Ausland

Neue Initiative für EU-Finanztransaktionssteuer

Österreich und acht weitere Euro-Staaten haben in einem Brief an die dänische EU-Ratspräsidentschaft eine rasche Umsetzung der Finanztransaktionssteuer auf europäischer Ebene gefordert.

Die Unterzeichner sind neben dem italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti die Finanzminister Deutschlands, Frankreichs, Belgiens, Spaniens, Finnlands, Griechenlands und Portugals. Eine entsprechende Meldung französischer und italienischer Nachrichtenagenturen wurde heute Abend vom Sprecher des Finanzministeriums, Harald Waiglein, auf Anfrage der APA bestätigt.

In dem Brief wird ein Entwurf der EU-Kommission unterstützt, der vor allem von Großbritannien abgelehnt wird. Zuvor war allerdings auch eine Besteuerung von allen Euro-Finanztransaktionen durch die Euro-Staaten die Rede. Auf diese Art könnte eine Blockade Großbritanniens umgangen werden. Österreich stelle sich auf einen langen Kampf für die Finanztransaktionssteuer ein, hieß es aus dem Finanzministerium. „Niemand glaubt, dass es von heute auf morgen geht“, sagte Waiglein.

Brasilien: Polizeistreik in Bahia dauert an

Im brasilianischen Bundesstaat Bahia ist auch nach acht Tagen kein Ende des Polizeistreiks in Sicht. Ein mehrstündiges Gespräch zwischen der Regierung und Streikvertretern blieb nach Medienberichten heute ohne Einigung. An dem Treffen nahm als Vermittler Salvadors Erzbischof, Murilo Krieger, teil.

Seit Beginn des von der Justiz als illegal eingestuften Streiks stieg die Mordrate in der rund 2,7 Millionen Einwohner zählenden Küstenstadt Salvador da Bahia deutlich. Auch in anderen Orten des Bundesstaates kam es zu zunehmender Gewalt mit vielen Diebstählen und Überfällen.

Gehaltserhöhung gefordert

Über 3.000 Soldaten sind im Einsatz, um für Sicherheit zu sorgen. Salvador ist in rund zwei Wochen Schauplatz eines der größten Straßenkarnevalsumzüge des Landes. Die Streikenden halten in der Stadt seit einer Woche auch das Regionalparlament besetzt, das von Hunderten Soldaten umstellt ist.

Mit der Aktion wollen die Polizisten Gehaltserhöhungen durchsetzen, die auch ein umstrittenes Thema im Bundesparlament sind. Politiker fürchten, Polizisten in anderen Bundesstaaten könnten dem Beispiel in Bahia folgen. Salvador ist einer von zwölf Austragungsorten der Fußball-WM 2014.

Treffen griechischer Parteispitzen erneut verschoben

Das für heute geplante Treffen der griechischen Parteispitzen über die für das neue Rettungspaket nötigen Einschnitte ist auf morgen verschoben worden. Die Parteichefs hätten bisher noch keinen von der Regierung und den ausländischen Kreditgebern verfassten schriftlichen Entwurf für eine Einigung erhalten, so ein Parteifunktionär, der nicht namentlich genannt werden wollte.

Daher hätten sie auch noch keinen Einblick in die geplanten Einschnitte nehmen können. Die Einigung der griechischen Parteien ist Voraussetzung für weitere internationale Hilfen. Die Verzögerung bedeutet nach Angaben einer Regierungssprecherin aber nicht, dass grundsätzliche Probleme aufgetaucht seien. Es gehe lediglich darum, „Feinheiten“ des Sparprogramms mit den Kontrolleuren der internationalen Geldgeber abzustimmen.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet einen Abschluss der Sparverhandlungen bis Donnerstagabend. Es sei wahrscheinlich, dass die Finanzminister der Euro-Gruppe dann tagen könnten. Es sei möglich, dass der Troika-Bericht bis dahin fertig sei, sagte Merkel weiter.

Barroso für Verbleib Athens in Euro-Zone

EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Durao Barroso sprach sich für einen Verbleib des hoch verschuldeten Landes in der Euro-Zone aus. „Ganz Europa hat seine Augen auf Griechenland gerichtet. Wir sind in einem sehr entscheidenden Moment im Hinblick auf die Zukunft Griechenlands. Wir wollen Griechenland im Euro“, sagte Barroso heute nach einem Treffen mit dem früheren EU-Kommissionspräsidenten Jacques Delors in Brüssel.

