Ausland

Saudi-Arabien: Tote bei Razzia gegen Extremisten

Bei einer Razzia in einem Versteck mutmaßlicher Extremisten haben sich im saudi-arabischen Dschiddah zwei Männer in die Luft gesprengt. Sie zündeten ihre Sprengstoffgürtel nach einem Schusswechsel mit Sicherheitskräften, wie das Innenministerium heute mitteilte.

Werkstatt für Selbstmordgürtel

Die Sicherheitskräfte hätten im Süden der Stadt Dschiddah eine Werkstatt durchsucht, in der Selbstmordgürtel und Sprengsätze hergestellt würden, erklärte ein Ministeriumssprecher laut der amtlichen Nachrichtenagentur Spa.

Die beiden Männer hätten sich verbarrikadiert und in Richtung der Sicherheitskräfte geschossen, die das Feuer erwidert hätten. Statt sich zu stellen, hätten sie ihre Sprengstoffgürtel gezündet.

Bei einem zweiten Einsatz in Dschiddah wurde demnach ein mutmaßlicher Komplize der beiden Männer festgenommen sowie eine Pakistanerin, die der Verdächtige als seine Frau ausgegeben habe.

Saudi-Arabien ist Mitglied der von den USA angeführten internationalen Koalition, die in Syrien und im Irak die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekämpft.

Massengrab mit 89 Opfern in Irak gefunden

Die Leichen von 89 mutmaßlichen Opfern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sind in einem Massengrab in der irakischen Stadt Tikrit gefunden worden. Das Grab sei innerhalb eines Komplexes des Präsidentenpalastes gefunden worden, hieß es heute aus irakischen Sicherheitskreisen. Den Angaben zufolge soll es sich um getötete Soldaten handeln, die Mitte 2014 vom IS gefangen genommen worden waren.

Die Dschihadisten hatten damals große Gebiete im Norden und Westen des Irak eingenommen. Im März 2015 eroberte die irakische Armee Tikrit vom IS zurück. Kurz darauf wurden die ersten Massengräber mit Hunderten Toten gefunden.

Die sunnitische Terrormiliz hatte damals behauptet, 1.700 schiitische Soldaten getötet zu haben, die sich den Dschihadisten ergeben hatten. Im August vergangenen Jahres wurden 36 Personen gehängt, die wegen der Beteiligung an den Massakern verurteilt worden waren.

Le Pen: 2017 werden Völker Europas erwachen

Die Chefin der rechtsextremen Front National in Frankreich, Marine Le Pen, hat sich bei dem Kongress der Europaparlamentsfraktion Europa der Nationen und der Freiheit (ENF) im deutschen Koblenz überzeugt gezeigt, dass der Austritt der Briten aus der Europäischen Union beispielhaft für weitere EU-Mitgliedsstaaten sein könnte.

2016 sei das Jahr gewesen, in dem die Briten „erwacht“ seien, sagte Le Pen am Samstag auf einem Kongress von europäischen Rechtspopulisten im deutschen Koblenz. 2017 werde das Jahr, „in dem die Völker des kontinentalen Europa“ erwachen.

Petry warnt vor Brüsseler „Gehirnwäsche“

Der ENF-Kongress mit rund 1.000 Teilnehmern soll die diesjährigen Wahlen in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden in den Blick nehmen. Die Chefin der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD), Frauke Petry, bezeichnete die Tagung als „europäischen Wahlkampfauftakt“. Eingeladen ist auch die FPÖ: Sie wird von dem FPÖ-EU-Abgeordneten Harald Vilimsky vertreten.

In ihrer Rede warf Petry der Regierung in Berlin und den EU-Behörden vor, die Bürger einer „Gehirnwäsche“ zu unterziehen. Auch durch diese Art der Manipulation seien die Freiheit des Individuums und die kulturellen Errungenschaften der europäischen Staaten bedroht, so Petry.

