Ausland

D: Partymanager räumt Mithilfe von Wulffs Staatskanzlei ein

In der Causa rund um den deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff gibt es neue Entwicklungen: Der Partymanager Manfred Schmidt räumte nun ein, dass ihm die niedersächsische Staatskanzlei unter dem damaligen Ministerpräsidenten Wulff bei der Suche nach Geldgebern für eine Veranstaltungsreihe half.

Ohne die Kontakte und Empfehlungen Wulffs und seines damaligen Sprechers Olaf Glaeseker wäre die Organisation des „Nord-Süd-Dialogs“ kaum möglich gewesen, sagte Schmidt dem Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ laut Vorausmeldung von heute. „Es müssen ja mal Kontakte hergestellt werden, wenn so etwas von der Wirtschaft finanziert werden soll“, sagte Schmidt.

Wulffs Ex-Sprecher im Visier

Im Zusammenhang mit der Veranstaltung ermittelt die Staatsanwaltschaft Hannover gegen Glaeseker wegen des Verdachts der Bestechlichkeit. Zuletzt hatte sie dabei auch dessen Büroräume im Bundespräsidialamt durchsuchen lassen.

Zuvor hatte sie bereits die Privaträume Glaesekers und Schmidts durchsuchen lassen. Bei den Ermittlungen geht es um die Frage, ob Wulffs einstige Regierungszentrale in Hannover die Veranstaltung und Finanzierung der umstrittenen Veranstaltungsreihe „Nord-Süd-Dialog“ förderte und Glaeseker dafür Gegenleistungen erhielt.

Schmidt spricht von jahrelanger Freundschaft

Im „Spiegel“ wies Schmidt den Vorwurf der Staatsanwaltschaft zurück, den inzwischen vom deutschen Bundespräsidenten Wulff entlassenen Sprecher mit kostenlosen Urlaubsreisen bestochen zu haben. Er sei seit 30 Jahren mit dem Journalisten befreundet, sagte Schmidt. In dieser Zeit habe er Glaeseker zu Urlauben eingeladen, umgekehrt habe aber auch er Glaeseker besucht.

„New York Times“: USA verhandeln mit Taliban

Vertreter der radikal-islamischen Taliban sind einem US-Zeitungsbericht zufolge in Katar mit Abgesandten der US-Regierung zusammengekommen.

Ziel des Treffens seien vertrauensbildende Maßnahmen gewesen, um ein Ende des Afghanistan-Konflikts herbeizuführen, berichtete die „New York Times“ heute. Dazu zähle auch die Möglichkeit eines Gefangenenaustausches, zitierte die Zeitung ehemalige Taliban-Vertreter. Die Taliban hatten sich kürzlich bereiterklärt, eine dauerhafte Vertretung in Katar zu eröffnen.

Kein Dementi aus Washington

Laut „NYT“ dementierten US-Beamte nicht, dass es Treffen mit Taliban-Vertretern gegeben habe. Die Gespräche schienen zudem zumindest die stillschweigende Zustimmung Pakistans zu haben, das vorherige Bemühungen der Taliban zur Teilnahme an den Gesprächen behindert hatte.

Seit ihrem Sturz Ende 2001 kämpfen die Taliban gegen die afghanische Regierung und die ausländischen Truppen. Präsident Hamid Karzai versucht seit Jahren vergeblich, sie an den Verhandlungstisch zu bekommen. Ende 2010 brachte er die Idee einer Vertretung der Taliban in einem neutralen Land ins Spiel, um Friedensgespräche zu erleichtern.

Benins Ministerpräsident wird Chef der Afrikanischen Union

Der Staatschef von Benin, Thomas Boni Yayi, ist zum neuen Vorsitzenden der Afrikanischen Union (AU) gewählt worden. Die Staats- und Regierungschefs der 54 Mitgliedsstaaten stimmten heute am ersten Tag ihres Gipfeltreffens in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba für den Präsidenten des westafrikanischen Staates.

Bisher hatte der Staatschef von Äquatorialguinea, Teodoro Obiang Nguema, diesen in erster Linie mit repräsentativen Aufgaben verbundene Posten inne.

