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Inland

Data-Retention: EuGH verurteilt Österreich

Österreich ist wegen fehlender Umsetzung der EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung (Data-Retention) vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) im Rahmen eines routinemäßig von der Kommission eingeleiteten Verfahrens verurteilt worden.

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Hirtenberger: Waffen in Afghanistan „nicht von uns“

Der Chef des niederösterreichischen Waffenproduzenten Hirtenberger, Manfred Fischer, hat laut einem Medienbericht bezweifelt, dass die laut WikiLeaks-Dokumenten in Afghanistan gefundenen „österreichischen“ Kriegsmaterialien von seiner Firma stammen.

Fischer wollte laut DerStandard.at einen Diebstahl der Waffen nicht ausschließen, betonte aber, dass Hirtenberger nicht nach Pakistan und Afghanistan liefere. Gleichzeitig verwies Fischer auf mögliche Verwechslungen etwa bei der Typenbezeichnung. Unter anderem sei etwa der Hinweis auf ein Baujahr 2006 falsch, da es aus diesem Jahr keine Hirtenberger-Granaten gebe.

Wie DerStandard.at zuvor berichtete, seien unter den auf der Enthüllungswebsite WikiLeaks veröffentlichten, Tausende Seiten umfassenden US-Geheimdokumenten zum Afghanistan-Einsatz auch Daten zu Österreich aufgetaucht. Den Berichten zufolge wurden auf Patrouillen der ausländischen Streitkräfte in Afghanistan mehrere Granatwerfer, Granaten und Handgranaten österreichischer Herkunft entdeckt, die offenbar von afghanischen Rebellen verwendet wurden.

Ab Herbst: Kärnten plant „Elternführerschein“

Noch im Herbst dieses Jahres soll - auf freiwilliger Basis - ein „Elternführerschein“ in Kärnten angeboten werden. Der 20-Stunden-Kurs soll zur Unterstützung bei der Kindererziehung dienen. Für jeden Kursteilnehmer gibt es zusätzlich 75 Euro.

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Zuwanderung: Karl für Arbeitserlaubnis nach Uni-Abschluss

Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (ÖVP) fordert, dass Drittstaatsangehörige, die an einer Hochschule in Österreich einen Abschluss machen, hier künftig auch arbeiten können. Derzeit geht das nur, wenn diese unter dem Titel „Schlüsselkraft“ eine Niederlassungsbewilligung bekommen.

Das Problem dabei: Das dafür nötige Mindestgehalt (2.640 Euro brutto pro Monat) ist „de facto eine unüberwindbare Hürde“ für Berufseinsteiger, so Karl zur APA. Sie fordert daher die Schaffung einer Kategorie „Einsteigerschlüsselkraft“ mit niedrigerem Bruttolohn.

Für Karl ist es „nicht nachvollziehbar“, dass Österreich Studenten aus Drittstaaten deren Ausbildung finanziert, diese aber nach dem Studium keine Möglichkeit für einen Einstieg in den Arbeitsmarkt bekommen - „noch dazu, wo wir gut ausgebildete Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt brauchen“. Laut aktuellen Studien hätten 42 Prozent der Industrieunternehmen trotz der Krise Probleme, genügend Fachkräfte im Bereich Technik und Produktion zu finden. 54 Prozent klagen über Personalmangel im Bereich Forschung und Entwicklung.

Grüne für Punktesystem

Während sich Karl die Zuwanderungsregelung für diese Gruppe über die Einführung einer Rot-Weiß-Rot-Card vorstellen kann, sprechen sich die Grünen für ein Punktesystem aus. Nach kanadischem Vorbild sollen etwa Kriterien wie Ausbildung und Sprachfähigkeiten eines potenziellen Zuwanderers bewertet werden, erklärte der stellvertretende Klubobmann Werner Kogler am Rande einer Pressekonferenz.

