Ausland

Größtes Munitionslager der Ukraine in Flammen

Das größte Munitionslager der Ukraine in Balakleja in der Nähe von Charkiw ist in der Nacht auf heute von schweren Explosionen erschüttert worden. Das ukrainische Militär sprach von einem Sabotageakt.

Rauchsäule über dem größten Munitionslager der Ukraine

Reuters

Laut dem Militär wurde die Bevölkerung in den umliegenden Ortschaften in Sicherheit gebracht. Verletzte habe es nicht gegeben, so die Armee. Insgesamt wurden rund 20.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Im Umkreis von vierzig Kilometern wurde der Luftraum gesperrt.

138.000 Tonnen Munition

Laut Militärangaben sind mehr als 600 Rettungskräfte unter anderem mit zwei Feuerlöschzügen im Einsatz. Auf knapp 370 Hektar werden in dem Depot für Panzer- und Artilleriegeschoße 138.000 Tonnen Munition gelagert. Bereits im Dezember 2015 war versucht worden, die Einrichtung in Brand zu stecken.

Militärsprecher Oleksander Motuzjanik sagte, dass die Sicherheit rund um weitere Basen verstärkt worden sei. Der ukrainische Premier Wolodymyr Hrojsman soll im Laufe des Tages in die Region reisen.

Heftige Gefechte in Syrien vor Friedensverhandlungen

Wenige Stunden vor dem Beginn neuer Friedensgespräche haben einander Armee und Rebellen in Syrien erneut heftige Kämpfe geliefert.

Die Gefechte konzentrierten sich heute auf die Hauptstadt Damaskus und auf Hama. Die Aufständischen hatten jüngst ihre größte Offensive seit Monaten eingeleitet. Allerdings dürfte das Beobachtern zufolge keine Wende im Konflikt bringen.

Bisher kaum Verhandlungsforschritte

Die Einheiten von Machthaber Baschar al-Assad sind mit Unterstützung Russlands seit rund eineinhalb Jahren wieder auf dem Vormarsch. Als einen ihrer wichtigsten Siege verzeichneten sie die Rückeroberung der Rebellenenklave Aleppo im Dezember.

Heute sollen in Genf die Friedensgespräche unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen (UNO) wieder aufgenommen werden. In den vergangenen Verhandlungsrunden hatte es nur wenige Fortschritte gegeben.

Japans Premier durch Spendenskandal weiter unter Druck

Ein Skandal um einen ultranationalistischen Schulbetreiber bringt den japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe in Bedrängnis. Der Chef des Privatschulunternehmens, Yasunori Kagoike, sagte heute, Abe habe ihm über seine Frau Akie eine Spende von einer Million Yen (etwa 8.300 Euro) in einem Briefumschlag zukommen lassen. Ein Regierungssprecher wies das prompt zurück.

Kagoike war vor das Parlament zitiert worden, wo er seine frühere Behauptung unter Eid wiederholte. Hintergrund ist der umstrittene Verkauf eines staatlichen Grundstücks deutlich unter Wert an Kagaoikes Firma Moritomo Gakuen.

Der rechtskonservative Abe beteuert, er und seine Frau hätten nichts mit dem Immobiliengeschäft zu tun. Auch habe er seine Frau keine Spende an Kagoike überreichen lassen.

Verteidigungsministerin widerrief Aussage

Der Skandal hat Abe deutlich Zustimmung im Volk gekostet. Allerdings sind seine Umfragewerte mit rund 56 Prozent für japanische Verhältnisse immer noch hoch. Auch Abes stramm konservative Verteidigungsministerin Tomomi Inada geriet in den Strudel.

Die frühere Anwältin hatte im Parlament verneint, Kagoike vor Gericht vertreten zu haben. Später musste sie ihre Aussage korrigieren.

Der Schulbetreiber Moritomo Gakuen unterhält in der westlichen Provinz Osaka einen nationalistisch ausgerichteten Kindergarten, wo die Kleinen unter anderem ein kaiserliches Edikt aus dem 19. Jahrhundert lernen müssen, das zur militaristischen Erziehung und Kaiserverehrung vor und während des Zweiten Weltkriegs benutzt wurde.