Der Vorsitz der AU wechselt jährlich zwischen den afrikanischen Staatschefs. Als mögliche Kandidaten waren zuletzt auch der Präsident von Nigeria, Goodluck Jonathan, und dessen Kollege aus Gambia, Yahya Jammeh, gehandelt worden. Wer künftig das politisch gewichtigere Amt des Präsidenten der AU-Kommission innehält, wird morgen entschieden. Die frühere südafrikanische Außenministerin Nkosazana Dlamini-Zuma, die früher mit Südafrikas Präsident Jacob Zuma verheiratet war, will Amtsinhaber Jean Ping aus Gabun herausfordern.

Ägypter wählen Oberhaus des Parlaments

In Ägypten hat sich heute bei der Wahl zur Schura, dem Oberhaus des Parlaments, eine eher schwache Beteiligung abgezeichnet. In der Hauptstadt Kairo kamen weit weniger Menschen in die Wahlbüros als bei der Abstimmung zum Abgeordnetenhaus, das vor einer Woche zu seiner ersten Sitzung zusammentrat.

Die Islamisten, die im Abgeordnetenhaus über drei Viertel der Sitze verfügen, hoffen, ihren Erfolg im Oberhaus wiederholen zu können. Die Mitglieder der zweiten Parlamentskammer werden in zwei geografischen Zonen nach und nach bis zum 22. Februar gewählt.

Zweifel an rascher Machtübergabe

Beide Parlamentskammern sollen dann gemeinsam eine Kommission zur Ausarbeitung einer neuen Verfassung einrichten. Die Wahl eines Staatschefs ist bisher für Ende Juni vorgesehen. Danach will der seit dem Sturz von Präsident Hosni Mubarak im Februar 2011 herrschende Militärrat seine Macht abgeben.

Allerdings gibt es wachsende Zweifel, ob das Militär tatsächlich dazu bereit sein wird. Die Unzufriedenheit darüber, dass der Militärrat noch immer an der Macht ist, nimmt zu. Auf dem Kairoer Tahrir-Platz demonstrierten am Freitag Tausende Menschen für einen demokratischen Wandel und gegen die repressive Politik der Militärs.

Arabische Liga stoppt Beobachtermission in Syrien

Die Arabische Liga bricht ihre Beobachtermission wegen der Eskalation der Gewalt in Syrien vorläufig ab. Wie gestern aus Diplomatenkreisen verlautete, sollen die Beobachter die Krisenherde verlassen und in Damaskus auf weitere Anweisungen der Liga warten.

Die Mission war bei der Opposition von Anfang an umstritten: Sie verzögere ein internationales Eingreifen zum Schutz der Bevölkerung und könne die Gewalt nicht beenden - im Gegenteil, während ihres Einsatzes sei noch mehr Blut im Machtkampf zwischen dem Lager von Präsident Baschar al-Assad und dessen Gegnern vergossen worden.

Mehr dazu in Kontrolleure sind Angriffen ausgesetzt

IAEA-Inspektorenteam im Iran eingetroffen

Ein hochrangiges Expertenteam der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ist gestern Abend im Iran eingetroffen. Bei dem Besuch sollen offene Fragen zum Atomprogramm des Landes geklärt werden. Unklar war zunächst, ob die Experten bei ihrem Aufenthalt bis Dienstag auch Atomanlagen inspizieren werden.

Aus dem Umfeld der Wiener Atombehörde hieß es, dass es zunächst darum gehe, in Gesprächen eine Wiederaufnahme der Verhandlungen über das vermutete iranische Waffenprogramm zu erreichen.

Der Iran hatte vor der Ankunft des Expertenteams seine Bereitschaft zur Kooperation beteuert. Auf die Anreicherung von Uran werde Teheran aber nicht verzichten. „Das IAEA-Team, das in den Iran kommt, kann die nötigen Inspektionen machen“, sagte der frühere iranische Außenminister Ali Akbar Velayati der Nachrichtenagentur ISNA. „Aber unser Atomrecht werden wir nicht aufgeben, denn wir haben uns stets an internationale Regeln gehalten.“

Jemens Präsident Saleh zu Behandlung in den USA

Jemens Noch-Staatspräsident Ali Abdallah Saleh ist in den USA eingetroffen, um sich dort medizinisch behandeln zu lassen. Wie ein Sprecher der jemenitischen Botschaft in Washington mitteilte, traf Saleh gestern Abend in den USA ein. Er werde für „einen privaten medizinischen Kurzbesuch“ dort bleiben, hieß es in einer Erklärung.