Die von der Regierung geplante Rot-Weiß-Rot-Card sei bisher „nicht mehr als ein hohles Schlagwort“, kritisierte die grüne Migrationssprecherin Alev Korun in einer Aussendung.

EU ruft zur Öffnung auf

Die EU-Kommission rief Österreich unterdessen erneut zur Öffnung seiner Arbeitsmärkte für die Bürger aus zehn osteuropäischen EU-Staaten auf. In Hinblick auf die mit 30. April auslaufende Frist sagte eine Sprecherin der EU-Kommission in Brüssel, die Kommission ermuntere die EU-Staaten zu einer raschen Aufhebung der Einschränkungen. Bisherige Berichte zur Lage auf den Arbeitsmärkten im Jahr 2006 und 2008 hätten gezeigt, dass es zu „keinen ernsthaften Verzerrungen“ auf den Arbeitsmärkten gekommen sei. Dieser Befund gelte noch heute.

Budget: Auch Grüne stellen Regierung Ultimatum

Nach der FPÖ stellen nun auch die Grünen der Regierung im Zusammenhang mit dem Budgetfahrplan ein Ultimatum: Bis 10. August soll die Regierung erklären, ob sie den ursprünglichen, verfassungskonformen Zeitplan einhält oder nicht, erklärte der grüne Budgetsprecher Werner Kogler heute bei einer Pressekonferenz.

Wenn die Regierung nicht einlenkt, werde es eine Sondersitzung und einen Misstrauensantrag gegen Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) geben. Vorstellbar ist für die Grünen auch eine Blockade der EU-Dienstleistungsrichtlinie, bekräftigte Kogler.

Grüne: Opposition soll Minderheitenrechte nutzen

Die Regierung schicke sich an, in Sachen Budget „verfassungsbrecherisch“ vorzugehen, die Opposition müsse sich wehren und ihre Minderheitenrechte nutzen, so Kogler. SPÖ und ÖVP erklärten außerdem inhaltlich bei der Budgetkonsolidierung das „Gegenteil“, wenn sie erst so spät zu arbeiten oder verhandeln beginnen würden, bestehe die Gefahr, dass das Budget bis Jahreswechsel nicht fertig sei, kritisierte der grüne Abgeordnete. „Die Regierung soll arbeiten oder aufhören.“

Noch heute werde man mit FPÖ und BZÖ bezüglich einer Sondersitzung des Nationalrates Kontakt aufnehmen. Obwohl die FPÖ der Regierung eine Frist bis Mitte August eingeräumt hatte, ist Kogler überzeugt, die nötigen Unterschriften für eine Sondersitzung zusammenzubringen, denn die Frist der Grünen sei „vertretbar“.

FPÖ erfreut

Die FPÖ begrüßte die Vorschläge der Grünen. Diese würden sich weitgehend mit den Forderungen und dem Zeitplan der Freiheitlichen decken, erklärte FPÖ-Vizeparteichef Norbert Hofer in einer Aussendung. Seitens der FPÖ sei „jedenfalls die Bereitschaft gegeben, eine gesamt-oppositionelle Vorgangsweise im Interesse eines tatsächlichen Drucks auf die Regierung und jenseits von Sommerklamauk in dieser Causa zustande zu bringen“.

Ausland

Spendenaffäre: Frankreichs Arbeitsminister vernommen

In der Affäre um illegale Parteispenden und den Steuerbetrug der L’Oreal-Milliardärin Liliane Bettencourt hat die Polizei erstmals Frankreichs Arbeitsminister Eric Woerth vernommen. Der Minister wies dabei alle Anschuldigungen zurück, sagte sein Anwalt Jean-Yves Leborgne nach der Befragung heute Abend in Paris. Woerths Kontakte zu Bettencourt bringen die Pariser Regierung seit Wochen in Bedrängnis.

