Letzte Meldung

Putin wirft Kiew schwere Verbrechen vor

Russlands Präsident Wladimir Putin hat es als „weiteres schweres Verbrechen“ der ukrainischen Führung in Kiew bezeichnet, dass diese bewaffnete Einheiten in den Osten des Landes entsandt habe.

Zugleich sprach Putin von einem Recht darauf, Militär in der Ostukraine einzusetzen. Er hoffe, dass er von diesem Recht keinen Gebrauch machen müsse und dass die Krise mit politischen und diplomatischen Mitteln beigelegt werde.

Gleichzeitig räumte er erstmals ein, dass russische Truppen während des umstrittenen Referendums auf der Krim anwesend waren, bei dem der Anschluss der Schwarzmeer-Halbinsel an Russland entschieden wurde. Weder Flugzeuge noch Panzer könnten die Krise lösen, sagte Putin. In der landesweiten TV-Sendung „Heißer Draht“ forderte der Präsident die ukrainische Führung zum „echten Dialog“ mit der russischsprachigen Bevölkerung auf.

Inland

Hypo-Megaverlust: Debatte über Pleite kam teuer

Seit 11. April hat die staatliche Krisenbank Hypo Alpe-Adria vom Bund die jüngste rettende Kapitalzufuhr von 750 Mio. Euro in den Büchern. Damit konnte sie ihre letzte Bilanz als Bank schließen. Der Bund deckte den größten Teil der Verluste ab. In der Bank-AG waren es 2,748 Mrd. Euro Verlust, im Konzern gab es 1,864 Mrd. Miese. Der Streit über eine Hypo-Pleite kostete am Balkan weiteres Geld.

Wegen teurer Abschreibungen und Abwertungen musste der Bund schon im Herbst und im Winter 2013 Kapital einschießen. Zahlungsausfälle und Vorsorgen für „lokale Sonderrisken“ belasteten das Ergebnis schwer, teilte die Bank heute mit. In der skandalgeschüttelten Italien-Tochter mussten hohe Verluste abgedeckt werden, in Südosteuropa schlugen weitere Kreditabschreibungen durch. Italien und das Balkan-Bankennetzwerk bilanzierten rot.

= Abflüsse vor allem in Kroatien ==

Wie die Hypo Alpe-Adria weiter schrieb, „mussten im vierten Quartal zudem zunehmende Irritationen von Kunden auch auf den Auslandsmärkten durch die heftigen öffentlichen Diskussionen in Österreich rund um die Zukunft der Hypo Alpe-Adria beobachtet werden.“ Dass die Einlagen 2013 um 2,3 Milliarden Euro auf 6,1 Mrd. Euro zurückgingen, lag nach Bankangaben zwar zum Großteil (1,6 Mrd. Euro) am Verkauf der Österreich-Bank (heute Austrian Anadi Bank).

Als die erbitterte Debatte über einen drohenden Hypo-Konkurs im Spätherbst auf das Balkan-Netzwerk überschwappte, zogen aber in einigen Töchtern dort - vor allem in Kroatien - Kunden Einlagen in dreistelliger Millionenhöhe ab. Unmittelbare Einlagenabflüsse gab es auch aus der Italien-Tochter, die auf EU-Geheiß auf Abbau gestellt werden musste. Die bisher unverkäufliche Italien-Bank hat auch 2013 einen riesigen Verlust hinterlassen.

Bank will Balkan-Geschäft noch heuer losschlagen

Was den Verkauf der Südosteuropa-Töchter anlangt, so sei deren Privatisierungsprozess zum Jahreswechsel in eine Phase getreten, „die einen Abschluss des Verkaufs des Netzwerks an Finanz- oder strategische Investoren im laufenden Geschäftsjahr realistisch erscheinen lässt“, so die Hypo in einer Mitteilung.