Saleh soll offenbar in einer New Yorker Klinik behandelt werden. Der Staatschef hatte sein Heimatland bereits am Sonntag vergangener Woche verlassen und auf dem Weg in die USA einen Zwischenstopp im Golfstaat Oman eingelegt.

Saleh war bei einem Angriff auf seinen Präsidentenpalast im Juni vergangenen Jahres schwer verletzt und zunächst in Saudi-Arabien behandelt worden. Er benötigt nun weitere medizinische Betreuung. Der langjährige Staatschef hatte im November nach monatelangen Protesten mit hunderten Todesopfern ein Abkommen zum Machtverzicht unterzeichnet. Bedingung für seinen Rückzug von der Macht war die Zusicherung von Straffreiheit. Vor einer Woche gewährte ihm das Parlament in Sanaa absolute Immunität.

Inland

Wien will Geld aus Umwidmungen

In Wien soll per Landesgesetz jener Mehrwert, den Grundstückseigentümer durch eine Umwidmung etwa von Grün- auf Bauland lukrieren, mit 25 Prozent besteuert werden. 18 Millionen Euro könnten dadurch in die Stadtkasse fließen.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Anstieg bei Schlichtungsfällen wegen Diskriminierung

Bei der Gleichbehandlungsstelle des Landes Steiermark hat man im letzten Jahr so viele Schlichtungsverfahren durchgeführt wie in den drei Jahren davor zusammen. Meist ging es dabei um Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts oder einer Behinderung.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

OGH-Präsident Ratz stellt sich hinter Staatsanwälte

Die seit 2008 gültige Reform der Strafprozessordnung (StPO) benötigt nach Ansicht des neuen Präsidenten des Obersten Gerichtshofes (OGH), Eckart Ratz, nur kleine Nachbesserungen.

Bei den Staatsanwälten, die seither im Mittelpunkt des Ermittlungsverfahrens stehen, will er das „Prinzip Hoffnung“ gelten lassen, wie er im Interview mit der APA erklärte. Klagen über schwierige Wirtschaftsfälle hält er für ebenso wenig angebracht wie über den Vertrauensverlust in die Justiz.

„Tsunami“ an neuen Strukturen

Ratz, der am 3. Februar in sein Amt eingeführt wird, verwies auf den „Tsunami“ an neuen Strukturen und Abläufen, die die Staatsanwälte mit der StPO-Reform parieren hätten müssen. Dazu seien offene Planstellen und eine hohe personelle Fluktuation gekommen.

Dass es da anfangs zu Fehlern habe kommen können, sei für jeden verständlich. Außerdem wachse die Erfahrung und damit auch das Selbstvertrauen der oft noch sehr jungen Staatsanwälte. „Das ist wie bei einem Baby. Wenn es fünfmal hingefallen ist, beim sechsten Mal läuft es der Mama entgegen.“

Für schnellere Urteilsausfertigung

An Reformen schlägt Ratz beim Hauptverfahren eine Beschleunigung der sich heute teils über Monate ziehenden Urteilsausfertigung durch die Richter vor. Die 2009 eingesparten Beisitzer in Schöffensenaten würde er wieder einführen, und Sachverständige sollten schon im Ermittlungsverfahren vom Richter statt vom Staatsanwalt bestellt werden.

Ex-Gorbach-Mitarbeiter vor U-Ausschuss

Der Korruptions-U-Ausschuss arbeitet sich in der Causa Telekom nun näher an den ehemaligen Vizekanzler und Verkehrsminister Hubert Gorbach (früher FPÖ/BZÖ) heran.