Macron weiter Umfragefavorit in Frankreich

In Frankreich wird einer Umfrage zufolge der unabhängige Kandidat Emmanuel Macron die Präsidentenwahl klar gewinnen. In der ersten Runde am 23. April käme der frühere Wirtschaftsminister auf 26 Prozent der Stimmen, wie eine heute veröffentlichte Erhebung des Instituts Harris Interactive ergab.

Macrons Hauptrivalin Marine Le Pen von der rechtsextremen Front National erreicht 25 Prozent. Auf den - durch eine Reihe von Finanzskandalen unter Druck geratenen - Konservativen Francois Fillon entfallen 18 Prozent, gefolgt vom Linkspolitiker Jean-Luc Melenchon (13,5 Prozent) und dem Sozialisten Benoit Hamon (12,5 Prozent).

In der entscheidenden zweiten Wahlrunde am 7. Mai wird sich der Umfrage zufolge Macron deutlich durchsetzen. Er werde dann 65 Prozent erhalten, Le Pen 35 Prozent. Das sind dieselben Werte wie bei der Erhebung vor zwei Wochen. Vor Kurzem waren die fünf Kandidaten in der ersten von drei TV-Debatten aufeinandergetroffen.

Griechenland will keine Flüchtlinge zurücknehmen

Griechenland sperrt sich gegen die von der EU-Kommission geforderte Rücknahme von Flüchtlingen aus anderen Ländern der Union.

„Ich sehe nicht, dass Griechenland die Kapazitäten und die finanziellen Mittel hat, Flüchtlinge aufzunehmen, die aus den nördlichen EU-Ländern zurückgeschickt werden“, sagte Außenminister Nikos Kotzias der deutschen „Welt“ (Donnerstag-Ausgabe).

„Es gibt einige EU-Staaten, die denken, dass sie Süditalien und Griechenland als geschlossene Boxen gebrauchen können, wo man Flüchtlinge lagern kann.“ Diese Haltung entspreche nicht europäischem Denken.

Dublin-Abkommen soll wieder in Kraft treten

Nach dem Willen der EU-Kommission sollen ab Mitte des Monats Flüchtlinge, die in Griechenland ankommen und sich von dort auf den Weg in andere EU-Staaten machen, wieder zurückgebracht werden.

Hintergrund ist das Dublin-Abkommen, wonach ein Asylverfahren in dem EU-Staat abgewickelt werden muss, in dem Migranten zuerst registriert wurden. Diese Regel ist im Falle Griechenlands bereits seit 2011 ausgesetzt wegen der Mängel des dortigen Asylsystems.

Griechenland „am äußersten Limit seiner Möglichkeiten“

Im Sommer 2015 brach das Dublin-Verfahren unter dem Zustrom von Millionen Flüchtlingen komplett zusammen, von denen die meisten über Griechenland nach West- und Nordeuropa weiterreisten.

Kotzias forderte mehr Unterstützung aus den EU-Staaten bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise. „Eine neue Flüchtlingswelle in diesem Sommer würde uns überfordern. Griechenland ist am äußersten Limit seiner Möglichkeiten“, sagte er laut Vorabbericht.

Trump Jr. kritisiert nach Anschlag Londons Bürgermeister

Der älteste Sohn des US-Präsidenten Donald Trump hat nach dem Londoner Terroranschlag den Bürgermeister der Metropole kritisiert - und sich damit selbst harsche Kritik eingebracht.

Donald Trump Jr. twitterte kurz nach dem Anschlag gestern einen Bericht der britischen Nachrichtenplattform The Independent vom vergangenen September. Dazu schrieb er: "Das ist wohl ein Scherz? Terroranschläge gehören zum Leben in einer Großstadt, sagt Londons Bürgermeister Sadiq Khan."