Weitere Kleinschulen vor Schließung

Auch im kommenden Schuljahr schließen wieder Kleinschulen. Das zeigt ein Rundruf der APA bei den zuständigen Landesschulräten bzw. Landesregierungen. Grund dafür sind weniger die aktuellen Sparmaßnahmen im Bildungsbereich, als viel mehr die sinkenden Schülerzahlen an diesen Standorten. Aufgrund der demografischen Entwicklung sind auch in den darauffolgenden Jahren Schließungen zu erwarten.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Causa Linzer Terminal Tower teilweise vor Einstellung

Bei den Ermittlungen zum Linzer Terminal Tower dürfte die Einstellung des Verfahrens gegen neun der insgesamt 28 Beschuldigten bevorstehen. Ein Vorhabensbericht der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft lag seit fast einem Jahr zur Genehmigung im Justizministerium.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

SPÖ-Abgeordnete gegen Bildungskürzungen

Nach den SPÖ-Landeschefs aus Wien, Niederösterreich und Oberösterreich kritisieren jetzt auch sozialdemokratische Parlamentarier die Kürzungen im Bildungsbereich. Einsparungen in den Schulklassen sei die schlechteste Form. Auch von „staatlichem Zukunftsraub“ ist unter den SPÖ-Abgeordneten die Rede.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Noch keine Entscheidung zum Hitler-Haus

Büros und Seminarräume oder doch eine internationale Begegnungsstätte? Noch sei keine Entscheidung über die Zukunft des seit Jahren leerstehenden Hitler-Geburtshauses in Braunau gefallen, heißt es aus dem Innenministerium.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Ausland

FBI soll Verteidiger im 9/11-Prozess bespitzelt haben

Die Verteidiger der fünf mutmaßlichen Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001 wurden möglicherweise von FBI-Agenten bespitzelt. Sie beantragten vor dem Sondergericht auf der US-Militärbasis Guantanamo auf Kuba eine Anhörung von mehreren Geheimdienstmitarbeitern, wie James Connell gestern Abend (Ortszeit) mitteilte. Der Anwalt vertritt im anlaufenden 9/11-Prozess den Angeklagten Ali Abdel Asis Ali.

Zwei Agenten der Bundespolizei FBI sollen versucht haben, einen Mitarbeiter der Anwaltsteams als Informanten zu gewinnen, um an vertrauliche Details des Verfahrens zu kommen. Sollte das FBI das Verteidigerteam tatsächlich unterwandert haben, wirft das erneut ein fragwürdiges Licht auf den Prozess, der nicht vor Ende 2015 beginnen soll. Denn den Teams der „Guantanamo Five“ wird vom Staat jeweils ein Defense Security Officer (DSO) als Berater zur Verfügung gestellt.

„Wie kann jemand dem von der Regierung zur Verfügung gestellten Verteidigungsteam trauen, wenn er sich darum sorgen muss, dass die Regierung es infiltriert hat?“, fragte Sterling Thomas von Connells Team. Richter James Pohl forderte die Mitarbeiter aller fünf Gruppen auf, den jeweils führenden Anwalt zu informieren, falls US-Behörden wie das FBI mit ihnen Kontakt aufgenommen haben.

Schicksal entführter Mädchen in Nigeria bleibt unklar

Das Schicksal von über 120 in Nordnigeria verschleppten Schülerinnen ist weiter unklar. Während das Militär gestern Abend mitteilte, Sicherheitskräfte hätten fast alle der Mädchen befreit, dementierten Eltern diese Angaben.

Bewaffnete Männer hatten in der Nacht zum Dienstag eine Schule im Bundesstaat Borno angegriffen und zahlreiche Jugendliche entführt. Es wird vermutet, dass radikale Islamisten der Sekte Boko Haram für die Tat verantwortlich sind.

Widersprüchliche Angaben

Die Zeitung „Premium Times Nigeria“ zitierte Militärsprecher Chris Olukolade mit den Worten, nur noch acht der Entführten würden vermisst. Zudem sei auch einer der Terroristen gefasst worden, der an dem Angriff im Ort Chibuk beteiligt gewesen sein soll. Der britische Sender BBC berichtete hingegen heute, die Eltern der betroffenen Mädchen dementierten die Version des Militärs. Zahlreiche Schülerinnen seien noch immer verschwunden.