Woerth wird vorgeworfen, er habe als Schatzmeister der konservativen Regierungspartei UMP illegale Parteispenden von Bettencourt angenommen, darunter 150.000 Euro für den Präsidentschaftswahlkampf von Nicolas Sarkozy im Jahr 2007. Außerdem wird Woerth ein Interessenkonflikt vorgehalten, weil seine Frau ausgerechnet für Bettencourts Vermögensverwaltung arbeitete, während er bis März als Haushaltsminister hart gegen Steuersünder vorgehen wollte.

Daher wurde er verdächtigt, vom Steuerbetrug der reichsten Frau Frankreichs gewusst und ihn womöglich gedeckt zu haben. Woerth wurde nun von der Finanzpolizei rund acht Stunden lang in seinem Ministerium zu den Vorwürfen als Zeuge befragt, nicht als Beschuldigter. Dem Vorwurf der unerlaubten Spendenannahme habe der Minister „mit besonderem Nachdruck“ widersprochen, sagte sein Anwalt.

Flugzeugentführung in Moskau vereitelt

Russische Sondereinheiten haben heute auf dem Flughafen Moskau-Domodedowo die Entführung eines Flugzeugs verhindert. Ein Mann, der eine Maschine während eines Inlandsflugs auf dem Weg nach Moskau in seine Gewalt gebracht habe, sei am Flughafen festgenommen worden, zitierte die russische Nachrichtenagentur ITAR-TASS einen Polizeisprecher.

Die Sicherheitskräfte seien als Ärzte verkleidet an Bord gegangen. Der Mann habe ein Treffen mit Medienvertretern und Sicherheitsbehörden verlangt. Weitere Einzelheiten über die Forderungen des Mannes wurden nicht bekanntgegeben.

Streik in Griechenland: Touristen sitzen fest

In fast allen Landesteilen Griechenlands kommt es wegen eines Streiks zunehmend zu Engpässen, vor allem beim Treibstoff. Zehntausende Touristen harrten heute in Hotels und auf Campingplätzen aus, weil es keinen Sprit für ihre Autos gab.

An den wenigen Tankstellen, die noch Benzin und Diesel verkauften, bildeten sich lange Warteschlangen. In einigen Stadtteilen Athens gab es in den Supermärkten kaum noch Obst und Gemüse. Ursache der Engpässe ist ein am Montag begonnener Streik griechischer Tank- und Lastwagenfahrer.

Reiseagenturen riefen die Regierung auf, sofort etwas zu unternehmen, andernfalls werde der Tourismus zusammenbrechen. Einige Fähren stellten den Verkehr wegen Treibstoffmangels ein. Tausende Touristen haben Medienberichten zufolge bereits ihre Reisen storniert, weil sie Angst haben, mit dem Auto steckenzubleiben. Auf Kreta hätten mehr als 200 Touristen ihre Mietfahrzeuge einfach stehen gelassen, weil sie keinen Sprit mehr bekamen.

Afghanistan: Zweiter vermisster US-Soldat tot

Auch der zweite im Osten Afghanistans vermisste US-Soldat ist tot. Dorfbewohner hätten den von radikalislamischen Aufständischen zurückgelassenen Sarg mit der Leiche des Amerikaners heute gefunden, sagte der Gouverneur der an die Hauptstadt Kabul angrenzenden Provinz Logar, Din Mohammed Darwisch.

Der Mann sei an Schussverletzungen gestorben, die er bei einem Feuergefecht mit den Taliban erlitten habe. US-Armee und Internationale Schutztruppe äußerten sich zunächst nicht.

Bereits am Dienstag hatten afghanische und ausländische Truppen nach ISAF-Angaben in der Region die Leiche eines weiteren Amerikaners geborgen. Beide Soldaten waren am vergangenen Freitag von Kabul aus in einem Auto Richtung Süden unterwegs, als der Kontakt zu ihnen abriss. Die Provinzregierung von Logar hatte daraufhin erklärt, die Männer seien von Aufständischen überfallen und verschleppt worden. Die Taliban bekannten sich zu der Entführung.