In dem Bericht wird Khan bei einem Besuch in New York zitiert: Er glaube, die Bedrohung durch Terroranschläge „gehöre zum Leben in einer Großstadt“, und man müsse vorbereitet sein. Er sprach wenige Tage, nachdem mehrere Bomben in New York und im angrenzenden Bundesstaat New Jersey explodiert waren.

Empörung und Kritik

Der Tweet von Trump Jr. löste Empörung und scharfe Kritik aus. „Sie nutzen einen Terroranschlag auf unsere Stadt, um Londons Bürgermeister für Ihre eigenen politischen Ziele anzugreifen. Sie sind eine Schande“, twitterte ein britischer Abgeordneter.

Andere warfen ihm vor, er habe die Äußerungen des Bürgermeisters aus dem Zusammenhang gerissen, oder kritisierten, der Tweet erwecke den Anschein, Khan habe die Aussagen kurz nach dem Londoner Anschlag gemacht. Donald Trump Jr. ist das erste Kind des US-Präsidenten. Er leitet zusammen mit seinem Bruder Eric das Firmenimperium seines Vaters.

Warnung vor Hungersnot für Millionen im Jemen

Angesichts der anhaltenden Kämpfe im Jemen hat die Hilfsorganisation Oxfam vor einer drohenden Hungersnot in dem Land gewarnt. Zwei Jahre nach der Eskalation des Konflikts „leiden fast sieben Millionen Menschen extreme Not und sind von Hunger bedroht“, so die Organisation anlässlich eines heute veröffentlichten Berichts zur Lage im Jemen.

Mehr als zehn Millionen weitere Menschen seien von Nahrungsmangel bedroht und benötigten dringend humanitäre Hilfe. Die jemenitische Wirtschaft liege am Boden, dringend benötigte Nahrungsmittelimporte würden erschwert, und der Hilfsaufruf der Vereinten Nationen sei dramatisch unterfinanziert, heißt es in dem Bericht mit dem Titel „Yemen pushed towards man-made famine“.

Nicht gehaltene Hilfsversprechen

Die UNO habe den Bedarf für Nothilfe im Jemen auf 2,1 Milliarden Dollar (1,9 Mrd. Euro) beziffert, doch nur sieben Prozent davon seien derzeit durch Finanzierungszusagen der Geberländer gedeckt. Die nahende Katastrophe werde „von den Konfliktparteien und ihren Unterstützern bisher weitgehend ignoriert“, kritisierte Oxfam.

Die internationale Gemeinschaft müsse schnell Hilfe leisten und zudem alle Waffenlieferungen in den Jemen stoppen, forderte die Hilfsorganisation. Weite Teile der jemenitischen Bevölkerung leben bestenfalls von Brot und Tee, Erwachsene verzichten zugunsten ihrer Kinder oft ganz auf Mahlzeiten.

Saudischer Militäreinsatz änderte nichts

Im Jemen kämpfen seit September 2014 Truppen des sunnitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi gegen schiitische Huthi-Rebellen und andere Milizen, die dem vorherigen Staatschef Ali Abdallah Saleh die Treue halten. Seit März 2015 fliegt ein von Riad angeführtes Militärbündnis Luftangriffe gegen die Rebellen und unterstützt damit die Hadi-Truppen. In dem Konflikt wurden nach UNO-Angaben bereits fast 7.700 Menschen getötet und mehr als 42.000 weitere verletzt.

US-Kongress stimmt über Trumps Gesundheitspaket ab

Das US-Abgeordnetenhaus will heute über ein vom neuen Präsidenten Donal Trump versprochenes Gesundheitsgesetz abstimmen. Es soll die von als „Obamacare“ bekannte Reform seines Vorgängers Barack Obama ablösen. Allerdings hatte Trump zuletzt noch nicht die nötigen Stimmen dafür.

Die Republikaner haben zwar im Abgeordnetenhaus sowie Senat die Mehrheit, aber mehrere von ihnen lehnen das Gesetz ab: Den einen geht es nicht weit genug, den anderen zu weit. Daher war auch noch eine Verschiebung der Abstimmung möglich.