Einem guten Dutzend von ihnen soll es aber nach Angaben des Gouverneurs von Borno, Kashim Shetima, gelungen sein, den Kidnappern zu entfliehen. Shetima setzte eine Belohnung von 300.000 Dollar (217.000 Euro) für Hinweise aus, die zur Rettung der Mädchen beitragen können. Die Zeitung „Punch“ schrieb, Soldaten, Polizisten und viele Freiwillige durchkämmten noch immer den Busch, um nach dem Versteck der Terroristen zu fahnden.

UNO: Eine Million Menschen im Südsudan von Hunger bedroht

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat vor einer Hungersnot im Südsudan gewarnt. Sollte nicht umgehend gehandelt werden, drohten bis zu eine Million Menschen in dem Land in den kommenden Monaten Hunger zu leiden, sagte Ban gestern in New York nach einem Treffen mit der für humanitäre Hilfe verantwortlichen EU-Kommissarin Kristalina Georgieva. Hunderttausende seien bereits extrem unterernährt.

Der Südsudan ist seit 2011 unabhängig und damit der jüngste Staat Afrikas. Seit Dezember tobt ein Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem ehemaligen Stellvertreter Riek Machar. Beide repräsentieren unterschiedliche Bevölkerungsgruppen (Kiir gehört den Dinka an, Machar den Nuer), deren Verhältnis seit Jahren angespannt ist. Hunderttausende Menschen sind wegen der Gewalt auf der Flucht.

Algerier wählen Präsidenten - Bouteflika vor neuer Amtszeit

Knapp 23 Millionen Algerier sind heute zur Präsidentenwahl aufgerufen. Als großer Favorit bei der Abstimmung in dem öl- und gasreichen Land an der nordafrikanischen Mittelmeer-Küste gilt Amtsinhaber Abdelaziz Bouteflika. Der 77-Jährige will trotz Gesundheitsproblemen fünf weitere Jahre regieren. Er ist bereits seit 1999 in dem größten afrikanischen Flächenstaat an der Macht.

Boykottaufrufe der Opposition

Unter politischen Beobachtern und Oppositionellen ist die mittlerweile vierte Kandidatur Bouteflikas umstritten. Kritiker werfen dem Präsidenten vor, Teil eines korrupten Staatsapparates zu sein, der auch vor Wahlfälschung nicht haltmache. Mehrere Parteien haben zu einem Boykott der Abstimmung aufgerufen. Bouteflika selbst ist Mitglied der früheren Einheitspartei Nationale Befreiungsfront (FLN).

Von den sechs Gegenkandidaten des Staatschefs werden allenfalls dem früheren Ministerpräsidenten Ali Benflis (69) Außenseiterchancen eingeräumt. Mit Wahlergebnisse ist morgen zu rechnen.

Streit über Werbung mit Kim Jong Uns Frisur geht weiter

Ärger rund um Kim Jong Uns Frisur: Die nordkoreanische Botschaft in London hat jetzt offiziell Beschwerde beim britischen Außenministerium gegen einen Friseur eingereicht, der sich über den Haarschnitt von Nordkoreas Machthaber Kim lustig gemacht hatte. Ein Ministeriumssprecher sagte heute, dass ein offizieller Beschwerdebrief eingegangen sei, der „rechtzeitig“ beantwortet werde.

Der Salon M&M Hair Academy im Westen Londons hatte ein Plakat aufgehängt, das Kim mit seinem berühmten Haarschnitt mit langem Deckhaar und kurzrasierten Seitenpartien zeigt. Darunter stand der Slogan: „Bad Hair Day? 15 Prozent Rabatt auf alle Herren-Haarschnitte im April.“

Vor einigen Tagen hatte der Friseur Mo Nabbach dann Besuch von zwei nordkoreanischen Beamten der nahegelegenen Botschaft bekommen, die seinen Salon fotografiert und ihn aufgefordert hatten, das „respektlose“ Plakat abzunehmen. Es hängt mittlerweile nicht mehr.

