Inland

Bures mit klarer Mehrheit neue NR-Präsidentin

Doris Bures (SPÖ) ist neue Nationalratspräsidentin. Die bisherige Infrastrukturministerin erhielt bei der heutigen Abstimmung in geheimer Wahl 78 Prozent. Ihre Vorgängerin Barbara Prammer hatte zuletzt Ergebnisse von jeweils gut 83 Prozent erreicht. Bures ist die zweite Frau an der Spitze des Hohen Hauses.

Vor Prammer war das Parlament in der Zweiten Republik ausnahmslos von Männern geleitet worden. Leopold Kunschak, Felix Hurdes, Leopold Figl, Alfred Maleta und Andreas Khol entstammten der ÖVP, Karl Waldbrunner, Anton Benya, Leopold Gratz, Rudolf Pöder und Heinz Fischer der SPÖ.

Will faire Präsidentin sein

Bures versicherte in ihrer Antrittsrede, eine gute, faire und überparteilich agierende Präsidentin sein zu wollen. Vor 24 Jahren war die Wienerin erstmals ins Hohe Haus eingezogen. Schon damals habe das Parlament auf sie große Faszination ausgeübt und sie sei stets stolz gewesen, Abgeordnete zu sein.

Ihr Wunsch sei nun ein lebendiges, arbeitendes Parlament, auf das alle Österreicher stolz sein können. Bures warb für leidenschaftliche Auseinandersetzungen mit konkurrierenden Interessen. Dabei müsse aber ein Umgang miteinander gepflegt werden, der auch Kompromisse ermögliche: „Fairness, Toleranz und Respekt werden uns helfen.“

Hass-Posting auf Kurz-Seite: Verdächtige ausgeforscht

Nach möglicherweise verhetzenden Postings auf der Facebook-Seite von Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) sind insgesamt acht Personen ausgeforscht worden. Gegen sie werden nun weitere Erhebungen geführt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien heute.

Antisemitische Postings

Kurz hatte Anfang Juli einen Nahost-Friedensappell auf Facebook veröffentlicht, worauf es zahlreiche Kommentare gab, darunter auch antisemitische. Die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet und ermittelte gegen unbekannt wegen Verdachts der Verhetzung.

Vier der nun ausgeforschten Personen sollen von der Bundeshauptstadt aus tätig gewesen sein, vier weitere in den Bundesländern, ihre Fälle wurde an die zuständigen Behörden weitergeleitet, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien. Insgesamt werde nun gegen acht Personen ermittelt.

Vorhabensbericht in Hymnen-Causa

Ebenfalls von der Staatsanwaltschaft geprüft wurden bedenkliche Kommentare auf der Facebook-Seite von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ). Die Ressortchefin postete Ende Juni auf Facebook ein Foto, auf dem sie den aktuellen Hymnentext in die Kamera hält - als „Lernhilfe“ für den Schlagersänger Andreas Gabalier, der die alte, töchterlose Version gesungen hatte.

Heinisch-Hosek erhielt dafür teils feindselige Postings. In dieser Causa erging in der Zwischenzeit ein Vorhabensbericht der Staatsanwaltschaft an die Oberstaatsanwaltschaft. Über dessen Inhalt - also welches weitere Vorgehen die Staatsanwälte vorschlagen - gab es keine Auskunft.

Ausland

IS-Extremisten brüsten sich mit deutschem Kriegsgerät

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) präsentiert in einem im Internet veröffentlichten Video nach eigenen Angaben in Syrien eroberte deutsche und russische Waffen.

In dem Video zeigen IS-Extremisten unter anderem alte russische Kampfjets, Artillerie und mehrere Raketen, von denen einige auf Deutsch mit „Lenkflugkörper DM 72 - 136 mm Panzerabwehr“ beschriftet sind.