Versicherung für alle soll wieder fallen

Der neue Gesetzentwurf sieht im Gegensatz zu „Obamacare“ keine Versicherungspflicht für alle mehr vor. Ein Programm zur kostenlosen Versicherung für Bedürftige wird eingeschränkt, die Subventionierung von Beiträgen nach Alter und nicht mehr primär nach Einkommen gestaffelt. Die Abschaffung von „Obamacare“ war ein zentrales Wahlversprechen Trumps. Die Demokraten lehnen den neuen Gesetzentwurf geschlossen ab.

Inland

Neues Versammlungsrecht wohl mit kurzer Begutachtung

Das neue Versammlungsrecht dürfte doch zumindest einer kurzen Begutachtung unterzogen werden. Die SPÖ sprach sich heute für eine Ausschussbegutachtung aus, die ÖVP unterstützt das. Ein Beschluss in einer der April-Sitzungen des Nationalrats wird ungeachtet dessen angepeilt.

Die Änderungen im Versammlungsrecht sollen nicht nur Wahlkampfauftritte ausländischer Politiker erschweren, sondern bringen auch eine 48-Stunden-Frist für die Anmeldung von Demonstrationen und einen Mindestabstand zwischen gegeneinander gerichteten Kundgebungen.

Zweiwöchige Frist

Die Regierung hat sich erst diese Woche auf das entsprechende Vorhaben verständigt, will es aber möglichst rasch durchziehen. Daher wird die Vorlage diese Woche als Initiativantrag in den Nationalrat eingebracht.

In der Folge soll eine zweiwöchige Kurzbegutachtung initiiert werden. Allfällige sich daraus ergebende Änderungen können dann bis zum angestrebten Beschluss am 26. oder 27. April eingearbeitet werden.

Beihilfe: Kern von Drohungen aus Ungarn unbeeindruckt

Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) hält die Drohungen aus Ungarn in Sachen Familienbeihilfe für „nicht akzeptabel“.

Grundsätzlich wolle er die jüngsten Aussagen des ungarischen Sozialministers Zoltan Balog aber nicht überbewerten, sagte Kern im Interview mit den „Vorarlberger Nachrichten“ (Donnerstag-Ausgabe).

„In Ruhe anschauen“

Der ungarische Sozialminister hatte gestern mit Gegenmaßnahmen gedroht, sollte Österreich wie angekündigt die Familienbeihilfe für im EU-Ausland lebende Kinder an die jeweiligen Lebenserhaltungskosten anpassen. Balog deutete dabei an, dass vor allem die österreichischen Banken betroffen sein könnten.

Kern empfahl nun, sich das „in Ruhe anzuschauen“, und sagte: „Entweder ist die Kürzung europarechtskonform, dann werden wir unsere ungarischen Nachbarn überzeugen. Oder sie ist es nicht, dann werden wir auf EU-Ebene eine Regelung herbeiführen müssen, da sitzen die Ungarn sowieso am Tisch.“

Wirtschaft

Londoner Taxis bekommen Hybridmotoren

Die berühmten schwarzen Londoner Taxis werden in Zukunft teilweise mit Strom fahren. Der Hersteller der „Black Cabs“, das Unternehmen London Taxi Company (LTC), eröffnete gestern eine neue Fabrik, in der Taxis mit Hybridmotoren hergestellt werden.

Das Unternehmen investierte für die neue Produktionsstätte an seinem Standort im zentralenglischen Coventry 300 Mio. Pfund (346 Mio. Euro). Laut einer Firmenmitteilung ist es die erste Fabrik allein für Hybridfahrzeuge in Großbritannien. In der neuen Fabrik können jährlich mehr als 20.000 Fahrzeuge vom Band rollen.

Erste Investition durch chinesischen Eigentümer

LTC baut seit 69 Jahren die berühmten „Black Cabs“. Die ersten Hybridtaxis sollen Ende dieses Jahres in London zum Einsatz kommen. „Der heutige Tag bedeutet die Wiedergeburt der London Taxi Company“, sagte LTC-Chef Chris Gubbey.