Sport

Eishockey: Traumstart von Vanek ins NHL-Play-off

Für Thomas Vanek hätte das Play-off der National Hockey League (NHL) kaum besser beginnen können. Der 30-Jährige feierte gestern mit den Montreal Canadiens einen hart erkämpften Auswärtssieg gegen Tampa Bay und erzielte dabei den Treffer zur zwischenzeitlichen 4:3-Führung der Gäste, die in der Verlängerung das bessere Ende für sich hatten. Vanek, der seinen siebenten Treffer im 19. Spiel für Montreal erzielte, darf somit weiter vom Stanley Cup träumen. Für die Canadiens wäre es der erste NHL-Titel seit 21 Jahren.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Fußball: Bayern spazieren ins DFB-Pokal-Finale

Bayern München hat das erhoffte Traumfinale im DFB-Pokal fixiert. Einen Tag nach dem Erzrivalen Borussia Dortmund setzte sich das Team von ÖFB-Teamspieler David Alaba gestern gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern locker mit 5:1 durch und zog souverän ins Endspiel in Berlin ein. Dort kommt es am 17. Mai zu einer Neuauflage des Finales von 2012. Damals hatten sich die Dortmunder das Double gesichert. Während es für den BVB heuer allerdings um die letzte Titelchance geht, lebt in München der Traum vom zweiten Triple in Serie weiter.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Fußball: Bale schießt Real zum Sieg im Cup

Real Madrid hat sich gestern in einem packenden Duell mit Erzrivale Barcelona den spanischen Cuptitel gesichert. Nach einem frühen Treffer sah das „Weiße Ballett“ dabei bereits lange wie der Sieger aus, Verteidiger Marc Bartra brachte die Katalanen mit einem wuchtigen Kopfball aber wieder zurück in die Partie. Dann schlug allerdings die große Stunde von Superstar Gareth Bale.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

D: Fall Hoeneß schreckt Steuersünder

Das mediale Aufsehen um den Fall Hoeneß hat für den deutschen Fiskus mehr als positive Auswirkungen. Bis zu fünfmal mehr Menschen als noch vor Jahresfrist hätten sich bei den deutschen Landesfinanzämtern offenbart, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“. Gut 13.000 Selbstanzeigen von Steuersündern soll es heuer schon gegeben haben - bisher ein Rekord. Experten raten Menschen, die sich anzeigen, zudem, deutlich mehr Steuerschuld einzuräumen als vielleicht notwendig - wohl auch eine Lehre aus Hoeneß’ Fehlkalkulation und der nachfolgenden Strafe.

Mehr dazu in Ein Promifall und die Folgen

Undercover-Report: Zalando wehrt sich

Das Modell Undercoverermittlung a la Wallraff hat den Sender RTL auf den Plan gerufen. Erkunden wollte der Sender Arbeitsbedingungen beim Onlineversandhändler Zalando und meinte, über eine eingeschleuste Mitarbeiterin Missstände im Logistikzentrum Erfurt aufgedeckt zu haben.

Zalando sah das anders und brachte eine Anzeige gegen die Mitarbeiterin ein - unter anderem geht es um den Vorwurf des Verrats von Betriebsgeheimnissen. Der Versandhändler beklagt, keine Möglichkeit der Stellungnahme erhalten zu haben. Doch möglicherweise entgleitet die Debatte, wie ein Blick auf die Facebook-Seite des Unternehmens zeigt, auf der sich ein Sturm der Entrüstung entlädt.

Mehr dazu in Aufregung nach Aufdeckerbeitrag

Etihads Einstieg bei Alitalia „eingefroren“

Verhandlungen für den Einstieg der arabischen Fluglinie Etihad bei der angeschlagenen Alitalia sind eingefroren worden. Laut Etihad, Großaktionär von Air Berlin, seien „die politischen und technischen Bedingungen“ für den Einstieg bei Alitalia nicht vorhanden, berichtete heute die römische Tageszeitung „Il Messaggero“.

