Ausland

Katar für „offenen“ Dialog unter Bedingungen

Der wegen Terrorfinanzierung unter Druck geratene Golfstaat Katar ist unter bestimmten Bedingungen zu einem Dialog mit seinen arabischen Gegnern bereit. Der Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, forderte gestern in einer Fernsehansprache, bei Verhandlungen müssten gleichberechtigte Bedingungen herrschen.

Katar sei „offen“ für einen Dialog, so Bin Hamad. Voraussetzung sei aber, dass die Souveränität seines Landes respektiert werde. Zudem müssten sich alle Gesprächspartner gleichermaßen für eine Beilegung der Krise engagieren. Eine Vereinbarung dürfe nicht die Form eines „Diktats“ haben, sondern müsse auf gegenseitigen Verpflichtungen beruhen, die für alle Staaten bindend seien.

Erste öffentliche Äußerung

Der Emir wies den Vorwurf der Terrorfinanzierung von sich: Katar kämpfe unentwegt gegen Terrorismus, „und die internationale Gemeinschaft erkennt das an“, sagte er in seiner Fernsehansprache. Am Donnerstag hatte der Emir ein Dekret zur Änderung der Anti-Terror-Gesetzgebung unterzeichnet. Mitte Juli schloss Katar mit den USA ein Abkommen zur Zusammenarbeit im Anti-Terror-Kampf.

Der Emir äußerte sich erstmals öffentlich zu der seit Wochen andauernden Krise am Golf. Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabische Emirate werfen Katar die Finanzierung von Terrorismus sowie eine zu große Nähe zu Saudi-Arabiens Erzrivalen Iran vor. Die vier Staaten brachen daher am 5. Juni ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar ab und verhängten eine Verkehrs- und Handelsblockade gegen das Land.

Kriegsschiffe aus China in Ostsee zu Übung eingetroffen

Drei chinesische Kriegsschiffe sind in der Ostsee zu einem gemeinsamen Marinemanöver mit Russland eingetroffen. Wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte, legten die Schiffe gestern in der Hafenstadt Baltijsk in der russischen Exklave Kaliningrad an. Die beiden Nationen über bei dem Manöver Luftabwehr- und Anti-U-Boot-Einsätze.

Nach Angaben Moskaus ist der gemeinsame Einsatz für den Zeitraum zwischen dem 25. und 27. Juli geplant. Bisher hatten gemeinsame Marinemanöver Russlands und Chinas nur im Pazifik stattgefunden. Ein Militärexperte sagte der staatlichen russischen Nachrichtenagentur, die Militärübung sei „von großer Bedeutung“. Das gemeinsame Manöver zeige, dass China Russland nicht nur im Pazifik unterstütze, sondern Schiffe bei Bedarf auch in die Ostsee verlagern könne.

USA verbieten Bürgern Reisen nach Nordkorea

US-Bürger ohne eine weitere Staatsbürgerschaft dürfen künftig nicht mehr nach Nordkorea gestern bekannt, Außenminister Rex Tillerson habe einen Reisestopp für Nordkorea verhängt. Ein US-Reisepass dürfe nicht mehr für die Einreise nach Nordkorea benutzt werden.

Nicht betroffen sind damit US-Bürger, die im Besitz eines zweiten Passes sind. Die Anordnung soll in der nächsten Woche im öffentlichen Register veröffentlicht werden und 30 Tage danach in Kraft treten.

Das Außenministerium reagierte damit auf die Inhaftierung und den späteren Tod des US-Studenten Otto Warmbier. Er war in Nordkorea während einer touristischen Reise festgenommen und inhaftiert worden. Aus ungeklärter Ursache fiel er ins Koma und starb wenige Tage nach seinem Rücktransport in den USA. Drei weitere US-Bürger sitzen in nordkoreanischer Haft.

Polens Präsident trifft sich mit Gerichtspräsidentin

Im Streit über die Unabhängigkeit von Polens Justiz hat Präsident Andrzej Duda einem Gespräch mit der Ersten Vorsitzenden des Obersten Gerichtshofs zugestimmt. Das Treffen mit Malgorzata Gersdorf - Juristin des von umstrittenen Reformplänen der Regierung betroffenen Gerichts - werde am Montag stattfinden, meldete die Agentur PAP gestern unter Berufung auf die Präsidentenkanzlei.

In einem Schreiben an Duda hatte Gersdorf für eine sachliche und ruhige Diskussion über den Umbau des Justizwesens geworben. „Herr Präsident, Sie stehen heute vor einer Probe, von der ich glaube, dass Sie sie bewältigen können“, schrieb sie. Ein früheres Gesprächsgesuch soll Duda zunächst abgelehnt haben.

