stark gesunken

In der afrikanischen Savanne leben deutlich weniger Elefanten als noch vor einigen Jahren: Laut einer gestern veröffentlichten Zählung in 18 Ländern sank die Zahl der Tiere zwischen 2007 und 2014 um rund 30 Prozent. Hauptgrund dafür sei Wilderei.

Die Studie wurden von der Luft aus vorgenommen, dabei überflogen Forscher und Tierschützer 18 afrikanische Länder. Finanziert wurde der „Great Elephant Census“ von Microsoft-Mitgründer Paul Allen, der für die Zählung bisher nicht gekannten Ausmaßes sieben Millionen Dollar (6,3 Millionen Euro) zur Verfügung stellte. „Wir haben eine Studie von kolossalem Ausmaß realisiert - und was wir herausgefunden haben, ist tief beunruhigend“, so Allen.

Savannenelefanten in Botswana

APA/AFP/Elephants Without Borders

Für die Studie wurden mit 81 Flugzeugen insgesamt 463.000 Kilometer zurückgelegt. Aus den Maschinen heraus zählten die Forscher 352.271 Savannen-Elefanten. Das seien 30 Prozent weniger als noch im Jahr 2007 geschätzt. Vor allem in Angola, Mosambik und Tansania seien Wilderer aktiv und erlegten viele Tiere.

London: Von Polizei verfolgter Raser tötet zwei Passanten

Zwei Menschen sind gestern in London ums Leben gekommen, als ein Auto in eine Gruppe von Passanten raste. Medienberichten zufolge soll es sich bei den Toten um eine etwa 40-jährige Frau und einen etwa zehnjährigen Buben handeln. Drei Kinder seien verletzt worden.

Wie Scotland Yard mitteilte, lieferte sich der Fahrer des Unfallwagens vor dem Unglück eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. Er soll dabei die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und eine Familie erfasst haben. Er wurde anschließend in Polizeigewahrsam genommen. Das Auto war zuvor als gestohlen gemeldet worden. Der Unfall ereignete sich in einem Wohnviertel in der Nähe eines Spielplatzes im Südosten der britischen Hauptstadt.

Medien

„WirtschaftsBlatt“ wird morgen eingestellt

Es bleibt dabei: Das „WirtschaftsBlatt“ erscheint morgen zum letzten Mal. Verhandlungen mit Interessenten über die Fortführung hätten zu keinem positiven Ergebnis geführt, teilte der Eigentümer Styria Media Group gestern Abend in einer Aussendung mit.

Man habe, betonte Styria-Vorstandschef Markus Mair, „alles unternommen, um eine Schließung des ‚WirtschaftsBlattes‘ zu verhindern“ - und auch alle seit Ankündigung der Schließung am 16. August eingetroffenen schriftlichen Angebote eingehend geprüft. „Nach den jüngsten, ohne Abschluss gebliebenen Verhandlungen ist die Einstellung der Printausgabe jedoch unvermeidlich.“

Mitarbeiter kämpften um Verlängerung

Die Mitarbeiter und das Personenkomitee für die Fortführung der Wirtschaftszeitung hatten das Styria-Management gebeten, den Einstellungstermin zu überdenken. Sie wollten damit ihre Chancen, ein Mitarbeiter-Buy-out zu finanzieren, verbessern. Diese Erklärung habe aber „keine konkreten Informationen über Investoren bzw. Angaben über ein neues wirtschaftliches Konzept“ enthalten, erklärte Styria, warum dieser Wunsch abgelehnt wurde.

Eingestellt wird vorerst nur die Printausgabe der Zeitung. Das Portal wirtschaftsblatt.at wird laut Styria vorläufig weiter betrieben, um die Möglichkeiten für die Fortführung als reines Digitalangebot auszuloten.

Science

Kultur

Filmfest Venedig ist eröffnet

Das 73. Internationale Filmfestival Venedig ist gestern Abend offiziell eröffnet worden. Zur Weltpremiere des Musicals „La La Land“ kamen Schauspielerin Emma Stone und Regisseur Damien Chazelle. Die Fans hatten zwar auch auf Ryan Gosling gehofft, der in der Romanze einen Jazzmusiker spielt. Der Hollywoodstar war aber nicht angereist - die offizielle Begründung: Gosling drehe derzeit einen anderen Film.

Stattdessen kamen zahlreiche andere Prominente zu der Galavorstellung. Dazu gehörten unter anderen die Jurymitglieder wie der britische Regisseur Sam Mendes und die Französin Chiara Mastroianni. Die deutsche Darstellerin Nina Hoss schritt ebenfalls über den roten Teppich.