Am Dienstag sind seine beiden ehemaligen Kabinettsmitarbeiter Stefan Weiss und Rüdiger Schender ebenso geladen wie seine Sekretärin nach dem Ausscheiden aus der Politik, Gabriele Kröll-Maier. Sie will sich der Aussage entschlagen, hieß es letzte Woche.

Unklare Geldflüsse

Weiters sind der Kabinettsmitarbeiter des ehemaligen Verkehrsstaatssekretärs Helmut Kukacka (ÖVP), Michael Jungwirth, und eine weitere Auskunftsperson geladen. Ebenfalls geladen ist der Chef der Regulierungsbehörde RTR, Georg Serentschy. Am Mittwoch folgen dann Ex-Telekomvorstand Rudolf Fischer und Gorbach selbst als Zeugen.

Die Telekom soll nach dem Ausscheiden Gorbachs aus der Regierung über die Firma Valora des Lobbyisten Peter Hochegger 264.000 Euro für die damalige Sekretärin des Jungunternehmers Gorbach gezahlt haben. Laut „News“ sollen diese Zahlungen ein „Umgehungskonstrukt“ gewesen sein. Bei ihrer Einvernahmen durch die Staatsanwaltschaft soll die Ex-Sekretärin Gorbach belastet haben, schrieb das Magazin vorige Woche. Der Ex-Vizekanzler hatte alle Vorwürfe bisher stets zurückgewiesen.

Sport

Tennis: Zwischenstand im Australian-Open-Finale

Bei den Australian Open in Melbourne findet derzeit das Herren-Finale zwischen Titelverteidiger Novak Djokovic aus Serbien und dem als Nummer zwei gesetzten Spanier Rafael Nadal statt. Den Zwischenstand erfahren Sie in sport.ORF.at.

Fußball: Für Barca rückt Titel in weite Ferne

Der FC Barcelona hat auf dem Weg zum erhofften vierten Meistertitel in Folge gestern in der Primera Division einen weiteren Rückschlag erlitten. Der Titelverteidiger musste sich bei Nachzügler Villarreal mit einem 0:0 begnügen und liegt damit knapp nach Halbzeit der Meisterschaft schon sieben Zähler hinter dem Erzrivalen Real Madrid. Die „Königlichen“ hatten gegen Schlusslicht Real Saragossa nur zu Beginn Probleme.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

Griechischer Schuldenschnitt verzögert sich

Eine Einigung über einen Schuldenschnitt in Griechenland wird frühestens in der kommenden Woche erwartet. Diese Einschätzung äußerten gestern übereinstimmend sowohl der verhandelnde Internationale Bankenverband (IIF) als auch der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos. Nach Angaben der Gläubiger steht ein Abschluss des wochenlangen Verhandlungsmarathons aber kurz bevor. Die Regierung in Athen hatte zuvor eine Einigung noch am Wochenende angepeilt.

Forderung nach „Aufpasser“ für Athen

Einen Vorstoß aus Deutschland, wonach Athen vorübergehend die Entscheidungskompetenz über den Staatshaushalt - zumindest teilweise - entzogen und ein „Haushaltskommissar“ eingesetzt werden sollte, lehnte Griechenland umgehend ab.

Mehr dazu in Troika angeblich unzufrieden

Meinl Bank glaubt an Fälschung von Beweismaterial

Nachdem Julius Meinls Rechtsanwalt Herbert Eichenseder vor wenigen Tagen eine Strafanzeige gegen unbekannt wegen Urkunden- und Beweismittelfälschung wegen eines angeblich gefälschten Briefes von Meinl eingebracht hat, vermutet die Bank nun, dass sich die Staatsanwaltschaft bei ihren Untersuchungen auf weitere Fälschungen stützt.

„Nach Information der Meinl Bank liegen offenbar mindestens zwei weitere anonym eingebrachte Schreiben im Akt und sind von der Akteneinsicht ausgenommen“, kritisierte die Bank heute in einer Aussendung.