Duda muss Reform zustimmen

Trotz Sanktionsdrohungen der EU-Kommission und massiver Kritik internationaler Juristen treibt Polens nationalkonservative Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) eine Reform zur Neuordnung des Obersten Gerichtshofs voran.

Der Entwurf, mit dem sich die Partei Kritikern zufolge Richter und Gerichte unterstellen will, wurde vom Parlament gebilligt, nun debattiert der Senat darüber. Dessen Zustimmung gilt als sicher, weil die PiS dort die Mehrheit hat. Dann müsste nur noch Duda unterschreiben.

Um das zu verhindern, hatten am Donnerstag Zehntausende Menschen in Warschau protestiert und den Präsidenten aufgefordert, ein Veto einzulegen. Auch heute kam es in Polen vielerorts zu Protesten. Brüssel hatte Warschau zum sofortigen Stopp der Gesetzesarbeiten aufgefordert und sogar mit einem Entzug der Stimmrechte gedroht. Am Mittwoch soll die EU-Kommission erneut über Polen beraten.

100 Tote seit Beginn der Proteste in Venezuela

Seit Beginn der Proteste gegen die venezolanische Regierung Anfang April sind 100 Menschen bei Demonstrationen ums Leben gekommen. Zuletzt starb ein 15-jähriger Demonstrant. Das berichtete die Staatsanwaltschaft Venezuelas gestern.

Das jüngste Todesopfer starb am Donnerstag bei einer Demonstration im Rahmen eines Generalstreiks in Zulia im Westen des Landes. Die teils gewalttätigen Proteste sind gegen den sozialistischen venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und seine Regierung gerichtet.

Maduro strebt die Wahl einer verfassunggebenden Versammlung Ende Juli an, die die Macht des von der Opposition dominierten Parlaments aushebeln soll. Die Gegner des Präsidenten werfen ihm vor, auf diese Weise eine Diktatur errichten zu wollen.

Fast täglich Demonstrationen

Auch wegen der katastrophalen wirtschaftlichen Lage in dem ölreichen Land organisiert die Opposition seit dreieinhalb Monaten fast täglich Demonstrationen. Ziel ist es, vorgezogene Präsidentschaftswahlen zu erreichen.

Bei den Protesten kommt es häufig zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften.

Beim 24-stündigen Generalstreik in bestimmten Bezirken der Hauptstadt Caracas und anderen Landesteilen, darunter der zweitgrößten Stadt Maracaibo, blieben am Donnerstag Geschäfte geschlossen, und der öffentliche Verkehr stand still. Die Polizei setzte Tränengas und Schrotgeschoße ein, um die Massen unter Kontrolle zu halten.

EU will Fahrverbot für manipulierte Autos

Die EU-Kommission verliert laut Berichten der „Süddeutschen Zeitung“ und der „Wirtschaftswoche“ (Freitag-Ausgaben) im Abgasskandal die Geduld mit Mitgliedsstaaten und Autoherstellern. In einem Schreiben an alle EU-Verkehrsminister fordere Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska, dass manipulierte Fahrzeuge radikal aus dem Verkehr gezogen werden. Sollten betroffene Autos von VW bis Ende dieses Jahres nicht umgerüstet sein, müssten sie ab 2018 stillgelegt werden. Zugleich werfe die EU-Kommission nationalen Prüfbehörden Versagen vor.

Mehr dazu in „Erwarte Rückrufquote von 100 Prozent“

Inland

Antisemitische Codes: Doskozil stellt FPÖ Ultimatum

Nach den Berichten über angebliche antisemitische Codes und Anspielungen durch den FPÖ-Politiker Johannes Hübner bei einem rechtsextremen Treffen in Deutschland hat Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) von der FPÖ Konsequenzen gefordert. Andernfalls könnten die Freiheitlichen kein Partner sein, sagte er in „Krone“ und „Kurier“ (Samstag-Ausgaben).

Bundeskanzler und SPÖ-Chef Christian Kern hatte Hübners Aussagen bereits verurteilt. Doskozil, der aus dem rot-blau regierten Burgenland stammt, sagte nun in der „Krone“, dass „klar eine Grenze überschritten“ wurde.