Durch die neue Fabrik schuf LTC 1.000 neue Arbeitsplätze, darunter 200 Jobs für Ingenieure. Die Fabrik in Coventry ist die erste Investition des chinesischen Konzerns Geely in der britischen Automobilindustrie. Geely hatte LTC 2013 übernommen, dem Konzern gehört auch Volvo. Die Taxis sollen mit einer Technologie betrieben werden, die bereits in Volvo-Motoren verwendet wird.

Neue Regeln ab 2018

Die Hybridtechnologie ermöglicht es Autos, zwischen dem Antrieb durch einen Benzinmotor und einen Elektromotor zu wechseln. Der aufladbare Elektromotor kann über eine gewisse Distanz emissionsfrei fahren. Bei längere Strecken kommt der Benzinmotor zum Einsatz.

In Großbritannien müssen neu verkaufte Taxis ab dem Jahr 2018 emissionsärmere Antriebe haben. Dieselmotoren werden dann gar nicht mehr zugelassen sein. Die britische Regierung unterstützte das Projekt von LTC mit 16,1 Mio. Pfund.

Neue Milliardenhilfe für südkoreanische Werft Daewoo

Die angeschlagene südkoreanische Werft Daewoo soll mit einer weiteren milliardenschweren Kapitalspritze vor dem Untergang bewahrt werden. Die Banken bereiteten gerade ein Paket im Volumen von umgerechnet 2,4 Milliarden Euro vor, teilte die zuständige Aufsichtsbehörde heute mit.

Ohne das zusätzliche Geld wäre Daewoo wohl schon im April nicht mehr in der Lage, Kredite zurückzuzahlen. Eine Insolvenz wäre dann nicht mehr zu vermeiden.

Pleite hätte schwere Folgen

Zusammen mit Hyundai Heavy Industries und Samsung Heavy Industries gehört Daewoo zu den führenden Unternehmen der Branche. Der Schiffsmarkt leidet seit Jahren unter Überkapazitäten, was alle Firmen belastet.

Besonders schwierig ist die Lage aber bei Daewoo. Der Konzern wurde bereits nach der Asienkrise in den späten 90er Jahren vor dem Kollaps bewahrt. Seit 2015 spitzt sich die Lage aber wieder deutlich zu, weil es zu Verzögerungen und Schwierigkeiten beim Bau von bestimmten Anlagen kam.

Bei einer Pleite droht der Verlust von 50.000 Arbeitsplätzen, zudem könnten 1.300 Zulieferer in Existenznot geraten. Die südkoreanische Wirtschaft könnte das nach Berechnungen der Aufsicht in diesem Jahr knapp 40 Milliarden Euro kosten.

Sport

WM-Qualifikation: ÖFB-Matchplan mit zwei Hauptfiguren

Vor dem benötigten Pflichtsieg in der WM-Qualifikation mirgen (20.45 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) gegen Moldawien steht beim ÖFB-Team auch ein Systemwechsel im Raum. Bremen-Regisseur Zlatko Junuzovic würde die Rolle als „Achter“ jedenfalls auch im Team gefallen: „Ich habe gute Erfahrungen mit der Position. Ich habe darin viele Freiheiten nach vorne, das hat mir gutgetan.“ Neben Junuzovic wäre dann auch Platz für Schalke-Goalgetter Guido Burgstaller, der auf sein erstes Tor im Teamdress brennt.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Chronik

Australier nach 47 Jahren wegen Kindsmordes verhaftet

Ein Fall eines verschwundenen Kindes könnte in Australien nach 47 Jahren vor der Aufklärung stehen.

Ein Mann wurde in Melbourne wegen Entführung und Ermordung eines Mädchens verhaftet, das 1970 als Dreijährige von einem Strand in Wollongong nahe Sydney verschwunden war. Das sagte ein Polizeisprecher heute vor Reportern.

Bereits kurz nach Tat vernommen

Der 63-jährige Verdächtige war den Angaben zufolge bereits in den Monaten nach der Entführung vernommen, aber nie offiziell beschuldigt worden.