Bank verlangt Akteneinsicht

„Die Strafanzeige, welche die Meinl Bank wegen der gefälschten Unterlagen eingebracht hat, soll nun offenbar von demselben Staatsanwalt, der mit diesen Unterlagen operierte, geprüft werden“, heißt es in der Aussendung weiter. Der verantwortliche Staatsanwalt Markus Fussenegger versuche anscheinend, die Zuständigkeit für die Prüfung der Strafanzeige, die die Meinl Bank wegen des gefälschten Briefes eingebracht habe, an sich zu reißen. „Es stellt sich überdies die dringende Frage, ob sich im Akt weitere gefälschte Dokumente befinden.“

Meinl-Bank-Vorstand Peter Weinzierl wendete sich direkt an die vorgesetzte Behörde und forderte diese auf, umgehend Akteneinsicht über sämtliche Dokumente zu gewähren, damit herausgefunden werden könne, ob und welche Unterlagen noch gefälscht seien.

Demonstrationen gegen Sparpolitik in Spanien

Im spanischen Barcelona haben gestern Tausende Menschen unter dem Motto „Nein zu den Kürzungen“ gegen die Sparmaßnahmen der Regierung demonstriert. An dem Protestmarsch beteiligten sich Polizisten, Feuerwehrleute, Justizwachebeamte, Lehrer und Krankenhausangestellte, die von den Sparmaßnahmen der Regierung der autonomen Provinz Katalonien besonders betroffen sind. Nach Schätzungen von Behörden und Veranstaltern gingen bis zu 125.000 Menschen auf die Straße.

Die meisten spanischen Regionen sind hochverschuldet und planen deshalb harte Einschnitte. Das katalanische Provinzparlament berät zurzeit über den Haushalt für 2012, der Kürzungen in Höhe von 625 Millionen Euro vorsieht, um das Defizit zu drücken.

Täglich mehr als 15.000 Lkws auf der A2

Der Lkw-Verkehr auf den Autobahnen nimmt weiter zu. Auf der Südautobahn (A2) bei Wiener Neudorf (Niederösterreich) etwa waren 2011 die meisten Schwerfahrzeuge unterwegs. Laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) wurden hier mehr als 15.500 Lkws pro Werktag gezählt.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Religion

Hildegard Burjan wird im Stephansdom seliggesprochen

Hildegard Burjan, Gründerin der Caritas Socialis (CS), wird heute im Stephansdom seliggesprochen. Dabei handelt es sich um eine Premiere. Bis vor wenigen Jahren fanden Seligsprechungen in der Regel in Rom statt und wurden vom Papst vorgenommen.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Chronik

23-Jähriger in Wiener U-Bahn niedergestochen

Ein 23-Jähriger ist heute Früh in der U-Bahn-Station auf dem Wiener Stephansplatz von mehreren Tätern attackiert und mit einem Messer schwer verletzt worden. Er wurde mit fünf Stichen im Bereich der Niere ins Spital gebracht.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Brutale Attacke mit Schneestange in Villach

Zu einer brutalen Schlägerattacke ist es in der Nacht auf heute in Villach in Kärnten gekommen. Ein 17-Jähriger schlug einem 19-Jährigen mit einer Schneestange mehrmals gegen den Kopf, bis dieser bewusstlos zusammenbrach. Der Täter wurde festgenommen.

Mehr dazu in kaernten.ORF.at

Bei Parkplatzstreit Gaspistole gezückt

In Wien-Simmering zückte ein Autolenker bei einem Parkplatzstreit gestern eine Gaspistole und schoss auf seinen Kontrahenten. Verletzt wurde dabei niemand. In der Nacht schoss dann noch in Favoriten ein 19-Jähriger zweimal mit einer scharfen Waffe in die Luft.

Mehr dazu in wien.ORF.at

Betrunkener Fahrgast zerschlug Taxi-Scheibe mit der Faust

Ein Fahrgast hat gestern in Bruckneudorf (Burgenland) die Fensterscheibe eines Taxis mit der Faust zertrümmert. Der Taxifahrer hatte sich geweigert, dem Alkoholisierten 30 Euro zu geben, die dieser von ihm verlangt hatte.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Alkoholisierter verursachte schweren Unfall in OÖ

