Ausland

Mogherini besucht erstmals Russland

Inmitten der diplomatischen Spannungen wegen der Konflikte in Syrien und der Ukraine reist die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini morgen zu ihrem ersten offiziellen Besuch nach Russland.

Bei ihrem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in Moskau soll es nach Angaben ihres Büros in erster Linie um den Krieg in Syrien gehen, in dem Russland an der Seite von Machthaber Baschar al-Assad steht.

Weitere Themen sollen die Lage in der Ukraine, im Iran, in Libyen und in Afghanistan sowie der Nahost-Friedensprozess und die Beziehungen zwischen der EU und Russland sein. Die Europäische Union hat wegen des Ukraine-Konflikts Sanktionen gegen Russland verhängt. Im Syrien-Konflikt strebt die EU eine politische Lösung ohne Assad an, was Moskau ablehnt.

Vier Menschen in Tel Aviv mit Messerstichen verletzt

Ein Palästinenser hat heute an der Uferpromenade der israelischen Metropole Tel Aviv vier Menschen mit Messerstichen verletzt. Der 18-Jährige stamme aus dem Westjordanland und sei festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Es gebe einen Bezug zum Terrorismus. Die Menschen wurden nach Angaben der Rettungsdienste leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Polizistin in Tel Aviv

APA/AP/Sebastian Scheiner

Seit Oktober 2015 wurden bei Angriffen auf offener Straße von Palästinensern in Israel und dem besetzten Westjordanland 37 Israelis, zwei amerikanische Touristen und eine britische Studentin getötet. Im genannten Zeitraum kamen laut Reuters über 240 Palästinenser ums Leben. 162 davon stehen nach israelischen Angaben hinter Angriffen mit Messern, Feuerwaffen und Autos.

Israel wirft der Palästinenserregierung vor, zu solchen antiisraelischen Angriffen anzustacheln. Die Palästinenser wiesen die Vorwürfe zurück und beschuldigen Israel, mit unverhältnismäßiger Gewalt gegen Angreifer vorzugehen, die nur einfachste Waffen besäßen.

AfD zieht mit Gauland und Weidel in den Wahlkampf

Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) hat am zweiten Tag ihres Parteitags ein Duo für die Spitzenkandidatur gekürt.

Gauland, Weidel

APA/AFP/Ina Fassbender

Weidel (links), Gauland (rechts) werden Spitzenkandidaten. Petry (hinten) verzichtete.

Parteivize Alexander Gauland und die Ökonomin Alice Weidel sollen die AfD in den Wahlkampf für die Bundestagswahl im September führen. Zuvor hatte Parteichefin Frauke Petry nach einem monatelangen Machtkampf ihren Verzicht auf eine Spitzenkandidatur erklärt.

Heute wurde auch das Wahlprogramm beschlossen, mit dem die AfD erstmals in den deutschen Bundestag einziehen will. Die Partei setzt auf rigorose Maßnahmen in der Flüchtlingspolitik, sie will unter anderem eine jährliche Mindestabschiebequote und ist gegen jeglichen Familiennachzug. Kriminelle Migranten sollen ausgebürgert werden. Bekräftigt wird der Anti-Islam-Kurs der Partei mit der Aussage, der Islam „gehört nicht zu Deutschland“.

Regierungskritiker auf den Malediven erstochen

Auf den Malediven ist ein bekannter Internetblogger erstochen worden. Wie Angehörige und Kollegen von Yameen Rasheed heute mitteilten, wurde der 29-Jährige mit zahlreichen Stichwunden in Hals und Brust im Stiegenhaus seiner Wohnung in der Hauptstadt Male gefunden. Er wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er wenig später starb.

Rasheeds regierungskritischer Blog „The Daily Panic“ hatte eine beträchtliche Anzahl von Lesern unter den etwa 340.000 sunnitischen Muslimen der südasiatischen Inselrepublik. Der Betreiber hatte sich eigenen Worten zufolge zum Ziel gesetzt, „Nachrichten zu bringen und zu kommentieren sowie über die häufig nicht satirisch darzustellende Politik der Malediven satirisch zu berichten“.

Rasheed ist bereits der dritte Medienvertreter binnen fünf Jahren, der Opfer eines Verbrechens wurde. 2012 erstach ein unbekannter Täter den Blogger Ismail Rasheed, auch bekannt unter dem Namen Hilath. Im August 2014 wurde der Journalist der unabhängigen „Minivan News“, Ahmed Rilwan, mutmaßlich verschleppt. Von ihm fehlt seitdem jede Spur.