Man müsse jder Form von Antisemitismus entschieden entgegentreten. „Ich erwarte mir von der Bundes-FPÖ eine Klarstellung und Distanzierung, aber auch Konsequenzen.“ Wenn es der FPÖ nicht gelinge, sich von Ewiggestrigen zu trennen, könne sie kein Partner sein, sagte er dem „Kurier“.

Aus der FPÖ hatte es nach einem Gespräch zwischen Hübner und Generalsekretär Herbert Kickl geheißen, dass der Abgeordnete künftig in seiner Wortwahl vorsichtiger sein werde. Auch ÖVP-Generalsekretärin Elisabeth Köstinger kritisierte Hübner. Eine Koalition der ÖVP mit der FPÖ, in der Hübner eine Funktion innehat, sei für sie „absolut nicht vorstellbar. So etwas ist inakzeptabel“, so Köstinger in der „Standard“-Wochenendausgabe.

Polizisten ohne Wehrpflicht: Sobotka irritiert Commenda

Polizisten sollen künftig keinen Präsenzdienst mehr leisten müssen. Einen entsprechenden Vorschlag des Vorarlberger Polizeidirektors Hans-Peter Ludescher nahm nun Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) in den „Vorarlberger Nachrichten“ auf. Die Befreiung wäre seiner Ansicht nach ein gutes Argument, junge Leute für den Polizeidienst zu interessieren.

Die Meinung, dass man eine militärische Ausbildung für den Polizeidienst brauche, lasse er nicht gelten: „Vor allem deshalb, weil wir mittlerweile 25 Prozent Damen im Dienst haben und eine Reihe von Zivildienern.“

Nach Angaben Sobotkas wird der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) den Vorschlag nun in die Landeshauptleutekonferenz einbringen, und die nächste Regierung werde sich dann damit befassen.

Commenda: Wehrpflicht kein Wahlkampfthema

Für Verwunderung sorgte Sobotkas Vorstoß bei Generalstabschef Othmar Commenda. „Es überrascht mich, dass dieser Vorschlag gerade von jener Partei kommt, die heftig dafür gekämpft hat, die Wehrpflicht zu erhalten“, so Commenda in einer Aussendung.

Die Wehrpflicht sei kein geeignetes Thema für den Wahlkampf, befand Commenda. Der General zeigte sich auch überzeugt, dass der Vorschlag nach der Wahl wieder in die Schubladen zurückkehre. „Die Wehrpflicht war schon einmal Thema in einem Wahlkampf. Das Ergebnis ist bekannt“, spielte Commenda auf die Volksbefragung 2013 an.

Wechselseitige Verwunderung

Im Innenministerium zeigte man sich wiederum von der Reaktion Commendas überrascht. „Dass sich der Chef des Generalstabes zu politischen Inhalten äußert, ist überraschend. Die Wehrpflicht stand außerdem nicht zur Debatte", so der Sprecher des Innenministers, Andreas Großscharter.

Er wies überdies darauf hin, dass sich auch der Generaldirektor für öffentliche Sicherheit, Konrad Kogler, positiv zu dem Vorschlag geäußert habe. Kogler hatte von einem „zeitgemäßen und modernen Ansatz“ gesprochen, „schon alleine deshalb, weil manche Ausbildungsinhalte wie Waffenhandhabung und Exerzierdienst ähnlich oder ident sind“, so Kogler.

Neu wäre die Präsenzdienstbefreiung übrigens nicht. Es gab sie schon einmal in den 1970er Jahren. Offen ist, wie das Verteidigungsressort auf den Vorschlag reagiert.

Pilz will zu Wochenbeginn über Liste entscheiden

Der Innenpolitik steht eine Woche der Entscheidungen bevor - zumindest hinsichtlich der einen oder anderen Außenseiterkandidatur bei der vorgezogenen Nationalratswahl im Oktober: Sowohl der Ex-Grüne Peter Pilz als auch Team-Stronach-Klubobmann Robert Lugar wollen die Öffentlichkeit Anfang kommender Woche wissen lassen, ob und wie sie antreten.

Man sei in den Vorbereitungen „wirklich weit“, sagte Pilz gestern gegenüber der APA. „Anfang der Woche werden wir entscheiden: Geht’s oder geht’s nicht.“ Die Entscheidung werde man dann auch „zeitnahe“ in einer Pressekonferenz bekanntgeben, kündigte Pilz an. Anfang nächster Woche will auch Lugar der Öffentlichkeit mitteilen, in welcher Form er kandidieren wird.

