Ausland

China erklärt Manöver auf hoher See zur Normalität

Chinesische Manöver auf hoher See werden einer Parteizeitung zufolge zur Normalität. Die Streitkräfte ließen sich auch nicht von ausländischen Provokationen oder Druck davon abhalten, hieß es heute im Zentralorgan der Kommunistischen Partei, „Renmin Ribao“.

„Verbale Bomben“ Tillersons

Zudem laufe die Einmischung von außen den gemeinsamen Interessen zuwider. Konkret wurde in dem Artikel der designierte US-Außenminister Rex Tillerson kritisiert. Er hatte erklärt, China solle der Zugang zu künstlichen Inseln verwehrt werden, die die Volksrepublik im umstrittenen Südchinesischen Meer errichtet hat. Die Zeitung bezeichnete diese Äußerungen als „verbale Bomben“.

China hatte im Dezember bei mehreren Ländern in der Region Sorgen ausgelöst, weil es den Flugzeugträger „Liaoning“ in der Nähe Taiwans fahren ließ und ihn dann für Manöver in den Pazifik schickte. Nach Angaben der Führung der Peking handelte es sich um Routineübungen. China unterhält ein ehrgeiziges Programm zur Modernisierung seiner Streitkräfte und steckt vor allem viel Geld in die Marine.

May ist erster ausländischer Staatsgast von Trump

US-Präsident Donald Trump empfängt Ende kommender Woche die britische Premierministerin Theresa May in Washington. Mays Besuch werde Trumps erstes Treffen mit einem ausländischen Staatsgast im Weißen Haus sein, so sein Sprecher Sean Spicer gestern bei der ersten Presseunterrichtung der neuen US-Führung. Ein Treffen mit dem mexikanischen Präsidenten Enrique Pena Nieto ist für 31. Jänner geplant.

Treffen am Freitag

Trump wird die britische Premierministerin am Freitag kommende Woche in Washington empfangen. Das stellte Spicer klar, nachdem es zuvor Verwirrungen über den Wochentag des Treffens zwischen Trump und May gegeben hatte. May bereitet gerade den Austritt ihres Landes aus der EU vor und hat deutlich gemacht, dass sie einen harten Schnitt ohne Zugang zum gemeinsamen Binnenmarkt will. Sie plant, den Austrittsantrag bis Ende März in Brüssel stellen.

Danach bleiben für die Scheidungsverhandlungen zwei Jahre Zeit. Trump lobte das „Brexit“-Votum der Briten und versprach, schnell ein bilaterales Handelsabkommen mit dem Königreich abzuschließen.

Frankreichs Sozialisten suchen Präsidentschaftskandidaten

In Frankreich hat heute die erste Runde der Präsidentschaftsvorwahl der Linken begonnen. Es kandidieren eine Frau und sechs Männer. Die Wahl steht allen Bürgern offen, die in die Wählerverzeichnisse eingetragen sind. Als einer der Favoriten gilt laut Umfragen der frühere Premierminister Manuel Valls.

Die Vorwahl wird von den regierenden Sozialisten organisiert. Unter den Kandidaten sind vier sozialistische Parteimitglieder und drei weitere, die kleineren Formationen angehören.

Stichwahl Ende Jänner

Ex-Premier Valls wird dem wirtschaftsfreundlichen und reformorientierten rechten Lager der Sozialistischen Partei (PS) zugerechnet. Er hatte Präsident Francois Hollande zum Verzicht auf eine zweite Amtszeit gedrängt, um selbst kandidieren zu können. Chancen können sich auch die ehemaligen Minister für Wirtschaft und Bildung, Arnaud Montebourg und Benoit Hamon, ausrechnen. Sie gehören dem linken Lager der PS an.

Mit ersten Ergebnissen wird nach Schließung der landesweit mehr als 7.500 Wahllokale um 19.00 Uhr gerechnet. Die beiden Erstplatzierten kommen in die Stichwahl am 29. Jänner. Dem Kandidaten der Sozialisten werden allerdings kaum Chancen eingeräumt, es in die zweite Runde der Präsidentschaftswahl im Mai zu schaffen. Dort wird laut Umfragen ein Duell zwischen dem Konservativen Francois Fillon und der Chefin der rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, erwartet.

Proteste gegen Rechtspopulisten-Kongress in Koblenz

Begleitet von massiven Protesten sind einen Tag nach der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Donald Trump Europas Rechtspopulisten in Deutschland gemeinsam aufgetreten.