Italien: NGOs weisen Schleppervorwürfe zurück

In der Flüchtlingsrettung engagierte Nichtregierungsorganisationen (NGOs) haben Vorwürfe der italienischen Justiz zurückgewiesen, mit Schleppern im Mittelmeer zu kooperieren. „LifeBoat weist jegliche Anschuldigungen vehement zurück, Kontakte zu Personen oder Organisationen zu haben, die im libyschen ,Schleppergeschäft‘ tätig sind“, teilte die NGO laut dpa heute schriftlich mit.

Sea-Watch-Sprecher Ruben Neugebauer verurteilte die Anschuldigungen von Staatsanwalt Carmelo Zuccaro als „unangemessen“. „Er verbreitet falsche Vorwürfe hinsichtlich unserer humanitären Arbeit. Das beleidigt all unsere privaten Spender und alle Menschen, die unsere Arbeit ermöglichen.“

Die Kampagne des Staatsanwalts gegen die NGOs spiele in die Hände politischer Parteien, die versuchten, die Mittelmeer-Route zu schließen, sagte Neugebauer weiter. Seine Organisation erwäge eine Verleumdungsklage gegen Zuccaro. Auch die NGO Jugend Rettet wies die Vorwürfe zurück.

Schwere Vorwürfe

Zuccaro hatte zuvor der italienischen Tageszeitung „La Stampa“ gesagt, „Beweise“ dafür zu haben, „dass es direkte Kontakte zwischen einigen Nichtregierungsorganisationen und Schleppern in Libyen gibt“. Derzeit befinden sich mindestens zehn NGOs im Mittelmeer vor Libyen, darunter Jugend Rettet, Sea Watch, Sea-Eye, LifeBoat, SOS Mediterranee und Mission Lifeline.

Labour-Chef verspricht Briten bei Wahlsieg mehr Feiertage

Im Kampf um Wählerstimmen hat der in die Defensive geratene Chef der britischen Labour-Partei, Jeremy Corbyn, den Briten zusätzliche freie Tage in Aussicht gestellt. Corbyn versprach den Briten heute vier weitere gesetzliche Feiertage, sollten sie ihn bei der vorgezogenen Neuwahl am 8. Juni zum Premierminister wählen.

So könnten die Briten „mehr Zeit mit der Familie verbringen“, sagte Corbyn. Außerdem solle mit den zusätzlichen Feiertagen das gespaltene Land geeint werden.

Freizeit dank der Schutzpatrone

Selten sei das aus England, Schottland, Nordirland und Wales bestehende Vereinigte Königreich so geteilt worden wie durch die „verhängnisvolle Politik der konservativen Regierung“, sagte Corbyn. Anders als Premierministerin Theresa May wolle Labour das Land nicht spalten, sondern „unsere vier Nationen einen“. Die Feiertage sollen Corbyn zufolge an den Tagen der Schutzpatrone von England, Schottland, Wales und Nordirland stattfinden - Georg, Andreas, David und Patrick.

Corbyn in Umfragen weit abgeschlagen

Das knappe „Brexit“-Votum im vergangenen Juni hatte den schottischen Bestrebungen für eine Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich neuen Auftrieb geben. Auch in Nordirland gibt es Sorgen vor womöglich schwerwiegenden Folgen durch den „Brexit“.

Bei den vorgezogenen Neuwahlen am 8. Juni will sich Premierministerin May eine starke parlamentarische Mehrheit und damit Rückendeckung für ihren „Brexit“-Kurs sichern. In den Umfragen liegt sie deutlich vor Corbyn. Laut einer Erhebung für die Zeitung „Daily Mail“ sprechen sich derzeit erstmals seit 1951 mehr als 50 Prozent der Befragten für die Konservativen aus. Labour erreichte dagegen nur Zustimmungswerte von 25 Prozent.

Trumps Umfragewerte auf Rekordtief

Donald Trump geht als unpopulärster US-Präsident der modernen Geschichte in sein 100-Tage-Amtsjubiläum am kommenden Samstag. Doch seine Basis ist zufrieden mit ihm. Allerdings konnte er sie in den ersten drei Monaten im Weißen Haus nicht verbreitern. Das sind die Kernergebnisse einer Umfrage der „Washington Post“ und des Senders ABC, die heute veröffentlicht wurde.