Der niederländische Rechtspopulist Geerd Wilders gratulierte auf der Veranstaltung dem neuen US-Präsidenten Donald Trump zu dessen Amtsantritt. Aber auch in Europa sei die „Zeit des Wechsels" gekommen“. „Die Geschichte ruft uns alle auf, Europa zu retten“, sagte Wilders. „Wir werden unsere Länder zuückerobern.“ 2017 werde „das Jahr des Volkes“ sein. „Wir werden uns befreien.“

Lega-Nord-Chef will Euro abschaffen

Der Chef der ausländerfeindlichen italienischen Lega Nord, Matteo Salvini, forderte ein schnelles Ende des Euro. „Je eher wir aus dem Euro austreten, desto besser für alle“, so Salvini. Die europäische Gemeinschaftswährung bezeichnete er als „gescheitertes, kriminelles Experiment“.

Der Kongress wird von Protesten begleitet, an denen auch deutsche und europäische Politiker unterschiedlicher Parteien teilnehmen wollten. Die Polizei war mit einem Großaufgebot präsent.

Türkei: Hunderte Haftbefehle wegen App

Im Zusammenhang mit dem Putschversuch in der Türkei hat die Staatsanwaltschaft einem Medienbericht zufolge Haftbefehle gegen mehr als 400 Personen erlassen, die sich mit der Nutzung eines verschlüsselten Handydienstes verdächtig gemacht haben sollen.

Die jetzt im ganzen Land Gesuchten sollen die Messenger-App Bylock benutzt haben, berichtete der Sender Habertürk. Die Regierung in Ankara geht davon aus, dass Anhänger des Predigers Fethullah Gülen über die App ein Netzwerk gebildet haben. Präsident Recep Tayyip Erdogan sieht in seinem im US-Exil lebenden Erzrivalen den Drahtzieher des Putschversuchs im Juli. Gülen weist das zurück.

Unter den jetzt wegen der Bylock-Verdächtigungen per Haftbefehl Gesuchten sind laut dem Sender zahlreiche Soldaten und Sicherheitskräfte. Bisher seien bei Razzien vor allem in Ankara und Istanbul zwölf Personen festgenommen worden. Die Fahndung laufe in insgesamt 48 Provinzen des Landes. Im August hatten die Behörden mitgeteilt, dass die Bylock-App geknackt worden sei und der Geheimdienst so an Informationen über die Mitglieder des Netzes gelangt sei.

Trump will Zuschüsse für Abtreibungsanbieter streichen

Der neue US-Präsident Donald Trump will morgen die staatlichen Zuschüsse für Programme von Organisationen streichen, die im Ausland Schwangerschaftsabbrüche anbieten. Das berichtet laut Kathpress das Magazin „Foreign Policy“ unter Berufung auf Quellen im US-Kongress.

Betroffen davon wäre unter anderen der internationale Arm von „Planned Parenthood“, einer Familienplanungsorganisation, die in den USA auch Abtreibungen durchführt.

Traditionsreiches Wechselspiel

Der Termin ist von hoher Symbolik. Es ist der Jahrestag des grundlegenden US-Abtreibungsurteils „Roe v. Wade“ von 1973. Damit setzt Trump das politische Wechselspiel fort, die 1984 von Präsident Ronald Reagan verkündete sogenannte „Mexico Policy“ nach der jeweiligen Amtsübernahme des Nachfolgers entweder in Kraft oder außer Kraft zu setzen. Barack Obama hatte wenige Tage nach seinem Amtseid wieder staatliche Mittel verfügbar gemacht.

Bei der „Mexico Policy“ handelte es sich um eine Erweiterung eines 50 Jahre alten Gesetzes, das der US-Regierung verbietet, nicht staatliche oder staatliche Organisationen im Ausland zu finanzieren, die Abtreibungen durchführen. Reagan weitete das Gesetz auf Organisationen aus, die private Mittel für die Finanzierung von Schwangerschaftsabbrüchen einsetzen.

Analysten weisen darauf hin, dass der neue Präsident Trump damit nicht über die Politik seiner republikanischen Vorgänger hinausgeht. „Pro Life“-Aktivisten in den USA hoffen auf tiefergreifende Veränderungen, die „Planned Parenthood“ mit seinen rund 700 Niederlassungen auch im Inland den Geldhahn zudrehen. Dafür bedarf es einer Gesetzesinitiative, die im Kongress anhängig ist.

Nigel Farage wird Kommentator des US-Senders Fox News

Der Ex-Chef der EU-kritischen britischen UKIP-Partei, Nigel Farage, hat einen neuen Job: Der Anhänger und Bewunderer des neuen US-Präsidenten Donald Trump wird politischer Kommentator des rechtskonservativen US-Senders Fox News.