Es sind die ersten bekanntgewordenen Aufnahmen aus dem vergangene Woche von der Terrormiliz eroberten Militärflughafen al-Tabka. Laut einem Bericht der Zeitung „Die Welt“ (Dienstag-Ausgabe) handelt es sich bei den deutschen Raketen um den Typ HOT des ehemaligen deutsch-französischen Herstellers Euromissile. Die HOT-Raketen seien 1981 an die Regierung Syriens geliefert worden, das damit seine Kampfhubschrauber vom Typ Gazelle ausgestattet habe, schrieb das Blatt.

Drohung an Putin

In dem Video drohen Dschihadisten dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. „An Wladimir Putin“, sagt ein IS-Kämpfer, „das sind russische Flugzeuge, die Du an Baschar verkauft hast.“ Nun würden die Flugzeuge zurückfliegen und „Tschetschenien und den Kaukasus befreien“. Moskau hatte zuletzt im Juni Kampfjets an das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad geliefert.

Amnesty: „Ethnische Säuberung“ durch IS

Schwere Vorwürfe erhebt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International gegenüber IS: Die Terrormiliz betreibe im Irak eine „systematische ethnische Säuberung“. Ziel öffentlicher Folterungen und Kreuzigungen sei es, „alle Spuren von Nicht-Arabern und nicht sunnitischen Milizen zu beseitigen“, heißt es in einem aktuellen Bericht.

Mehr dazu in „Spuren von Nicht-Arabern beseitigen“

Syrien: Bedingungen für Freilassung von UNO-Soldaten

Nach der Entführung von mehr als 40 auf den Golanhöhen stationierten Blauhelmsoldaten haben islamistische Rebellen erstmals Bedingungen für die Freilassung der Männer aus Fidschi genannt.

Die Entführer von der dschihadistischen Al-Nusra-Front forderten eine Streichung ihrer Gruppierung von der Terrorliste der Vereinten Nationen, wie Fidschis Armeechef Mosese Tikoitoga heute in der Hauptstadt Suva sagte. Die UNO-Listung bedeutet für die syrische Rebellengruppe eine Reihe von Sanktionen und Einschränkungen.

Kompensation für verletzte Kämpfer

Ferner fordern die Entführer dem Armeechef zufolge humanitäre Hilfen für eine von ihnen gehaltene Kleinstadt nahe Damaskus sowie Kompensationen für drei ihrer bei Gefechten verletzten Kämpfer. Das seien die offiziellen, an die UNO übermittelten Forderungen der Al-Nusra-Front, sagte Tikoitoga.

Laut unbestätigten Medienberichten aus Fidschi verlangen die Islamisten zudem die Freilassung des früheren Al-Kaida-Führers Abu Mussab al-Suri, auch bekannt als Mustafa Setmariam Nasar. Dieser war im Jahr 2005 in Pakistan festgenommen worden und wird derzeit von den syrischen Behörden festgehalten.

45 Soldaten entführt

Den Armeeangaben zufolge wurden am Mittwoch insgesamt 45 Soldaten aus Fidschi entführt. Zuvor war die Zahl der Entführten mit 44 oder 43 etwas niedriger angegeben worden. Sie gehören der UNO-Beobachtertruppe UNDOF an, die seit dem Jahr 1974 auf den zwischen Israel und Syrien geteilten Golanhöhen die Einhaltung des Waffenstillstands zwischen den beiden Staaten überwacht.

Die syrischen Rebellen hatten am Mittwoch den Grenzübergang Kuneitra zerobert und dabei auch die UNDOF-Soldaten aus Fidschi in ihre Gewalt gebracht. Philippinische Soldaten hingegen weigerten sich aufzugeben. Sie hielten ihre Stellungen und konnten am Wochenende in Sicherheit gebracht werden.

22 Festnahmen in Hongkong bei Demo für mehr Demokratie

Bei Demonstrationen für mehr Demokratie in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong sind mindestens 22 Menschen festgenommen worden. 18 Protestteilnehmer seien gestern Abend (Ortszeit) wegen „gesetzwidriger Versammlung“ vor einem Hotel festgenommen worden, teilte die Polizei heute mit.