Demnach stimmen nur 42 Prozent Trumps Amtsführung zu - das schlechteste Ergebnis nach den ersten 100 Tagen, das in der Zeitspanne seit Dwight D. Eisenhower gemessen wurde. 53 Prozent missbilligen Trumps Politik. Zum Vergleich: Das schlechteste Ergebnis vor Trump nach rund 100 Tagen im Amt wies nach Angaben der „Washington Post“ der Demokrat Bill Clinton im April 1993 auf, dessen Kurs 39 Prozent ablehnten. Barack Obamas Sympathiewerte lagen um diese Zeit vor acht Jahren bei 69 Prozent, nur 26 Prozent missfiel seine Amtsführung.

Die meisten Anhänger würden Trump wiederwählen

Die meisten, die Trump im November gewählt haben, unterstützen ihn der Umfrage zufolge weiter: In dieser Gruppe liegt die Zustimmung zu seinem Kurs bei 94 Prozent, unter den Republikanern bei 84 Prozent. Auf die Frage, ob sie bedauerten, Trump gewählt zu haben, antworteten zwei Prozent mit ja, 96 Prozent stehen zu ihrem Votum. 96 Prozent würden Trump auch wiederwählen - ein besserer Wert als der, den seine unterlegene demokratische Rivalin Hillary Clinton aufweisen kann. Der „Washington Post“ zufolge würden 83 Prozent ihrer Wähler sie erneut unterstützen.

Inland

Kern bei Holocaust-Opfern: „Österreich hat Lektion gelernt“

„Österreich hat seine Lektion gelernt.“ Das sagte Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) heute bei einem Treffen mit Holocaust-Vertriebenen in Jerusalem. „So etwas darf nie wieder passieren“, sagte Kern. „Wie wir mit Rassismus und Antisemitismus umgehen, zeigt, was für eine Gesellschaft wir wollen.“

Gideon Eckhaus, Obmann des österreichischen Pensionistenclubs in Jerusalem, warnte seinerseits vor wachsenden antisemitischen Tendenzen: „Die Schoah sollte für immer ein Mahnmal sein, doch leider werden immer noch Hass und Antisemitismus verbreitet.“ Mit seiner Generation gehe es langsam zu Ende. Doch noch lebe die Erinnerung, Österreich habe die meisten nie losgelassen: „Wir denken oft an unsere geborgene Kindheit im Elternhaus zurück.“

„Mit Österreich Frieden schließen“

Viele Freunde und Familienmitglieder seien aber während des Nationalsozialismus in Konzentrationslagern oder auf der Flucht ermordet worden. Die meisten der heutigen Mitglieder im Pensionistenclub seien damals als Kinder oder Jugendliche alleine nach Israel gekommen, erzählte Eckhaus. Eine davon war Nomi Meron: „Ich war damals 14 Jahre alt und musste das Trottoir waschen.“ Lange habe sie mit ihrer alten Heimat gehadert, meinte die gebürtige Wienerin. In den vergangenen 40 Jahren sei sie aber dann doch regelmäßig zurückgekehrt. „Das Beste in meinem Leben war, mit Österreich Frieden zu schließen.“

Gedenkfeiern in Jad Vaschem

Am Abend wird der Bundeskanzler in der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem an den offiziellen Gedenkfeiern des Staates Israel zum Jom haScho’a, dem „Tag des Gedenkens an Holocaust und Heldentum“ teilnehmen. An diesem israelischen Nationalfeiertag wird an die Opfer der Schoah, aber auch an den jüdischen Widerstand und das Heldentum der jüdischen Untergrundkämpfer erinnert.

Brandstetter feilt weiter an „Staatsfeind“-Gesetz

Das Strafrechtspaket von ÖVP-Justizminister Wolfgang Brandstetter wird - nach kritischen Anmerkungen in der Begutachtung - noch überarbeitet. Übernächste Woche soll der Entwurf vom Ministerrat ans Parlament geschickt werden. Die SPÖ hat keine grundlegenden Einwände, aber über einige Details wird noch verhandelt. Vor allem geht es um die Definition von „Staatsfeinden“.