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry sagte auf dem Kongress in Koblenz, in den USA habe Trump „einen Weg aus einer Sackgasse“ gewiesen - und „genauso wollen wir das für Europa tun“. Die Chefin der rechtsextremen französischen Partei Front National, Marine Le Pen, erklärte, einige der Punkte Trumps in seiner ersten Rede als Präsident zeigten Gemeinsamkeiten „mit dem, was wir sagen“.

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders sprach von einem „patriotischen Frühling“ in Europa. Aus Österreich reiste der EU-Abgeordnete der FPÖ, Harald Vilimsky, an. Gegen das Treffen protestierten mehrere tausend Menschen, darunter auch zahlreiche hochrangige Politiker.

5.000 Demonstranten

Unter dem Motto „Koblenz bleibt bunt“ gingen nach Schätzungen der Polizei rund 5.000 Menschen auf die Straße, um gegen den Kongress der Europaparlamentsfraktion Europa der Nationen und der Freiheit (ENF) zu demonstrieren. Erklärtes Ziel der ENF ist das Ende der EU.

Luxemburgs Außenminister Asselborn sagte der Nachrichtenagentur AFP am Rande der Demonstration zu dem ENF-Kongress, dies sei „Nationalismus in höchster Potenz“ und eine „Zerstörung der europäischen Idee“. Die Theorien, die dort aufgebaut würden, dürften nicht greifen.

Saudi-Arabien: Tote bei Razzia gegen Extremisten

Bei einer Razzia in einem Versteck mutmaßlicher Extremisten haben sich im saudi-arabischen Dschiddah zwei Männer in die Luft gesprengt. Sie zündeten ihre Sprengstoffgürtel nach einem Schusswechsel mit Sicherheitskräften, wie das Innenministerium gestern mitteilte.

Werkstatt für Selbstmordgürtel

Die Sicherheitskräfte hätten im Süden der Stadt Dschiddah eine Werkstatt durchsucht, in der Selbstmordgürtel und Sprengsätze hergestellt würden, erklärte ein Ministeriumssprecher laut der amtlichen Nachrichtenagentur Spa.

Die beiden Männer hätten sich verbarrikadiert und in Richtung der Sicherheitskräfte geschossen, die das Feuer erwidert hätten. Statt sich zu stellen, hätten sie ihre Sprengstoffgürtel gezündet.

Bei einem zweiten Einsatz in Dschiddah wurde demnach ein mutmaßlicher Komplize der beiden Männer festgenommen sowie eine Pakistanerin, die der Verdächtige als seine Frau ausgegeben habe.

Saudi-Arabien ist Mitglied der von den USA angeführten internationalen Koalition, die in Syrien und im Irak die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekämpft.

Inland

Mitterlehner will Sicherheitspaket im Regierungsprogramm

Angesichts der Festnahme eines Terrorverdächtigen plädiert Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) für ein umfangreiches Sicherheitspaket - mit den bekannten ÖVP-Forderungen zu Asyl, Integration und Sicherheit sowie Überwachung. Dieses Paket sollte in das für Ende des Monats angekündigte „Update“ des ÖVP-SPÖ-Regierungsprogramms aufgenommen werden, forderte er in der „Presse“ (Sonntag-Ausgabe).

„Das wäre gerade jetzt ein wichtiges Signal an die Bevölkerung. Wir brauchen eine wehrhafte Demokratie, die ihren Bürgern auf allen Ebenen Sicherheit gibt und keine Gegengesellschaften duldet“, so Mitterlehner in einer Stellungnahme gegenüber der APA.

Zentrale Forderungen bekannt und teils strittig

Die zentralen inhaltlichen Forderungen für das „Sicherheitspaket“ sind bereits bekannt - und teilweise auf Ablehnung beim Koalitionspartner gestoßen. So etwa der Wunsch der ÖVP, die Asylhöchstzahl zu halbieren.

Auch mit Blick auf den aktuellen Anlass bekräftigte Mitterlehner, dass die Terrorbekämpfung verstärkt und „Gefährder“ besser - etwa mit Fußfessel - überwacht werden müssten. Die Videoüberwachung müsse ausgebaut werden, und die Ermittlungsbehörden sollten mehr Instrumente bekommen, auch mittels Nachfolgeregelung für die Vorratsdatenspeicherung.

„Fördern und fordern“

In einem neuen Integrationsgesetz will die ÖVP unter anderen „Symbole der Gegengesellschaft“ (wie z. B. Vollverschleierung oder Koranverteilung durch Salafisten) verbieten. „Fördern und fordern“ sei die Devise, „es geht nicht nur mit Anreizen, wir brauchen auch Verpflichtungen und Sanktionen“, so Mitterlehner.