Dort hatten Demokratieaktivisten gegen den Volkskongressabgeordneten Li Fei demonstriert, der zuvor erklärt hatte, dass Peking keinen chinakritischen Verwaltungschef in Hongkong akzeptieren werde. Ein weiterer Demonstrant wurde demnach vor dem Hotel wegen Widerstands gegen einen Polizeibeamten festgenommen.

„Ära des zivilen Ungehorsams“

Laut Polizeiangaben hatten die Demonstranten vor Lis Hotel unter anderem Absperrungen umgestürzt und Polizisten bedrängt. Zuvor waren bereits drei Menschen festgenommen worden, die vor einem Kongresszentrum am Rand des Stadtzentrums gegen Li demonstriert hatten. Die Polizei setzte Pfefferspray ein, um die Proteste aufzulösen. Derartige Szenen sind auf dem chinesischen Festland undenkbar.

Der Ständige Ausschuss des Nationalen Volkskongresses in Peking hatte am Sonntag verkündet, die Bewohner Hongkongs dürften im Jahr 2017 einen neuen Verwaltungschef wählen, die Kandidaten für das Amt würden allerdings zuvor von einem pekingtreuen Ausschuss ausgewählt. Demokratieaktivisten riefen daraufhin aus Protest zu Sitzstreiks im Finanzzentrum von Hongkong und zu einer „Ära des zivilen Ungehorsams“ auf.

Ban warnt NATO: „Keine militärische Lösung“ in Ukraine

Angesichts der Debatte über eine Erhöhung der Einsatzfähigkeit der NATO hat UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon das westliche Verteidigungsbündnis gewarnt, dass es im Ukraine-Konflikt „keine militärische Lösung“ gebe. Ban sagte heute in Neuseeland, er sei zutiefst besorgt über die Entwicklungen in dem osteuropäischen Land.

Er wisse, „dass die Europäische Union, die Amerikaner und die meisten westlichen Staaten sehr ernsthaft darüber debattieren, wie mit der Angelegenheit umzugehen ist“, sagte Ban. „Sie sollten wissen, dass es keine militärische Lösung gibt. Es muss einen politischen Dialog für eine politische Lösung geben.“

Wegen des Konflikts mit Russland will die NATO ihre Präsenz in Osteuropa erheblich verstärken. Entsprechende Beschlüsse will die Allianz bei ihrem Gipfeltreffen am Donnerstag und Freitag in Wales fassen. Unter anderem plant die NATO eine Eingreiftruppe, die innerhalb kurzer Zeit an Gefahrenherde verlegt werden kann.

EU entscheidet diese Woche über Sanktionen

Die EU will bis Freitag über neue Wirtschaftssanktionen gegen Russland entscheiden. Das Maßnahmenpaket werde bis morgen von der EU-Kommission geschnürt, bestätigte die designierte EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini im EU-Parlament entsprechende Medienberichte.

Putin: „Könnte Kiew in zwei Wochen einnehmen“

Russlands Präsident Wladimir Putin sorgte unterdessen erneut mit einer kolportierten provokanten Aussage für Aufregung. In einem Telefonat mit Noch-EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Durao Barroso soll der Kreml-Chef Medienberichten zufolge gesagt haben, er könne Kiew „in zwei Wochen einnehmen“, wenn er wolle. Laut Kreml wurden die Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen.

Mehr dazu in Separatisten wollen eigenen Staat

D: Enttarnter US-Spion gab mehr brisante Daten weiter

Der enttarnte Agent des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND) hat einem Zeitungsbericht zufolge noch brisantere Informationen an die USA weitergeleitet als bisher bekannt.

Zu den Dokumenten gehörten auch eine Übersicht der BND-Residenzen mit den Namen und Adressen der betroffenen Agenten sowie Konzepte zur Gegenspionage.

Infos über Gespräche von Geheimdienstchefs

Wie die „Mitteldeutsche Zeitung“ (Onlineausgabe) heute unter Berufung auf Mitglieder des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr) des Bundestages berichtete, verbreitete er auch Protokolle von Gesprächen, die der Präsident des BND, Gerhard Schindler, und sein Stellvertreter mit den Geheimdienstchefs anderer Länder führten.