Die kleine Cheryl war aus dem Umkleidebereich des Strandes verschwunden, wo sie den Morgen mit ihrer Familie verbracht hatte. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Die Polizei gehe davon aus, dass sie innerhalb von einer Stunde nach ihrer Entführung gestorben sei, sagte der Sprecher. Die Details des Verbrechens seien „äußerst entsetzlich“.

Vier Tote nach Schüssen in US-Staat Wisconsin

Binnen drei Stunden sind in drei benachbarten Dörfern in den USA vier Menschen getötet worden, darunter ein Polizist. Ein Tatverdächtiger sei in Gewahrsam, es bestehe keine Gefahr mehr, hieß es gestern Abend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz der Polizei in Weston im nördlichen Bundesstaat Wisconsin.

Zunächst waren Medienberichten zufolge zu Mittag bei einem Familienstreit in einer Bank im Ort Rothschild zwei Menschen erschossen worden. Später seien auch in einer Anwaltskanzlei in Schofield und schließlich in einem Mehrfamilienhaus in Weston Schüsse gefallen - in beiden Orten kam jeweils ein Mensch ums Leben.

In Wohnhaus verbarrikadiert

Das Wohnhaus wurde evakuiert, als die Polizei dort den mutmaßlichen Täter stellte. Er hatte sich dort verbarrikadiert, wie der Sender ABC berichtete. Nach mehrstündigen Verhandlungen mit der Polizei habe es einen Schusswechsel gegeben.

Der Verdächtige wurde verletzt abgeführt. Nahe gelegene Schulen und ein Krankenhaus wurden zwischenzeitlich abgeriegelt. Weitere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt.

Mafia-Enkel Gotti nach Raubüberfall in Haft

Wie der Opa, so der Enkel: John Gotti, Nachfahre des gleichnamigen New Yorker Mafioso, eifert offenbar seinem Großvater nach - allerdings mit bescheidenem Erfolg. Der 23-Jährige wurde heute unter anderem wegen Verdachts auf Beteiligung an einem Raubüberfall inhaftiert, wie Staatsanwältin Bridget Rohde sagte.

Gotti soll sich bei einem Überfall im April 2012 auf eine Bank im New Yorker Stadtteil Queens beteiligt haben. Er habe mit einem Komplizen vor dem Gebäude aufgepasst, während ein weiterer Mann versucht habe, mit einer Bombendrohung von den Angestellten Geld zu erpressen. Nach Angaben der Justizbehörde wurden ihm aber nur 5.491 Dollar (etwas über 5.000 Euro) ausgehändigt.

Auto in Brand gesteckt

Zwei Tage vorher habe Gotti mit zwei Begleitern ein Auto in Brand gesteckt - auf Geheiß von Vincent Asaro, einem einflussreichen Mitglied der New Yorker Bonanno-Mafia-Clans.

Der Autobesitzer soll dem 82-jährigen Asaro die Vorfahrt genommen haben. Gotti junior wurde einem Bundesrichter in Brooklyn vorgeführt und wegen Diebstahls und Brandstiftung angeklagt. Er kam in Untersuchungshaft.

Mafia-Boss Asaro in Haft

Die Justizbehörden imhaftierten zudem sechs weitere Verdächtige, darunter auch Asaro. Asaro war 2015 von dem Vorwurf freigesprochen worden, an dem Lufthansa-Raub auf dem Flughafen John F. Kennedy beteiligt gewesen zu sein.

Bei dem brutalen Überfall erbeuteten die Täter Geld und Schmuck aus dem Frachtzentrum der deutschen Lufthansa. Der 2002 verstorbene Gotti senior war das einflussreiche Oberhaupt der Gambino-Familie in New York.

Jackpot bei Lotto „6 aus 45“

Bei der aktuellen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ hat kein Teilnehmer die richtigen sechs Zahlen getippt. In der nächsten Spielrunde wartet ein Jackpot mit knapp 747.00 Euro.