Brandstetters Novelle bringt neue Tatbestände gegen staatsfeindliche Bewegungen und gegen sexuelle Belästigung in Gruppen sowie höhere Strafen für tätliche Angriffe gegen Beamte bzw. die Strafbarkeit solcher Angriffe auf Mitarbeiter öffentlicher Verkehrsmittel. Die von Juristen als unverhältnismäßig hoch beanstandeten Strafsätze werden teilweise adaptiert. Und für den neuen „Reichsbürger“-Paragrafen wird klargestellt, dass zivilgesellschaftliche Proteste nicht darunterfallen.

Warnung vor Strafen für „Gesinnung“

In der Begutachtung war von einigen Seiten kritisiert worden, dass der Straftatbestand zur Ahndung staatsfeindlicher Aktionen einerseits „Gesinnungsstrafrecht“ sei - und andererseits zu ungenau formuliert. Deshalb wird auch in den Erläuterungen ausdrücklich klargestellt, dass zivilgesellschaftliche Proteste (wie die Besetzung der Hainburger Au) oder staatskritische Stammtischgespräche nicht darunter fallen.

„Gewisse Unklarheiten“ würden beseitigt, sagte Brandstetter im Interview mit der „Kleinen Zeitung“, aber es gehe nur noch um einzelne Formulierungen. Der Ball liege derzeit bei der SPÖ. Noch geredet werde auch darüber, ob man die Strafdrohung - geplant waren bis zu zwei Jahre Haft - noch reduziert. Deshalb kann das Paket nicht, wie geplant, im letzten April-Ministerrat beschlossen werden. Aber auch mit der ersten Regierungssitzung im Mai geht sich ein Nationalratsbeschluss vor der Sommerpause noch aus.

Bildungskarenz kommt nicht aus der Nische

Bildungskarenz und Bildungsteilzeit stagnieren. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Sozialministeriums. Demnach bezogen im Vorjahr gut 9.000 Personen im Jahresdurchschnitt ein Weiterbildungsgeld für die Karenz und knapp 3.500 eine finanzielle Entschädigung für die Teilzeit. Auffällig ist, dass die Bildungsauszeit vor allem von Frauen und speziell in Wien und Oberösterreich genutzt wird.

Die Bildungskarenz hat erst in den vergangenen Jahren Fahrt aufgenommen. Gab es 2011 6.771 Fälle, wurde im Jahr 2013 mit 9.312 Beziehern des Weiterbildungsgeldes der bisherige Rekordwert erreicht. 2015 wurden 8.925 Fälle verzeichnet, vergangenes Jahr erfolgte wieder ein Anstieg auf 9.065.

Relativ jung ist die finanziell bezuschusste Bildungsteilzeit. Im ersten Jahr, nämlich 2013, wurden dann auch nicht einmal 500 Fälle registriert. Bis zum Jahr 2015 ging es dann rasant auf 3.437 Fälle nach oben. Im Vorjahr war dann der Anstieg auf 3.458 nur noch minimal.

Zwei Modelle zur Auswahl

Die Bildungskarenz ermöglicht einen geförderten Ausstieg aus dem Berufsleben, der für Weiterbildung genutzt werden muss. Voraussetzung dafür, die Entschädigung in Höhe des Arbeitslosengeldes zu erhalten, ist der Besuch einer Weiterbildungsmaßnahme im Ausmaß von mindestens 20 Stunden pro Woche oder ein Studium. Maximal gibt es in vier Jahren zwölf Monate geförderter Karenz.

Die Bildungsteilzeit wiederum ermöglicht die Reduktion der Arbeitszeit um 25 bis 50 Prozent. Der Gehaltsentfall wird mit einer staatlichen Leistung kompensiert, deren Höhe sich nach dem Ausmaß der Reduktion bemisst. Wird etwa statt 40 nur noch 20 Stunden gearbeitet, gibt es gut 470 Euro dazu. Leistungsanforderungen sind ähnlich wie bei der Bildungskarenz.

Über ein Viertel aus Wien

Auf besonderes Interesse stoßen diese Angebote in Wien und Oberösterreich. Bei der Bildungskarenz machen Bürger der Bundeshauptstadt fast 28 Prozent der Fälle aus, bei der Bildungsteilzeit knapp 22 Prozent. In Oberösterreich sind es bei der Karenz an die 20 Prozent und bei der Teilzeit gut 21 Prozent. Was die Branchen angeht, liegen das Gesundheits- und Sozialwesen sowie die Warenproduktion an der Spitze bei den Interessenten.