Farage sei für „politische Analysen“ bei Fox News und dem Fox Business Network engagiert worden, erklärte der Medienkonzern gestern, dem Tag von Trumps Amtseinführung.

„Würde gerne für Trump arbeiten“

Der Einzug des Republikaners ins Weiße Haus erscheine ihm als Teil einer „größeren, globalen Bewegung“, sagte Farage der britischen Zeitung „The Telegraph“ (Samstag-Ausgabe). Trumps Wahlsieg stehe nicht für einen wachsenden Populismus: „Ich würde sagen, dass es sich lediglich um die Rückkehr zu einer nationalstaatlichen Demokratie und den entsprechenden Werten handelt.“

Der „Brexit“-Befürworter hatte bereits vor der US-Wahl im vergangenen November erklärt, er würde gerne für Trump arbeiten. Während Trumps Wahlkampagne hatte Farage eine Rede bei einer der zahlreichen Kundgebungen gehalten.

„Spiegel“: Türkei kämpft gemeinsam mit Islamisten in Syrien

Der deutschen Regierung liegen nach Angaben des deutschen Magazins „Der Spiegel“ Informationen vor, wonach die türkische Armee bei ihrer Offensive in Syrien zusammen mit der Islamistengruppe Ahrar al-Scham kämpft. Diese gelte als Terrororganisation, und in Deutschland sei die Mitgliedschaft in der Gruppe strafbar, schreibt das Magazin in seiner jüngsten Ausgabe.

Deutsche Waffenlieferungen in die Türkei

„Der Spiegel“ beruft sich dabei auf eine als geheim eingestufte Antwort der deutschen Regierung auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Jan van Aken. Beim türkischen Vorstoß auf die von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) besetzten nordsyrischen Stadt al-Bab kamen dem „Spiegel“ zufolge auch „Leopard“-Panzer aus deutscher Produktion zum Einsatz. Mindestens zehn davon hätten IS-Kämpfer nach eigenen Angaben zerstört.

Im vergangenen halben Jahr habe die deutsche Regierung der Lieferung von Ersatzteilen für gepanzerte Fahrzeuge im Wert von rund einer halben Million Euro an die Türkei zugestimmt, darunter auch für Kampfpanzer. Der zuständige deutsche Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) rechtfertige die Lieferungen mit dem Status der Türkei als NATO-Mitglied.

Inland

Aufregung über Plagiatsprüfung bei Kanzler Kern

Plagiatsexperte Stefan Weber hat die Diplomarbeit von Kanzler Christian Kern (SPÖ) geprüft und fand nichts zu beanstanden. Doch die Tatsache, dass nicht bekannt ist, wer sie prüfen ließ, sorgte heute für einen koalitionären Disput.

Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler dachte in einer Aussendung laut an die ÖVP. Deren Generalsekretär Werner Amon lehnte „Dirty Campaigning“ strikt ab und sagte Recherchen auch in der Partei zu.

Kein Grund zur Beanstandung

Weber ist der Plagiatsspezialist im deutschen Sprachraum. Bei Kerns 1997 am Publizistik-Institut der Uni Wien verfassten Diplomarbeit „Media Monitoring: Die innenpolitische Berichterstattung der österreichischen Tages- und Wochenzeitungen 1993“ fand er - so die „Tiroler Tageszeitung“ - keinen Grund zur Beanstandung.

Nach seinem kritischen Gutachten zur Dissertation des steirischen VP-Landesrats Christian Buchmann wird die Uni Graz in den nächsten Wochen über die Aberkennung seines Doktortitels entscheiden.

SPÖ ortet „Schmutzkübelkampagne“

Dass aber jemand rund um Kerns Wechsel ins Kanzleramt „aktiv nach Material für eine Schmutzkübelkampagne“ suchte, „irritierte“ Niedermühlbichler - und er fand es „auffällig, dass die ÖVP erst vor Kurzem sehr ähnliche Vorwürfe in unsere Richtung geäußert hat. Es stellt sich die berechtigte Frage, ob die ÖVP mit ihren Vorwürfen, die jeder Grundlage entbehren, von ihren eigenen Schmutzkübelrecherchen ablenken will.“

Er wolle freilich niemanden haltlos beschuldigen, beteuerte er, und forderte von ÖVP-Generalsekretär Amon eine Erklärung ein, dass nicht dessen Partei hinter dem gescheiterten Dirty-Campaigning-Versuch steht.