Die USA erfuhren laut dem Blatt nicht nur die Namen der Länder, die der BND im Auftrag des deutschen Bundeskanzleramtes überwachen sollte, sondern auch, was genau ausgeforscht werden sollte. Zuletzt war bekanntgeworden, dass die Türkei und auch Albanien unter Beobachtung des BND stehen.

Dokumenten nach Hause geschmuggelt

Der Verdächtige war Anfang Juli festgenommen worden. Er arbeitete in der Registratur der BND-Abteilung „Einsatzgebiete/Auslandsbeziehungen“. 218 Papiere schmuggelte er laut der Zeitung am Körper durch die Kontrolle des BND in der Zentrale von Pullach bei München, scannte sie zu Hause ein und leitete sie dann weiter.

Mitglieder des Parlamentarischen Kontrollgremiums konnten inzwischen Einsicht in die Dokumente nehmen. Es war ihnen jedoch nicht erlaubt, sich Notizen zu machen. Vielmehr mussten sie sich alles, was sie lasen, merken.

TV-Hinweis

Wirtschaft

Regierung schließt weitere Hilfen für ÖVAG nicht aus

Österreich hat noch keine Entscheidung über weitere Staatshilfen für die Krisenbank Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) getroffen. Zunächst müsse die Regierung mit dem neuen Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) die Probleme bei dem Volksbanken-Spitzeninstitut analysieren und dann verschiedene Lösungen prüfen, sagte Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) heute.

„Jetzt Spekulationen zu führen, die Eigentümer müssen nachschießen, macht in meiner Blickweise keinen Sinn“, sagte Mitterlehner. Das führe nur zu Verunsicherung.

Schelling seit 2012 ÖVAG-Aufsichtsratschef

Die ÖVAG hat den laufenden „Stresstest“ der europäischen Aufsichtsbehörden Insidern zufolge nicht bestanden und benötigt nun frisches Kapital. Einer der Insider hatte der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, der Test habe eine Kapitallücke von 600 bis 800 Millionen Euro zutage gefördert.

Der vergangene Woche überraschend zurückgetretene Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP) hatte weitere Staatshilfen für die ÖVAG stets ausgeschlossen. Sein Nachfolger Schelling ist seit 2012 Aufsichtsratschef bei der ÖVAG und kennt das Institut daher gut.

Die Bank hatte sich mit einer massiven Expansion in Osteuropa verhoben und musste bereits mehrmals vom Staat gerettet werden. Insgesamt hat sie - Garantien eingerechnet - bisher 1,35 Milliarden Euro an staatlichen Hilfen bekommen. Die Bank gehört zu 51,6 Prozent den regionalen Volksbanken, 43,3 Prozent hält der Staat.

Aus für Londoner Flughafenpläne an Themse-Mündung

Rückschlag für Londons exzentrischen Bürgermeister Boris Johnson: Die hochtrabenden Pläne des konservativen Politikers für einen neuen Großflughafen auf einer Insel in der Themse-Mündung vor London sind gescheitert.

Das Projekt, das bis zu 90 Milliarden Pfund (114 Mrd. Euro) gekostet hätte, werde nicht realisiert, erklärte heute eine von der Regierung mit der Lösung der Londoner Flughafenprobleme beauftragte Kommission. Johnson hält freilich trotzdem an der Idee fest.

Von Cameron-Rivalen Johnson favorisiert

Johnson, der als einer der wichtigsten innerparteilichen Widersacher von Premierminister David Cameron gilt, hatte über Jahre seinen Vorschlag an der Themse-Mündung - häufig als "Boris Island" bezeichnet - propagiert. Die Kommission bezeichnete die Pläne dagegen als unrealistisch.

„Wir müssen uns auf Lösungen konzentrieren, die machbar und bezahlbar sind“, sagte der Vorsitzende Howard Davies. Derzeit bleibt als mögliche Variante der Anbau zusätzlicher Start- und Landebahnen auf den bestehenden Flughäfen Heathrow und Gatwick.