Zusehends mehr Frauen und weniger Männer

Kaum überraschend ist, dass die Bildungsauszeiten in erster Linie jüngere Menschen anziehen. Knapp zwei Drittel bei der Bildungskarenz sind unter 35, bei der Teilzeit sind es sogar fast drei Viertel. Im Jahresdurchschnitt 2016 waren beim Weiterbildungsgeld 60 Prozent weiblich, bei der Teilzeit 55,6 Prozent. Dabei ging die Zahl der Bezieherinnen in absoluten Zahlen gegenüber 2015 nach oben, während jene der Männer, wenn auch nur leicht, sank.

Sport

Fußball: Arsenal folgt Chelsea ins FA-Cup-Finale

Arsenal ist heute Chelsea ins Finale des englischen FA-Cups gefolgt. Die „Gunners“ setzten sich im Londoner Wembley-Stadion gegen Manchester City nach Verlängerung durch und wahrten damit die Chance auf einen Titel in der laufenden Saison.

Premier-League-Tabellenführer Chelsea hatte gestern im ersten Semifinale Lokalrivale Tottenham Hotspur die Weichen auf das Double gestellt.

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Marathon: Pfeil läuft in Wien WM-Limit

Lauffans sind heute beim 34. Wien-Marathon voll auf ihre Rechnung gekommen. Der Kenianer Albert Korir gewann seinen ersten Marathon bei schwierigen Wetterbedingungen erst im Zielsprint.

Nur wenige Minuten dahinter lief der Österreicher Valentin Pfeil als bester Europäer durch das Ziel und schaffte knapp das Limit für die WM in London. „Es war ein hartes Stück Arbeit“, meinte er glücklich. Bei den Frauen ging der Sieg an eine siebenfache 37-jährige Mutter, die die zweitbeste je in Wien gelaufene Frauen-Zeit erzielte.

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Golf: Wiesberger holt im Stechen fünften Titel

Bernd Wiesberger hat heute das European-Tour-Turnier in Shenzhen im Stechen gegen den Engländer Tommy Fleetwood gewonnen und seinen fünften großen Profititel geholt.

Der 31-jährige Burgenländer blieb am Schlusstag eins unter Par, Fleetwood brillierte mit neun Schlägen unter Platzstandard. Die alleinige Führung Wiesbergers war damit zwar dahin, im Play-off setzte er sich aber gleich am ersten Extraloch durch.

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Wirtschaft

Italiens Premier warnt vor Auflösung der Alitalia

Der italienische Premier Paolo Gentiloni hat vor einer Auflösung der Alitalia gewarnt, sollte die Belegschaft gegen den Rettungsplan stimmen. Bis morgen Nachmittag haben die 12.000 Mitarbeiter der krisengeschüttelten Fluggesellschaft Zeit, für oder gegen den Plan zu stimmen, der starke Job- und Gehaltskürzungen vorsieht.

„Ich weiß, dass von den Mitarbeitern Opfer gefordert werden, doch ohne eine Einigung über den Rettungsplan kann Alitalia nicht überleben. Während die Abstimmung über den Rettungsplan noch läuft, habe ich die Pflicht, der Belegschaft klarzumachen, wie akut die Krisenlage ist, in der sich Alitalia befindet“, so Gentiloni.

Konkurs droht

Verkehrsminister Graziano Delrio fügte hinzu, dass die Alternative zum Rettungsplan der Konkurs sei. Eine Verstaatlichung des ehemaligen Monopolisten sei nicht möglich, sagte Delrio.

Die Gewerkschaften und das Alitalia-Management hatten sich vergangene Woche auf einen Abbau von 1.338 auf 980 Personen beim unbefristet angestellten Bodenpersonal geeinigt. Die Gehälter sollen um acht Prozent gekürzt werden. Die Kosten werden um ein Drittel gesenkt.

Berlin weist Bericht über streckenbezogene Maut zurück

Die deutsche Regierung hat einen Bericht über Pläne für die Einführung einer streckenabhängigen Pkw-Maut in Deutschland zurückgewiesen. „Eine streckenbezogene Pkw-Maut ist weder geplant noch politisch gewollt. Die Bundesregierung verfolgt keine Pläne für eine streckenbezogene Pkw-Maut“, teilten das Verkehrs- und Finanzministerium heute in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

Magazin hatte von anderen Plänen berichtet

„Es bleibt dabei: Durch die Infrastrukturabgabe wird es keine Mehrbelastung deutscher Autofahrer geben“, hieß es weiter in der Aussendung.