ÖVP weist Vorwürfe zurück

Dieser antwortete prompt: „Die ÖVP hat mit Schmutzkübelkampagnen gegenüber dem Bundeskanzler nichts am Hut“, betonte er ebenso in einer Aussendung. Die ÖVP lehne Dirty Campaigning zur Gänze ab, „daher gilt das Null-Toleranz-Prinzip sowohl gegenüber politischen Mitbewerbern als auch für die eigenen Funktionäre und Mitarbeiter“.

FPÖ-Volksanwalt soll Ordnungsstrafe zahlen

Eine gerichtliche Ordnungsstrafe von 300 Euro soll FPÖ-Volksanwalt Peter Fichtenbauer zahlen, weil er einer Zeugenladung in einem Zivilprozess gegen die FPÖ und deren Abgeordneten Thomas Schellenbacher nicht nachgekommen ist. Er habe „leider Grippe“ gehabt, erklärte Fichtenbauer laut Vorausmeldung gegenüber „profil“ und werde das ärztliche Attest umgehend nachreichen.

In dem Verfahren geht es um ein angeblich vor der Nationalratswahl 2013 vereinbartes, aber nie ausbezahltes Erfolgshonorar für „Lobbyingleistungen“. Der Kaufmann Ernst Neumayer hat die FPÖ und Schellenbacher auf zwei Millionen Euro geklagt. Der Kläger behauptet, er habe Schellenbacher 2013 an die FPÖ vermittelt, wobei Fichtenbauer (damals stellvertretender Obmann des FPÖ-Klubs) im Abtausch für eine Kandidatur Schellenbachers zehn Millionen Euro cash für die Partei verlangt habe – wovon Neumayer zwei Millionen bekommen sollte.

Laut dem Kläger floss das Geld, nur eben nicht an ihn. Beweise konnte er laut „profil“ auch am zweiten Verhandlungstag nicht liefern. Fichtenbauer, Schellenbacher (der „arbeitsunfähig“ geschrieben der Verhandlung auch fern blieb) und die FPÖ bestreiten das Vorbringen.

Sport

Fußball: Liverpool blamiert sich gegen Swansea

Der FC Liverpool muss den Titel in der englischen Premier League wohl endgültig abschreiben. Die Auswahl von Coach Jürgen Klopp lief heute in der 22. Runde gegen das bisherige Schlusslicht Swansea City in eine Heimblamage und liegt damit weiter sieben Punkte hinter Spitzenreiter Chelsea, der den Vorsprung mit einem Heimsieg am Sonntag noch weiter ausbauen kann. Dabei konnte nicht einmal ein Doppelpack von Roberto Firmino die erste Heimpleite der „Reds“ seit fast einem Jahr verhindern.

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Ski alpin: Vonn überrascht in Garmisch-Abfahrt

Lindsey Vonn ist bei der Weltcup-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen auf die Siegerstraße zurückgekehrt. In ihrem erst zweiten Rennen nach dem Comeback setzte sich die US-Amerikanerin heute knapp vor der Schweizerin Lara Gut und der Deutschen Victoria Rebensburg durch. Ramona Siebenhofer belegte als Beste des ÖSV-Teams Platz vier und war damit nach ihren Toptrainingsleistungen nicht zufrieden. Nicole Schmidhofer wurde Sechste.

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Australian Open: Thiem kämpft sich ins Achtelfinale

Der Erfolgslauf von Dominic Thiem bei den Australian Open geht weiter. Der 23-jährige Niederösterreicher feierte heute in Runde drei einen hart erkämpften Viersatzsieg gegen den Franzosen Benoit Paire und schaffte damit als erster Österreicher seit Jürgen Melzer vor sechs Jahren den Achtelfinal-Einzug beim ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres. In der Runde der letzen 16 trifft Thiem auf den Belgier David Goffin.