Notwendige Garantien nicht erhalten

Etihad habe nicht die notwendigen Garantien seitens der italienischen Regierung und des Alitalia-Managements für ihren Einstieg erhalten. Vor allem die Frage der von Etihad geforderten Streichung von 3.000 Jobs bei Alitalia sei noch offen. Auch die Strategie zur Senkung der Alitalia-Verschuldung sei unklar, hieß es.

Etihad wollte ursprünglich mit 49 Prozent bei der verlustträchtigen Alitalia einsteigen und dafür zwischen 300 und 500 Mio. Euro ausgeben. Der Rest des Kapitals hätte in den Händen italienischer Banken bleiben sollen, unter anderem der Bank-Austria-Mutter UniCredit und Intesa Sanpaolo. Auch die italienische Post ist an der Alitalia beteiligt. Etihad überlegte eine Kapitalerhöhung im Wert von 300 Mio. Euro.

Zur Förderung der Verhandlungen zwischen Alitalia und Etihad setzte sich zuletzt auch der italienische Premier Matteo Renzi ein. Etihad-Chef James Hogan war vor einer Woche mit Renzi in Rom zusammengetroffen. Der italienische Verkehrsminister Maurizio Lupi hatte vergangene Woche vor dem Senat in Rom gesagt, Etihad habe die Bücher geprüft, und eine Grundsatzvereinbarung sei in Arbeit.

Sport Eybl komplett in britischer Hand

Die angeschlagene Sporthandelskette Sport Eybl ist seit Anfang April vollständig in britischer Hand. Die Gründerfamilie Eybl hat sich nach über 80 Jahren vollständig aus dem Unternehmen zurückgezogen, schreiben die „Oberösterreichischen Nachrichten“ („OÖN“) heute. Laut Firmenbuch hält die Sports Direct seit 2. April 100 Prozent der Anteile.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

D: Arbeitsniederlegungen bei Amazon

Die deutsche Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten in den Amazon-Standorten in Leipzig und Bad Hersfeld heute zu einem Streik aufgerufen. Der Ausstand solle den gesamten Tag dauern, teilte die Gewerkschaft gestern Abend mit.

Ver.di fordert für die Beschäftigten einen Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels. Das US-Unternehmen orientiert sich dagegen nach eigenen Angaben an der Bezahlung in der Logistikbranche. Die Auseinandersetzung läuft schon seit Monaten.

Chronik

Mann in Villach von Zug überrollt

Ein 29 Jahre alter Kroate ist in der Nacht auf heute auf dem Hauptbahnhof in Villach in Kärnten unter einen Zug geraten und schwer verletzt worden. Laut Polizeiangaben hatte der junge Mann versucht, in den bereits rollenden Zug zu gelangen und stürzte dabei ab.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Frau nach Bankbesuch mit Messer überfallen

Mit einem Messer bewaffnet hat ein Unbekannter in Graz versucht, eine 37-jährige Frau zu überfallen. Der Mann dürfte die Frau von einer Bankfiliale bis zu ihrem Auto verfolgt haben, wo er sie dann bedrohte und Geld von ihr forderte.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Streit mit Denkmalamt über Solaranlage

In Rust im Burgenland wird über eine Solar- und Photovoltaikanlage gestritten. Ein Heurigenwirt ließ auf seinem Hausdach Kollektoren montieren. Das Bundesdenkmalamt spricht nun von einer Verschandelung des Stadtbildes, weil die Anlage vom Kirchturm zu sehen ist.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Solosechser bei Lotto „6 aus 45“

Bei der aktuellen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ gibt es einen Solosechser. Ein Mitspieler hat alle Zahlen richtig getippt und darf sich über einen Gewinn von genau einer Million Euro freuen.