Kroes: Austritt Athens zu verkraften

EU-Kommissarin Neelie Kroes hatte zuvor vor Horrorszenarien bei einem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone gewarnt. „Wenn ein Mitglied geht, heißt das nicht ‚Mann über Bord‘.“ Ihre Wortwahl sei womöglich unglücklich, sagte Kroes und bemühte mit dem europäischen Haus sogleich ein anderes Bild: „Es hieß immer, wenn man ein Land gehen lässt oder es um Austritt bittet, stürzt das gesamte Gebäude ein. Das stimmt einfach nicht.“ Die Linie der EU-Kommission sei aber klar - Griechenland solle in der Euro-Zone bleiben.

Streik und Demonstrationen in Griechenland

Der Streik in Griechenland gegen die geplanten neuen harten Einsparungen hat heute vor allem den öffentlichen Verkehr in Athen zu großen Teilen lahmgelegt. Es liefen keine Fähren zu den Inseln der Ägäis aus. Bahnen fuhren nicht, Schulen blieben geschlossen.

Ärzte in staatlichen Krankenhäusern behandelten nur Notfälle. Supermärkte, Hotels und Geschäfte blieben aber offen. Auch alle Taxis fuhren. Zu den Arbeitsniederlegungen hatten die beiden größten Gewerkschaftsverbände GSEE für den Privatsektor und ADEDY für die Beamten aufgerufen.

Video dazu in iptv.ORF.at

Berlusconi muss sich einem vierten Prozess stellen

Italiens Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi muss sich einem weiteren Prozess stellen. Das entschied heute ein Richter in Mailand. In dem Verfahren soll es um die Veröffentlichung eines heimlich abgehörten Telefonats durch eine der Zeitungen von Berlusconis Medienimperium gehen.

Gegen Berlusconi laufen in Italien bereits drei Prozesse. Bei einem geht es um mutmaßlichen Sex mit einer damals minderjährigen Prostituierten, in einem anderen um die Bestechung eines früheren Anwalts und im dritten um mögliche Steuervergehen seines Medienimperiums Mediaset.

In dem neuen Prozess soll es um die Veröffentlichung einer geheimen Telefonmitschrift in der Mediaset-Zeitung „Il Giornale“ gehen, bei dem es 2005 um eine mögliche Bankenübernahme im Land ging. Dem Ex-Regierungschef wird deshalb „Verletzung institutioneller Geheimnisse“ vorgeworfen. Sein Anwalt, Niccolo Ghedini, wies die Vorwürfe zurück: „Dieser x-te Prozess wird im Nichts enden, genau wie alle anderen.“

TV-Sender gestürmt: Meuterei auf den Malediven

Nach wochenlangen Protesten hat die Polizei auf den Malediven heute einen Aufstand gegen Präsident Mohamed Nasheed begonnen. Die meuternden Polizisten brachten nach Angaben von Medienvertretern den öffentlich-rechtlichen TV-Sender unter ihre Kontrolle. Sie riefen die Bevölkerung zu Demonstrationen gegen Nasheed auf.

Kurz darauf erklärte Nasheed seinen Rücktritt. In dem Urlauberparadies im Indischen Ozean gab es seit Wochen Proteste gegen den Präsidenten und seine Regierung. Laut Regierung sind Urlauber von den Unruhen nicht betroffen.

Mehr dazu in Polizisten besetzen TV-Sender

Inland

Experte: Umwidmungsabgabe und Immosteuer „das Gleiche“

Die von SPÖ und ÖVP derzeit diskutierten Steuern auf Umwidmungsgewinne und auf Immobilienwertzuwächse sind eigentlich ein und dieselbe Steuer.

Darauf verweist der Finanzrechtsexperte Werner Doralt im Gespräch mit der APA. Grund dafür: Würde die Spekulationsfrist auf Gewinne aus Immobiliengeschäften tatsächlich gestrichen, dann wären damit automatisch auch Wertsteigerungen durch Umwidmung erfasst. „Im Prinzip ist das ein und dieselbe Steuer“, sagte Doralt.