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Wirtschaft

Eröffnung des Flughafens Berlin offiziell abgesagt

Mit dem neuen Flughafen in Berlin wird es auch 2017 nichts. BER-Flughafen-Chef Karsten Mühlenfeld hat eine Eröffnung des Airports nun offiziell ausgeschlossen. „Nach den neuen Erkenntnissen, über die ich Ende vergangener Woche Vertreter der Anteilseigner informiert habe, ist das damit verbundene Risiko für eine Eröffnung des BER in diesem Jahr zu hoch“, erklärte Mühlenfeld heute in Berlin. Über das weitere Vorgehen solle nun im BER-Aufsichtsrat beraten werden.

Die Erklärung erfolgte, nachdem Medienberichten zufolge Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller am Rande einer Klausurtagung eine Eröffnung des Flughafens im Jahr 2017 für unmöglich erklärt hatte. Müller ist zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des BER.

Probleme mit 1.200 Türen

Mühlenfeld hatte bereits am vergangenen Mittwoch über aktuelle Schwierigkeiten auf der BER-Baustelle informiert, deren Auswirkungen nun geprüft würden. Dabei geht es besonders um Probleme bei der Steuerung der 1.200 Automatiktüren im Fluggastterminal sowie um noch fehlende hydraulische Berechnungen der Sprinkleranlage. „So können weder die Türen, noch die Sprinkleranlage von den zuständigen Auftragnehmern zu den geplanten Terminen fertiggestellt werden“, hieß es am Mittwoch in der Mitteilung der BER-Geschäftsführung.

Fristende naht: BAWAG kündigt alte Girokonten

Im vergangenen Oktober erhielten zahlreiche Kunden der BAWAG unerfreuliche Post. „Das bisher von Ihnen genutzte Girokontomodell wird eingestellt“, war da zu lesen. Kunden hätten die Möglichkeit bis Ende Jänner auf ein teureres Kontomodell umzusteigen – inklusive Gebühren für die Bankomatbenutzung – anderenfalls werde der bestehende Kontovertrag gekündigt. Die Frist neigt sich nun dem Ende zu; wer nicht rasch handelt, steht bald ohne Girokonto da, mit weitreichenden Konsequenzen.

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Chronik

Skifahrer stirbt nach Kollision mit Snowboarder

Ein Skifahrer ist heute Vormittag im Liezener Skigebiet Hauser Kaibling (Steiermark) tödlich verletzt worden. Der 62-jährige Burgenländer war mit einem 37-jährigen Snowboarder zusammengestoßen.

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Im Skigebiet Schröcken (Vorarlberg) hatte sich eine vierköpfige Skigruppe aus Deutschland verirrt. Sie musste mit dem Polizeihubschrauber gerettet werden.

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Hotel verschüttet: Weiter Menschen gerettet

Weitere vier Menschen sind heute in Italien aus dem durch eine Lawine verschütteten Hotel im Gran-Sasso-Massiv gerettet worden. Damit stieg die Zahl der Überlebendenden der Katastrophe auf elf. Die Retter bargen in der Nacht auch die Leichen zweier Frauen. Rund 20 Menschen werden noch vermisst. Die Rettungskräfte sind rund um die Uhr im Einsatz - unter großer Lawinengefahr.

Mehr dazu in Medien: Noch 20 Menschen vermisst

Festnahmen zwölf Jahre nach Diamantenraub

Zwölf Jahre nach einem millionenschweren Juwelenraub in Amsterdam sind den Ermittlern sieben Verdächtige ins Netz gegangen. Die fünf Männer und zwei Frauen seien in Spanien und den Niederlanden festgenommen worden, teilte die niederländische Militärpolizei mit.

Sie sollen in den Raub verwickelt sein, bei dem am 25. Februar 2005 Diamanten und Schmuck im Wert von geschätzt 67 Millionen Euro erbeutet wurden.

Teil der Beute noch immer verschollen

Die bewaffneten Täter überfielen in einem Sicherheitsbereich des Amsterdamer Flughafens ein gepanzertes Fahrzeug der Fluggesellschaft KLM, in dem sich die Juwelen befanden. Der Schmuck sollte an Bord eines Flugzeugs gebracht werden, das ins belgische Antwerpen fliegen sollte - eines der weltgrößten Diamantenhandelszentren.

Ein Teil der Beute wurde bald darauf in einem Fluchtfahrzeug gefunden. Der Rest mit einem Wert von 40 Millionen Euro wird noch immer gesucht.