Sport

Fußball: Rapid holt Auswärtsremis in EL-Quali

Rapid hat heute im Drittrundenhinspiel der Europa-League-Qualifikation bei Beroe Stara Sagora ein Unentschieden geholt. Die Hütteldorfer gingen durch einen von Steffen Hofmann verwerteten Handelfmeter in Führung, mussten in der Schlussphase aber noch den Ausgleich hinnehmen. Wegen des erzielten Auswärtstors stehen die Aufstiegschancen für die Grün-Weißen trotzdem gut, das Rückspiel findet am 3. August im Hanappi-Stadion statt.

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Formel 1: Druck auf Vettel nimmt zu

Sebastian Vettel geht als WM-Dritter in den Grand Prix von Ungarn am Sonntag in Budapest (14.00 Uhr, live in ORF1). Doch eigentlich könnte der deutsche Red-Bull-Pilot nach den bisherigen elf Saisonrennen schon ganz anders dastehen. Hätte der 23-Jährige alle Rennen auf dem Platz beendet, auf dem er gestartet war, dürfte er sich über gut 100 Punkte mehr auf dem Konto freuen.

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Wirtschaft

Zeitung: Auch Gerhard Berger im Hypo-Beraterkreis

Die notverstaatlichte Kärntner Hypo Group Alpe Adria (HGAA) hatte sich in den vergangenen Jahren einen durchaus illustren Beraterkreis aufgebaut. So war neben Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) auch der ehemalige Formel-1-Fahrer Gerhard Berger für die Bank tätig - allerdings drehte er laut einem Bericht des „Standard“ (Freitag-Ausgabe) nur eine - sehr gut bezahlte - Runde.

Berger sollte die Bank als Werbezugpferd „an die Börse begleiten“, wie er einmal sagte. Gebraucht wurden seine Dienste laut Bankern aber nur einmal: 2007, bei der Eröffnung der Hypo-Niederlassung in Innsbruck. Der Traum vom Börsengang platzte nach Aufkommen der Spekulationsverluste 2006.

Bergers Vertrag, der ihm über die Jahre angeblich eine Million Euro bringen hätte sollen, lief weiter, so die Zeitung. Bankenkreisen zufolge soll er aber nicht die Gesamtsumme erhalten haben.

Anheuser-Busch verliert Bierstreit um Budweiser

Der US-Bierriese Anheuser-Busch kann sich seine Marke Budweiser nicht in der EU schützen lassen. Im Streit mit der tschechischen Brauerei Budejovicky Budvar hat der Bierproduzent eine endgültige Niederlage vor Gericht erlitten. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) wies heute die Klage von Anheuser-Busch ab und bestätigte ein Urteil des EU-Gerichts erster Instanz von 2009.

Die Bezeichnung Budweiser bleibt somit in der EU dem Bier aus Tschechien in der grünen Flasche mit roter Schrift auf weißem Etikett vorbehalten. Nach Ansicht der Richter hat die tschechische Brauerei in Deutschland und Österreich das ältere Recht für die Bezeichnung Budweiser. Budejovicky Budvar habe vom europäischen Markenamt den Schutz für seine Marke erhalten und ihn nach seinem Auslaufen rechtmäßig verlängern lassen, urteilte das Gericht.

Anheuser-Busch und Budejovicky Budvar streiten sich seit Jahren weltweit vor Gerichten um die Rechte an der Marke Budweiser.

Kellogg: Gewinneinbruch nach Rückruf

Der US-Lebensmittelkonzern Kellogg leidet unter einem peinlichen Patzer. Weil das Unternehmen 28 Millionen Packungen Frühstücksflocken wegen übelriechender Plastikfolien zurückrufen musste, sackte der Gewinn im zweiten Quartal um 15 Prozent auf 302 Millionen Dollar ab.