Es wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

5 13 21 28 36 44 Zusatzzahl 39

Ein Teilnehmer hat die richtige Joker-Zahl auf seinem Tippschein, er erhält rund 164.300 Euro.

Die Joker-Zahl lautet:

7 6 0 0 2 9

Alle Angaben ohne Gewähr

Adoptivkind jahrelang in Garage gesperrt

Die Polizei in Argentinien hat eine 15-Jährige befreit, die von ihren Adoptiveltern neun Jahre lang in einer Garage gefangen gehalten wurde. Nach Justizangaben hatte das Mädchen nur Wasser und Brot bekommen und wog bei seiner Befreiung nur 20 Kilo. Nach eigenen Angaben durfte das Kind in den vergangenen Jahren nur zweimal die Garage verlassen.

Die Adoptiveltern der 15-Jährigen wurden wegen des Vorwurfs der Sklaverei, der schweren Körperverletzung und Freiheitsberaubung festgenommen. Nach Justizangaben hatte eine drei Jahre ältere leibliche Schwester das Mädchen aufgespürt und die Behörden alarmiert.

Beim Tanzen auf Fuß getreten: Kambodschaner erschossen

Einen Fehltritt auf dem Tanzparkett eines Tempels hat ein Kambodschaner mit dem Leben bezahlt: Er wurde erschossen, weil er einem anderem versehentlich auf den Fuß getreten war, wie die Zeitung „Cambodia Daily“ heute unter Berufung auf die Polizei berichtete. Der Zwischenfall ereignete sich bei einem Fest.

Bei Feiern fließt in Kambodscha viel Alkohol, und kleine Missverständnisse führen oft zu Mord und Totschlag. Im März ging eine Hochzeitsgesellschaft mit Eisenstangen auf Schaulustige los, die von der Straße aus die Feier anschauten. Ein Mann kam ums Leben. Im Jänner warf ein Mann eine Granate in die Hochzeitsfeier einer Frau, die ihn abgewiesen hatte, und tötete elf Menschen.

Flug MH370: U-Boot-Suche klappte erstmals

Beim dritten Versuch hat die U-Boot-Suche nach dem Wrack des verschwundenen Malaysia-Airlines-Flugzeugs erstmals richtig geklappt: Das unbemannte Unterwasserfahrzeug „Bluefin-21“ tauchte heute erst nach 16-stündigem Einsatz auf dem Meeresboden wieder auf. Die eingesammelten Daten über die Landschaft auf dem Meeresboden wurden an Bord des Schiffs „Ocean Shield“ noch analysiert.

Daraus entsteht ein dreidimensionales Bild des Bodens. Die Experten gehen davon aus, dass darauf ungewöhnliche Objekte wie Wrackteile zu erkennen wären. Insgesamt hatte „Bluefin-21“ bis heute 90 Quadratkilometer Boden abgesucht. MH370 war am 8. März mit 239 Menschen an Bord verschwunden. Zuvor war es bei der Suche zu technischen Problemen gekommen.

Aufregung über Werbung für Osterhasenpizza

Mit einer Werbung für Osterhasenpizza ist ein Restaurant in Neuseeland unter Beschuss geraten. „Hell Pizza“ hängte ein riesiges Plakat mit 550 Kaninchenfellen auf, um seine Pizza anzupreisen. Das sei unappetitlich, hieß es in Onlineforen, wo ein Sturm der Entrüstung losbrach. Die Vegetariergesellschaft äußerte die Hoffnung, dass die Werbung mehr Menschen vom Fleischverzehr abbringt.

Kaninchen gelten in Neuseeland als Plage, weil sie die lokale Flora und Fauna zerstören. Zu Ostern gibt es in Otago jedes Jahr eine große Kaninchenjagd. Dieses Mal treten 300 Jäger in zwölf Teams an. Wer innerhalb von 24 Stunden die meisten Kaninchen erlegt, hat gewonnen.