Im Bezirk Rohrbach (Oberösterreich) hat ein betrunkener Autofahrer in der Nacht auf heute einen schweren Unfall mit vier Verletzten verursacht. Er raste dermaßen schnell über die B38, dass er gegen das Heck eines vor ihm fahrenden Autos prallte.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Über 200 Cannabispflanzen in Vorarlberg gefunden

Ein großer Fang ist der Polizei Wolfurt und dem Landeskriminalamt Vorarlberg gelungen: In einem Keller in Schwarzach wurde eine Cannabisplantage mit 229 Pflanzen und einem Straßenverkehrswert von etwa 52.000 Euro sichergestellt.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Deutscher Urlauber starb bei Sturz über Kellertreppe

Bei einem Treppensturz in Sölden in Tirol ist gestern Abend ein 65-jähriger Deutscher tödlich verletzt worden. Der Urlauber wollte in einem Lokal die Toilette aufsuchen, dürfte aber die Tür verwechselt haben. Dabei stürzte er eine Kellertreppe hinunter.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Suche an der „Costa Concordia“ wieder unterbrochen

Die Suche nach Vermissten in dem Wrack der „Costa Concordia“ ist heute Vormittag unterbrochen worden, weil sich das Schiff in der Nacht wieder etwas stärker bewegt hatte. Starker Wind und hohe Wellen dürften für die Verlagerung des gekenterten Kreuzfahrtschiffes verantwortlich sein, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa.

Kontrollinstrumente hätten gezeigt, dass sich die „Costa Concordia“ innerhalb von sechs Stunden um dreieinhalb Zentimeter bewegt habe. Der Krisenstab auf der Insel Giglio hatte mehrmals betont, dass sich das 290 Meter lange Schiff zwar leicht bewege, es jedoch stabil auf einem Felsen liege. Wegen des aufziehenden schlechten Wetters waren schon zuvor die letzten Vorbereitungen für das Abpumpen des Treibstoffs aus den Tanks unterbrochen worden.

16 von 17 Toten identifiziert

Zwei Wochen nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffs „Costa Concordia“ wurde eine weitere Leiche identifiziert. Nach Angaben der Präfektur der italienischen Stadt Grosseto von gestern Abend handelt es sich um ein peruanisches Besatzungsmitglied. Damit konnten 16 der bisher gefundenen 17 Toten identifiziert werden.

Es handelt sich um fünf Deutsche, vier Franzosen, drei Italiener, zwei Peruaner, einen Ungarn und einen Spanier. 16 weitere Insassen werden laut der auf der Internetseite der Präfektur veröffentlichten Liste noch vermisst.

Taucher hatten zuvor ein weiteres Opfer gefunden. Sie stießen im überfluteten Bereich des sechsten Decks auf die Leiche einer Frau, teilte der Krisenstab auf der Insel Giglio mit.

Video dazu in iptv.ORF.at

Medien

Hugh Grant fürchtet Rache der britischen Medien

Der britische Schauspieler Hugh Grant fürchtet sich wegen seines Einsatzes gegen Praktiken der Boulevardpresse vor der Rache der britischen Medien. Der Grund dafür sei sein Engagement in der Initiative „Hacked off“ gegen die illegalen Abhörpraktiken der britischen Presse, sagte der 51-Jährige dem deutschen Magazin „Focus“ laut Vorabmeldung von heute.

„Wenn der ganze Sumpf nicht ausgetrocknet wird und die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen werden, stecke ich ganz schön tief im Dreck“, sagte er. „Ihre Rache würde furchtbar werden.“

„Kein Rachefeldzug gegen Medien“

Grant sagte, er habe sich seit Jahren beschwert, wie manche Medien mit seiner Privatsphäre umgehen. Man habe ihm das Ausmaß aber nicht geglaubt, bis im vergangenen Jahr die illegalen Abhörpraktiken der britischen Boulevardpresse - die zum Konzern News Corp. von Rupert Murdoch gehörende „News of the World“ wurde ja eingestellt - bekanntgeworden seien. „Ich betreibe keinen Rachefeldzug gegen die Presse“, stellte er klar. „Ich liebe gute und seriöse Medien, es ist nur ein kleiner Teil, der giftig geworden ist.“

Verhaftungen von „Sun“-Mitarbeitern

Die britische Polizei hat am Vortag unterdessen Büros der Boulevardzeitung „The Sun“ durchsucht und fünf Personen wegen Korruptionsverdachts festgenommen. Vier der Männer seien Journalisten, beim fünften handle es sich um einen Polizisten, hieß es in London.