Aufgrund der „technischen Probleme bei Abschiebungen und bei der Integration“ müsse man früher ansetzen und in erster Linie den Zustrom bremsen, so der ÖVP-Chef. Zudem gelte es, auf EU-Ebene verstärkt Druck für einen stärkeren Schutz der Außengrenzen zu machen.

Plagiatsexperte: Kerns Diplomarbeit kein Auftrag der ÖVP

Die ÖVP hat dem Plagiatsexperten Stefan Weber „keinen Auftrag erteilt, die Diplomarbeit von Herrn Mag. Kern zu überprüfen“. Das teilte Weber selbst in einer Stellungnahme per E-Mail mit. Wer ihn beauftragt hat, verriet er nicht. Bei Auftragsprüfungen werde immer eine Verschwiegenheitserklärung unterschrieben, die Informationen an Dritte ausschließe.

Weber trat damit der Vermutung von SPÖ-Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler entgegen, die ÖVP könnte dem Plagiatsexperten die Diplomarbeit von SPÖ-Kanzler Christian Kern zur Überprüfung übergeben haben. Da sei wohl „aktiv nach Material für eine Schmutzkübelkampagne“ gesucht worden, hatte er gestern beklagt.

ÖVP-Generalsekretär Werner Amon antwortete, dass die ÖVP „Dirty Campaigning“ zur Gänze ablehne - und kündigte Recherchen auch in der eigenen Partei an.

Sport

Ski alpin: Vonn-Sieg als Vorbild für Veith

Nach ihren Riesentorlauf-Starts auf dem Semmering und Maribor kehrt Anna Veith beim Super-G in Garmisch-Partenkirchen heute auch in die schnellen Disziplinen zurück. Ein Umstand, der auch die Konkurrenz freut. „Es ist sehr gut, dass sie nun auch im Super-G wieder zurückkommt“, sagte Lindsey Vonn. Die Amerikanerin dient Veith aus aktuellen Gründen auch als perfektes Vorbild.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Fußball: Burgstaller mit perfektem Debüt

Guido Burgstaller hat heute in der 17. Runde ein perfektes Debüt in der deutschen Bundesliga hingelegt. Der Kärntner, der erst vor Kurzem vom 1. FC Nürnberg zu Schalke gewechselt war, schoss die „Königsblauen“ in der Nachspielzeit zu einem knappen 1:0-Sieg gegen Ingolstadt. Auch Florian Kainz durfte bei Werder Bremen erstmals Spielpraxis sammeln. Der Steirer hatte bei seinem Kurzeinsatz gegen Borussia Dortmund aber keinen Grund zu jubeln.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Fußball: Liverpool blamiert sich gegen Swansea

Der FC Liverpool muss den Titel in der englischen Premier League wohl endgültig abschreiben. Die Auswahl von Coach Jürgen Klopp lief gestern in der 22. Runde gegen das bisherige Schlusslicht Swansea City in eine Heimblamage und liegt damit weiter sieben Punkte hinter Spitzenreiter Chelsea, der den Vorsprung mit einem Heimsieg heute noch weiter ausbauen kann. Dabei konnte nicht einmal ein Doppelpack von Roberto Firmino die erste Heimpleite der „Reds“ seit fast einem Jahr verhindern.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Wirtschaft

EU will Monsanto-Deal „sehr, sehr genau“ prüfen

Der deutsche Chemiekonzern Bayer muss bei der geplanten Übernahme von Monsanto offenbar mit Widerstand der EU rechnen. „Das neue Unternehmen hätte ja einen enormen Einfluss auf das Saatgut- und Pestizidgeschäft und auf die Bauern“, sagte EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis dem „Tagesspiegel“. Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager werde sich das „sehr, sehr genau ansehen“.

Schädlichkeit von Glyphosat weiter unklar

Ob das umstrittene Monsanto-Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat in der EU weiter eingesetzt werden darf, ist noch offen. Die Entscheidung will Andriukaitis von der Einschätzung der EU-Chemikalienagentur ECHA abhängig machen. Diese soll bewerten, ob Glyphosat krebserregend ist oder nicht.

„Die Frage ist: Wie wahrscheinlich ist es, dass Glyphosat Krebs erzeugen kann?“, führte Andriukaitis im „Tagesspiegel“ aus. „Kann man das Risiko managen oder nicht?“ Seine Aufgabe sei es, „eine Entscheidung auf Basis der Fakten zu fällen“.

Bayer will die Übernahme von Monsanto bis zum Jahresende abschließen. Es stehen noch die Genehmigungen durch diverse Regulierungsbehörden aus.