Für Johnson „kurzsichtig“

Johnson sagte dagegen, die Flughafenpläne seien keineswegs tot. Er übte scharfe Kritik an der Kommission, deren Ergebnis er „kurzsichtig“ nannte. Der Ausbau der bestehenden Flughäfen sei wegen des Lärmpegels nicht realistisch, so Johnson. Zugleich räumte er ein, dass seine Idee nicht fertig durchgeplant sei.

Verbot für Fahrdienst Uber in Deutschland

Der umstrittene Fahrdienstvermittler Uber darf seine Leistungen in Deutschland vorerst bundesweit nicht mehr anbieten. Das deutsche Landgericht Frankfurt/Main erließ in einem Eilverfahren eine entsprechende einstweilige Verfügung, wie in der Nacht auf heute bekanntwurde. Bei Zuwiderhandlung droht der Firma ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro oder eine Ordnungshaft.

Uber kündigte an, gegen das Verbot ankämpfen zu wollen. „Wir werden die Entscheidung angreifen und unsere Rechte mit Nachdruck und aufs Äußerste verteidigen“, teilte Uber auf Anfrage mit.

Sport

Fußball: Mane heuert bei Southampton an

Das Gastspiel von Sadio Mane bei Österreichs Meister Red Bull Salzburg ist zu Ende. Nach den Turbulenzen in der letzten Woche rund um das Rückspiel im Play-off der Champions League gegen Malmö FF gelang dem 22-jährigen Senegalesen doch noch der Sprung ins Ausland. Mane wird in Zukunft in der englischen Premier League bei FC Southampton spielen. Für vier Jahre sicherten sich die „Saints“ die Dienste des Senegalesen und überwiesen laut englischen Medien dafür eine österreichische Rekordsumme.

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ÖFB: Hermann Maier soll Nationalteam „pushen“

Ex-Skistar Hermann Maier soll das ÖFB-Team vor der EM-Qualifikation in die richtige Spur führen. Der 41-jährige Salzburger wird dem Nationalteam einen Besuch abstatten und dabei über seinen Werdegang dozieren, wodurch den Kickern eine Extraportion Motivation für die kommenden Aufgaben verliehen werden soll. Teamchef Marcel Koller ist von der Idee angetan. „Hermann hat in seiner Karriere viel erlebt, unglaubliche Erfolge, aber auch das Negative mit seinem schweren Unfall und der Verletzung. Für mich ist er die personifizierte Konsequenz“, so Koller.

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Chronik

Frau in U-Bahn beraubt: Täterinnen in Haft

Eine 20-jährige Frau ist vergangene Woche in der Wiener U1-Station Aderklaaer Straße von zwei Frauen geschlagen, gewürgt und schließlich beraubt worden. Die beiden Täterinnen stellten sich heute der Polizei.

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Randalierer in U6-Station

Ein alkoholisierter Mann randalierte in der Nacht auf heute in Wien in einer U-Bahn-Station. Der Mann schlug mit einem Zeitungsständer mehrere Scheiben in der U6-Station Bahnhof Meidling ein.

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Stromausfall in Indiens Finanzmetropole Mumbai

In großen Teilen von Indiens Finanzmetropole Mumbai ist heute für mehrere Stunden der Strom ausgefallen. Grund sei das Versagen eines Kraftwerkes von Tata Power gewesen, sagte ein Mitarbeiter der staatlichen Nahverkehrs- und Elektrizitätswerke BEST. Die zur Verfügung stehende Kapazität sei im Rotationsprinzip in verschiedene Stadtteile der Millionenstadt geleitet worden.

Erst vor zwei Jahren erlebte Indien zwei gigantische Blackouts. Hunderte Millionen Menschen waren damals ohne Elektrizität, als die Stromnetze in der Hälfte des Landes ausfielen. Indien leidet unter dauerhaftem Strommangel und veralteter Infrastruktur.