Bei der gestrigen Ziehung wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

14 23 32 38 44 45, Zusatzzahl 33

Beim Joker gibt es einen Doppeljackpot mit über 430.000 Euro.

Die Joker-Zahl lautet:

8 5 0 8 5 7

Alle Angaben ohne Gewähr

Kultur

Leipziger Buchmesse erwartet 260.000 Besucher

Die Leipziger Buchmesse hat heute ihre Tore für die Besucher geöffnet. In diesem Jahr gibt es veränderte Sicherheitsvorschriften. Besucher müssen sich unter anderem auf Taschenkontrollen einstellen, wie die Messe mitteilte. Außerdem haben die Veranstalter auch ihr Konzept zur Lenkung der Publikumsströme angepasst.

Rund 2.500 Aussteller aus 43 Ländern präsentieren ihre Neuerscheinungen.

Höhepunkt am ersten Messetag ist die Verleihung des mit 60.000 Euro dotierten Preises der Leipziger Buchmesse am Nachmittag. Bis zum Sonntag erwartet die Messe wieder wie im Vorjahr rund 260.000 Besucher auf dem Gelände und dem Lesefestival „Leipzig liest“. Knapp 2.500 Aussteller aus 43 Ländern präsentieren auf der Frühlingsschau die Neuheiten aus der Buch- und Verlagsbranche.

Brie Larson spielt erste US-Präsidentschaftskandidatin

Oscar-Preisträgerin Brie Larson (27), derzeit in „Kong: Skull Island“ im Kino zu sehen, soll die Hauptrolle in dem Politdrama „Victoria Woodhull“ übernehmen.

Wie die US-Branchenblätter „Variety“ und „Hollywood Reporter“ gestern berichteten, wird das Amazon-Studio den Film über die erste US-Präsidentschaftskandidatin zusammen mit Larson produzieren.

Ihrer Zeit voraus

1872 trat die Frauenrechtlerin Victoria Woodhull (1838 bis 1927) als erste Präsidentschaftskandidatin Amerikas für die Equal Rights Party an, knapp 50 Jahre bevor 1920 das Frauenwahlrecht in den USA überhaupt eingeführt wurde.

Sie war auch die erste Brokerin an der Wall Street, Frauenrechtlerin und unorthodoxe Sozialistin, die das Recht auf Abtreibung und die Abschaffung der Ehegesetze forderte.

Oscar-Preisträgerin vor Regiedebüt

Über einen Drehbeginn und einen möglichen Regisseur wurde zunächst nichts bekannt. Larson hat zahlreiche Projekte geplant, darunter die Comicverfilmung „Captain Marvel“ und ihr Regiedebüt mit der Komödie „Unicorn Store“.

Für ihre Rolle als gekidnappte Mutter in „Raum“, die mit ihrem Sohn gefangen gehalten wird, hatte Larson 2016 einen Oscar als beste Hauptdarstellerin gewonnen.

Science

Wetterprognosen deutlich besser geworden

Die Wetterprognosen haben sich in den letzten Jahrzehnten um ein Vielfaches verbessert. Den Meteorologen gelingt es im Durchschnitt alle zehn Jahre, das Wetter um einen Tag länger vorherzusagen, sagt der Meteorologe Georg Mayr von der Universität Innsbruck. Für ein Gebirgsland wie Tirol ist das Wetter aber nach wie vor schwieriger vorherzusagen. Wetterprognosen sind auch wirtschaftlich relevant.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

Gesundheit

Religion

Seher der Fatima-Madonna werden wohl heiliggesprochen

Der Papst plant die Heiligsprechung von zwei Sehern von Fatima während seines Besuches zum 100. Jahrestag der Marienerscheinungen im portugiesischen Wallfahrtsort im Mai. Dazu will Franziskus ein Ordentliches Konsistorium in der zweiten April-Hälfte einberufen, hieß es gestern. Im Jahr 1917 soll die heilige Maria den Hirtenkindern Francisco und Jacinta Marto und ihrer Cousine Lucia dos Santos erschienen sein.

Mehr dazu in religion.ORF.at

Panorama