Schnell wirbt mit „FLÖ“ um FPÖ-Klientel

Das Team Stronach tritt nicht mehr an. Neben einer eigenen Lugar-Liste gäbe es auch die - eher unwahrscheinliche - Variante, dass Lugar bei den Freiheitlichen andocken darf - er kann ja zumindest mit einer Vergangenheit bei der FPÖ (und dem BZÖ) aufwarten. Im Pilz-Projekt spielt er jedenfalls keine Rolle, und auch der langjährige Salzburger FPÖ-Politiker Karl Schnell, der mit einer eigenen Liste antreten will, sagte der APA heute: „Lugar ist nicht bei uns.“

Schnell hat vor, sich die Kandidatur mittels Unterschriften von zwei ebenso früher blauen Nationalratsabgeordneten sowie Team -Stronach-Mandatar Christoph Hagen zu sichern. Darüber hinaus bestehe aber keine Verbindung zum Team Stronach, meinte Schnell. Heißen soll seine Liste jedenfalls „Freie Liste Österreich - FPS (Freie Partei Salzburg, Anm.) Liste Dr. Karl Schnell“, Kurzbezeichnung „FLÖ“. Ansprechen will er „enttäuschte Freiheitliche“, aber auch frühere SPÖ- und ÖVP-Wähler.

Wirtschaft

Laut Insider rund zehn Kaufangebote für Alitalia

Die angeschlagene Fluggesellschaft Alitalia hat einem Insider zufolge etwa zehn Kaufangebote erhalten. Es seien nicht bindende Offerte eingegangen, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person gestern laut Reuters.

Eine entsprechende Frist war um 18.00 Uhr abgelaufen. Bis Ende kommender Woche soll nun das Wirtschaftsministerium informiert werden, teilte Alitalia mit.

Anfangs wenig Interesse in Branche

Die Regierung in Rom hatte Mitte Mai den Startschuss für den Verkaufsprozess der unter Sonderverwaltung stehenden Traditionsairline gegeben.

In der Branche hatte sich ursprünglich kein großes Interesse abgezeichnet, mehrere Konkurrenten wie Lufthansa, Norwegian Air, Air France-KLM und Ryanair hatten abgewinkt. Alitalia setzen hohe Kosten und die Konkurrenz durch Billigflieger und Schnellzüge zu.

Kritik aus Österreich an EU-„Frittierverordnung“

Mit neuen EU-Regeln soll ab 2019 das möglicherweise krebserregende Acrylamid in Lebensmitteln wie Pommes frites, Chips und Knäckebrot zurückgedrängt werden. „Diese Verordnung ist das beste Beispiel dafür, dass sich die EU zu sehr in Details einmischt, statt sich um die großen Probleme zu kümmern“, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) gestern.

Die Wirtschaftskammer Wien sieht in der Acrylamid-Richtlinie „die nächste Bevormundung der Konsumenten zulasten der Unternehmer“, sagte Peter Dobcak, Fachgruppenobmann der Gastronomie. Man sollte eher auf Freiwilligkeit und eine vernünftige Aufklärungskampagne setzen, „als den bürokratischen Aufwand zu erhöhen“.

„Farbguide“ soll zu starkes Bräunen verhindern

Die Verordnung sieht zum Beispiel vor, dass in jeder Küche ein einheitlicher „Farbguide“ hängt, um ein zu starkes Bräunen von Pommes frites und Toastbrot zu verhindern. Ferner ist vorgeschrieben, dass Pommes frites vor der Zubereitung für 30 bis 120 Minuten gewässert werden sollen.

„Was im ersten Moment nicht so schlimm klingt, kann auf den zweiten Blick Aufzeichnungspflichten oder Strafen nach sich ziehen. Ich sehe hier Parallelen zur Allergenverordnung“, erklärte Rupprechter in einer Aussendung. Bei der Allergenverordnung habe Österreich über das Ziel hinausgeschossen und es den Gastronomen schwerer gemacht, als die EU es vorgegeben habe, so der Minister.

Bericht über geheime Absprachen in Autoindustrie

Die deutschen Autohersteller haben sich laut einem Medienbericht in einer Reihe von geheimen Arbeitskreisen über die Dieselabgasreinigung und viele andere Technikstandards abgesprochen. Volkswagen habe am 4. Juli 2016 darüber einen Schriftsatz bei Wettbewerbsbehörden eingereicht, berichtete der deutsche „Spiegel“ gestern.

Darin soll VW selbst den Verdacht äußern, die Absprachen von Volkswagen, Audi, Porsche, BMW und Daimler seien „kartellrechtswidriges Verhalten“. Seit den 90er Jahren hätten sich mehr als 200 Mitarbeiter in über 60 Arbeitsgruppen über Kosten, Zulieferer, Märkte und Strategien abgestimmt.