Erschwerend hinzu kam die Unlust der Nordamerikaner und Briten auf Müsli und Co., was den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar drückte. Kellogg rechnet für das Gesamtjahr jetzt nur noch mit einem stagnierenden Umsatz und geht auch von weniger Gewinn als bislang aus.

Kellogg ist die Nummer eins bei Müsli und Frühstücksflocken. Die stinkende Folie bei den Sorten Apple Jacks, Corn Pops, Froot Loops und Honey Smacks hatte bei einigen Kunden zu Übelkeit und Erbrechen geführt.

AUA im Halbjahr mit 67 Mio. Euro Verlust

67 Millionen Euro operativen Verlust hat die seit vorigem Jahr der deutschen Lufthansa gehörende AUA (Austrian Airlines) im ersten Halbjahr 2010 eingeflogen. Zum Vergleich: In den ersten sechs Monaten 2009 betrug der Betriebsverlust der AUA 93,5 Millionen Euro.

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ZIB2

Fiedler zu Beratungstätigkeiten von Ex-Politikern

Die Tätigkeiten von ehemaligen Politikern sorgen wieder für Diskussionen. Jetzt geht es um den früheren Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ), der die Hypo Group Alpe Adria beraten hat. Nun wird der Ruf nach einer „Abkühlphase“ für Politiker nach Ende ihrer Amtszeit laut. Im Studio der ZIB2 zu Gast ist Ex-Rechnungshofpräsident Franz Fiedler.

Wie kommen Taliban an österreichische Waffen?

Waffen aus Österreich sollen bei den afghanischen Taliban gelandet sein. Das geht aus US-Geheimdokumenten hervor, die von der Internetplattform WikiLeaks veröffentlicht wurden. Demnach haben US-Soldaten Granatwerfer und Munition aus Österreich gefunden.

Aufatmen bei Menschenrechtsgruppen und Obama

Ein Gericht hat wesentliche Teile eines Einwanderungsgesetzes im US-Staat Arizona ausgesetzt. Kritiker nennen das Gesetz rassistisch. Gekippt wurden unter anderem Schlüsselparagrafen, wonach die Polizei bei Verdacht bei jedem Menschen kontrollieren soll, ob er illegal im Land ist, und wonach es kriminell sei, wenn Einwanderer keine Papiere bei sich tragen und wenn Illegale eine Arbeit suchen.

Acht Babys getötet

Acht Schwangerschaften und Geburten, acht Kinder getötet - und niemand hat etwas bemerkt. Frankreich ist entsetzt über den Fall einer 45 Jahre alten Mutter, die gestanden hat, acht ihrer Neugeborenen umgebracht zu haben. Die Polizei fand die Babyleichen in Gärten vergraben und in einer Garage in dem 650-Einwohner-Dorf Villers-au-Tertre. „Es waren ganz normale Leute“, erzählen Nachbarn.

Pfadfinderlager sind nicht absetzbar

Ferienlager und Ferienschulen fallen unter Kinderbetreuung und Kosten dafür sind eigentlich von der Steuer absetzbar. Aber nur wer seine Kinder durch „pädagogisch geschultes Personal“ betreuen lässt, darf sich über finanzielle Entlastung freuen.

ZIB2 mit Lou Lorenz, 22 Uhr, ORF2

Mail an die ZIB2

Chronik

Knecht 30 Jahre lang ausgebeutet: Landwirt verurteilt

In Leoben (Steiermark) ist heute Abend ein Landwirt zu 18 Monaten bedingter Haft nicht rechtskräftig verurteilt worden. Er soll einen Knecht 30 Jahre lang ausgebeutet haben. Außerdem wurde er des schweren Betrugs schuldig befunden.

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Graz: Boa in der Küche des Besitzers gefunden

Die am Sonntag in Graz entkommene Boa Constrictor „Amanda“ ist am Donnerstag wieder aufgetaucht - und zwar in der Küche ihres Besitzers. Sie hatte sich unter einer Kredenz verkrochen.