Chronik

Frontalkollision im Achraintunnel

Im Achraintunnel auf der Bregenzerwaldstraße (Vorarlberg) sind heute Früh zwei Autos zusammengeprallt. Warum es zur Frontalkollision der beiden Fahrzeuge gekommen ist, steht noch nicht fest. Die beiden Lenker wurden verletzt.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

51-Jähriger starb bei Autounfall

Ein 51-jähriger Autofahrer kam gestern Nachmittag bei einem Verkehrsunfall im Bezirk Oberwart (Burgenland) ums Leben. Das Auto des Mannes kam von der Straße ab und prallte gegen mehrere Bäume.

Mehr dazu in burgenland.ORF.at

Polizeiauto in Graz mit Zug zusammengestoßen

In Graz prallte gestern Abend ein Polizeiauto an einem unbeschrankten Bahnübergang gegen die Garnitur eines Zuges. Zwei Beamte erlitten dabei leichte Verletzungen.

Mehr dazu in steiermark.ORF.at

Schwerer Unfall auf Eiskletterroute „Blue Box“

Auf der Eiskletterroute „Blue Box“ in den Ötschergräben (Niederösterreich) hat sich gestern ein schwerer Unfall ereignet. Ein 34-jähriger Slowake stürzte 20 Meter tief ins Seil ab. Er wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Bremsversagen auf Rodelbahn Nockyflitzer?

Gestern Vormittag stießen auf der Sommer- und Winterrodelbahn Nockyflitzer auf der Turrach (Kärnten) drei Personen zusammen. Laut Angaben einer Urlauberin aus Slowenien hätten die Bremsen versagt.

Mehr dazu in kaernten.ORF.at

Suche bei verschüttetem Hotel in Italien fortgesetzt

Bei dem von einer Lawine verschütteten Hotel in Italien setzen Helfer die Suche nach möglichen weiteren Überlebenden fort. Dutzende Rettungskräfte waren heute Früh an der Unglücksstelle im Einsatz. Aus dem unter Schneemassen begrabenen Hotel gab es jedoch seit mehr als 24 Stunden kein Lebenszeichen mehr.

Helfer im Schnee

APA/AFP/CNSAS

Neun Menschen überlebten

Gestern Früh hatten die Helfer vier weitere Überlebende gerettet - zwei Frauen und zwei Männer. Damit wurden insgesamt neun Menschen lebend aus dem Inneren des Hotels geborgen, darunter vier Kinder. Zwei Männer hatten das Lawinenunglück im Freien überlebt und waren bereits am Donnerstag gerettet worden. Bis heute bargen die Helfer zudem fünf Leichen, darunter die Eltern eines der geretteten Buben.

Die Lawine war am späten Mittwochnachmittag durch eine Serie von Erdbeben ausgelöst worden und hatte das dreistöckige Viersternhotel Rigopiano unter Schneemassen begraben. Das Hotel liegt einsam in 1.200 Metern Höhe am Hang des Gran-Sasso-Berges.

Flüchtlinge helfen mit

Eine Gruppe von Flüchtlingen aus Afrika schloss sich gestern den Helfern im Lawinengebiet an. Die aus dem Senegal und aus Guinea stammenden jungen Schutzsuchenden hätten gefragt, ob sie helfen könnten, sagte eine Sprecherin des Roten Kreuzes, Enza D’Alessandro. Demnach sind die Flüchtlinge bereits seit zwei Jahren freiwillige Helfer der Organisation.

Skifahrer stirbt nach Kollision mit Snowboarder

Ein Skifahrer ist gestern Vormittag im Liezener Skigebiet Hauser Kaibling (Steiermark) tödlich verletzt worden. Der 62-jährige Burgenländer war mit einem 37-jährigen Snowboarder zusammengestoßen.

Mehr dazu in steiermark.ORF.at

Im Skigebiet Schröcken (Vorarlberg) hatte sich eine vierköpfige Skigruppe aus Deutschland verirrt. Sie musste mit dem Polizeihubschrauber gerettet werden.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

Starkes Erdbeben vor Papua-Neuguinea

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,9 hat die Region um die Inselgruppe der Salomonen und Papua-Neuguinea im Südpazifik erschüttert. Das Pazifische Tsunami-Warnzentrum in Hawaii warnte heute zunächst vor gefährlichen Wellen bis zu einem Meter über dem Wasserstand vor den Küsten der Salomonen-Inseln, Papua-Neuguinea, Nauru und Indonesien, gab aber kurz darauf Entwarnung.

Karte zeigt das Epizentrum des Bebens vor Papua-Neuguinea

ORF.at/OSM

Auch der indonesische Katastrophenschutz erklärte: „Es gibt keine Tsunami-Gefahr.“ Die US-Geologiebehörde USGS gab die Stärke mit 8,0 an, das Deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam mit 7,8. Das Epizentrum lag den Angaben zufolge 40 Kilometer westlich von Panguna in Papua Neuguinea.