Auch die Auswahl von Lieferanten und die Preise von Bauteilen in allen Bereichen der Autoentwicklung, von Motoren, Bremsen, Kupplung und Getrieben, seien Gegenstand der Gespräche gewesen.

Daimler erklärte, das Unternehmen äußere sich grundsätzlich nicht zu Spekulationen. Die anderen Unternehmen waren nicht unmittelbar zu einer Stellungnahme zu erreichen.

Hinweis

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Sport

Erste Liga: Ried legt Fehlstart hin

Die Ambitionen von Ried auf den sofortigen Wiederaufstieg in die Bundesliga haben gleich zum Saisonauftakt der Ersten Liga einen Dämpfer erlitten. Die Oberösterreicher mussten sich gestern im Heimspiel Wiener Neustadt bei teilweise sintflutartigen Regenfällen geschlagen geben.

Während Wacker Innsbruck mit einem Remis bei BW Linz startete, feierte Austria Lustenau einen Kantersieg beim FAC. Ebenfalls siegreich blieben Liefering und Aufsteiger Hartberg.

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Golf: Wiesberger schafft Cut bei British Open

Bernd Wiesberger hat bei den 146. British Open doch noch den Cut geschafft und wird am Wochenende weiter beim prestigeträchtigen Golfturnier spielen. Der 31-Jährige erreichte gestern eine schwache 75er-Runde. Dem Burgenländer, der bereits in der Früh seine Runde absolviert hatte, spielten die noch schlechteren Wetterbedingungen am Nachmittag in die Karten. Wiesberger hat damit die Chance, sein bisher bestes British-Open-Resultat (64.) von 2013 zu verbessern.

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UEFA Euro 2017: Schwerer Brocken für Österreicherinnen

Nach dem erfolgreichen Fußball-EM-Auftakt gegen die Schweiz wartet auf Österreichs Frauen-Nationalteam heute (20.45 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) die nächste große Herausforderung. Gegner Frankreich ist die Nummer drei der Welt und ein Anwärter auf den EM-Titel, den die Französinnen noch nie gewinnen konnten.

Auf dem Papier ist die Elf von Olivier Echouafni gegen Österreich also klar in der Favoritenrolle, wenngleich Teamstürmerin Eugenie Le Sommer zu bedenken gab: „Es gibt keine kleinen Teams mehr, kein Spiel ist vor dem Anpfiff gewonnen“ - die ÖFB-Damen dürfen hoffen.

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Chronik

Dutzende Häuser bei Brand in Yosemite-Park zerstört

In Kalifornien hat ein Waldbrand nahe dem berühmten Yosemite-Nationalpark mehrere Dutzend Wohnhäuser zerstört. Fast 4.000 Helfer kämpften gegen die Flammen im Bezirk Mariposa County, wie die Brandschutzbehörde gestern mitteilte. Über Nacht waren die Brände auf eine Fläche von knapp 3.000 Quadratkilometern gewachsen.

Brand nahe des Yosemite-Nationalparks

APA/AFP/Josh Edelson

Tausende Menschen hätten ihre Häuser verlassen, die kleine Ortschaft Mariposa sei komplett geräumt worden, hieß es. Durch den Einsatz der Feuerwehr konnte der Brand aber bereits zu 15 Prozent eingedämmt werden, teilte die Behörde weiter mit.

Rauch von dem Feuer war auch im 50 Kilometer entfernten Yosemite-Park zu sehen. Das beliebte Ausflugsziel musste aber nicht geschlossen werden. Das für seine steilen Granitwände und Wasserfälle bekannte Yosemite-Tal lockt jährlich mehr als drei Millionen Besucher an.

Kultur

Bregenz: „Moses“ teilt Rotes Meer und Publikum

Am Ende der Premiere von „Moses in Ägypten“ am Donnerstag im Bregenzer Festspielhaus hat sich nicht nur das Rote Meer gespalten, sondern auch das Publikum. Das recht selten gespielte Werk von Gioachino Rossini musste neben viel Jubel auch sehr deutliche Buhs einstecken.

Dabei gelang es der Niederländerin Lotte de Beer mit dem Kollektiv Hotel Modern sowohl biblische Plagen - per Livevideo übertragen - als auch verbotene Romanze charmant auf die Bühne zu bringen. Deutlich schwieriger gestaltete sich der Abend in musikalischer Hinsicht.