Das Magazin „Stern“ hatte unter Berufung auf eine Stellungnahme des deutschen Rechnungshofs zur Neuordnung der Bund-Länder-Finanzen gemeldet, das Finanzministerium wolle die geplante Pkw-Maut an die zurückgelegten Kilometer der Autofahrer koppeln. Dem Bericht zufolge zitiert der Rechnungshof aus einer Ministeriumsvorlage, in der es heißt: „Danach strebt es (das Ministerium) überdies an, die Infrastrukturabgabe in eine streckenabhängige Maut umzuwandeln.“

Ab 2019 in Kraft

Die Pkw-Maut, zunächst als Infrastrukturabgabe geplant, soll es ab 2019 geben. Der Bundesrat machte Ende März nach jahrelangem Streit den Weg für die Maut auf deutschen Autobahnen und Bundesstraßen frei. Demnach müssen alle inländischen Autobesitzer eine Jahresmaut zahlen, die vom Konto abgebucht wird. Sie richtet sich nach Größe und Umweltfreundlichkeit des Motors. Im Schnitt kostet sie 67 Euro, maximal 130 Euro. Benziner sind günstiger als Diesel. Für Ausländer gibt es neben der genauso berechneten Jahresmaut auch zwei Kurzzeittarife.

EU plant schärfere Abgaswerte ab 2021

Die EU plant schärfere Abgasgrenzwerte und finanzielle Hilfen für Ladestationen, um umweltfreundlichen Elektro- und Brennstoffzellenautos in Europa zum Durchbruch zu verhelfen. Das kündigte Vizekommissionspräsident Maros Sefcovic zum Start der Hannover Messe an.

Die „ehrgeizigen“ neuen Schadstoffgrenzwerte sollen demnach ab 2021 gelten. „Wir müssen sicherstellen, dass der Anteil schadstofffreier Autos Schritt für Schritt wächst und bis 2030 einen erheblichen Teil der Flotte ausmacht“, sagte Sefcovic, der in der EU-Kommission für Energiefragen zuständig ist.

Chronik

IT

Dropbox & Co.: Datenschutzalarm für US-Cloud-Dienste

Immer mehr Internetnutzer verwenden die kostenlosen Cloud-Services Dropbox, iCloud oder Google Drive zur dauerhaften Aufbewahrung ihrer Fotos, Videos und Dokumente. Vonseiten des Datenschutzes war dagegen bis dato wenig auszusetzen. Doch das neue Datenschutzdekret von US-Präsident Donald Trump stellt die Sicherheit in Frage. IT-Experten empfehlen, auf europäische Cloud-Dienste auszuweichen.

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Gesundheit

Kultur

„Fast & Furious 8“ führt weiter in US-Kinocharts

„Fast & Furious“ hat an den nordamerikanischen Kinokassen erneut das Rennen um den ersten Platz gewonnen. Der achte Teil der Actionfilmreihe spielte an seinem zweiten Wochenende in den USA und Kanada rund 38,7 Mio. Dollar (rund 36 Mio. Euro) ein. Laut der Branchenseite Box Office Mojo kamen seit dem Kinostart damit schon mehr als 163 Mio. Dollar zusammen, weltweit bringt es „Fast & Furious 8“ bereits auf mehr als 900 Mio. Dollar.

An der weiteren Rangfolge der Dreierspitze änderte sich im Vergleich zur Vorwoche ebenfalls nichts. Der Animationsfilm „The Boss Baby“ hält mit knapp 13 Mio. Dollar an seinem vierten US-Wochenende an Rang zwei fest, gefolgt von dem Disney-Märchen „Die Schöne und das Biest“ (zehn Mio. Dollar) auf dem dritten Platz.

Als Neueinsteiger schaffte es „Born in China“ mit rund fünf Mio. Dollar auf Platz vier. Der Disney-Natur-Dokumentarfilm dreht sich um das Leben von Tieren wie Pandas, Schneeleoparden und Affen. Die Altherrenkomödie „Abgang mit Stil“ mit Morgan Freeman und Michael Caine rundet mit knapp fünf Mio. Dollar die Top-Five-Plätze ab.