Doralt kritisiert, dass Wertgewinne aus Immobiliengeschäften derzeit ausdrücklich von der Einkommenssteuer befreit sind, wenn der betreffende Grund und Boden Teil des Betriebsvermögens ist. „Hauptnutznießer dieser Besteuerungslücke war die Landwirtschaft, auf deren Betreiben diese Gesetzeslücke bisher auch nicht beseitigt wurde“, so Doralt.

Steuerlücke nicht geschlossen

Nur wenn ein Unternehmer rechnungslegungspflichtig ist oder Körperschaftssteuer bezahlen muss (also etwa eine GmbH), dann müssen die entsprechenden Gewinne versteuert werden. Wäre diese Steuerlücke schon in der Vergangenheit beseitigt worden, dann gäbe es heute kein Umwidmungsproblem, sagte Doralt.

Jetzt aber zwei verschiedene Abgaben - eine Steuer auf Umwidmungsgewinne und eine auf Immobilienwertzuwächse - einzuführen, das wäre aus seiner Sicht „einhebungstechnisch problematisch“, weil „ein neuer zusätzlicher Verwaltungsaufwand“. Beide Themen müssten in der Einkommenssteuer geregelt werden.

Serbische Kriegsverbrecher in Innsbruck?

In Innsbruck sollen sich mutmaßliche serbische Kriegsverbrecher aufhalten. Die größte bosnische Zeitung „Dnevni Avaz" hat die Wohnadressen angeblich für Massaker Verantwortlicher veröffentlicht. Die Tiroler Sicherheitsdirektion will mit den Genannten Kontakt aufnehmen.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Hypo-Ausschuss: Keine Einigung über Endbericht

Der Kärntner Hypo-U-Ausschuss hat heute keinen Abschluss gefunden. Weder der Bericht der FPK noch jener der Grünen fand eine Mehrheit, Ausschussvorsitzender Rolf Holub (Grüne) unterbrach daraufhin die Sitzung. Ob der Ausschuss je formal beendet werden kann - dafür braucht es einen Abschlussbericht -, ist derzeit fraglich.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Sport

Radsport: Contador gibt trotz Dopingsperre nicht auf

Alberto Contador gibt nicht auf. Der spanische Radprofi will seine Karriere nach Ablauf der zweijährigen Dopingsperre im kommenden August fortsetzen und überlegt außerdem eine Anfechtung des Urteils des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS).

„Meine Anwälte prüfen, welche Möglichkeiten es gibt“, sagte Contador heute Abend auf einer Pressekonferenz. „Aber ich habe ihnen schon gesagt, dass ich bis zum Ende weiterkämpfen will.“

Mehr dazu in sport.ORF.at

Formel 1: „Hässlichkeit“ auch bei Williams Trumpf

Nach Red Bull und Ferrari hat auch Williams bei der heutigen Präsentation seines neuen FW34-Boliden in Jerez auf Hässlichkeit gesetzt. Beim britischen Rennstall zählen mehr die inneren Werte: Vor allem der neue Motor von Renault soll die bisher schlechteste Saison vergessen machen und das Team zurück auf die Siegesstraße bringen. Es ist der gleiche Motor wie bei Weltmeister Red Bull.

Mehr dazu in sport.ORF.at

ZIB2

Justizministerium zum Fall Grasser

Neben einer Schadenersatzforderung der bei der BUWOG-Privatisierung unterlegenen CA Immobilien Anlagen AG (CA Immo) muss sich Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser jetzt auch mit steuerlichen Fragen auseinandersetzen. Die Kriminalpolizei eröffne eine neue Front im Finanzstrafverfahren gegen den Ex-Finanzminister wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung, berichtet die Zeitung „Falter“. Zu Gast in der ZIB2 ist Christian Pilnacek, zuständiger Sektionschef im Justizministerium.

Rumäniens Regierungschef stolpert über Sparpaket

Rumäniens Ministerpräsident Emil Boc hat eines der EU-weit drastischsten Sparpakete umgesetzt - und ist jetzt darüber gestolpert. Um Milliardenhilfe der Europäischen Union (EU) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu erhalten, hatte Boc unter anderem Steuererhöhungen und Gehaltskürzungen verordnet.