Gesundheit

Erstmals seit 26 Jahren keine Grippewelle

Erstmals seit 26 Jahren hat der Wiener Grippemeldedienst in der Influenza-Saison 2013/2014 keine Grippewelle verzeichnet. Wien liegt mit dieser Bilanz im österreichischen und europäischen Trend, wo es ebenfalls nur wenige Influenza-Erkrankungen gab.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Religion

Papst wäscht zwölf Menschen mit Behinderung die Füße

Papst Franziskus wäscht am heutigen Gründonnerstag zwölf Menschen mit Behinderung die Füße. Es handelt sich dabei um Personen im Alter von 16 bis 86 Jahren mit unterschiedlichen Formen der Behinderung. Unter ihnen ist auch ein 75 Jahre alter Muslim aus dem nordafrikanischen Libyen. Der Ritus erinnert daran, dass Jesus nach biblischem Bericht seinen Jüngern vor dem letzten Abendmahl die Füße gewaschen hat.

Mehr dazu in religion.orf. at

IT

Sony kommt mit Produktion der PlayStation 4 kaum nach

Der japanische Elektronikkonzern Sony kommt wegen des großen Erfolgs seiner PlayStation 4 mit der Produktion kaum nach. Es gebe „Schwierigkeiten, mit der starken weltweiten Nachfrage Schritt zu halten“, sagte heute der Präsident der Computerspielsparte bei Sony, Andrew House.

Die Reaktionen auf die Spielekonsole seien „überwältigend“. Seit der Markteinführung der PlayStation 4 Mitte November wurden laut Sony mehr als sieben Millionen Exemplare verkauft. Zudem wurden mehr als 20,5 Millionen Spiele abgesetzt.

Verkaufszahlen über allen Erwartungen

Die PlayStation 4 war Mitte November in den USA auf den Markt gekommen und zwei Wochen später in Europa und einigen asiatischen Staaten. In Japan ist sie erst seit Ende Februar zu haben. Die Konsole steht in Konkurrenz zur Xbox One von Microsoft zur Wii U von Nintendo.

Mit den Verkaufszahlen übertrifft Sony deutlich das selbst gesteckte Ziel, bis Ende März fünf Millionen Stück zu verkaufen. Die Ende 2012 eingeführte Wii U brauchte hingegen mehr als ein Jahr, um auf 5,86 Millionen verkaufte Exemplare zu kommen.

Konsole als Retterin des Sony-Konzerns

Die Computerspielsparte entwickelt sich zunehmend zur Retterin des Sony-Konzerns, dem der Übergang ins digitale Zeitalter zu schaffen macht. Im Februar erklärte Sony, das bis Ende März laufende Geschäftsjahr werde mit einem Verlust von mehr als einer Milliarde Dollar (mehr als 720 Mio. Euro) abgeschlossen. Zugleich kündigte das Unternehmen den Abbau von 5.000 Jobs und den Ausstieg aus dem PC-Geschäft an.

„Heartbleed“: Angeblicher Hacker in Kanada festgenommen

Im Zusammenhang mit der „Heartbleed“-Sicherheitslücke im Internet ist es in Kanada zu einer Festnahme gekommen. In London in der Provinz Ontario wurde ein 19-Jähriger in Gewahrsam genommen, der die Sicherheitslücke ausgenutzt haben soll, wie die Zeitung „Globe and Mail“ (Mittwoch-Ausgabe) berichtete.

Der Mann soll versucht haben, an die Sozialversicherungsnummern von Hunderten Menschen in den Servern der kanadischen Steuerbehörde CRA zu kommen. Dem Studenten wird unter anderem Datenmissbrauch vorgeworfen. Sein Computer wurde beschlagnahmt. Die Steuerbehörde teilte mit, sie arbeite mit Hochdruck daran, die Sicherheitslücke zu schließen.