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Neun Verletzte bei Salpetersäure-Unfall

Auf dem Firmengelände der NÖM in Baden ist am Donnerstagvormittag ein 1.000-Liter-Behälter mit Salpetersäure umgekippt, etwa 600 Liter der Chemikalie sind ausgeronnen. Neun Personen wurden ins Krankenhaus gebracht.

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Frau stirbt an Medikament: Ärzte verurteilt

Nach dem Tod einer Patientin wurden am Donnerstag zwei Ärzte des Salzburger Landeskrankenhauses zu Geldstrafen und einer Bewährungsstrafe verurteilt. Sie sollen nicht auf die bekannte Medikamentenallergie der 80-Jährigen geachtet haben.

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Schiffsunglück im Kongo: 200 Tote befürchtet

Bei einem Schiffsunglück in der westkongolesischen Provinz Bandundu sind möglicherweise bis zu 200 Menschen ums Leben gekommen. Ein völlig überfülltes Passagierschiff war gestern auf einem Nebenfluss des Kongo gekentert und gesunken.

Nach Angaben kongolesischer Behörden wurden bis heute Nachmittag bereits 80 Leichen geborgen. Andere Berichte sprachen von mindestens 140 Toten. In der Provinz Bandundu waren im vergangenen November bei einem ähnlichen Unglück mehr als 70 Menschen ertrunken.

Das zentralafrikanische Land Kongo hat außerhalb der Großstädte ein kaum entwickeltes Straßennetz. Angesichts der riesigen Entfernungen sind die Flüsse wichtige Verkehrswege. Die Passagierschiffe und Fähren entlang der Wasserstraßen sind allerdings oft veraltet und in marodem Zustand. Zudem sind die Schiffe meist völlig überladen mit Passagieren und Waren. Da in der Regel keine Passagierlisten geführt werden, ist es nach Unglücken schwer, die genaue Zahl der Opfer festzustellen.

37,8 Grad: Hitzerekord in Moskau

Die russische Hauptstadt hat zum zweiten Mal seit Wochenbeginn einen Hitzerekord aufgestellt: Heute wurden 37,8 Grad Celsius gemessen, etwas mehr als am Montag, wie russische Nachrichtenagenturen berichteten.

Die Einwohner wurden aufgefordert, wegen der beispiellosen Hitzewelle und dichten Rauchs von Wald- und Torfbränden in der Umgebung zu Hause zu bleiben. Landesweit stehen nach Angaben des Katastrophenministeriums rund 86.000 Hektar in Flammen.

Kultur

„Raise your Voice“ im Ars Electronica Center Linz

Die Schau „Raise your Voice“ wird heute Abend im Ars Electronica Center in Linz eröffnet. Während der Sommerferien widmet sich die Ausstellung mit ungewöhnlichen Exponaten dem Thema Umwelt.

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Salzburger Festspiele: Applaus für Stefan Zweigs „Angst“

Erst zum 90-Jahr-Jubiläum der Salzburger Festspiele fand ein Werk von Stefan Zweig den Weg ins Festivalprogramm. „Angst“ hatte gestern Abend im Landestheater Premiere und wurde mit freundlichem Beifall aufgenommen.

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Grünes Licht für Brückenbau nahe der Loreley

Die UNESCO hat den Weg für den umstrittenen Bau der Mittelrheinbrücke in der Nähe des weltberühmten Loreleyfelsens in Deutschland frei gemacht. Das Welterbekomitee entschied nach Angaben des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums heute in Brasilia, dass das Land mit der Planung beginnen darf.

Damit sei „die wesentliche Frage der Welterbeverträglichkeit zur Fortführung der weiteren Planungsschritte beantwortet“, teilten der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck und Verkehrsminister Hendrik Hering (beide SPD) in Mainz mit. Dem Dresdner Elbtal war 2009 der Welterbestatus wegen eines Brückenbaus aberkannt worden.