Der Apple-Erfolg und seine Schattenseiten

Der Technologiekonzern Apple hat im letzten Quartal mehr als zehn Milliarden Euro Gewinn gemacht. Mit dem Erfolg wächst auch die Kritik an Apple - vor allem an den unwürdigen Arbeitsbedingungen beim Zulieferer Foxconn in China, wo Apple seine Geräte herstellen lässt.

Die Jedi-Ritter werden aufpoliert

Regisseur und Produzent George Lucas will die sechs „Star Wars“-Kinofilme ab diesem Jahr in 3D-Bildern neu herausbringen. Start ist diese Woche: „Krieg der Sterne: Episode I – Die dunkle Bedrohung“. Mehr dazu in der ZIB2.

Kälte hat Europa fest im Griff

In Europa hat die Kältewelle bisher mehr als 300 Menschen das Leben gekostet. In Österreich schneite es heute in allen Landeshauptstädten. Besonders in Ostösterreich sorgten glatte Fahrbahnen für Unfälle und Chaos. Auf vielen Berg- und Passstraßen gab es ohne Schneeketten kein Vorankommen mehr.

ZIB2 mit Armin Wolf, 22.00 Uhr, ORF2

Mail an die ZIB2

Medien

RTL-Chef Zeiler verlässt Bertelsmann

Gerhard Zeiler, CEO der RTL Group und Vorstandsmitglied der Bertelsmann AG, legt beide Funktionen zurück und verlässt die Unternehmensgruppe per 18. April.

Die Trennung von Zeiler erfolge „in aller Freundschaft“, man akzeptiere seinen Wunsch, „sich noch einmal einer neuen Aufgabe zu stellen“, hieß es heute Abend in einer Aussendung. Was genau er machen werde, wurde nicht angegeben. Zeilers Nachfolger an der RTL-Spitze werden Guillaume de Posch und Anke Schäferkordt.

Der 56-jährige Österreicher Zeiler war ab 1994 ORF-Generalintendant und folgte 1998 Helmut Thoma als Geschäftsführer von RTL Television nach. Zeiler hatte sich vor der letzten ORF-Generaldirektorenwahl wieder für den Chefsessel in Wien interessiert, dann aber wegen politischer Machtspiele abgewunken.

RTL künftig mit Doppelspitze

Für Zeiler soll Schäferkordt, Geschäftsführerin der Mediengruppe RTL Deutschland, zum Mitglied des Bertelsmann-Vorstandes bestellt werden. Die Berufung soll in der nächsten Sitzung des Aufsichtsrates der Bertelsmann AG Ende März formal beschlossen werden, teilte der Medienkonzern in einer Aussendung mit.

Weiter werde De Posch, im Board der RTL Group für das internationale Fernsehgeschäft zuständig, Mitglied des Group Management Committees (GMC) von Bertelsmann. Schäferkordt und De Posch sollen die RTL Group künftig als Co-CEOs führen, gemeinsam mit dem Finanzvorstand Elmar Heggen.

Wirtschaft

Frisches Geld vom Staat für Kommunalkredit-„Bad Bank“

Die KA Finanz, „Bad Bank“ der staatlichen Kommunalkredit, bekommt einen weiteren staatlichen Zuschuss zur Bilanzstützung für den Abschluss 2011.

Grund sind die griechischen Staatspapiere und Titel anderer Euro-Schuldenstaaten, die im Portfolio des Instituts abgewertet bzw. abgeschrieben werden müssen. Mit einer neuen Bürgschaft in dreistelliger Millionenhöhe kriegt die KA Finanz im Jahresabschluss 2011 ein ansonsten fälliges Verlustrisiko in dieser Höhe weg.

Laut APA-Informationen ist geplant, zur Vermeidung eines Wertberichtigungsbedarfs in der Bilanz 2011 Vermögenswerte der KA Finanz mit einer Bundesbürgschaft von rund 190 Mio. Euro zu belegen. Damit können im selben Ausmaß Wertberichtigungen und Abschreibungen unterbleiben - oder bestenfalls zum Teil sogar aufgelöst werden.

Gesellschafterzuschuss sichert Eigenkapitalquote

Außerdem gibt es für die KA Finanz im zweiten Quartal heuer - spätestens zur Bilanzerstellung - einen Gesellschafterzuschuss. Der soll, wie es heißt, gewährt werden, um die Tier-1-Kapitalisierung ausreichend hoch beibehalten zu können, also bei mehr als sieben Prozent. Zur genauen Höhe gibt es bisher nur Spekulationen, dabei ist von maximal 609 Mio. Euro die Rede.