Der Medienkonzern News Corp. bestätigte, dass vier der Verdächtigen derzeitige oder ehemalige Mitarbeiter der Zeitung seien. Die Ermittler werfen ihnen vor, der Polizei Geld für Informationen gegeben zu haben.

Kultur

„Professor Higgins“ Peter Minich ist 85

Peter Minich feiert heute seinen 85. Geburtstag. Der gebürtige St. Pöltner wirkte als Tenor fast 50 Jahre lang an der Wiener Volksoper und feierte zahlreiche Erfolge, ob als Professor Higgins in „My Fair Lady“ oder als Eisenstein in der „Fledermaus“.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

„The Artist“ gewann US-Regiepreis

Der Stummfilm „The Artist“ ist dem Oscar einen Schritt näher gerückt: Der Franzose Michel Hazanavicius gewann gestern für seine Film-Hommage Hollywoods begehrte Regietrophäe, die alljährlich vom Verband der US-Regisseure (DGA) in Los Angeles vergeben wird.

Mehr dazu in oe3.ORF.at

Leute

Früherer italienischer Präsident Scalfaro gestorben

Der frühere italienische Staatspräsident Oscar Luigi Scalfaro ist tot. Er starb laut Medienberichten in der Nacht auf heute im Alter von 93 Jahren in Rom.

Staatschef Giorgio Napolitano würdigte Scalfaro als einen „Protagonisten des demokratischen politischen Lebens in Italien über Jahrzehnte hinweg, ein Vorbild für Beständigkeit hinsichtlich moralischer Integrität und Idealen“.

Scalfaro wurde 1918 im norditalienischen Novara geboren und begann seine Karriere 1943 als Richter. 1946 ging er mit seinem Eintritt in die verfassunggebende Versammlung in die Politik, die er nie wieder verließ. Er war einer der wenigen italienischen Politiker, der die drei wichtigsten Posten des Landes inne hatte. Neben seinem Amt als Staatspräsident von 1992 bis 1999 war er auch Präsident des Senats und des Abgeordnetenhauses.

Lifestyle

2.500 Gäste feierten bei Grazer Opernredoute

In der Grazer Oper ist die 14. Opernredoute über die Bühne gegangen. Dabei vergnügten sich im wohl schönsten Ballsaal des Landes mehr als 2.500 Gäste bis in die frühen Morgenstunden.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

„Trend“: Puch-Fahrrad kommt zurück

Laut dem Wirtschaftsmagazin „trend“ sollen künftig wieder Fahrräder unter der Traditionsmarke Puch produziert werden. Josef Faber, Importeur von italienischen Marken wie Vespa, Gilera, Piaggio und Moto Guzzi, hätte die Rechte auf „Puch“ für Fahrräder gekauft und lässt nun E-Bikes und normale Räder produzieren, berichtet das Wirtschaftsmagazin (Montag-Ausgabe).

Der Fachhandel sei „dem Vernehmen nach von der Wiedereinführung der Marke angetan“, heißt es. Die vom Design her an das gute alte Puch-Waffenrad angelehnten E-Bikes sollen laut „trend“ zwischen 1.500 und 3.000 Euro, Fahrräder zwischen 400 und 1.200 Euro kosten. Neben normalen Citybikes sei auch ein Transportrad „Dienstmann“ in der Produktpalette. In den nächsten Jahren soll die Produktpalette weiter ausgebaut werden.

Das Ziel, so Faber im „trend“, sei „ein leistbares Qualitätsprodukt für die breite Masse“ herzustellen. Mittelfristig will Faber 10.000 Einheiten pro Jahr produzieren und auch den deutschen Markt bedienen. Gebaut werden die Räder in Frankreich, und zwar von Cycleurope, dem größten europäischen Fahrradproduzenten, der zuletzt auch die Markenrechte an Puch besaß.