Keine Seltenheit

Auf den Salomonen, auf denen etwa 570.000 Menschen leben, sind Beben auch größerer Stärke keine Seltenheit. Bereits Anfang Dezember hatten mehrere starke Beben die benachbarte Inselgruppe der Salomonen erschüttert. Größere Schäden waren damals ausgeblieben.

Die Inselgruppe liegt auf dem Pazifischen Feuerring, einer hufeisenförmigen Zone entlang der Küsten des Pazifischen Ozeans. Hier schieben sich im Erdinnern verschiedene Platten untereinander.

Mindestens 32 Tote bei Zugsunglück in Indien

Bei einem Zugsunglück in Indien sind mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Rund 50 weitere Menschen wurden nach Angaben eines Bahnsprechers verletzt, als die Lok und acht Waggons eines Expresszuges gestern Abend in einer abgelegenen Region im südlichen Bundesstaat Andhra Pradesh entgleisten. Rettungskräfte zogen die ganze Nacht lang Überlebende aus den umgekippten Waggons.

Der verunglückte Zug

APA/AP/KK Production

Die Unglücksursache war zunächst unklar. Nach Angaben der staatlichen indischen Bahngesellschaft schließen die Ermittler einen Sabotageakt nicht aus. In der Region sind maoistische Rebellen aktiv. Vor dem Unglück hätten zwei andere Züge die Gleise problemlos befahren, sagte ein Sprecher.

Wichtigstes Fernverkehrsmittel

Der Zug war auf dem Weg von Jagdalpur nach Bhubaneswar, der Hauptstadt des Bundesstaats Odisha. Der Zugsverkehr auf der Küstenstrecke wurde nach dem Unglück ausgesetzt. Auf Fernsehbildern waren Rettungskräfte mit Helmen und Warnwesten zu sehen, die Überlebende aus den Zugsfenstern zogen.

Im November waren beim Entgleisen eines Zuges im Norden des Landes 146 Menschen ums Leben gekommen. Die Bahn ist Indiens wichtigstes Fernverkehrsmittel. Das System ist jedoch veraltet und marode, oftmals fehlt es an den einfachsten Sicherheitsvorkehrungen.

Jährlich 15.000 Tote bei Zugsunglücken

Laut einem Regierungsbericht aus dem Jahr 2012 sterben in Indien jedes Jahr 15.000 Menschen bei Zugsunglücken. Premierminister Narendra Modi hatte bei seinem Amtsantritt vor gut zweieinhalb Jahren Investitionen in Höhe von 137 Milliarden Dollar zur Modernisierung des Bahnsystems angekündigt.

Kultur

Religion

Gesundheit

Gelbfieberausbruch in Brasilien

Unter einem Gelbfieberausbruch leidet zurzeit Brasilien. Rund ein Jahr nach der landesweiten Zika-Epidemie ist erneut besonders der Bundesstaat Minas Gerais betroffen. Das dortige Gesundheitsministerium habe in den letzten Wochen 272 Gelbfieber-Verdachtsfälle registriert, bis zu 71 Todesfälle seien auf die Virusinfektion zurückzuführen, berichtete das Portal „Folha de S. Paulo“.

25 der Betroffenen sind demnach definitiv an der von der Moskitoart Aedes aegypti übertragenen Infektion gestorben, wie Laboruntersuchungen ergaben. Mehr als zwei Millionen zusätzlich bereitgestellte Impfdosen sollen eine weitere Ausbreitung verhindern helfen.

IT

Lifestyle

Pariser Haute-Couture-Schauen starten

Die Haute-Couture-Schauen für Frühjahr und Sommer 2017 starten heute in Paris. Das Modespektakel folgt damit direkt auf die Präsentationen der Herrenmode für den kommenden Winter. Fast 30 Modehäuser präsentieren bis zum kommenden Donnerstag ihre Entwürfe der „Hohen Schneiderkunst“, darunter bekannte Namen wie Chanel und Christian Dior.

Versace läuft nicht mit

Nicht auf den Laufstegen dabei ist diesmal die Mailänder Marke Versace, die in den vergangenen Jahren die Schauen eröffnete. Die Italiener haben sich stattdessen für eine Präsentation in kleinerem Rahmen entschieden. Statt Versace zeigt nun als Erstes das eher unbekannte Label Maison Rabih Kayrouz. Der aus dem Libanon stammende Rabih Kayrouz ist in Paris ansässig und erhielt schon viel Lob für präzise Schnitte und klare Linien.