Zum Teil gibt es durch die neuen Vereinbarungen für heuer und nächstes Jahr keine Restrukturierungsbeiträge mehr, zum anderen handelt es sich um neue Hilfen. Im Finanzministerium wird gegenüber der APA betont, dass der Bund für alle Maßnahmen schon 2011 im Budget Vorsorge getroffen habe.

Zielpunkt-Chef kauft Zielpunkt

Der heimische Lebensmitteldiskonter Zielpunkt wird von einer Investorengruppe um Unternehmenschef Jan Satek gekauft. Verkäufer ist die luxemburgische bluO-Gruppe. Als Kaufpreis wird ein „mittlerer zweistelliger Millionenbetrag“ genannt.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Spionage: Milliardenklage gegen chinesische Windkraftfirma

Wegen angeblicher massiver Industriespionage hat das US-Windkraftunternehmen AMSC seinen chinesischen Konkurrenten Sinovel auf Schadenersatz in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar (gut 920 Mio. Euro) geklagt.

Wegen „Vertragsverletzungen und Diebstahls geistigen Eigentums“ im Jahr 2011 seien drei Zivilklagen bei chinesischen Gerichten eingereicht worden, teilte AMSC gestern mit. Die Beschwerden sind der vorläufige Höhepunkt in einem seit dem vergangenen Jahr schwelenden Streit zwischen den Unternehmen.

Im März 2011 hatte AMSC Sinovel beschuldigt, bestellte Ware nicht angenommen und bereits erfolgte Lieferungen nicht bezahlt zu haben. In Österreich wurde zudem ein früherer AMSC-Mitarbeiter festgenommen, dem das Unternehmen vorwirft, Teile einer Software zur Kontrolle von Windanlagen unrechtmäßig an sich gebracht und an Sinovel weitergegeben zu haben. Inzwischen nutzten die Chinesen in ihren Windanlagen die gestohlene Software, was die Industriespionage belege.

Sparprogramm: Lufthansa setzt auf Leiharbeiter

Nicht nur die AUA muss sparen, auch die Konzernmutter Lufthansa hat sich ein gewaltiges Sparpaket verordnet: Bis 2015 sollen die Kosten um 1,5 Mrd. Euro gesenkt werden. Dem Vernehmen nach ist unter anderem geplant, bei Konzerntöchtern Leiharbeiter einzusetzen, etwa im Kabinenpersonal. Der AUA-Betriebsrat erteilt solchen Plänen eine Absage.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Übergewichtige als ignorierte Zielgruppe

Diätgerichte, Schlankheitspillen, Modegeschäfte für große Größen: Auf den ersten Blick gibt es ein großes Angebot von Produkten speziell für übergewichtige Menschen. Doch während die Zahl dicker Menschen weltweit rasant zunimmt, zeigt sich, dass es in vielen Bereichen einen großen Nachholbedarf gibt.

Sessel mit einer zu schmalen Sitzfläche, Toilettensitze, die großem Gewicht nicht standhalten, Gurte, die schlicht zu kurz sind - viele Dinge des Alltags werden den Bedürfnissen beleibter Menschen nicht gerecht. Hersteller reagieren darauf nur sehr zögerlich. Und verpassen damit ein großes Marktpotenzial.

Mehr dazu in „Riesengroßer Markt, keiner will rein“

Chronik

A1: Lenker fuhren in Rettungsgasse

Bei mehreren Unfällen auf der Westautobahn (A1) hat heute die Rettungsgasse nicht funktioniert, berichten die Einsatzkräfte. Vor allem im Bereich Amstetten fuhren Pkw-Lenker in die Rettungsgasse ein und behinderten die Feuerwehr.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Schnee sorgte für Verkehrschaos

Die Kälte und der Schneefall führen auf den Straßen im Osten zu Problemen. Es passieren immer wieder Unfälle. Meist kamen Fahrzeuge von der Fahrbahn ab und rutschten in den Straßengraben. Vereinzelt kam es auch zu Kollisionen.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Stmk.: Fußgängerin von Rettungswagen angefahren