Wichtigster Handelsplatz Indiens

In Mumbai (früher Bombay) befinden sich die Zentralen von zahlreichen indischen Großunternehmen sowie der wichtigste Börsenplatz des Subkontinents. „Das Büro in Mumbai ist dunkel. Die Lichter sind in der ganzen Umgebung aus“, schrieb gegen 11.00 Uhr Anand Mahindra, Chef des riesigen Automobilherstellers Mahindra & Mahindra.

Da kurze Stromausfälle in Indien nicht ungewöhnlich sind, verfügen allerdings die meisten Büro- und Fabrikgebäude über Dieselgeneratoren.

Sexorgie in staatlichem Kurhaus in Bayern

Die Chefin des Staatsbades im bayrischen Reichenhall hatte nach eigenen Angaben keine Ahnung, dass der „Maskenball für Erwachsene“ im Königlichen Kurhaus in Wirklichkeit eine Sexorgie war.

Der Charakter der Veranstaltung sei zwar bei Vertragsabschluss überprüft worden. Es habe aber „kein fragwürdiger Hintergrund“ festgestellt werden können, teilte Kurdirektorin Gabriella Squarra mit.

Mit einem strengen Maßnahmenkatalog solle künftig verhindert werden, dass Veranstaltungen in das Kurhaus vergeben werden, die nicht dem Image eines bayrischen Staatsbades entsprechen, hieß es am Dienstag weiter. Die Sexparty vom Sommer beschäftigt das Finanzministerium in München als Mehrheitsgesellschafter der Bad Reichenhaller Kur-GmbH.

Fesselwerkzeuge und Bett im Separee

Die Behörde forderte einen umfassenden Bericht an, wie es zu der Vergabe der Räume für diesen Zweck kommen konnte. Am 21. Juni hatten sich an die 400 Frauen und Männer zu der freizügigen Veranstaltung im Alten Kurhaus getroffen. Von Fesselwerkzeugen bis zum Bett im Separee sei alles geboten gewesen, berichteten Anwesende. Auch Kondome seien bereitgelegen. Viele Gäste seien in Latex erschienen.

Gesundheit

Studie: Rauchen wichtigster Faktor für frühen Herzinfarkt

Mehr als drei Viertel der Menschen, die bereits vor ihrem 55. Lebensjahr einen Herzinfarkt erlitt haben, waren Raucher. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von Daten aus dem Berliner Herzinfarktregister, die jetzt beim Europäischen Kardiologenkongress in Barcelona präsentiert wurden.

„Unseren Daten zufolge ist Rauchen der wichtigste Risikofaktor für einen frühen Herzinfarkt“, so Studienautor Heinz Theres (Charite Berlin). „Seit 1999 ist der Anteil der Raucher bei Herzinfarktpatienten unter 55 Jahren nicht zurückgegangen.“

6.000 Patienten untersucht

Für die Untersuchung, die auf den Daten des seit 1999 bestehenden Berliner Herzinfarktregisters beruht, wurden für insgesamt mehr als 6.000 Herzinfarktpatienten drei wesentliche kardiale Risikofaktoren (Rauchen, Bluthochdruck und ungünstige Blutfettwerte) in ein Verhältnis zum Alter gesetzt.

Bei den Personen, die bereits vor dem 55. Lebensjahr einen Herzinfarkt erlitten, waren 76 Prozent Raucher. 94 Prozent wiesen zumindest einen der drei Hauptrisikofaktoren auf.

Auswirkungen auf Gefäße

Das Rauchverhalten einer weit jüngeren Altersgruppe, nämlich Jugendliche ab 13 (Durchschnittsalter 17 Jahre), wurde im Rahmen einer Schweizer Studie erhoben. Gemessen wurden bei den Jugendlichen auch der Blutdruck sowie verschiedene Parameter für die Gefäßfunktion. 14 Prozent der Jugendlichen rauchten zumindest einmal wöchentlich, mehr als die Hälfte ihrer Eltern rauchte (28 Prozent) oder hatte geraucht (25 Prozent).