Kultur

Philharmoniker: Holender kritisiert Umgang mit NS-Historie

Ex-Staatsoperndirektor Ioan Holender geht mit dem Vorstand der Wiener Philharmoniker wegen dessen Umgangs mit der NS-Geschichte des Orchesters scharf ins Gericht. Orchestervorstand Clemens Hellsberg agiere „ausschließlich, wenn er unter Druck gerät“, so Holender in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „profil“. „Von sich aus bliebe er alle Informationen schuldig.“

Kein „positiver Wille“

Holender habe von Hellsberg nie „einen positiven Willen“ gespürt, „ohne Zwang Licht in die Vergangenheit der Philharmoniker zu bringen“. Auch bezüglich der Restitution eines von den Nazis enteigneten Gemäldes des Neo-Impressionisten Paul Signac an die Erben des Franzosen Marcel Koch habe er das Gefühl, dass Hellsberg „von seinen Aufgaben restlos überfordert“ sei. Es sei „absurd“, dass Hellsberg sich mit den Worten verteidige, er habe ohnehin „nie das Gefühl“ gehabt, dass jenes Bild den Philharmonikern „gehört“ habe.

Holender habe selbst versucht, in der Causa „die jeweiligen politisch Verantwortlichen dazu zu bewegen, mehr Verantwortung für ein von der Republik Österreich querfinanziertes Orchester zu übernehmen - und beispielsweise den Zugang zum Archiv durchzusetzen“.

Die Philharmoniker hatten am Wochenende angekündigt, nach Signacs Gemälde „Port-en-bessin“ ihre Recherchen fortzusetzen. Weitere Forschungen zur Provenienz von Musikinstrumenten und anderen Archivbeständen hätten bisher keinen Hinweis auf unrechtmäßigen Besitz ergeben.

„Auszeit“: AC/DC machen ohne Gitarristen Young weiter

Die australische Hardrockband AC/DC muss auf ihren Gitarristen Malcolm Young verzichten. „Nach 40 Jahren im Dienste von AC/DC“ nehme Malcolm Young „aus Krankheitsgründen eine Auszeit von der Band“, erklärte die Band heute auf ihrer Website. Unter welcher Krankheit das Gründungsmitglied Young leidet, wurde nicht erklärt.

Malcolm danke den „eingefleischten Fans“ in aller Welt für ihre unermüdliche Liebe und Unterstützung, hieß es. Die Band werde auch ohne ihn weiter Musik machen.

Bereits in den vergangenen Tagen hatte es Gerüchte über die Zukunft von AC/DC gegeben, nachdem ein anonymer Anrufer einem Radiosender in Perth berichtet hatte, Young sei „sehr krank“ und halte sich bei seiner Familie in Australien auf. Die Band appellierte an die Öffentlichkeit, Youngs Privatsphäre zu respektieren. Auf der AC/DC-Website äußerten sich zahlreiche Fans besorgt und versicherten Young ihre Unterstützung.

Die 1973 von Malcolm und seinem Bruder Angus Young gegründete Band wurde mit Rock-Hymnen wie „Highwell to Hell“, „Let There Be Rock“ und „Whole Lotta Rosie“ berühmt. Weltweit verkaufte AC/DC mehr als 200 Millionen Alben.

Leute

Miley Cyrus bleibt im Krankenhaus - Konzert abgesagt

Popstar Miley Cyrus (21) muss weiter im Krankenhaus bleiben und hat ein zweites Konzert abgesagt. Cyrus wird wegen einer Medikamentenallergie in der Klinik behandelt. „Das Krankenhaus sagt, dass ich heute nicht entlassen werde“, schrieb die US-Sängerin gestern (Ortszeit) beim Kurznachrichtendienst Twitter.

Deshalb werde sie es nicht nach St. Louis (US-Bundesstaat Missouri) schaffen, wo sie hätte auftreten sollen. Zuvor war bereits ihre Show in Kansas City abgesagt worden. Nach Angaben ihres Sprechers hatte Cyrus eine „starke allergische Reaktion auf ein Antibiotikum“ gezeigt. Erst vorige Woche hatte sie wegen Grippe ein Konzert in Charlotte (US-Bundesstaat North Carolina) abgesagt.