Eine Fußgängerin ist gestern in Graz von einem Rettungswagen angefahren und schwer verletzt worden. Die Frau wollte über die Straße gehen, übersah dabei aber das Fahrzeug. Sie geriet mit dem linken Fuß unter einen Reifen.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Heizausfall in Salzburg: Busfahrkarte als Entschädigung

Nach dem Totalausfall des Heizkraftwerkes in der Stadt Salzburg am Samstag zeigt sich die Salzburg AG nun doch bei den rund 12.000 betroffenen Kunden erkenntlich. Sie sollen Freifahrtscheine für den Obus bekommen.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Prostituierte vergewaltigt: Acht Jahre Haft

Wegen der Vergewaltigung einer Prostituierten ist heute ein 32-Jähriger in Innsbruck zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Gemeinsam mit einem zweiten Mann war er im September über die Frau hergefallen.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Zimmer für Obdachlose in Wiener Bordell

Ein Wiener Bordell hat seit gestern Abend seine Tore für Obdachlose geöffnet. Zehn Zimmer stehen Menschen, die keine Unterkunft haben, zur Verfügung. Wer zuerst kommt, nächtigt zuerst, so der Betreiber.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Bengalische Tiger griffen Touristenbus in China an

Blanker Horror für eine Gruppe von Touristen in einem chinesischen Naturpark: Bengalische Tiger griffen laut Berichten von Staatsmedien von heute den Bus der Besucher der Jinan Wildlife World in der östlichen Provinz Shandong an, schlitzten die Reifen auf und zerstörten Fensterscheiben.

Bei dem Vorfall am Samstag wurde keiner der 27 Touristen verletzt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Der Fahrer des Busses sei dagegen an der Hand verletzt worden, als die Tiger auf das Fahrzeug sprangen und die Windschutzscheibe zerbrachen.

Der für die Besuchergruppe zuständige Parkmitarbeiter war den Berichten zufolge beim Mittagessen, als die Raubkatzen angriffen. Angestellte des Parks hätten zehn Minuten gebraucht, um ein Gatter zu öffnen, durch das sich die Touristen retten konnten. Wie die Zeitung „Global Times“ berichtete, versteckten sich die terrorisierten Urlauber unter den Sitzen des Busses, während die Tiger die Reifen zerbissen und die Scheibenwischer und Fenster zerstörten. Die Polizei habe nicht gerufen werden können, weil in dem Gebiet kein Mobilfunkempfang gewesen sei.

USA: Fünf Killerwale klagen SeaWorld

Fünf Killerwale in den USA klagen den Entertainmentpark SeaWorld. In dem von der Tierrechtsorganisation PETA angestrengten Rechtsstreit wird für Tiere derselbe verfassungsrechtliche Schutz gegen Sklaverei wie für Menschen gefordert.

Es ist das erste Mal, dass sich ein US-Gericht mit dieser Frage beschäftigen muss. Das Anwälteteam von SeaWorld sagte, der Fall sei eine Verschwendung von Zeit und Geld. Sollte die Klage erfolgreich sein, hätte das nicht nur enorme Auswirkungen auf Tiergärten, sondern etwa auch auf Polizeihunde.

Richter skeptisch

PETA argumentiert, die Killerwale würden in den kleinen Becken in den Parks in Florida und Kalifornien wie Sklaven gehalten und müssten täglich ihre Kunststücke zeigen. Richter Jeffrey Miller in San Diego zeigte sich bei der ersten Anhörung skeptisch, ob die Tiere als Kläger auftreten können.

PETA nannte die Wale Kasatka, Corky und Ulises in SeaWorld San Diego und Tilikum und Katina in Orlando als Kläger. Für Tilikum hatte es bisher allerdings etwas Gutes, rechtlich als ein Tier und nicht als Mensch behandelt zu werden: Vor den Augen Dutzender entsetzter Zuschauer tötete der Killerwal 2010 eine Tiertrainerin - schon der dritte Todesfall in Zusammenhang mit Tilikum.

Vorerst keine Umweltgefahr durch „Costa Concordia“-Havarie

Nach der Havarie der „Costa Concordia“ am 13. Jänner besteht vorläufig keine Umweltgefahr für die Insel Giglio. Das sagte der Chef des italienischen Krisenstabes, Franco Gabrielli, heute im Gespräch mit Journalisten. Die Lage sei unter Kontrolle.