Diese Untersuchung zeigte einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Rauchen und einer Beeinträchtigung der Gefäßfunktion. „Die Analysen bestätigen die Hypothese einer frühen Veränderung der Gefäßfunktionalität durch aktives Rauchen im Jugendalter unabhängig vom elterlichen Rauchverhalten“, so Julia Dratva vom Schweizer Tropen- und Public-Health-Institut in Basel.

Ebola: Streik in Liberias größtem Spital

Krankenpfleger in Liberias größtem Krankenhaus sind in einen unbefristeten Streik für mehr Lohn und besseren Schutz vor dem Ebola-Virus getreten. Sie würden erst wieder zurückkehren, wenn sie mit Schutzanzügen ausgerüstet seien, sagte der Sprecher der Streikenden am John F. Kennedy Hospital in Monrovia, John Tugbeh, gestern Abend.

Seit Beginn der Epidemie hätten sich viele Ärzte und Mitarbeiter des Krankenhauses infiziert, weil sie ungeschützt mit den Patienten gearbeitet hätten. Die Krankenhausverwaltung äußerte sich zunächst nicht zu den Arbeitsniederlegungen.

Bereits 700 Ebola-Tote in Liberia

Wegen der Gefahr für das medizinische Personal war die Klinik bereits im Juli zeitweise geschlossen worden. Ein längerer Streik dürfte den Kampf des westafrikanischen Landes gegen das tödliche Virus aber stark beeinträchtigen.

An dem Erreger, der über Körperflüssigkeiten übertragen wird, sind bereits mehr als 1.500 Menschen gestorben, darunter allein in Liberia 700. Rund zehn Prozent der Opfer waren Ärzte und Pfleger.

Science

Kultur

Survivor-Sänger Jimi Jamison mit 63 Jahren gestorben

Der Sänger der Rockband Survivor, Jimi Jamison, ist im Alter von 63 Jahren gestorben. „Die ganze Survivor-Familie ist sehr schockiert und traurig über den Tod unseres Bruders Jimi Jamison“, hieß es heute in einem Statement auf der offiziellen Facebook-Seite der Band.

Der Musiker sei am Sonntagabend in seinem Haus in Memphis an einem Herzinfarkt gestorben, sagte eine seiner Agentinnen dem Promiportal TMZ.com.

Solo mit „Baywatch“-Titelsong

Jamison stieß 1984 zur Band, nachdem diese mit „Eye Of The Tiger“ aus dem Film „Rocky 3“ einen Welterfolg feierte. Er sang Hits wie „Burning Heart“ und „The Search Is Over“. Nach einer mehrjährigen Auszeit, in der Jamison als Solokünstler den „Baywatch“-Titelsong „I’m Always Here“ aufnahm, stieß er 2011 wieder zur Band.

Die Rocker sind derzeit auf Tournee und planten im Oktober auch mehrere Konzerte in Europa. Ob diese nach dem Tod des Sängers abgesagt werden, war zunächst nicht bekannt.

Spray-Attacke auf Manneken Pis

Eines der berühmtesten Wahrzeichen Belgiens ist Opfer einer Sprayer-Attacke geworden: Unbekannte überzogen Gesicht und Beine des Manneken Pis in Brüssel mit gelber Farbe. Eine Sprecherin des Stadtrates bestätigte gestern den Vorfall, über den zuvor die Zeitung „La Capitale“ berichtet hatte.

Heute soll die Bronzestatue gereinigt werden. Laut Nachrichtenagentur Belga wurden zunächst keine Verdächtigen vernommen. Allerdings wird das Manneken Pis von einer Videokamera überwacht, deren Bilder noch ausgewertet werden sollten.

Leute

Erste Bilder von „Brangelina“-Hochzeit veröffentlicht

Das Warten hat ein Ende: Die ersten offiziellen Bilder der Hochzeit von Angelina Jolie und Brad Pitt wurden vom britischen „Hello“ und dem US-Magazin „People“ veröffentlicht. Zu sehen ist darauf unter anderem der mit Zeichnungen von Jolies Kindern verzierte Schleier. Die sechs Sprösslinge waren bei der Hochzeit überhaupt mit einigen wichtigen Aufgaben betraut.

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