Staatspreis für Europäische Literatur an Karl Ove Knausgard

Der norwegische Schriftsteller Karl Ove Knausgard erhält heuer den mit 25.000 Euro dotierten Staatspreis für Europäische Literatur. Das gab Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) heute aus Anlass des Welttags des Buches bekannt. Bekannt wurde Knausgard mit seinem sechsbändigen Monumentalwerk „Min Kamp“ („Mein Kampf“).

Karl Ove Knausgard

APA/AFP/Getty Images/Dimitrios Kambouris

Auch Haas und Weidenholzer ausgezeichnet

Neben dem Staatspreis für Europäische Literatur gab Drozda auch drei weitere Auszeichnungen bekannt. So erhält Krimikultautor Wolf Haas den mit 15.000 Euro dotierten Österreichischen Kunstpreis für Literatur.

Seine Kollegin Anna Weidenholzer darf sich über den für jüngere Autoren reservierten und mit 10.000 Euro dotierten Outstanding Artist Award für Literatur freuen. Und Evelyne Polt-Heinzl wird der biennal vergebene Österreichische Staatspreis für Literaturkritik, der ebenfalls mit einem Preisgeld von 10.000 Euro verbunden ist, zugesprochen.

Romy 2017: Das Jahr der Titelverteidigerinnen

Serienstars als Seriensiegerinnen: Ursula Strauss und Adele Neuhauser sind bei der 28. Verleihung der Romys, Österreichs wichtigstem TV- und Filmpreis, wie schon im Vorjahr zu den beliebtesten Schauspielerinnen gekürt worden. Einen Rekord konnte Tobias Moretti einstellen, der die goldene Statuette gestern in der Wiener Hofburg bereits zum achten Mal holte und zu Rekordmann Armin Assinger aufschloss. Für das Highlight des Abends sorgte „Toni Erdmann“-Hauptdarsteller Peter Simonischek, der als Preisträger der Platin-Romy für sein Lebenswerk eine berührende Dankesrede hielt.

Mehr dazu in Moretti schließt zu Assinger auf

Leute

Beerdigung von Christine Kaufmann verschoben

Die für den 10. Mai angesetzte Beerdigung der Schauspielerin Christine Kaufmann ist abgesagt worden. Ihre Tochter Allegra Curtis (50) sagte dazu der „Bild am Sonntag“: „Wir haben noch nicht alle erforderlichen Dokumente, damit die Sterbeurkunde ausgestellt werden kann.“ Dem Bericht des Blattes zufolge fehlen die Hochzeits- und Scheidungsurkunde von Kaufmanns letztem Ehemann Klaus Zey (66). Christine Kaufmann war am 28. März im Alter von 72 Jahren in München gestorben.

Die gebürtige Österreicherin war ein Kinderstar: Als Neunjährige eroberte sie 1954 in dem Film „Rosen-Resli“ unter der Regie von Harald Reinl die Herzen der Kinozuschauer. Für ihr Hollywood-Debüt in „Stadt ohne Mitleid“ (1961) erhielt sie einen Golden Globe. In Deutschland spielte Kaufmann in TV-Serien wie „Der Kommissar“ und „Derrick“ mit. Für Rainer Werner Fassbinder stand sie in „Lola“ und „Lili Marleen“ vor der Kamera.

Panorama

Zwölfjähriger auf Tour durch Australiens Outback gestoppt

Die Polizei hat im einsamen australischen Outback einen Zwölfjährigen gestoppt, der auf eigene Faust zu einer rund 4.000 Kilometer langen Autofahrt quer durch den Kontinent aufgebrochen war. Der Bub hatte bereits mehr als 1.000 Kilometer Fahrt hinter sich, als Verkehrspolizisten in der Bergbaustadt Broken Hill wegen einer herabhängenden Stoßstange auf den Wagen aufmerksam wurden und ihn stoppten.

Wie die Polizeibehörden heute berichteten, war das Kind im Dorf Kendall im Osten des Landes aufgebrochen und wollte nach Perth an der Westküste. Die Fahrt dauert mindestens 40 Stunden und führt durch lebensfeindliches Wüstengebiet, darunter die berüchtigte Nullarbor-Ebene.

Die australische Fremdenverkehrsbehörde rät Besuchern, allein für die Durchquerung der Nullarbor-Ebene sechs Tage einzuplanen und Reservekanister mit Treibstoff sowie große Mengen an Trinkwasser und Essen für den Fall einer Panne mitzuführen.

Lifestyle