Für die Bergung des Wracks rechne man mit mindestens zehn Monaten, was jedoch als „optimistische Schätzung“ zu betrachten sei. „Alles hängt von der Komplexität der Situation ab und von dem, was man bei der Überprüfung des Schiffes entdeckt“, so Gabrielli.

Mit Abpumpen noch nicht begonnen

Die Vorbereitungen für das Entfernen des Öls aus dem Wrack waren tags davor wegen der schlechten Wetterlage wieder unterbrochen worden. 24 Stunden Vorbereitungen sind notwendig, bevor die Experten mit dem Abpumpen beginnen können.

Mit schlechten Wetterbedingungen ist die ganze Woche lang zu rechnen. Die Suchaktion im Inneren des Schiffs wurde aus Sorge um die Sicherheit der Taucher bereits am Mittwoch für beendet erklärt. 17 Tote wurden aus dem Wrack geborgen, 15 Menschen werden noch vermisst.

Kapitän bleibt in Hausarrest

Der Kapitän des Schiffs bleibt unterdessen in Hausarrest. Ein Gericht in Florenz lehnte den Antrag Francesco Schettinos auf Freilassung ab. Der Kapitän befindet sich derzeit in seinem Heimatort Meta di Sorrento bei Neapel. Die Staatsanwaltschaft hatte auf Fluchtgefahr hingewiesen, Schettinos Verteidigung bezeichnet diese Befürchtung als grundlos.

Religion

Missbrauchsopfer im Vatikan: Entschuldigung nicht genug

Auf der Konferenz der katholischen Kirche zu Kindesmissbrauch hat ein irisches Missbrauchsopfer die Kirchenführung aufgefordert, Verantwortung für die Skandale der vergangenen Jahre zu übernehmen.

„Eine Entschuldigung für den Missbrauch der Priester ist nicht genug“, sagte heute die 64-jährige Marie Collins, die als einzige Vertreterin der Opfer an der Konferenz im Vatikan teilnahm.

„Es muss Eingeständnis und Rechenschaft geben für die Verletzungen und Zerstörungen, die dem Leben der Opfer und ihren Familien zugefügt wurden durch die oft gezielte Vertuschung und falsche Handhabung der Fälle durch die Vorgesetzten“, sagte Collins weiter.

Von Kirche lange ignoriert

Bei der Konferenz, die Anfang der Woche mit einer Botschaft von Papst Benedikt XVI. eröffnet worden war, sprach Collins auch über ihre eigene Missbrauchserfahrung durch einen Kaplan im Alter von 13 Jahren. „Diese Finger, die meinen Körper in der Nacht missbrauchten, hielten und reichten am nächsten Morgen die heilige Hostie“, sagte Collins.

Ihre Vorwürfe waren von der Kirche lange ignoriert worden, sie litt jahrzehntelang an Depressionen. In den vergangenen Jahren spielte sie aber eine wichtige Rolle bei der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in Irland.

Vatikan will stärkeres Vorgehen gegen Missbrauch

Der Präfekt der römischen Glaubenskongregation, Kardinal William Levada, forderte ein stärkeres Vorgehen gegen sexuellen Missbrauch. Der „Ernst dieser Verbrechen“ dürfe nicht aus den Augen verloren werden, sagte Levada bei der Konferenz, wie Kathpress meldet. Sexuell übergriffige Geistliche machten zwar nur eine kleine Minderheit unter Klerikern aus, hätten aber den Opfern und der Kirche großen Schaden zugefügt, so Levada.

Kardinal Levada rief die Bischofskonferenzen weltweit zu mehr Eigeninitiative beim Erstellen von Richtlinien im Umgang mit sexuellem Missbrauch auf. Viele Konferenzen hätten schon eigene Normen erlassen, beispielsweise die USA, Deutschland, Frankreich, Südafrika und Australien. Oft seien sie aber erst in Reaktion auf die Aufdeckung skandalöser Fälle durch die Medien entstanden, so Levada.

Die Kirche müsse bei der Aufklärung mit zivilen Behörden zusammenarbeiten, unterstrich der Kardinal, bei dessen Kongregation auch die kirchenrechtliche Strafverfolgung angesiedelt ist. Das Beichtgeheimnis müsse aber unantastbar bleiben.