Die Wirtschaft fordert seit langem eine Rheinquerung bei St. Goar und St. Goarshausen, denn zwischen Koblenz und Mainz gibt es auf rund 85 Kilometern weder Brücke noch Tunnel. Bislang bringen Fähren die Menschen im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal von der einen auf die andere Fluss-Seite.

IT

E-Books: Kindle gegen iPad

Apples iPad empfiehlt sich mit eigenem E-Book-Store unter anderem auch als Lesegerät für digitale Buchdateien. Im Vergleich mit Amazons Kindle zeigt sich schnell, welches Gerät für welchen Zweck am besten geeignet ist - und in welchem Verhältnis die geschlossenen Verkaufssysteme der US-Konzerne zum freien und offenen Internet stehen.

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IPhone 4: Wartezeiten nach dem Hype

Ab morgen ist das iPhone 4 auch in Österreich erhältlich. Die beiden Anbieter T-Mobile und Orange verzeichneten im Vorfeld des Österreich-Starts deutlich mehr Vorbestellungen als bei den Vorgängermodellen.

Die verfügbaren Stückzahlen sind vorerst gering. Bis Mitte August sollte sich die Liefersituation laut Orange-Österreich-Chef Michael Krammer aber stabilisieren.

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Science

Medizinstudium: Wieder geringe Frauenerfolgsquote

Die Frauenerfolgsquote bei den Aufnahmetests für das Medizinstudium ist unverändert niedrig geblieben. Von 55 Prozent weiblichen Bewerbern waren 43 Prozent unter den Zugelassenen.

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Was den Hund vom Wolf unterscheidet

Das zweite „Canine Science Forum“ an der Universität Wien warf dieser Tage einen wissenschaftlichen Blick auf den „besten Freund des Menschen“. Co-Organisator Kurt Kotrschal erklärt gegenüber ORF.at, ob Hunde ein Gewissen haben, was Hunde vom Wolf unterscheidet - und warum sie so gut zu uns Menschen passen.

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Lifestyle

Extremsport: 53 Marathons in 53 Tagen

Heinz-Jürgen Ressar aus Traun hat laut eigener Aussage einen Weltrekord im Marathonlaufen aufgestellt. Der 41-Jährige übertraf die bisherige Bestleistung eines Italieners von 51 Marathons an 51 aufeinanderfolgenden Tagen.

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Schafe als „Pistenpfleger“: Positive Bilanz

Zwei Jahre nach Start des Weideprojekts auf der Skipiste auf dem Hauser Kaibling (Bezirk Liezen) haben die Verantwortlichen Bilanz gezogen. Durch Schafe als „Pistenpfleger“ konnten Sprit und Dünger in großem Maß eingespart werden.

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Leute

Luftraum wird während Clinton-Hochzeit gesperrt

Wenn die frühere Präsidententochter Chelsea Clinton am Samstag im US-Bundesstaat New York heiratet, wird voraussichtlich kein Flugzeuglärm die Trauung stören. Die US-Luftverkehrsbehörde FAA teilte heute mit, es werde zwischen 15.00 Uhr am Samstag und 3.30 Uhr in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) eine örtliche Luftraumsperre verhängt.

Chelsea Clinton, Tochter von Ex-Präsident Bill Clinton und Außenministerin Hillary Clinton, heiratet am Samstag den Investmentbanker Marc Mezvinsky in der Kleinstadt Rhinebeck, etwa 145 Kilometer nördlich der Stadt New York.

Obama nicht eingeladen

Nicht eingeladen zur Hochzeit ist der amtierende US-Präsident Barack Obama. Die Eltern der Braut wollten, dass ihre Tochter und deren Ehemann im Mittelpunkt stünden, sagte Obama heute in einer Talkshow des Fernsehsenders ABC. Dass er nicht auf der Gästeliste stehe, sei wahrscheinlich auch besser so - ein Präsident auf der Feier werde anstrengend genug sein, scherzte Obama.