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Justin Bieber in China unerwünscht

Der kanadische Popsänger Justin Bieber ist wegen „schlechten Verhaltens“ in China vorerst nicht willkommen. „Wir hoffen, Justin Bieber kann seine Worte und Taten durch das Erwachsenwerden verbessern und zu einem Sänger werden, der wirklich gemocht wird“, teilte das Kulturbüro in Peking mit.

Der 23-Jährige war 2014 in China für den Besuch des Yasukuni-Schreins in Tokio scharf kritisiert worden. In dem 145 Jahre alten Schrein in der japanischen Hauptstadt werden gemeinsam mit den 2,5 Millionen japanischen Kriegstoten auch 14 verurteilte Kriegsverbrecher geehrt. China und Korea waren im Zweiten Weltkrieg von Japan besetzt.

Bieber entschuldigte sich für Besuch

Der Kanadier hatte sich kurz nach dem Besuch des Yasukuni-Schreins entschuldigt: „Ich war der irrigen Annahme, Schreine wären allesamt reine Gebetsstätten.“ Er sagte damals weiter: „Ich liebe Dich, China, und ich liebe Dich, Japan.“

Bieber war zuletzt 2013 in China aufgetreten. Chinesische Fans hatten jetzt auf der Website des Kulturbüros in Peking gefragt, wann Bieber das nächste Mal in ihrem Land auftreten werde. Daraufhin schrieb die Behörde in einem Statement, es sei „unangebracht, schlechtes Verhalten in die darstellenden Künste zu übertragen“. Den Besuch des Schreins nannte die Behörde nicht.

Leute

Buckingham-Palast zeigt Geschenke an die Queen

Die britische Königin Elizabeth II. (91) hat während ihrer 65-jährigen Regentschaft viele ausgefallene Geschenke bekommen. Etwa 200 davon sind seit heute in einer Ausstellung mit dem Titel „Royal Gifts“ (Königliche Geschenke) im Buckingham-Palast zu sehen. Oft handelt es sich um landestypische Kunstwerke, die der Queen auf ihren vielen Staatsbesuchen in aller Welt überreicht wurden.

Queen aus Bananenblättern

Manche stellen die Monarchin selbst dar, zum Beispiel ein aus Bananenblättern gewebtes Porträt aus Ruanda, eine Porzellanfigur an der Spitze eines chinesischen Lebensbaums und eine Bronzebüste aus Australien.

Auf manchen Reisen wurde die britische Königin auch mit lebenden Tieren beschenkt, zum Beispiel mit einem Elefanten aus Kamerun, einem Faultier aus Brasilien und sechs Kängurus aus Australien, die jedoch in ihren Heimatländern verblieben. Der 589 Kilogramm schwere Elefant ist zumindest auf einem Foto zu sehen.

Ausstellungsteil Lady Di gewidmet

Der Buckingham-Palast wird jeden Sommer teilweise für Besucher geöffnet. Kurz vor dem 20. Todestag von Lady Diana wurde auch ihr ein kleiner Teil der Ausstellung gewidmet. Ihre Söhne Prinz William und Prinz Harry sollen mehrere persönliche Gegenstände, die auf ihrem alten Schreibtisch drapiert wurden, selbst ausgesucht haben.

Panorama

Limonade verkauft: 170 Euro Strafe für Fünfjährige in London

Weil eine Fünfjährige ohne Genehmigung Limonade verkauft hat, sollte ihr Vater umgerechnet 170 Euro an eine Londoner Behörde zahlen. Vier Behördenmitarbeiter hätten das Kind auf einem Straßenfest zur Rede gestellt, wie der Vater in einem Gastbeitrag im „Telegraph“ am Donnerstag berichtete.

Ein Beamter habe eine „ziemlich lange Vorschrift“ vorgelesen und erklärt, der Vorfall ziehe eine Strafe nach sich. Es wurden 150 britische Pfund verhängt. Der Fall schlug in den Medien hohe Wellen. Die Limonade hatte das Mädchen selbst gemacht.

Bezirksverwaltung entschuldigt sich

Die Bezirksverwaltung von Tower Hamlets reagierte gestern per Kurznachrichtendienst Twitter. „Es tut uns sehr leid, dass dies passiert ist. Wir erwarten von unseren Mitarbeitern, dass sie gesunden Menschenverstand zeigen. Das ist hier eindeutig nicht geschehen.“ Die Strafe werde sofort zurückgenommen, Vater und Tochter seien um Entschuldigung gebeten worden, hieß es.