IT

Wiener Studenten: Streit mit Facebook dauert an

Seit August 2011 kämpft eine Initiative um den Wiener Jusstudenten Max Schrems vor den zuständigen irischen Behörden dafür, dass Facebook seinen Nutzern die Kontrolle über ihre eigenen Daten gibt. Gestern verhandelten Vertreter des US-Konzerns stundenlang in Wien mit Schrems und seinen Freunden.

Doch in den Gesprächen konnten nicht alle Fragen geklärt werden. Nun muss die irische Datenschutzkommission gegen Facebook tätig werden - und der war bisher der Schutz des IT-Standorts so wichtig, dass sie den US-Konzern nur mit Samthandschuhen angefasst hat.

Mehr dazu in Harte Verhandlungen in Wien

Kultur

Berlin: Pergamonaltar für drei Jahre nicht öffentlich zu sehen

Der weltberühmte Pergamonaltar in Berlin wird von 2014 an voraussichtlich für drei Jahre nicht mehr für die Öffentlichkeit zu sehen sein. Grund sind Bauarbeiten an dem stark renovierungsbedürftigen Pergamonmuseum. Das kündigte der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, heute bei seiner Jahrespressekonferenz in Berlin an.

Der Pergamonaltar aus dem 2. Jahrhundert vor Christus ist die Hauptattraktion der Berliner Museumsinsel. Allein im vergangenen Jahr zog das im Jahr 1930 eigens für den Altar gebaute Museum 1,3 Mio. Besucher an. Für die vom kommenden Jahr an geplante Renovierung werden jeweils Teile des Hauses geschlossen, nicht das ganze Gebäude.

Madonna kommt im Sommer nach Wien

Vor vier Jahren hat die Pop-Diva auf der Donauinsel begeistert, jetzt kommt sie erneut nach Wien: Am 29. Juli will Madonna im Ernst-Happel-Stadion ihr neues Album vorstellen und mit elektronischen Klängen und schrillen Showeinlagen ihre Fans begeistern.

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Charles Dickens als Urvater der Twitter-Feeds

Es gibt wohl wenige Schriftsteller, die derart am Puls der Zeit geschrieben haben wie der Engländer Charles Dickens. Dickens, der vor 200 Jahren geboren wurde, war ein besonderer Chronist des 19. Jahrhunderts: Wie wenige Autoren stellt sein Werk die enormen wirtschaftlichen und sozialen Beschleunigungen dar, die die Welt im Zeitalter der Industrialisierung erlebte.

Seine Romane waren Fortsetzungswerke, die über Zeitungen die Leser erreichten und mit vielfältigen Spannungsbögen in Atem hielten. Dickens war ein Meister darin, die Entwicklungen der Zeit in bildreichen Schnipseln festzuhalten. Für manchen sind seine Sätze die Vorläufer der Twitter-Kultur.

Mehr dazu in Im Zeitalter der Beschleunigung

Science

Rauchen ist schlecht für das Gehirn - bei Männern

Männliche Raucher bauen laut einer neuen Studie geistig schneller ab als ihre nicht rauchenden Geschlechtsgenossen. Bei Frauen stellten die Wissenschaftler keinen derartigen Effekt fest, was daran liegen könnte, dass Männer mehr rauchen als Frauen.

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Studie: Fingerfood vermeidet Übergewicht bei Babys

Babys, die die Einführung von Beikost wortwörtlich selbst in die Hand nehmen, haben einer neuen Studie zufolge ein geringeres Risiko für Übergewicht. Dadurch werden gesunde Ernährungsgewohnheiten in der frühen Kindheit gefördert, schreiben die Forscherinnen.

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Lifestyle

Umfrage: 35 Prozent kaufen nur nach dem Preis

Für ein Drittel der Österreicher bestimmt ausschließlich der Preis die Produktwahl beim täglichen Einkauf, hat eine Umfrage der Nielsen Media Research GmbH. ergeben. Ein knappes Viertel der heimischen Konsumenten ist bereit, für Bioprodukte mehr zu bezahlen. 42 Prozent würden umweltfreundliche Produkte zwar bevorzugen, kaufen sie aber nicht, weil sie zu teuer sind.

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