Kultur

Religion

Gesundheit

Gelbfieberausbruch in Brasilien

Unter einem Gelbfieberausbruch leidet zurzeit Brasilien. Rund ein Jahr nach der landesweiten Zika-Epidemie ist erneut besonders der Bundesstaat Minas Gerais betroffen. Das dortige Gesundheitsministerium habe in den letzten Wochen 272 Gelbfieber-Verdachtsfälle registriert, bis zu 71 Todesfälle seien auf die Virusinfektion zurückzuführen, berichtete das Portal „Folha de S. Paulo“.

25 der Betroffenen sind demnach definitiv an der von der Moskitoart Aedes aegypti übertragenen Infektion gestorben, wie Laboruntersuchungen ergaben. Mehr als zwei Millionen zusätzlich bereitgestellte Impfdosen sollen eine weitere Ausbreitung verhindern helfen.

Leute

Prinz William übersiedelt nach London

Der britische Prinz William (34) will im Sommer seinen Job als Rettungspilot aufgeben und sich voll auf seine repräsentativen Aufgaben konzentrieren. Das teilte der Kensington-Palast gestern mit.

Die neuen Aufgaben bringen auch einen Umzug mit sich. Demnach werden William und seine Frau Kate (35) ihren Wohnsitz vom Anwesen Anmer Hall in Norfolk in Ostengland in die königliche Residenz nach London verlegen. Britische Medien hatten das schon länger vermutet.

Prinz George, der im Juli vier Jahre alt wird, soll von Herbst an zur Schule gehen. Seine 20 Monate alte Schwester Charlotte werde in London in einen Kindergarten gehen. Kate und William leben seit 2014 in Anmer Hall, auch um ihren Kindern ein möglichst unbeschwertes Leben etwas abseits der vielen neugierigen Blicke bieten zu können.

Prinz William war seit Juli 2015 bei der East Anglian Air Ambulance in Norfolk als Pilot von Rettungshubschraubern beschäftigt. Die Arbeit in der Luftrettung sei für ihn eine „riesige Ehre“ gewesen, sagte der Herzog von Cambridge. Die dort gesammelten Erfahrungen werde er nie vergessen. Sie seien eine Bereicherung für seine königliche Arbeit.

Arzt von vier Päpsten im Alter von 92 gestorben

Der langjährige Leiter des vatikanischen Gesundheitsdienstes, Renato Buzzonetti, ist in der Nacht auf heute im Alter von 92 Jahren verstorben. Buzzonetti war Arzt von vier Päpsten. Zwischen 1978 und 2009 war er Leibarzt von Johannes Paul II. und später von Benedikt XVI.

Buzzonetti hatte Johannes Paul II. unter anderem nach der Verletzung infolge des Attentats auf dem Petersplatz 1981 behandelt. Der Mediziner betreute den polnischen Papst auch während der langen Krankheit am Lebensende.

Vor 1978 hatte Buzzonetti als Assistent der Leibärzte der Päpste Paul VI. und Johannes Paul I. gedient. Bei seiner Pensionierung im Alter von 85 Jahren 2009 hatte Benedikt XVI. den Mediziner zum „emeritierten Päpstlichen Chefarzt“ ernannt.

Lifestyle

Pariser Haute-Couture-Schauen starten

Die Haute-Couture-Schauen für Frühjahr und Sommer 2017 starten morgen in Paris. Das Modespektakel folgt damit direkt auf die Präsentationen der Herrenmode für den kommenden Winter. Fast 30 Modehäuser präsentieren bis zum kommenden Donnerstag ihre Entwürfe der „Hohen Schneiderkunst“, darunter bekannte Namen wie Chanel und Christian Dior.

Versace läuft nicht mit

Nicht auf den Laufstegen dabei ist diesmal die Mailänder Marke Versace, die in den vergangenen Jahren die Schauen eröffnete. Die Italiener haben sich stattdessen für eine Präsentation in kleinerem Rahmen entschieden. Statt Versace zeigt nun als Erstes das eher unbekannte Label Maison Rabih Kayrouz. Der aus dem Libanon stammende Rabih Kayrouz ist in Paris ansässig und erhielt schon viel Lob für präzise Schnitte und klare Linien.